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  • Wer ist Künstler?

  • Frank Czieczor
    Frank Czieczor
    Kunst ist schön ,macht aber viel Arbeit /karl Valentin
  • Dirk Dautzenberg
    Dirk Dautzenberg
    "Kunst kommt von Können, nicht von Wollen, sonst hieße sie Wunst."

    Und: "Wan´s oana ko, is koa Kunst net, und wan´s oana net ko, is´s erscht recht koa Kunst."
  • Dirk Dautzenberg
    Dirk Dautzenberg
    letzteres glaub ich auch von Karl Valentin.
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  • reniek
    Wer ist Künstler?

    keiner, alle und jeder ;)

    http://www.elfertee.wordpress.com
  • Dirk Dautzenberg
    Dirk Dautzenberg
    Einige Meinungen zu Kunst sind mir noch untergekommen, die bedenkenswert sind.

    Picasso meinte sinngemaess, "Kunst sei Kampf gegen den Feind", und "dass das Kunstwerk im Auge des Betrachters entstehe"; jedoch auch: "wenn er wuesste, was Kunst sei, wuerde er es fuer sich behalten."

    Aristoteles:"Kunst muss Leidenschaft ausloesen."

    Ephraim Kishon staunte über den "siegreichen Bluff, der sich aus unerfindlichen Gruenden Moderne Kunst nennt."

    "Kunst kommt von kuenden", meinten einst Fritz Roehrs, Georg Meistermann, Joseph Beuys.

    "Kunst heisst: ein Zeichen setzen": Otmar Alt.

    Gute Kunst gibt es nicht, genauso wenig wie schlechte Kunst. Wenn es Kunst ist, ist es a priori gut, allenfalls gibt es gute (sorgfaeltige, handwerklich gekonnte) Ausführung, was natuerlich fuer sich genommen auch eine kunst ist; in der Gegenüberstellung von Kunst und Kitsch wird glaube ich manches klar. Zu Kitsch gibt es eine gelungene Diskussion bei Wikipedia.
  • sprun
    Joseph Beuys sagte auch das Nurps von nurpsen kommt. Ich habe ihm das damals sehr übel genommen.
  • Viktor Neufeld
    Viktor Neufeld
    Ein Kunstmaler muss das malen können was er vor sich sieht, besonders das was er in seiner Fantasie sieht und nicht bloß das was da zu sehen ist. Wenn diese Kriterien nicht vorhanden sind, so braucht man auch nicht zu malen. http://www.artneufeld.de
  • sprun
    na dann, frisch ans Werk, zeige, dass du ein Kunstmaler bist...
  • 77kcoCed
    Ein Kunstmaler muss das malen können was er vor sich sieht, besonders das was er in seiner Fantasie sieht und nicht bloß das was da zu sehen ist. Wenn diese Kriterien nicht vorhanden sind, so braucht man auch nicht zu malen. http://www.artneufeld.de


    OooHA, ja..., langweile KUNSTMALER DE... ;)
  • leirA
    Na, dass Kunst nicht von Können kommt, hat sich doch schon vor Jahrzehnten rumgesprochen, bis hierhin etwa nicht?

    Wer es vermag etwas zu formulieren, was andere inspirierend finden, ist wohl Künstler.

    Die Sache mit der Klugheit, mit der Begabung und der Inbrunst funzt nicht, da man ansonsten geistig Behinderte oder Geisteskranke außen vor lassen müsste. Diese haben aber oft besonders originelle Gestaltungsansätze, frei von jedweder "Verunreinigung" also gesellschaftsbedingtem Affentheater, wie Eitelkeiten, übertriebenem Hedonismus usw..
  • ledifkciuq
    Hochbebabung,
    Asperger Syndrom,
    Kanner-Syndrom,
    oder andere Formen des Autismus
    Schizophrenie,
    Borderline
    Multiple Persönlichkeitsstörung,
    Narzissmus,
    und andere Leidenschaften
    ver(b)ehindert,
    irre und wahnsinnig,
    normal also,
    menschlich,
    sowie unmenschlich depressiv mit gesundem Touch,
    krank,
    begabt,
    talentiert,
    exzentrisch,
    (…)
    Defizite,
    Minderwertigkeitskomplexe
    e.g. (der Freiheit sind jegliche Grenzen gesetzt)

    all dies MUSS ein Mensch SELBSTVERSTÄNDLICH mit bringen,
    um sich Küh-Künstler nennen zu können!
    Ein akademischer Nichtabschluss ist zwingend erforderlich,
    da er sonst von allen Galerien angenommen wird

    wer MusS darf unserer Liste gern noch
    etwas entnehmen
  • 46nahtaiveL
    tja immer blöd wenn keiner lacht :-)

