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  • Ausstellung: M FOR FAKE - Ehe als Schwindel in der Kunst Nataša Drakulas

  • Elke Thiele Ausstellung: M FOR FAKE - Ehe als Schwindel in der Kunst Nataša Drakulas
    Ort: Kunsthaus MEINBLAU, Christinenstraße 18/19, D-10119 Berlin, 🔗
    Sujet: Video, Fotografie

    Zeitraum: 26. September – 17. Oktober 2010
    Öffnungszeiten: Mi – So 14 – 20 Uhr
    Eröffnung: Samstag, 25. September 2010, ab 19 Uhr
    Die Ausstellung wird gefördert vom Hauptstadtkulturfonds und dem Kulturamt Pankow.


    “Eine Scheinehe ist eine Ehe, die man für die Scheine braucht.” Anonyma

    Eine Ehe in Deutschland zu schließen ist – zumindest in der Vorbereitung – eine sehr aufwändige Angelegenheit. Teilweise absurde Züge erhält das Vorhaben, falls einer der künftigen Ehepartner Ausländer ist. Von Romantik keine Spur. Nataša Drakula nähert sich dem Thema aus künstlerischer Sicht und holt in ihren Arbeiten die Menschen aus der Abstraktheit der aktuellen Integrationsdebatte.

    Die Künstlerin stellt dieser – damit sehr persönlichen – Ausstellung im Kunsthaus Meinblau ein Video ihrer eigener Hochzeit voran. EINE GANZ NORMALE HOCHZEIT zeigt dem Betrachter die Protagonisten und Bilder einer scheinbar fröhlichen und vergnügten Hochzeit. Aber zeigen diese Sequenzen wirklich das, was es zu sein scheint?
    Mit der Multi-Channel-Installation M FOR FAKE werden dem Beispiele anderer Ehen – Schutzehen, Scheinehen, Zweckehen – gegenübergestellt. Nataša Drakula befragt mehrere anonyme Beteiligte nach ihren Erfahrungen und Motivationen, nach ihren Ängsten und Bedürfnissen. In Bild und Ton berichten Betroffene, welche existenziellen Diskussionen mit den Partnern geführt wurden und wo Entscheidungen den Bescheinigungen bzw. dem Staat zuliebe getroffen werden mussten.

    Der Betrachter bekommt eine Ahnung vom Ungleichgewicht zwischen den Partnern in binationalen Ehen. So ist die Frage der Aufenthaltsgenehmigung belastend für jede Freundschaft, viele Beziehungen scheitern an ihr. Selbst über Menschen die aus Liebe geheiratet haben, schwebt stets der staatliche Verdacht der Scheinehe. „Mit dem Projekt versuche ich zu zeigen, durch welche absurden Lebensphasen viele Menschen gezwungen werden und was dies für sie bedeutet.“ so Nataša Drakula über ihre neuesten Arbeiten. „Damit hoffe ich zum besseren Verständnis zwischen Ausländern und Deutschen beizutragen, vielleicht sogar, diese Klassifizierungen aufzuweichen.“

    Videoinstallationen:
    - EINE GANZ NORMALE HOCHZEIT (1-channel)
    - M FOR FAKE (4-channel)

    Fotos:
    M FOR FAKE
    - 2 Leuchtkästen 100x100 cm
    - Groß-Formate 80x120 cm
    - 16 Klein-Formate 40x60 cm

    Nataša Drakula, geboren im ehemaligen Jugoslawien, lebt seit 1991 in Deutschland. Sie studierte an der Kunsthochschule in Bremen und erwarb ihren Master of Arts an der UdK Berlin. Nataša Drakula arbeitet als Dozentin für visuelle Kommunikation an zahlreichen deutschen Universitäten und Kunsthochschulen und hält Vorträge auf Fachkonferenzen. Die Galerie Meinblau zeigt die erste Einzelausstellung der in Berlin und auf Hvar lebenden Künstlerin.

    Die Ausstellung wird mit einem Blog unter: http://scheinehe.blogspot.com begleitet.
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