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  • Alterungsbeständigkeit Papier

  • saskia89 Alterungsbeständigkeit Papier
    Was genau bedeutet Alterungsbeständigkeit beim Papier? Was passiert, wenn das Papier nicht (so sehr) alterungsbeständig ist? Ändern sich dann die Farben, die ich darauf gemalt habe (z.B. Acryl)? Wie wichtig ist das für die Malerei? Reicht es, wenn das Papier säurefrei ist?

    Und noch eine kleine Frage: Wellt das Papier bei der Acrylmalerei immer oder gibt sich das bei zunehmender Grammatur?
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Alterungsbeständigkeit (des Papiers) Papier z.B. für die Archivierung, mit gutem Vermögen, Veränderung und Verfall zu wiederstehen. Experten definieren ein Papier als alterungsbeständig ("Frankfurter Forderungen" vom Feb.1990) , wenn es °als Natur -oder Streichrohpapier holzfrei, zu 100% aus gebleichten Zellstoffen hergestellt ist, ° einen ph-Wert von 7,5 - 9 aufweist, ° einen Calciumcarbonat-Anteil von mindestens 3% besitzt.


    Quelle: http://papyrus.li/Papierlexikon/Lexikon_A.htm

    Acrylfarben wird es sicher weniger betreffen als z.B. Aquarellfarben.

    Und noch eine kleine Frage: Wellt das Papier bei der Acrylmalerei immer oder gibt sich das bei zunehmender Grammatur?


    Je DICK desto TOLL
    Es hängt ja auch immer von den Formaten ab.
    Signatur
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Da die Frage der Alterungsbeständigkeit ja nun ausführlich beantwortet wurde, noch was zum Wellen des Papiers:

    Acryl hat ein wässriges Bindemittel, und das Papier als Naturfaser nimmt Feuchtigkeit auf und verändert dadurch seine (Längen)Ausdehnung. Hier hilft ein Acrylmalblock mit vierseitig verleimten Bögen, die erst NACH den VOLLSTÄNDIGEN Durchtrocknen des Bogen bzw auch Blocks gelöst werden. Das dauert! Selten Stunden, öfter gut und gerne einen Tag und keinesfalls Minuten.

    Einzelbögen sollten aufgespannt werden: Trocken mit festem Malerkrepp auf eine Platte. Wenn der ganze Bogen genutzt werden soll, können die Ränder auf der Rückseite des Bogens mit halber Klebeband-Breite abgeklebt und diese dann ihrerseits mit weiteren Streifen auf die Platte geklebt werden (nachdem der Bogen seitenrichtig gewendet wurde!).

    Das Verfahren funktioniert recht gut. Nach dem Trocknen des Bogens wird er entweder mit einem guten Cutter herausgeschnitten, oder, wenn das Papier dick genug ist, werden die Klebestreifen vorsichtig von der Rückseite abgezogen.

    Wellen lassen sich bei losen, nicht geklebten Bögen eigentlich kaum vermeiden, auch einzeln genässte "Inseln" innerhalb eines großen Bogens bleiben meist erkennbar stehen. Bei dünnerem Papier mehr. Der anfänglich groß erscheinende Aufwand des Aufspannens lohnt sich in jedem Fall (ist man erstmal dabei, ist er gar nicht so hoch. Man gewöhnt sich dran und nimmt ihn später gar nicht mehr wahr).

    Gruß - J.
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