    Great fun
  • xiflamsungam Wer ist ein Schreiner....
    Ich sehe es vielleicht etwas zu banal, aber aus meiner Sicht ist es ganz einfach. Ein Künstler ist primär jemand, der sich sozusagen "zertifiziert" mit der Materie über einige Jahre qualifiziert auseinander gesetzt hat.
    Ein Schreiner ist jemand, der diesen Beruf gelernt hat. Dabei sagt die "Berufsbezeichnung" zwar noch nichts über die Qualität aus, aber jemand, der mit Holz bastelt und das gut macht, ist eben kein "Schreiner". Dabei kann er durchaus seine Sache "besser, ordentlicher, oder sogar kreativer" machen als ein "einfältiger Schreiner". - um ein Beispiel zu nennen.

    Ist es nun schlimm, wenn man nicht studiert hat? Aus meiner Sicht nein! Es gibt so viele Leute mit Talent, Witz und Esprit, wie man auch hier im Forum sehen kann, die fantastische KUNSTWERKE abliefern, dass sie darauf zurecht stolz sein können. Das und nur das sollte von allen auch Anerkennung finden, denn es ist aus meiner Sicht völlig zweitrangig, was für eine Ausbildung dahinter steckt. So wünsche ich nun allen fröhliches Malen. Grüße! Magnus
  • leirA
    Ein Künstler ist primär jemand, der sich sozusagen "zertifiziert" mit der Materie über einige Jahre qualifiziert auseinander gesetzt hat.

    Ist aber ganz nahe am Zirkelschluss: Ein Künstler ist einer, der Kunst produziert!
    Wie schon erwähnt, von Können kommt es nicht, da es im Bereich bildender Kunst nicht um könnerische Meisterschaft a la Kung Fu Wettkampf geht, sondern um Auffassung, Sichtweise und sogar um intellektuelle Durchdringung.
    Vielleicht ist ja der Ausspruch von Josef Beuys bekannt, dass jeder ein Künstler ist. Ich habe diese Ansicht zuerst für euphemischen Unsinn gehalten, glaube es aber heute.
    Beuys hat es aber anders gemeint als es heute aufgefasst wird. Denn wenn jeder ein Künstler ist, müsste schlicht alles Kunst sein, was Menschen basteln und pinseln. Dem ist aber nicht so.
    Was Kunst ist, verstehen die meisten Menschen leider nicht. Das liegt nicht zuletzt an dem weitverbreiteten Irrglauben, Kunst sei eine Meisterschaft.
    Hobbymaler versuchen demzufolge ihre Hunde und Katzen immer detaillierter von Fotos abzumalen und denken das sei Kunst.
    Dabei findet Kunst eher dort statt, wo alle gesellschaftlichen Verhaltensmuster leer laufen, wie z.B. bei geistig Behinderten oder Geisteskranken. Was diese Menschen ungefiltert als sog. Art Brut "zu Papier bringen" erfüllt regelmäßig alle Kriterien von Kunst. Ist der menschliche Verstand also auf sich selbst zurückgeworfen, scheint er Künstlerisches produzieren zu können. Wer Zweifel daran hat,sollte sich einmal Werke der sog.Prinzhornsammlung ( Art Brut aus Klinikbeständen)ansehen. Dort findet man erstaunlich starke Formulierungen "normaler", aber im gesundheitlichen Sinne pflegebedürftiger Menschen.
    Echter künstlerischer Ausdruck scheint also bei Durchschnittsmenschen dort stattzufinden, wo er gar nicht beabsichtigt war. Dasselbe gilt übrigens für die Kunst von Kindern. Die ist nur in den Augen Erwachsener begehrt, weil man kindliche Unfähigkeit gepaart mit Naivität charmant findet. Das Kind würde lieber handwerklich versierteren aber schlechten Mangakitsch machen.
    Behinderte und Kranke werden m.E. zur Kunst befähigt, weil sie künstlerische Ideen nicht erst durch kulturell bedingte Kanäle leiten, sondern ihre Empfindung ohne Rückkoppelung und Kontrolle einfach notieren.
    Etwas Ähnliches geschieht auch bisweilen in der bildenden Kunst. Dort ist es durchaus üblich, sich durch Alkohol und Drogen in einen Zustand zu versetzten, aus dem heraus der künstlerische Ausdruck unvermittelter, also direkter möglich wird. Jeder Zeichner oder Aquarellist beispielsweise weiß, dass die Arbeit besser gelingt, wenn man locker ist und Fehler zulässt und den Zufall für sich arbeiten lässt.
    Das was einen Menschen zum Künstler werden lässt, ist nicht unbedingt das, was er selbst als zur Kunst dazugehörig einstufen würde.
    Man sollte sich das klar werden lassen, wenn man an den beuysschen Ausspruch denkt.
    Auch bei der Ausgangsfrage dieses Threads "wer ist Künstler", wäre es ja zu kurz gegriffen, nur jene einzubeziehen, die davon leben, oder etwa nur die, die Erfolg da oder dort verbuchen können.Auch eine lange qualifizierte Beschäftigung reicht nicht.
    Vielleicht formuliert ja die demenzkranke Großmutter manch eines "Möchtegern- Künstlers" im Pflegeheim mit Kugelschreiber auf Serviette den künstlerischen Ausdruck, der dem schicken Enkel lebenslang versagt bleibt.
  • Manja Z.
    Manja Z.
    ich glaub, du hast es echt aufn punkt gebracht, endlich mal was nachvollziehbares *oder so*
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Das ist ein interessanter Ansatz, der aber imho auch wieder etwas zu kurz greift. Nach dieser Definition sind Künstler, die sich konstruktiv und logisch mit der Kunst befassen außen vor.
    Wo bleiben da die Architekten (Gaudi z.B.) oder Fotografen (Cindy Sherman)?
    Wie lassen wir Künstler wie Malewitsch?

