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  • Würdet Ihr eine Galerie anmieten!

  • KM_Berlin
    KM_Berlin
    Ich würde keine 30€ am Tag bezahlen für eine Galerie. Ich bin Hobbymalerin, stelle meine Bilder in Krankenhäusern, Arztpraxen oder Cafe's aus. Um die Vernissage, sowie um Werbung musste ich mich noch nie selber kümmern. Ich hänge meine Bilder selber hin und hole sie wieder ab. Verkaufe ich Bilder gehört das Geld mir. Ich muß natürlich nicht von dem Geld leben und will mich auch überhaupt nicht mit einem studierten Künstler vergleichen. Wollte eigentlich nur sagen auch als Hobbymaler gibt es Möglichkeiten ohne das man drauf zahlt.
  • midwife
    midwife
    UPPS, das war ein Schreibfehler.
    Richtig muß es heißen: "natürlich sind Hobbymaler schlechter, als professionell ausgebildete Kunstmaler"
    und mit "schlechter" meine ich nicht schlechtere Menschen, sondern handwerklich schlechter.
    Ausnahmen bestimmen hier natürlich auch wie immer die Regel.
    Nur sehen sich viele Kunstschaffende als unerkannte Genies und fühlen sich deshalb persönlich angegriffen - aber Ausnahmen gibt es eben nur sehr, sehr selten, sonst wären sie ja keine Ausnahmen.

    Ich persönlich finde das nicht schlimm, wenn ich als Amateur schlechter bin. Dann darf auch die Kritik bei handwerklichen Fehlern nicht so scharf ausfallen, wie wenn ich diese Fachrichtung jahrelang studiert habe.

    Aber jetzt sag ich hier nix mehr, weil das sonst hier wieder in Krieg ausartet und eigentlich gings auch um das Anmieten von Ausstellungsraum.
    Klar müssen Galeristen Prozente bekommen, denn die leben ja auch davon.
    LG und Peace ;-)
    Signatur
  • iffulF
    ...Nur sehen sich viele Kunstschaffende als unerkannte Genies und fühlen sich deshalb persönlich angegriffen...


    Ja, genau. Also bei mir ist das so...
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  • Sommersprosse
    ..also ich denke es geht hier nicht darum zu streiten, wer der bessere Künstler ist. Jemand der jahrelang studiert hat oder jemand der mit einem Talent und Freude an die Malerei geht und sich privat weiterbildet.
    Und ich möchte hier niemandem zu nahe treten.

    Wenn ich Künstler, egal welcher Couleur wäre und könnte in Saarbrücken an einer gefragten Ladenstraße, in einem schönen, großen, hellen Raum mit einer langen Ladenfront meine Werke ausstellen und das in einem angesagten Laden, der sich in das Konzept meiner Bilder integrieren ließe, dann wäre mir das die 30 € am Tag Wert - alleine schon wegen des Eventcharakters.

    ...und noch etwas - ich bin kein schlechter Mensch oder Künstler, nur weil ich kein Studium vorweisen kann - also bitte weniger arrogant sein @midwife - nur wer das Handwerk gelernt hat, ist nicht unbedingt ein Genie in dem Fach, dazu gehört auch das Talent.

    Hajoheflo - nicht entmutigen lassen, wenn sich das Konzept bewährt, rennen Dir alle die Türen ein.
  • iffulF
    ...nur wer das Handwerk gelernt hat, ist nicht unbedingt ein Genie in dem Fach, dazu gehört auch das Talent...


    Genau! Schau mich an! Ich bin's ohne Talent und Handwerk. Und es geht auch, man muss nur wollen und darf nicht die ganze Zeit auf der warmen Ofenbank sitzen oder in der Toskana unter den Zürpressen.
  • Sommersprosse
  • Sommersprosse
    Jemand mit Ehrgeiz - super, weiter so :-).
  • nighthawk
  • xylo
    xylo
    Das hat ja lange gedauert, bis sich der Threaderöffner in die laufende Diskussion eingemischt hat.

