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  • Pressemitteilung: Assoziation antikapitalistischer Kunstschaffender

  • siku
    Presseinfo

    Assoziation
    antikapitalistischer
    Kunstschaffender
    [...] in folgendem Konsens: Die Menschheit ist geteilt nach Besitz und Nichtbesitz, wir leben in einer Diktatur des Eigentums über die
    Menschen.
    Trotz dessen, dass ein Mehrheit gegen eine solche Entwicklung ist, gibt es keinen wirkungsvollen Widerstand. Es herrscht eine Kultur der Anpassung, der Individualisierung und Egozentrik, die eine
    Alternativlosigkeit der Verhältnisse und Menschenfeindlichkeit propagiert allein auf der Grundlage finanzieller Maßgaben. Geprägt durch Massenevents und eine Kunst- und Kulturindustrie, die allein Anlage- und
    Verwertungsinteressen unterworfen ist erleben wir eine Offensive systemtragender Kräfte, die Menschen dumm und desinformiert zu halten.


    "...trotzdem ist die Mehrheit gegen eine solche Entwicklung"
    he? das sind schöne Worte, nur umgesetzt in ein gerechtetes Leben für alle hat die noch niemand - und zwar in der gesamten europäischen Geschichte nicht, oder wollt ihr die "Arbeiter und Kolchosbäuerin" zurück, wie sie von Vera Muchina als Skuptur auf der Weltausstellung in Paris 1934 gezeigt wurde?



    Unsere Antwort darauf ist: Kunst und Kultur ist nicht gleich Kapital. Es ist die hauptsächliche und vornehmste Aufgabe von uns linken
    Künstlern, jene zu erreichen, die in der Lage sind und auch das Motiv haben, diese Verhältnisse umzustoßen, in denen „der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes ein verächtliches
    Wesen ist“.


    der erste Schritt wäre m.E. hier eine Zielgruppe klar zu nennen! Ich wäre auch mal gespannt, wer damit gemeint ist?
    was ich in dem obigen Textausschnitt lese, ist im Allgemeinen hängengebliebenes Wehklagen von Künstlern.


    Es ist notwendig, Interessen und Zugänge zu Kunst und Kultur jenseits der etablierten bürgerlichen „reinen“ Kunst, der universitären „Hochkunst“ und der Institution des Museums und des
    Kunstmarktes, hin zu einer, dem entgegengesetzten Gebrauchskunst zu schaffen, um die Vorstellung einer alternativen, menschlicheren Gesellschaft zu wecken. Ohne Ziel gibt es keine Bewegung.
    Unsere Kunst muss wieder zu einem Teil der Kultur der Arbeiter und Angestellten, der Erwerbslosen und Hartz4 Empfänger, der kleinen Selbstständigen, aller abhängig Beschäftigten, der durch das „soziale Netz“
    Gefallenen werden, heraus aus dem elitären Kreis hinein in die Lebenswelt der Massen.


    wieder?
    wollen die Künstler zurück zur sozialistien Propagandakunst? - sonst kenne ich keine Kunst, die soziale Ungerechtigkeiten wirkungsvoll thematisiert hat


    Dazu werden wir die Menschen mit unserer Kunst in Berührung bringen und sie dort abholen, wo sie stehen - in ihrem
    Umfeld , ihrem Leben Kunst installieren und durch eigenes Erfahren mit Möglichkeiten und Ausdrucksformen bekannt machen, dabei auch selbst von jenen lernen und eine gemeinsame Ästhetik entwickeln. Ohne
    Widerstandskultur kein Widerstand.


    das sind schöne Worte, man könnte "böswillig" meinen, gemeinsame-"Ästetik" und "Widerstandskultur" sind nur vom "negativen Kunstbetrieb" abgewandelte Schlagwörter: Allgemeinplatzierungen und unverbindlich.



