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  • wieder ein haufen fragen

  • schwadro
    schwadro wieder ein haufen fragen
    na ihr?

    es hat sich wieder ein haufen fragen angesammelt :)

    1) pinsel
    ich wasche die pinsel abends immer aus. früher, als mir alles etwas egaler war, sind sie nach einiger zeit im terpentinglas immer verbogen. klar, man könnte das einfach umgehen indem man sie in son albernen pinselhalter steckt, wo sie nicht mit der spitze auf den boden stossen, aber ich mag es auch nicht mehr, wenn die terpentingläser ewig unverschlossen rumstehen - wegen der dämpfe. ausserdem sind diese pinselhalter ja entweder zu klein oder zu teuer.
    auswaschen mache ich also immer so: farbe abstreifen, erst in terpentin auswaschen und dann mit heissem wasser und spüli. ich hab mir auch sone extra pinselseife besorgt aber ich seh irgendwie nicht, wieso das besser sein sollte als spüli. ich benutze hauptsächlich synthetikhaar-pinsel.

    jetzt sind aber die toll ausgewaschenen pinsel nachdem ich ein paar tage nicht im atelier war alle knallhart. und mir schwant: es liegt vielleicht im malmittel. ich hab nämlich zuletzt mit dammarharz gearbeitet. lässt sich das vielleicht nicht mit wasser auswaschen?
    heute hab ich mal alkydharz ausprobiert aber da stellt sich die selbe frage

    weiss das hier einer? wie macht ihr das so mit den pinseln?

    2) stützkreuz des keilrahmens drückt durch
    ich hab heute versucht, eine ziemlich große farbfläche ganz glatt zu kriegen mit so nem abzieher, so nem rakel aus dem baumarkt. erst hab ichs noch mit normalen palettmessern versucht aber das hatte diesen spachtel-charakter, so à la wischtechnik-landhaus-stil. alles andere - lappen oder pinsel - hatte mir auch immer noch zuviel erkennbaren duktus. mit dem rakel gings eigentlich ganz gut - allerdings drückte das stützkreuz vom keilrahmen durch!
    ich hab dann die leinwand nochmal nachgespannt aber das hat nur bedingt geholfen. der keilrahmen ist son 0815 keilrahmen von boesner und die leinwand hängt bei mir 100%ig senkrecht an der wand.

    kann mir da jemand nen rat geben, was ich falsch mach bzw. wie ich das problem behebe?

    3) was mich auch noch interessiert ist diese spachtel-geschichte. was mich dabei immer noch stört sind die "nähte" die an den rändern entstehen wenn man den rakel über die leinwand zieht. kennt ihr da tricks, wie man die heimlich elemeniert bzw einfach ne wirklich glatte monochrome fläche herstellt?

    4) apropos maltechnik: kann jemand literatur empfehlen über öl-maltechniken ohne diese üblichen grässlichen landschafts oder sonnenblumen-in-vase kalenderblatt motive, also quasi was für fortgeschrittene? also quasi über all das was in wehlte und doerner nicht mehr drinsteht? oder gibts sowas nicht? :)


    danke für eure ratschläge,

    bussi,
    schw.
  • sorod
    Hallo Schwadro,
    du schreibst: wieder einen haufen fragen...welchen Haufen willste denn befragen?
    ;-)
  • eirelagkrap
    Hallo,

    zu deinem Stützkreuzproblem:
    Nachspannen hilft nicht,
    du kannst entweder einen Karton zwischen Kreuz und Leinwand befestigen, so dass die Kante abgedeckt ist, oder das Kreuz so gestalten, dass es abnehmbar ist. Während dem Malen brauchst du es nicht unbedingt.
    Das Wichtige am Kreuz ist, dass es dafür sorgt, dass sich der Rahmen auf Dauer und beim Vorleimen durch die Spannung der Leinwand nicht nach
    Innen verbiegt.

    Klaus
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  • schwadro
    schwadro
    super tipp, das mit der pappe, werde ich sofort umsetzen :)

    vielen dank!
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Pinsel auswaschen:
    Ich hatte es schon in diversen Threads geschrieben: Marseiller Olivenöl-Seife, ein reines Wundermittel. Das ist die, die in Würfelform verkauft wird.

