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  • "Das Künstlerprekariat sitzt in der Falle"

  • oidar
    Radio wird es als Bildungsferner gewohnt sein, dass man ihm den Kopf wäscht, alles andere wäre sicher ungewohnt für ihn.
    mit wella. wie´s sich fürn verwöhntes radio geziemt. nicht mit schwella. das benutzt du.
    :)
  • ybaG-lraeP
    tja. hier trieft der saft aus künstlers schaft.
    btw. 🔗
    wunderschön.
    :)


    Danke *knicks*

    google zählt alles.
  • ERICH Heeder
    ERICH Heeder
    *Seufz*... der letzte Versuch:

    Kreativ sind wir alle: Sind Künstler, die ihre Ideen ohne existenzielle Absicherung zu Markte tragen, heute Rollenmodelle? In einer Gesellschaft ohne feste Löhne, mit einem Heer freier Dienstleister?
    Exakt. Man nennt sie Enthusiasten: eine Armee sogenannter kreativer Dienstleister. Man spricht von creative industries, aber das ist nur ein Trick, um das ökonomische Modell der kostenlosen Arbeit salonfähig zu machen. Man will Enthusiasten erzeugen, ihren Input nutzen, ohne Löhne zu zahlen.


    ... stop, schon zu weit, werter Autor. Jemand, der "Ideen" hat, ist für mich nicht per se ein Künstler.
    Warum ist das für Sie so?
    Bei der Formulierung "kreativer Dienstleister", rollen sich mir fast die Fussnägel auf. Ist ein "kreativer Dienstleister" ein Künstler? Für mich ist er das nicht. Warum ist das für Sie so? Weil es Ihnen so in den Kram passt?

    Im Mai feierte die Tate Modern zehnjährigen Geburtstag - ein gigantisches Fest mit etwa 90000 Besuchern. Das Projekt heißt "No Soul For Sale". Dutzende von unabhängigen Projektemachern stellen sich vor. Sie haben nichts zu verkaufen, bieten nur ihre Dienste und ihre Ideen an.


    Ja, die Deppen, warum machen die das denn? Wieso bieten die sich an wie verschimmeltes Brot? Und feiern sich noch selbst, ob ihrer "Projektemacherei"? Also irgendwie fehlt mir für solche Veranstaltungen das Verständnis. Mir schwant, da feiert man sich selbst, nur aus dem Grund, damit man was zu feiern hat - sonst hat man nämlich nichts.
    "No soul for sale", ist kein Grund, zu feiern. Es ist widersinnig, die ganze Veranstaltung ist widersinnig.
    Davon abgesehen würden sich die Feiernden eh verkaufen, wenn sie denn könnten, was zusätzlich die Verlogenheit der Veranstaltung aufzeigt.

    Oft ist die Hoffnung auf Festanstellung die Motivation für das kostenlose Anbieten der eigenen Dienste. Das nennt sich heute auch Kreativwirtschaft, worunter eine stille Übereinkunft der politischen Parteien von links wie rechts verstanden wird, Selbstausbeutung zu stimulieren. In Frankreich heißen diese Selbstausbeuter les intermittents, woanders digitale Bohemiens - es gibt inzwischen jede Menge theoretischer Schriften über sie, von Maurizio Lazzaratos Essay "Immaterielle Arbeit" über Luc Boltanskis "Leben als Projekt", Brian Holmes' "The Flexible Personality", außerdem Texte von Matteo Pasquinelli, Paolo Virno, Toni Negri und Tony Judt, kürzlich noch Jan Verwoert, Merijn Oudenampsen oder Lars Bang Larsen. Auf diese Ansätze beziehe ich mich.


    Selbst Schuld, wer das mitmacht.
    "Kreativ" und "Wirtschaft" passt für mich nicht zusammen. Ich schätze, ich bin da nicht der einzigste.

    Wird unbezahlte Arbeit zum Standard?
    Ja. Es geht aber nicht nur um Künstler, sondern auch um Kunstvermittler, um Akademiker, Designer, um junge Pseudourbanisten, Fotografen, Heraus -
    geber, Journalisten und ihren Nachwuchs, die free bloggers. Interessanterweise werden Letztere immer jünger. Mit nicht einmal 15 werden Blogger zu Modenschauen eingeladen.


    Halleluja. Es lebe die "Kunst". Mehr muss man dazu nicht sagen.
    Wobei, man könnte die Begrifflichkeit "Arbeit" definieren: Ist bloggen Arbeit? Ist malen Arbeit? Wo hört das Hobby auf und fängt die Arbeit an?
    Das könnte man machen. Da aber der Autor "Arbeit" nicht definiert, ist es nicht sinnvoll, das jetzt zu machen. Für den Autor ist das alles anscheinend "Arbeit", und auch "kreative Arbeit".