    Es ist ein Bewusstsein in Parteien und Organisationen, allen linken politischen Kräften zu schaffen, dass der „proletarische“ Abstand von Kunst und Kultur nicht Ausdruck von
    Verbundenheit mit den Massen, sondern Zeichen von Schwäche und Dummheit ist. Unter dem Dach der, nach dem Vorbild der ASSO der 1920er und 1930er Jahre gegründeten, neuen Künstlervereinigung werden
    wir Projekte, Kurse und auch Öffentlichkeitsarbeit leisten um unsere Kompetenz bei den Adressaten zu multiplizieren, werden uns austauschen, wie mit den heutigen Verhältnissen umzugehen ist und wie jeder
    von uns auf seine Art eine Ästhetik des Protestes, des Widerstands, eine Ästhetik des Kampfes um eine bessere Welt findet und in seinen Werken verständlich macht. Erste konkrete Vorhaben wurden beschlossen.
    Es werden weitere Treffen folgen. In Berlin wird sich ein Stammtisch der Assoziation eingerichtet. Wir werden kunstformübergreifende Projekte durchführen. Geplant ist, alle 3 Monate Originaldrucke zu versteigern um
    antikapitalistische Zwecke zu unterstützen.


    Kunst war noch nie ein Mittel, Menschen zu politischen Aktivitäten zu aktivieren: wer aus dem Volk kennt denn "Neue Künstlervereinigungen", von denen gab es in der Kunstgeschichte einige. Kunst war bisher immer ein Produkt für Elitäre und Gebildete, oder sie wurde für politische Propaganda benutzt bzw. extra für diese angefertigt (wie die Arbeiter- und Bauernmotive in sozialistischen Systemen)
    Wenn hier eine neue Entwicklung geschaffen werden soll, dann kann man nicht auf etwas zurückgreifen, was nicht beim "Volk" angekommen ist.

    Große Sprüche über soziale Ungerechtigkeit helfen nicht, überzeugen könnten nur konkrete Ansätze von Künstlern, die auch nachvollziehbar daher kommen - und dazu gehören m.E. klare Formulierungen von Zielen und nicht schwammige Adaptionen aus dem (müsste wohl eher heißen: an das) Kunstgeschehen.

    Eigentlich ist es ja müßig, hierzu etwas zu schreiben: nur dieses, unkonkrete, romantisierende Sozialsyndrom vergrault das "Volk" eher von der Kunst, als dass es sie zu ihr hinführt.
  • apmocevitraerc was ist links was ist rechts ?
    in einem Kreis links und rechts zu bestimmen ist nicht so einfach !
    in den 80ern wurden die linken gegen die rechten instrumentalisiert ,
    "mach meinen Kumpel nicht an" erinnert ihr euch an die rote Hand ?

    da wo früher Skinheads standen tümmeln sich heute Araber verkaufen Drogen an kleine Mädchen ..für Geld
    ist nicht jede extreme Meinung nur ein Ausdruck von Hilflosigkeit ?
    waren alle die Heil geschrien haben böse Menschen?
    bin ich links oder rechts ?
    ich lebe meine Revolution in dem ich versuche niemanden zu betrügen , abzuzocken .
    kaufen lass ich mich nicht . nur meine Arbeitskraft ist verkäuflich .

    Wahrheit schürt Hass .. oder?
    in dem sinne
    shalom , salam aleikum , peace and love
  • anvebo
    anvebo
    Was hier als Kommunismus verkauft wird, hat für einen großen teil der kritischen linke nix damit zu tun.
    der Grundsatz von marx lautete:
    "...alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist."

    und somit scheiden ja schon mal alle stalins ,mao`s oder ulbrichts aus.

    und es gibt von jeher andere definitionen des kommunismusbegriffs.
    so zum beispiel die Kritische Theorie.

    Und wem Utopien zu realitätsfern sind ,der sollte mal Erich Fromm lesen.
    (einfach nur mal so)


    @siku
    "wollen die Künstler zurück zur sozialistien Propagandakunst? - sonst kenne ich keine Kunst, die soziale Ungerechtigkeiten wirkungsvoll thematisiert hat "
    also mir fällt spontan käthe kollwitz ein.
    achja ich versuch das auch. und sozialistische propagandakunst hat es noch niemand beschimpft. aber was nicht is... :)
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  • siku

    Und wem Utopien zu realitätsfern sind ,der sollte mal Erich Fromm lesen.
    (einfach nur mal so)


    also mir fällt spontan käthe kollwitz ein.
    achja ich versuch das auch. und sozialistische propagandakunst hat es noch niemand beschimpft. aber was nicht is... :)


