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  • Ist es nicht eigentlich unmännlich Bilder zu malen?

  • abue
    - so ein pfauenrad ist schön, genauso ein fischschwarm, schwärme von eintagsfliegen, blütenfülle der sommerwiesen, die sonne...so wie die natur sich verschwendet so verlangte es auch nietzsche vom künstler, sich an die welt zu verschwenden...
    - diese schönheit ist nicht denkbar ohne den millionenfachen tod und verfall, der ihr innewohnen muss und ohne den, der sie betrachtet und begreift...
    - rationalität, ökonomie, zweckform usw. bringen viel häßliches hervor...da sie sich nicht verschwenden, es sich rechnen muss...beeindruckende werke und bauten haben sich selten gerechnet, bei ihrer entstehung...
    - die evolution hätte den pfau ja auch mit einer besonderen stinkedrüse ausstatten können, welche die pfauin betört... :) ...sie(die pfauin) wählte aber den großen schwanzwedel, und der pfau passte sich an...is schon bemerkenswert, wie das so alles ist... :)
  • rethgifelyts
    die simone ist aber echt sauer...

    dabei hat sie aber auch nicht wirklich die ahnung
    wir haben die "primatenphase" doch noch gar nicht überwunden, sondern sind immer noch mitten drin, weil die gattung homo sapiens immer noch zur ordnung der primaten gehört...

    deswegen hat das affentheater hier durchaus seine evolutionäre berechtigung.

    allerdings ist die pfauenfeder von damals, heute anzug und krawatte gewichen, es war ein statussymbol das mittlerweile durch andere statussymbole ersetzt wurde.

    mit kunst hat das nichts zu tun...

    wohl eher eine kleine aber folgenschwere mutation des menschlichen gehirns die vor ca. 40000 jahren eine viel dichtere verknüpfung der einzelnen gehirnareale ermöglichte und zur einer, in fachkreisen so genannten, kreativen explosion führte. die höhlenmalereien die etwa ab diesem zeitpunkt überall entstanden, sind nur ein zeugnis davon. (übrigens vielerorts haben die höhlenkünstler handabdrücke als signaturen hinterlassen, man hat festgestellt, dass es sich fast ausschließlich um männliche jugendliche im alter von 13-17jahren handelte, vermutlich hat die gestaltungsneurose heutiger graffitisprühender großstadtjugendlicher hier ihren ursprung)

    aber auch sonst wurde damals wohl überall sehr viel geschnitzt, gemalt, geschmückt, tätowiert, gesungen und getanzt. und das mit sicherheit nicht nur von männern. kunst war einfach nur ein teil des lebens und als solches von anderen alltäglichen tätigkeiten kaum zu unterscheiden.

    erst mit dem fortschritt der zivilisation und mit immer größererer spezialisierung der menschen auf bestimmte tätigkeitsfelder wurde der künstler zu einem beruf. und kunst zum luxusgut, mit dem sich lange zeit nur reiche und mächtige umgeben konnten. (da wären wir wieder sozusagen bei den pfauenfedern).

    das bedürfnis aber sich mit schönen dingen zu umgeben, sein leben kreativ zu gestalten, sich mit kunst zu beschäftigen auf welche weise auch immer, ist aber kein zivilisationsbedingtes verschwendungsgetue, sondern ein geistiges grundbedürfnis, denn ein derart leistungsstarkes gehirn, wie das unsere kommt allein mit "fleischlicher" nahrung nicht aus und würde hoffnungslos verkümmern, deswegen hatte kunst als geistige tätigkeit, durchaus einen evolutionären vorteil für uns. sonst hätten sicher die neanderthaler überlebt, denn sie waren uns in den meisten punkten keineswegs unterlegen, sie hatten nur keine kunst gemacht.
  • El-Meky
    El-Meky
    Wenn ich male, kriege ich vor lauter Lust immer einen Steifen. ;-D
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  • abue
    ...sich mit kunst zu beschäftigen auf welche weise auch immer, ist aber kein zivilisationsbedingtes verschwendungsgetue, sondern ein geistiges grundbedürfnis, denn ein derart leistungsstarkes gehirn, wie das unsere kommt allein mit "fleischlicher" nahrung nicht aus und würde hoffnungslos verkümmern, deswegen hatte kunst als geistige tätigkeit...