    Mittlerweile haben wir ein Millionenheer von Enthusiasten, von sieben bis 77 - wie die Zielgruppe der Ravensburger Gesellschaftsspiele -, die nicht wissen, welcher gesellschaftlichen Gruppe sie angehören, für die es keine parteipolitischen Programme gibt. Diese Gruppe wächst an, und man hofft, dass sie selbst nicht erkennt, wie groß sie ist. Dass sie sich selbst weiter ausbeutet unter dem Schirm von Events, Kongressen, Partys und so weiter.


    Ja... wie die Lemminge.. auf zur nächsten Klippe ... nein, nach Berlin oder sonstwo hin. Mich deucht, die wissen nicht mal, wer sie selbst sind - wie sollen sie dann auf die Idee kommen, von ihnen gäbe es Millionen?

    Also Leute, dass Freiberufler - ich schreibe bewusst nicht: "Künstler" - oft viel arbeiten und wenig bezahlt bekommen, ist ja nun nix neues *gähn*.

    Was heißt das im Rückschluss für die Künstler? Müssen die sich andere Formen suchen, wie sie ihre Ideen verwirklichen?
    Das Problem ist, dass die Künstler, um ihre Selbstverwirklichung weiterzutreiben, sich andere Jobs suchen. Damit sie den kreativen Teil ihres Lebens fortsetzen können. Das bedeutet, man lebt von Projekt zu Projekt.


    das verstehe, wer will. Klar muss man arbeiten, so man denn nicht von seiner Kunst (Achtung: Hier ist wirklich KUNST gemeint) leben kann. Aber doch nur so viel, wie nötig. Sicherlich nicht, um ein Eigenheim oder sonstigen Lifestyle zu finanzieren.

    Nun werden die Phasen zwischen den Projekten, die Übergänge, immer schmerzhafter. Luc Boltanski nennt das die "Prekarisierung des Privatlebens". Auch das Private kann ein Projekt sein, man denke an Madame Bovary, die um des sozialen Aufstiegs willen ihr Privatleben durchökonomisiert, die Affären werden aber immer kürzer und schmerz -
    voller. Heute werden diese Projektübergänge bereits berechnet, sodass
    man eine Art Kontrolle anbieten kann.


    lol
    Davon versteh ich gar nix. Als armer, bescheidener, arbeitender Maler. Mein Privatleben geht niemanden was an.
    "Das Private kann ein Projekt sein", das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. A ja, Privatleben als Designartikel. Toll. Klasse. Müssen wir haben. Brauchen wir. Unbedingt.

    Mir wird immer klarer: Der ganze Artikel und die darin beschriebenen Leute (hier schreibe ich bewusst "Leute" und nicht "Künstler") ziehen eine riesige Show ab, eine nicht zu überbietende Selbstdarstellung. Was das dann mit Kunst zu tun hat... nein, danke.
    Tippe eher auf geschicktes Marketing.


    Wie ist die Lage der Kreativwirtschaft in Berlin?
    Sie wird als Lösung aller Probleme angeboten. Und das ist gefährlich. Es entstehen Kreativghettos, in denen die Erfolgreichen mit dem Prekariat zusammenleben. Berlin wurde zum nationalen oder internationalen Hoffnungsgebiet ausgerufen.


    Ja ja... die ... Lemminge.
    Mehr sag ich da nicht zu. Die Worte "Kreativwirschaft" und "Kreativghettos", sprechen für sich. Ersteres gibt es nicht und zweiteres ist eine unmögliche Wortschöpfung; wie soll in einem Ghetto Kunst entstehen? (Ich meine Kunst und keine Schmierereien.)

    Essenspause.


    Fragt sich nur,wo sich diese kreative Wirtschaft versteckt, und wer da von was hat!!! Alle Künstler -Innen profitieren da von doch gar nicht,
    weil sie nicht interessant sind in unsere Gesellschaft!!
    Signatur
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  • laGnoraA

    Ja ja... die ... Lemminge.
    Mehr sag ich da nicht zu. Die Worte "Kreativwirschaft" und "Kreativghettos", sprechen für sich. Ersteres gibt es nicht und zweiteres ist eine unmögliche Wortschöpfung; wie soll in einem Ghetto Kunst entstehen? (Ich meine Kunst und keine Schmierereien.)

    Essenspause.



    Hi Gabi,
    ich habe 15 Jahre in Berlin gelebt. Kenne da einige "Künstlerkollektive".
    Eher selten mal jemand mit Talent dabei. In den "Kreativghettos" ist es am wichtigsten alle Bullen zu hassen, dann klappt es auch mit den Nachbarn, wenn Du verstehst was ich meine.
  • nighthawk
  • laGnoraA
    Richtig!
  • ybaG-lraeP
    Schon klar. Gruppendynamik - Lemminge, eben.
    Wehe, einer spricht dagegen - der ist sofort raus.