    Käthe Kollwitz, Otto Dix waren künstlerische Einzelgänger,die in bildende Kunst das umgesetzt haben, was sie im Alltag erlebten oder "hautnah" erfahren haben - sehr beeindruckend und realitätsnah. Dagegen sind "Utopien" eher im Bereich der Träumerei angesiedelt, und damit kann man wirklich benachteiligte Gruppen nicht erreichen - und gegen die Marktwirtschaft auch keine Ziele durchsetzen, zumindest ist das die Erfahrung aus der Vergangenheit.
    Wenn hier gegen Ungerechtigkeit vorgegangen werden soll, dann müsste das eigentlich aus Reihen der Wirtschaftswissenschaftler kommen, die sind volkswirtschaftlich kompetenter als Künstler ;-),
    oder der Soziologen, Politologen
    Mit kritischen Liedern, Aktionen oder Bildern wird keine soziale Veränderung eingeleitet, höchstens "untermalt".
    Überzeugender wäre, wenn Künstler Kontakte zu den genannten Gruppen suchen würden, mit ihnen in einen Dialog treten, und nicht mit allgemeinen Rundumschlägen soziale Veränderungen einleiten wollen.
  • ledifkciuq
    dafür oder dagegen
    ist für mich beides das gleiche
  • egroB
    ...
    "...die Menschen dumm und desinformiert zu halten. "
    Denkt ihr wirklich das sie dumm gehalten werden? Und nicht das der Großteil der Bevölkerung sich selber dumm hält?
    Man gibt ihnen nur das was sie fordern.
    So klingt mir diese zeile zu sehr nach einer Spielart von Verschwörungstheorie.
    Oder was hat Merkel davon, wenn beispielsweise beim oktoberfest gesoffen wird ?
    ...


    - das denke ich wirklich, und muss mit erschrecken bemerken, wie eine schleichende gleichschaltung der politischen meinungsbildung durch eine uniform kommentierende medienlandschaft(radio, fernsehen und weite teile der presse(auf jeden fall die großen blätter wie spiegel, zeit, sz, faz usw.)) stattfindet...erschreckend deshalb, weil der pfeil in richtung einheitsbrei soz. jubelpresse zeigt...große im hintergrund agierende thinktanks wie berthelsmann haben das ziemlich gut im griff...
    - man muss sich schon wundern, dass solche auftritte, wie powells lügen vor dem weltsicherheitsrat nicht sofort zu einem sturm im blätterwald führten, fünf jahre später nebenbei mit abgehandelt werden ( http://www.sueddeutsche.de/politik/luegen-im-irakkrieg-die-langen-nasen-von-powell-amp-co-1.264076 ) und immer noch nicht zu einer ächtung amerikanischer außenpolitik in den massenmedien führen...
    - es ist schon komisch, dass zur infobeschaffung massenmedien immer unbrauchbarer werden, aber zum glück gibts ja die freie bloggerszene...obwohl, an der zensierung des i-net wird ja bereits gestrickt...-> alle macht den piraten.. ;)
  • anvebo
    anvebo
    @ siku

    du sagst es!
    "Käthe Kollwitz, Otto Dix waren künstlerische Einzelgänger,die in bildende Kunst das umgesetzt haben, was sie im Alltag erlebten oder "hautnah" erfahren haben "

    und warum sollte es dem widersprechen?:
    "sonst kenne ich keine Kunst, die soziale Ungerechtigkeiten wirkungsvoll thematisiert hat "

    also das was kollwitz oder auch dix dargestellt haben, hat nix mit missständen zu tun?
    Signatur
  • siku
    @ siku

    also das was kollwitz oder auch dix dargestellt haben, hat nix mit missständen zu tun?


    ach, das wundert mich jetzt aber ;-)
    ich habe in Erinnerung, das beide Künstler soziale Missstände dargestellt haben u.a.: Kollwitz indem sie das "arme Volk" im Wartezimmer der Praxis ihres Mannes zeichnete und Dix hat Armut z.B. in seinem Triptychon Großstadt thematisiert (den Krieg klammere ich hier mal bewußt aus).