    - es ging mir nicht um verschwendungsgetue...ich wollte den gegensatz zum zweckgebundenen getue in ökonomischen bereichen darlegen, das sich meist unter kosten und effizienzgesichtspunkten abspielt... :)

    ..sonst hätten sicher die neanderthaler überlebt, denn sie waren uns in den meisten punkten keineswegs unterlegen, sie hatten nur keine kunst gemacht.

    - das ist zur zeit wieder in frage gestellt...viell. haben die in ihrer letzten phase, nachdem sie den cro-magnon-menschen begegnet waren, angefangen sich mit dem anfertigen von kunstgegenständen zu beschäftigen, siehe u.a. löwenmensch(über 30000 jahre alt) u.a...da kam mal so'ne doku auf 3sat...

    @heliopo ...jau, so muss es sein...genau das meinte ich mit sich an die welt verschwenden... :-)
  • sadrakzeoenomis @egonM
    Große Künstler haben aufgrund ihrer"negativen Emotionen und Wut" halt ihrer negativen Erfahrungen ,die Sie in ihrem Leben gesammelt haben, großes und nicht nur "mittelmäßiges"geschaffen!
    Siehe Van Gogh, der nicht gerade das blühende Leben in Person war oder Betthoven, der wahre Meisterwerke durch seine negativen Erfahrungen und schwierigen Lebensumstände geschaffen hatte.
    Frida Kahlo, die erst mit 18 Jahren, nach ihrem Unfall begann zu malen und einen erheblichen Beitrag zum Surrealismus geleistet hat.
    OOder Novalis mit seinen Zitaten und sich bereits mit 29 Jahren einen Abgang machte.
    Nun egonM, mache Dir nochmal Gedanken über deine Aussage "mit Wut und negativen Emotionen" könne man nur mittelmäßiges leisten?"

    Im übrigen, brauche ich nicht in "bestimmten Kreisen zu verkehren, um mitzubekommen, das Prügeln oft ein Ausdruck ist von Inkompetenz an Konfliktaustragung.
    Gegenfrage- in welchen Kreisen verkehrst Du, das Du von "sozialen Brennpunkten" nichts mitbekommst?
    Ich setze mich mit Gewaltprävention auseinander und plane dieses Jahr, ein Kunst-Atelier für Kinder zu eröffnen.
    Zum Weiteren möchte ich Kindern bzw. Menschen vermitteln, das man"negative Emotionen" auf kreative Art gut kompensieren kann.
  • reniek
    ----u.a.Siehe Van Gogh, der nicht gerade das blühende Leben in Person war oder Betthoven, der wahre Meisterwerke durch seine negativen Erfahrungen und schwierigen Lebensumstände geschaffen hatte...


    ach ja, der Betthoven :o
  • abue
    - wenn sie durch die negativen emotionen und erfahrungen meisterwerke schufen, so ist es unabdingbar diese emotionen und erfahrungen positiv zu attributieren, beziehungsweise zu positiven umzuwidmen...
    - oder?...
  • reniek
    also ist kunst auch therapie

    igitt!
  • sadrakzeoenomis @keiner
    Beethoven war als Beispiel für seine Meisterwerke benannt und nicht für seine soziale Kompetenzen (polemik pur)
    Als Übersetzung- Beethoven war ein Genie, jedoch menschlich gesehen ein Albtraum!

    @Stlyefighter

    Die Simone is net sauer- nur mega sarkastisch; )
    Und ob ich deiner Auffassung nach ein Update benötige, sei dahingestellt!

    Evolutionstheorie hin oder her...frei nach dem Paradoxum können wir diskutieren und erhalten kein richtig oder falsch!Es ist contra productiv darüber zu spekulieren; )
  • abue
    also ist kunst auch therapie

    igitt!


    - nö...dies zeigt nur, dass kunst sich jenseits von gut und böse befindet...so wie die lieder des prinzen vogelfrei... :)
    - mit kunst kannste nicht therapieren...vielleicht mit buntem gequirle oder so...
  • reniek
    Mensch Simone - ich amüsierte mich über das Wortspiel - Schreibweise "Bett"hoven

    Jetzt haste´s ja richtig geschrieben :)

    Deine Übersetzungen brauch ich nicht, ich weiß, wer Beethoven ist und dass er genial war :)

    @ euba

    Na dann bin ich ja beruhigt!
  • sadrakzeoenomis
    Freut mich,das ich zu eurem Amüsement beitragen konnte; )

    Wie dem auch sei- ihr scheint echt empfindlich zu sein!
    Ist das nicht auch unmännlich? ; )
  • Stab aus Basel
    Stab aus Basel
    Was ist schon unmännlich?