    Na ja, egal. Ich fand den Artikel von Anfang an abgehoben, weltfremd - das einzeln auseinander zu nehmen, dazu hab ich jetzt, nach dem guten Essen, keine Lust mehr. Schon alleine die Wortwahl... und dabei ist mir ziemlich egal, wer den Artikel geschrieben hat.
    Ausserdem wartet die Staffelei, das ist wichtiger als hier die Zeit zu verplempern.
  • nighthawk
  • inorekcam das künstlerprekariat
    erichheeder :
    Ja das frage ich mich selbst auch! Auch du weißt doch gar nicht, was du da schreibst. ABER ES GIBT ÜBER DICH WAS ZU LESEN, ABER NIEMAND WEISS, WESHALB DU DICH ÜBERHAUPT GEMELDET HAST ! Und ob ein gequirltes Ei mehr Struktur hat, muß hie bezweifelt werden !!! Einen Namen hier hinein zu schmeißen, geht gar nicht


    Habe dies gerade erst beim Durchblättern der Akten bemerkt.

    MENSCH BIST DU VOM WAHNSINNSAFFEN GEBISSEN WORDEN ?!

    MUSSTE DAS SEIN ?

    JETZT WEISS DOCH JEDER, DASS ICH HIER SPIONIERE 1111111111
  • eknim
    tja. hier trieft der saft aus künstlers schaft.
    btw. 🔗
    wunderschön.
    :)


    Ja und die Kunst unter 100 Euro, das riecht sogar aus dem Monitor irgendwie prekariös. :)
  • tsivob-i un-ziemlich völlig ...
  • K_nav_nnamreH

    Ja ja... die ... Lemminge.
    Mehr sag ich da nicht zu. Die Worte "Kreativwirschaft" und "Kreativghettos", sprechen für sich. Ersteres gibt es nicht und zweiteres ist eine unmögliche Wortschöpfung; wie soll in einem Ghetto Kunst entstehen? (Ich meine Kunst und keine Schmierereien.)

    Essenspause.



    Hi Gabi,
    ich habe 15 Jahre in Berlin gelebt. Kenne da einige "Künstlerkollektive".
    Eher selten mal jemand mit Talent dabei. In den "Kreativghettos" ist es am wichtigsten alle Bullen zu hassen, dann klappt es auch mit den Nachbarn, wenn Du verstehst was ich meine.


    Das gute für dich dort hat aber der Umstand sein können, dass da kaum jemand die Tür abgeschlossen hat. Damals gabs ja auch noch wenig Internet. Sein Geblubber per Post zu verschicken wirkt ja irgendwie total bemüht und daher voll uncool. :)

    tja. hier trieft der saft aus künstlers schaft.
    btw. 🔗
    wunderschön.
    :)


    Boa ey. Ich hab mir vor lauter Schreck grad ausversehen ne Ladung terrestrisches Regenbogenöl mit nem Schuss Henna durchs Ohr geschossen. Du Du Du!

    :)
  • tsivob-i gut!
    Schon klar. Gruppendynamik - Lemminge, eben.
    Wehe, einer spricht dagegen - der ist sofort raus.

    Na ja, egal. Ich fand den Artikel von Anfang an abgehoben, weltfremd - das einzeln auseinander zu nehmen, dazu hab ich jetzt, nach dem guten Essen, keine Lust mehr. Schon alleine die Wortwahl... und dabei ist mir ziemlich egal, wer den Artikel geschrieben hat.
    Ausserdem wartet die Staffelei, das ist wichtiger als hier die Zeit zu verplempern.

    ____________

    nach dem guten essen
    soll mann gutes rauchen
    und nebenher eine gute
    frau gebrauchen.
    :)
  • ohcnoP
    wirst auch immer langweiliger
  • eknim
    Hat man beides nicht zur Hand,
    Rüttelt das Maschinchen außer Rand und Band...
  • tsivob-i jo
    wirst auch immer langweiliger

    __________

    hab schon 'nen ganz schlechtes gewissen ...
    an Ihre langweiligkeit komm jch nicht ...
    run run run ...
    :o
  • tsivob-i da-
    Hat man beides nicht zur Hand,
    Rüttelt das Maschinchen außer Rand und Band...

    _________________

    s kann jch Ihnen laut sagen.
    aber die holden wollten es so!
    genau so.

    :o
  • laGnoraA

    Das gute für dich dort hat aber der Umstand sein können, dass da kaum jemand die Tür abgeschlossen hat. Damals gabs ja auch noch wenig Internet. Sein Geblubber per Post zu verschicken wirkt ja irgendwie total bemüht und daher voll uncool. :)



    Was Du sagst hat kein Gewicht, nicht im Guten, nicht im Schlechten, es ist sinnlos. Bist sicher ein großer Künstler.
  • K_nav_nnamreH
    Huhuh mon Bovi!
    Hab mich grade eingeölt.
    Kommst Du mit in die Maria Mother Fuck?

    :)
  • tsivob-i hüh
    mon hermann,

    jch überbrückte gerad die ungebückte
    und nehm mir jetzt alle zeit ...
    für deine herrlichkeit ...
    fuckt ist eins ... es kann nichts
    größeres geben!

    :o
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