    Schon das Ausrufungszeichen, statt des Fragezeichens in der Überschrift, reizt ja um eine Negativtendenz in den Thread zu bringen

    Wer schwarz-weiss denkt, für den ist die Sache klar.

    Schwarz: Nein! Niemals würde ich Geld für eine Ausstellung zahlen

    Weiss: Ja klar, wenn man das Geld dafür hat.

    Es gibt aber genug Graustufen dazwischen.

    Hat mal jemand seine eigene Ausstellung selbst gehütet?
    Entweder nimmst Du Dir Urlaub und der ist sehr kostbar, oder Du setzt jemanden rein. Da sind 30 Euro für ca. 6 Stunden Öffnungszeit kein Geld.
    Welcher Student von der Kunsthochschule setzt sich für 5 Euro Lohn pro Stunde hin und macht diese Arbeit?

    Auf dem Galeriemarkt ist es genau so wie auf dem Kunstmarkt:

    Es gibt nicht nur den ERSTEN Markt, sondern auch den Zweiten und Dritten.

    Viele Galeristen müssen nebenher arbeiten, um sich ihre Galerie und die Räumlichkeiten überhaupt erlauben zu können.
    Dies bedeutet noch lange nicht, dass sich jemand mit Geld in eine Galerie einkaufen kann, auch wenn er sich am Aufwand beteiligen muss.

    Galerien bekommen, auch wenn es "Bezahlgalerien" sind, sehr viele Bewerbungen, aus denen sie sich ebenfalls ihre Künstler aussuchen können.

    Die Frage ist doch: WAS bekomme ich für mein Geld und kann ich mir das leisten?

    Wer auf H4 ist und zuhause malt, wird wohl eher seltener abwägen müssen, ob er bereit ist, sich am Aufwand einer Ausstellung zu beteiligen, als eine Person, welche ein Festeinkommen und einen gewissen Spielraum im Budget hat.

    Es gibt eben nicht nur schwarz/weiss sondern auch grau
    Signatur
  • nighthawk
  • Annett
    Da kann ich nur zustimmen
  • zteip_legniR
    der zweite und der dritte markt spielt sich wohl in anwaltskanzleien, banken großen versicherungsgesellschaften, arztpraxen und diversen cafes und kneipen ab. wer intelligent ist, stellt dort aus und kriegt die sekretärin als unbezahlte aufpasserin dazu.;) und es wird auf diesem markt tatsächlich gut verkauft, nur redet darüber niemand gerne. die künstler, weil's uncool ist sowas in seiner vita zu haben, und die galeristen, weil gerade die, die sich selbst nicht allein durch ihre galerie finanzieren können und nebenbei arbeiten müssen, in einem direkten konkurrenzverhältnis dazu stehen.

    dabei habe ich noch nicht mal rathäuser, kirchen, schulen, bibliotheken, krankenhäuser und diverse sozio-kulturelle vereine erwähnt, wo man kostenlos ausstellen kann und bisweilen sogar eine vernissage organisiert bekommt. das ist dann wohl der vierte markt.



    DAS SIND AUCH DIE EINZIGSTEN ORTE
    AN DEM IHR EURE GEISTIGE DIARRHOE
    ZEIGEN KÖNNT...

    HAHAHAHA
  • xylo
    xylo
    @ nighthawk:

    ich redete vom zweiten und dritten Galeriemarkt....und positionierte Anwaltskanzleien und Gasthäuser nicht dort,
    denn ich finde, auch bei den Galerien gibt es nicht nur den ersten Markt.

    Das Problem ist bei dieser Diskussion, dass jeder die Latte unterschiedlich hoch hängen hat, bzw. der Standpunkt von dem er aus spricht, ein Anderer ist.

