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  • Abplatzung auf einem Ölbild

  • xylo
    xylo Abplatzung auf einem Ölbild
    Abplatzung

    Kann mir bitte jemand einen fachlichen Rat erteilen.

    Wir haben heute unsere Bilder umgehangen.
    Danach fanden wir eine Abplatzung auf dem Fussboden, die wir dann
    einem Bild zuordnen konnten ;-(
    Die Abplatzung ist vollumpfänglich erhalten.
    Das Bild ist kein "Selbsterzeugnis" und uns liegt viel daran.

    Gibt es unter Euch jemanden, der mir sagen kann, ob man diese Abplatzung
    einfügen kann, einfügen sollte, oder dies auf keinen Fall so macht!

    Ich wäre sehr, sehr dankbar für einen fachlichen Rat

    Grüsse und mit Magengrummeln
    Xylo
    Signatur
  • D-J
    D-J
    kein selbsterzeugnis heisst was?
    gehört es dir?
    Signatur
  • xylo
    xylo
    Das Ölbild ist verso datiert mit 1986 (der Künstler ist verstorben)
    und selbstverständlich sind wir die Eigentümer
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  • D-J
    D-J
    na, wenn sich keiner mehr beschweren kann, würd ichs mit einem klecks firnis drunter versuchen und mit einem feinen pinsel auch die bruchkanten firnissen.
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  • xylo
    xylo
    Erst einmal, danke fürs mitdenken.
    Vielleicht kommen im Laufe der nächsten Tage noch einige Vorschläge.
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  • gunhcs
    [quote="p240459"] Abplatzung

    Xylo schrieb:[...]
    fanden wir eine Abplatzung auf dem Fussboden, die wir dann
    einem Bild zuordnen konnten [...]

    Hallo Xylo,

    vielleicht kannst Du ein Foto des Schadens und der "Abplatzung" zeigen. Dann kann man mehr sagen. Vor allem nicht mit irgendeinem Firnis rumkleistern.

    Es kann leicht sein, das der Schaden nicht im Malfilm liegt, sondern in der Grundierung. Es wird ja gern, in Unkenntnis solider Maltechnik, für die Grundierung Dispersionsbinder bzw sogar Wandfarbe aus dem Baumarkt verwendet - das führt zwangsläufig zu solchen Schäden.

    Versuch also ein scharfes Foto hier einzusetzen und ich hoffe Dir dann mehr sagen zu können.

    Gruß
    Hanjo
  • xylo
    xylo
    Hallo Schnug
    Das Foto habe ich zu Beginn des Threads in meine Galerie hochgeladen und auch den Link dazu in den Text gesetzt.

    Ich kopier ihn aber noch einmal hier rein:


    Abplatzung

    Es würde mich wundern, wenn es an der Grundierung liegen würde. Eher könnte ich mir vorstellen, dass etwas "passiert" ist, als wir vor 17 Monaten umgezogen sind. (Das kann man aber nicht mehr nachweisen) Wir besitzen ein zweites Bild von ihm, welches doppelt so gross ist, solide Leinwand, korrekt verkeilt, gute Spannkreuze und ohne irgend eine Beschädigung.
    Signatur
  • gunhcs
    ah... ja, entschuldige, hab ich glatt übersehen, dass Du das Foto schon eingesetzt hast.

    Es sieht so aus, als ob sich die Farbschicht von der Grundierung gelöst hat. Falls sich an dem abgeplatzten Farbteil auf der Rückseite Grundierung befindet, kann sich auch eine zusätzlich aufgetragene Lage der Grundierung gelöst haben.
    Die Ursache kann sein, dass Luftfeuchtigkeit, die von der Leinwandrückseite eingedrungen ist, die maltechnisch fehlerhafte Grundierung abgesprengt hat. Zentralheizungen sind wahre Bilderkiller. Abgeplatzte Grundierungen und Farben sind eine nicht so seltene Erscheinung, seit industriell gefertigte Malgründe und Malfarben benutzt werden.