    Wie meinst Du, sollten die von dir gemeinten Missstände thematisiert werden, und welche wären das?
  • nighthawk
  • 46nahtaiveL
    Wie meinst Du, sollten die von dir gemeinten Missstände thematisiert werden, und welche wären das?


    hm...medienverwahrlosung?
    einsame die den ganzen tag vor der webcam sitzen?
    menschenfeindliche architektur...
    auswirkungen eines ungesunden lebesnstils...

    da ginge schon einiges :-)

    aber nicht hier ;.(
  • egroB
    @nighthawk
    - die angabe der quellen und die dadurch entstehende prüfung durch andere blogger bzw. user, user die gegenargumente, oft auch mit quellen, bringen und die daraus entstehende diskussion, lässt m.m nach eine meinugsbildung zu, die bestimmt nicht absolut wahr ist aber doch der wahrheit nahe kommen kann...

    edit: - also einfach gesagt quellensuche und meinungspluralismus...
  • nighthawk
  • otaneR
    ...aber wenn sich Deutschland morgen entscheidet kommunistisch zu sein , fliegen die anderen mit Bombern über uns !



    Wieso?Stimmt nicht.
    Nicht zu verwechseln dem Kommunismus mit die Diktatur.

    Dies ist nicht wie man denkt...Unsere Welt ist ein Krieg zwischen Bestien...
  • egroB
    ...schließlich bleibt man doch eher bei der zeit oder der süddeutschen am frühstückstisch hängen. :)


    - ja, das stimmt leider...aber es ist fatal...
    - da muss ich z.b. spiegelfechter klicken um mal andere sichten auf pol. ereignisse, zum beispiel nah ost, zu lesen, z.b. von Uri Avnery...oder wie der berthelsmann konzern funktioniert und was diese medienmacht bedeutet, wie sie beeinflusst usw. ...das ist schon fatal, bes. wenn man bedenkt, dass einmal investigativer journalismus flick-affäre, strauß atompläne usw. ans licht brachte und es damals qualitätsmedien wie spiegel, stern usw. waren...wenn ich mich nicht irre kommt da heute fast gar nix mehr...
  • -emarap
    ...schließlich bleibt man doch eher bei der zeit oder der süddeutschen am frühstückstisch hängen. :)


    - ja, das stimmt leider...aber es ist fatal...
    - da muss ich z.b. spiegelfechter klicken um mal andere sichten auf pol. ereignisse, zum beispiel nah ost, zu lesen, z.b. von Uri Avnery...oder wie der berthelsmann konzern funktioniert und was diese medienmacht bedeutet, wie sie beeinflusst usw. ...das ist schon fatal, bes. wenn man bedenkt, dass einmal investigativer journalismus flick-affäre, strauß atompläne usw. ans licht brachte und es damals qualitätsmedien wie spiegel, stern usw. waren...wenn ich mich nicht irre kommt da heute fast gar nix mehr...


    ...und seitdem kein Politiker sich mehr zu schade ist, von der Bild-Zeitung interviewt zu werden, fällt einem fast nichts mehr dazu ein...
  • nighthawk
  • heinrich
    Genau, Wahrnehmung, Umgebung, Assotiationen...
    Sind wichtig,

    aber den Assotiationen von den Leuten,
    die sich ausgeliefert und desorientiert fühlen,
    und die ihre Probleme in der Kunstform verarbeiten versuchen
    und die Kust so instrumentalisieren
    dass sie wie ein letzter Strohhalm dafür halten soll..

    möchte ich irgendwie nicht beiwohnen...

    Diese Leute sollen sich einfach andere Beschäftigung suchen,
    die konkret etwas einem bringt...
    Genugtuung, Anerkennung ja, auch einfach, Geld.

    Und nicht nur Assotiationen.
    Signatur
  • 46nahtaiveL
    nur ein etwas verwirrter versuch
    irgendwelchen anderen kunstschaffenden
    die daseinsberechtigung abzusprechen
    verständlich in einem begrenzten markt
    aber trotzdem überflüssig + eh nicht
    von erfolg gekrönt :-)
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