    Wenn wir Alle uns auf gleicher Ebene bewegen würden, kämen auch keine Missverständnisse zustande. Da wir aber hier ein zusammengewürfelter Haufen sind und sich jeder auf einer anderen Künstler-, Berufs- und Lebensebene befindet, kann man nur im Ansatz versuchen, einander zu verstehen.

    Akzeptieren kann ich jede Meinung. Es muss eben jeder für sich selbst herausfinden, was, wie, wo und zu welchen Konditionen er ausstellen mag und kann.
    Signatur
  • ilwoh
    Papperlapapp. Egal, auf welchem Markt man sie trifft und wie unterschiedlich hoch man die Latte hängen hat: Hauptsache, man trifft sie, die Zahnarztfrau mit viel Tagesfreizeit, den Taschen voller Geld und einem großen Auto °)
  • xylo
    xylo
    Das schlimme ist ja, dass diese besagten "Oberschichtdamen" locker für eine Handtasche 1000 Euro ausgeben, die Stöckelschuhe mit den roten Sohlen gehörten auch zum Outfit, das Jäcken ist glatt einen 1000der wert und dann stehen sie da... mit dem Sektglas in der Hand und sagen:
    " Oh, 300 Euro? Das muss ich mir noch überlegen und mit meinem Mann besprechen" ;-))
    Signatur
  • Modefreak


    P.S. ist euch aufgefallen, dass dies - endlich - mal ein Thread ist, in dem es noch keine dieser dämlichen Rot-Grün-Punkte hagelte ?



  • Sommersprosse Galerie mieten
    Ich finde es erschreckend mit welchen Klichees hier geschrieben wird. Egal ob es sich um die Künstler, welcher Gattung auch immer - studiert oder talentiert oder Laie - es sich handelt oder um die Käuferschicht. Ottonormalverbraucher wird wohl weniger Geld für Kunst ausgeben können, als betuchtere Personen.
    Aber ihr bleibt alle nicht bei der Frage hängen, die hajoheflo gestellt hat. Leider hat er auch versäumt zu erklären, welches Konzept er hat.
    Vielleicht wäre dann manch einer bereit, zu zahlen. 30 € am Tag Bilder ausstellen, unter Aufsicht des Geschäftsinhabers und der Gewinn streicht der Künstler komplett für sich ein. Und.... das Konzept des Ladens in Kombination mit einer Galerie mit dem Unterschied, dass man mehr Menschen erreichen kann als normaler Weise.
    Viel Spaß weiter bei der Diskussion ich klinke mich hier aus.
    Viel Glück hajoheflo
  • lraeP_ybaG
    30 Euro am Tag sind für mich einfach nicht machbar. So unkompliziert ist das. Egal, um welche Lage oder welches Publikum es sich handelt, denn es gibt keine Verkaufsgarantie. ERgo hab ich Minus, 30 Euro am Tag, da Bilder ja auch nicht für einen Tag irgendwo hängen, hab ich mehr als 30 Euro Minus, plus Transportkosten und sonstigen Aufwand. Ist einfach nicht drin.
  • I.P.
    I.P.
    nein
    wegen akuten Geldmangel *GG*
    Signatur
  • hajoheflo
    schlusswort vom Threaderöffner ;

    ich danke euch für die rege teilname und freue mich über die erkenntniss, das es in vielen bereichen des geschäftslebens immer das gleiche ist.
    es mangelt an menschen die was unternehmen, sprich UNTERNEHMERN.
    es scheint manchmal einfacher, dinge zu unterlassen und auf "bessere zeiten" zu hoffen anstatt das zepter(bzw. geld) in die hand zu nehmen und evtl. für seinen erfolg selbst verantwortlich zu sein.
    ich wünsche euch, egal wie ihr es auch angeht, viel erfolg.
    vielleicht sehen wir uns ja mal in meiner galerie, auch wenns nur auf´n kaffe ist.
    tschö mit ö
    hans joachim herbert florian von stünzner knabe
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