    Vielleicht, wenn der Maler die Kolinskyhaare am Pinsel mit rosa Haarfarbe dauerhaft einfärbt, bevor er kreativ wird,
    oder

    🔗


    ist vielleicht ein wenig unmännlich... aber nur ein bisschen!

    🔗
    Signatur
  • abue
    Freut mich,das ich zu eurem Amüsement beitragen konnte; )

    Wie dem auch sei- ihr scheint echt empfindlich zu sein!
    Ist das nicht auch unmännlich? ; )


    - du hast mich bestürzt gemacht...
  • sadrakzeoenomis @keiner!
    Ups-Das war wieder mal ein typischer " Simone"(Betthoven-Pardón)
    ich bin prädestiniert, um Fettnäpfchen zu treffen; )

    So Sorry: )
  • simulacra
    simulacra
    Dann hätten wir die Frage ja endgültig geklärt und können zu Bett gehen. Gute Nacht, John-Boy!
    :)
    Signatur
  • rethgifelyts
    Freut mich,das ich zu eurem Amüsement beitragen konnte; )

    Wie dem auch sei- ihr scheint echt empfindlich zu sein!
    Ist das nicht auch unmännlich? ; )


    - du hast mich bestürzt gemacht...


    simone, mann-frau (frei nach erisch) ist nie zu alt um etwas neues dazu zu lernen, vor allem wenn man sich in so einer illustren gesellschaft wie der unseren befindet...

    z.b. das männer tätsächlich psychisch labiler und anfälliger für extremhandlungen sind als frauen. da entbehrlicher für die arterhaltung, hat sich die natur beim mann diesbezüglich mehr spielraum erlaubt (sowohl in die eine, wie auch in die andere richtung). d.h. die wahrscheilichkeit das ein beethoven oder ein charles manson als mann zur welt kommt, ist tatsächlich etwas höher.

    das ist wieder vielleicht so ein puzzleteil, das die immer noch ungebrochene männliche dominanz im kunstbetrieb erklärt.
  • sadrakzeoenomis
    Dem stimme ich zu-man/frau lernt niemals aus und das ist auch gut so
    (illustre Gesellschaft ist gut, wenn ich so an das Buch denke"die verblödete Republik;)
    Ich denke, es hat bzgl.der Labilität weniger etwas mit dem Geschlecht zu tun.Ich glaube schon,das vieles von den Erfahrungen und Lebensbedingungen abhängt.
    Ich bin der festen Überzeugung,das Beethoven und Co. Borderliner waren:)
  • nroK
    Muß mich, glaube ich, auch wieder mal hier einmischen. Es ist mittlerweile dahin gekommen, daß sich die Teilnehmer über weiblich contra männlich auseinandersetzen. Ein Disput, den ich gar nicht schätze, obwohl ich ihn angeleiert habe.
    Es ging eigentlich ursprünglich darum, warum es nicht explizit als männlich erkannt wird, wenn einer ein Bild malt. Obwohl die meisten Bilder, jedenfalls die wichtigen, von Männern gemalt wurden.
    Wenn man böse Gedanken verbreiten möchte, dann kann man ja sagen, daß Frauen immer nur nachgeäfft haben, was Männer ihnen vorgemacht haben.
    Aber damit haben wir noch immer nicht geklärt, warum es nicht als typisch männlich empfunden wird, wenn einer ein Bild malt?
    Wurden Maler und Künstler nie als rechte Männer begriffen? Obwohl wir kreischende Frauen zu unseren Füssen liegen haben? Es fällt mir schwer, die Malerei als das Gehabe eines Gockels auf dem Misthaufen zu begreifen. Vielleicht ist alles ganz einfach, Malerei ist Malerei, ohne geschlechtsspezifische Attribute. Das würde natürlich bedeuten, daß Dürer und Co nicht eigentlich Männer waren, nicht eigentlich, wenn sie schufen. Ich kann damit durchaus leben, es ist nur eine contradictio in adjecto, die mich daran stutzig macht.
    Bussi für Euch alle, denn mit dem Herz leben wir, nicht mit dem Verstand!
  • reniek
    Wie kommst Du darauf, dass es nicht als explizt typisch männlich empfunden wird, wenn keiner ein Bild malt ??? :O
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