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  • Kunst in Holz - die Alebrijes von Jacobo Angeles

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    LaCeiba-Arts Kunst in Holz - die Alebrijes von Jacobo Angeles
    Jacobo Ángeles (*1973) begann im jungen Alter von 12 Jahren die Kunst des Holzschnitzens von seinem Vater zu erlernen. Weiteres Wissen erlangte Jacobo von Altmeistern der Holzschnitzkunst aus San Martin Tilcajete und anderen Zapoteken-Dörfern. Seine Ehefrau María (*1977) stammt ebenso aus einer Künstlerfamilie und ist für die feine Bemalung der Figuren zuständig. Weitere Familienangehörige unterstützen die Beiden bei den vielfältigen Arbeitsschritten, welche vom Stamm des Copal bis zum vollendeten Unikat notwendig sind. Die Holzschnitzkunst der Ángeles sucht bisher ihresgleichen und ist Bestandteil vieler Galerien und privaten Sammlungen. Einige Objekte wurden bereits in Museen in Tokio, San Francisco und Chicago ausgestellt.

    Die Holzschnitzkunst geht in der Region Oaxaca auf prähispanische Wurzeln zurück. Jacobo und Maria wollen mit ihrer Kunst das große Erbe der Zapoteken erhalten. Im Reportoire finden sich vorwiegend Tierfiguren, welche bei den Zapoteken kalendarische und mythologische Bedeutung hatten. Zu ihnen zählen z.B. der Jaguar, der Leguan, das Kaninchen, der Frosch und die Schildkröte. Aber auch Tierfiguren, die nach Kundenwunsch verwirklicht werden. Alle Figuren zeichnen sich durch einzigartige Haltung und Körpersprache aus. Verfeinert werden sie durch feinste Bemalung mit Naturfarben. Maria entwickelte einen einmaligen Stil, welcher den Symbolismus Ihrer zapotekischen Kultur wieder spiegelt. Grundlage für die Figuren ist das Holz des Copal. Vorrangig das des weiblichen Baumes, da das Holz für Figuren aus einem Stück geeigneter ist. Nach dem Schlagen ist das Holz relativ weich und lässt sich mit nicht-mechanischen Werkzeugen wie, Säge, Machete und Stechbeitel gut in Form bringen. Die so nach mehreren Tagen entstandene Rohfigur wird dann mehrere Stunden in eine spezielle Tinktur bestehend aus Benzin und Insektizid eingelegt, um "blinde Passagiere", wie Holzwürmer unschädlich zu machen. Danach folgt, je nach Größe des Objektes, ein mehrmonatiger Trocknungsprozess in der Sonne Oaxacas. Dabei entstehen im Holz viele feine Risse. Mit einer Paste aus feinem Sägemehl werden diese sorgfältig verfüllt. Selbstverständlich wird das Mehl zuvor geräuchert.

    Was nun folgt ist eine mehrwöchige Bemalung der Figur. Dafür werden ausschließlich Naturfarben verwendet. Früchte, Gemüse, Baumrinde und Tonerde aber auch Insekten, wie der rote Blutfarbstoff der Kaktuslaus (Cochinilla) bilden dafür die Grundlage.
    Jacobo hält in seiner Hand etwas von der getrockneten und pulverisierten Baumrinde des männlichen Copal. Ein Spritzer Limettensaft dazu ergibt ein sanftes Braun. Ein tiefes Schwarz entsteht durch Hinzugabe von Kalk. Etwas Backpulver und Limettensaft dazu und die Farbe wechselt in ein kräftiges Gelb. Noch mehr Backpulver hinzu und es entsteht ein leuchtendes Magenta. Eine neue Basis geben die zerstoßenen Kerne des Granatapfel. Mit etwas Kalk entsteht ein Grün. Jacobo vermischt das Grün mit dem Magenta, und erhält ein tiefes Blau. Etwas Zink hinzu und ein Grau entsteht. Noch mehr davon und das Grau wird zu Weiß. Der fermentierte und pulverisierte Mais-Pilz namens Huitlacoche, eine Delikatesse in Mexiko, ergibt einen schönen Ockerton und die getrockneten und zerstoßenen Kaktusläuse verschiedenste, kräftige Rottöne.Um ein Verblassen der kräftigen Farben zu verhindern, werden die Naturfarben mit einer Tinktur aus Copalharz und Honig vermischt. Dies gibt den Objekt auch einen sanften Glanz.

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  • laGnoraA
    Jacobo hält in seiner Hand etwas von der getrockneten und pulverisierten Baumrinde des männlichen Copal. Ein Spritzer Limettensaft dazu ergibt ein sanftes Braun. Ein tiefes Schwarz entsteht durch Hinzugabe von Kalk. Etwas Backpulver und Limettensaft dazu und die Farbe wechselt in ein kräftiges Gelb. Noch mehr Backpulver hinzu und es entsteht ein leuchtendes Magenta. Eine neue Basis geben die zerstoßenen Kerne des Granatapfel. Mit etwas Kalk entsteht ein Grün. Jacobo vermischt das Grün mit dem Magenta, und erhält ein tiefes Blau. Etwas Zink hinzu und ein Grau entsteht. Noch mehr davon und das Grau wird zu Weiß. Der fermentierte und pulverisierte Mais-Pilz namens Huitlacoche, eine Delikatesse in Mexiko, ergibt einen schönen Ockerton und die getrockneten und zerstoßenen Kaktusläuse verschiedenste, kräftige Rottöne.Um ein Verblassen der kräftigen Farben zu verhindern, werden die Naturfarben mit einer Tinktur aus Copalharz und Honig vermischt. Dies gibt den Objekt auch einen sanften Glanz.



    Ein tiefes Schwarz durch Hinzugabe von Kalk zu sanftem Braun? Daraus dann durch Backpulver und Limettensaft zu einem leuchtenden Gelb? Daraus mit noch mehr Backpulver ein Magenta?
    Grün mit diesem Magenta wird zu tiefem Blau?

    Hört sich lustig an.
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