    Ich brauche keinerlei Lösungsmittel: Die benutzten Pinsel werden in Zeitungs-/ Klo-/ Küchenpapier etc. ausgedrückt, das heißt also mit dem mehrfach gefalteten Papier straff von der Pinselzwinge zur Spitze hin die Farbreste mechanisch abstreifen. Dann wasche ich die Pinsel direkt auf dem Seifenwürfel aus, schlage ein wenig Schaum in der Handfläche und wenn der weiß bleibt ist der Pinsel sauber. Wenn die Pinsel zum Trocknen in der Blechdose stehen, wasche ich meine Finger mit der Seife.

    Selbst einen alten Grundierpinsel, den ich sonst mit Spülmittel ausgewaschen habe und mit dem ich auch schon mal Acrylfarbe auf die Wand gebracht habe, bekam ich mit dieser Seife wieder "wie neu" hin. Es hatten sich in den Pinselhaaren nahe der Zwinge Farbreste verkrustet, die sich mit der Olivenseife wieder lösten. Die Zwinge von diesem Pinsel sieht total verwarzt aus, aber die Haare "wie vom Friseur".

    Was die Keilrahmen anbelangt: Ich kenne kein Heilmittel und habe mich schon so oft darüber geärgert, dass ich wieder zu meiner alten Liebe zurückkehrte: Hartfaserplatten oder MDF, selbst grundiert. Löst zwar nicht Dein Problem, aber ist vielleicht ein Tipp für die Zukunft. Leinwände sind nur "edel", weil sie das Publikum so empfindet. Materialtechnisch keinesfalls besser.

    Für die Spachteltechnik: Farbwürste nur in die Mitte des Spachtels, nicht über den Rand quellen lassen und DÜNN streichen. Die entstandenen "Nähte" mit einem dünnen Spachtel vertreiben und zwischendurch das Zuviel an Farbe vom Vertreiber-Spachtel abstreifen.

    Gruß - Johnny
  • schwadro
    schwadro
    hihi "wie vom friseur" sehr schön!

    vielen dank für die ausführliche antwort, sehr gute tipps dabei - die seife muss ich mal besorgen. gibts warscheinlich auch ganz normal bei budni bzw inner drogerie, nicht?

    bzgl malgrund: ich hab auch schon öfters auf hartfaserplatte und spanplatte gemalt aber ich mag die struktur nicht so. deswegen hab ich jetzt zuletzt ca 14 cm dicke spanplatte (davon hab ich noch jede menge reste) mit leinwand "bespannt". wusste dabei aber auch nicht so recht wie. hab die platte erstmal mit binder "abgedichtet", rundum, klar, damit sie sich nicht biegt, und dann die leinwand drüber getackert, so wie man das normalerweise mit keilrahmen macht, also quasi "verpackt".
    die leinwand hab ich dann nochmal grundiert.
    fand aber das verfahren ziemlich langwierig und würde mir die behandlung der platte am liebsten sparen. scheint aber dann doch vonnöten zu sein weil selbst miniformate (30x40) in 14 mm sich offenbar biegen.

    herzliche grüsse,
    sch.
  • Annett
    warum nicht direkt die Spannplatte mehrfach grundieren (grundieren, anschleifen, wieder grundieren, glatt schleifen) auch auf der Rückseite (wegen dem biegen) und dann bemalen? Du ersparst Dir eine Menge Arbeit und 14 cm Dicke Platte ist schon allerhand.
  • Annett
    oh, unterschiedliche Dicke der Platte? was ist nun richtig, 14 cm oder 14 mm? ;-)
  • schwadro
    schwadro
    hallo netty!

    hihi, ja das ist natürlich quatsch. die dicke ist 14 mm.

    ich finde ja, selbst wenn man schleift und streicht, schleift und streicht usw drücken hinterher diese komischen fasern durch. zumindest wenn man sehr glatt malt. vielleicht muss man dann noch mehr schleifen aber dann artet das ja auch schon wieder in arbeit aus :)
  • Annett
    na dann.... wenn es keine Arbeit machen soll, dann kannst Du doch gleich eine fertige Leinwand auf Keilrahmen kaufen. Diese ist auch schon vorgrundiert für Faule. ;-)

    Wenn man gern alles allein machen möchte, dann macht es halt nun mal Arbeit. Bei Gerstäcker habe ich auch Holzplatten gesehen. Nennt sich Holz-Maltafel Tintoretto. Mehrfach geleimtes Schichtholz, durch die rückseitige Rahmung auch extra stabil, wird mit Gesso grundiert (für eine glatte Grundierung). Aber vielleicht ist es für Dich auch schon zuviel Arbeit. Aber von nix kommt nix ;-)
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