    Oder müssen wir den Begriff Künstler für jede Stilrichtung neu definieren?


    P.S.
    Tolle Diskussion :)
    Signatur
  • ledifkciuq
    Und wenn man die Frage mal
    anders stellt:

    Wer ist KEIN Künstler?
  • -emarap
    Ariel, danke!
  • Viktor Neufeld
    Viktor Neufeld
    ...So schritt der Kaiser durch die Stadt, und alle Menschen auf der Straße und in den Fenstern sprachen: „Gott, wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!“
    Keiner wollte es sich merken lassen, dass er nichts sah, denn so hätte er ja
    nicht zu seinem Amte getaugt oder wäre sehr dumm gewesen.
    „Aber er hat ja gar nichts an als seine Wäsche!“ sagte endlich ein kleines Kind.
    (Die schönsten MÄRCHEN der Gebrüder Grimm und anderer)
  • leirA
    ...So schritt der Kaiser durch die Stadt, und alle Menschen auf der Straße und in den Fenstern sprachen: „Gott, wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!“
    Keiner wollte es sich merken lassen, dass er nichts sah, denn so hätte er ja
    nicht zu seinem Amte getaugt oder wäre sehr dumm gewesen.
    „Aber er hat ja gar nichts an als seine Wäsche!“ sagte endlich ein kleines Kind.
    (Die schönsten MÄRCHEN der Gebrüder Grimm und anderer)

    Ich kenne die Metapher "des Königs neue Kleider" als vermeintlich passendes Bild zum Thema abstrakte Kunst. Ich habe mal jemanden via Internet kennengelernt, der glaubte, anhand dieses Beispieles Anmaßung, Ignoranz,und Selbstüberschätzung in der modernen Kunst belegen zu können.
    Ich hoffe, Du gebrauchst "des Königs neue Kleider" der vorweihnachtlich- mildtätigen Stimmung gemäß angemessener,haha.

    Wer ist kein Künstler?
    Nach Beuys ist keiner kein Künstler, also alle sind welche! Ich würde sagen, bei den meisten ist die Neigung verschüttet. Was von der Umwelt nicht als Wert erachtet wird, gefördert zu werden, verkümmert.
    Bei einigen ist der Drang aber so stark, dass es nicht verkümmert.
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