    Du kannst das abgesprengte Farbteil mit Bienenwachs (mit Hilfe eines Heizspachtels) oder mit einem synthetischen Harz, zB Plextol vorsichtig einkleben. Aber darauf achten, dass das Klebemittel nicht aus den Bruchrändern rausgedrückt wird.

    Es dürfte bei Deinem Umzug wohl kaum "etwas passiert" sein. Ein Stoß beim Umzug kann allenfalls Beulen oder Leinwandrisse hervorrufen, ein Stoß sollte zumindest zu keinem "Abbröckeln" führen. Wie gesagt, dieser Schaden tritt sehr häufig auf. Ein maltechnisch richtig aufgebautes Bild, vor allem wenn es noch so jung ist, blättert nicht einfach ab.
    Die Grundierung ist das Fundament eines Bildes und macht in erster Linie die Haltbarkeit aus. Auch die Leinwand mag ja solide sein, sie lässt aber Feuchtigkeit durch - die Ölschicht von der Vorderseite dagegen nicht. Die "Konfliktzone" ist also nun mal die Grundierung.

    Das ist jetzt natürlich nur eine "Ferndiagnose", ich empfehle, das Bild von einem Fachmann in Augenschein nehmen zu lassen. Es kann durchaus sein, dass auch andere Bereiche nicht mehr so fest auf dem Untergrund haften und bei erster Gelegenheit ebenfalls abplatzen.

    Mehr kann ich so aus der Ferne nicht sagen, solltest Du in Oberbayern wohnen und ein Ausflug in den Chiemgau nicht zu weit sein, kannst Du natürlich gerne mit Deinem Bild mal "vorbeischaun".

    Gruß
    Hanjo
  • efwe
    efwe
    mit damarfirnis das stuekchen einkleben- (so wie der schaden aussieht scheint der rest auch bedroht zu sein...-> fachmensch gehen)
    Signatur
  • gunhcs
    efwe schrieb:mit damarfirnis das stuekchen einkleben[...]

    .... bravo, das ist die Einstellung, die jeder Malkultur in die Tonne haut, kein Wunder dass alles bröckelt und bröselt
    :-(
  • efwe
    efwe
    nö- tut nicht weh u kann nicht schlimmer als plextol sein--
    Signatur
  • xylo
    xylo
    Vielen Dank erst mal. Bitte keinen Streit unter Experten, dies wäre doch schade. Ich bin froh umd jede Sichtweise. Noch habe ich ja keinen Sekundenkleber verwendet um das Stückchen einzuflicken ;-)

    Mit dem Chimgau und Oberbayern, dies ist eine schöne Idee. Allerdings möchte ich keine Zollverwicklungen, da wir nicht im EU-Raum leben.

    (mit meinen eigenen Sachen, sehe ich den Versandt etwas lockerer und kann auch immer nachweisen, dass es nur zu Ausstellungszwecken ausgeführt wird).

    Ich hab ja auch schon Sachen frech unter den Arm geklemmt und bin mit dem Bus über die Grenze, dafür ist es aber zu gross.

    L.G. Xylo
    Signatur
  • gunhcs
    nö- tut nicht weh u kann nicht schlimmer als plextol sein--


    aber nein, mein kleines Dummerchen - Plextol tut natürlich nicht weh, solang man damit fachgerecht umgeht. Am allerwenigsten Bienenwachs.

    Damarfirnis ist deshalb nicht geeignet, weil er vergilbt und, was schlimmer ist, im Laufe der Zeit feuchtigkeitsempfindlich und spröde wird. Der eingeklebte Splitter kann sich also erneut von dem elastischen Untergrund (Leinwand) lösen. Außerdem weiß man nie, was in den "Malmittel-Fläschchen", die so im Handel kursieren wirklich drin ist.

    Bienenwachs ist einfach das zuverlässigste Klebemittel.

    Gruß
    HS
  • efwe
    efwe
    -das dummerchen ignorier ich jetzt einfach schnuggi- ich meinte auch kein malmittelzauberflaeschchen...pass bloss mit deinen interpretationen auf--schnuggi-od wie schwer ist es fuer dich sachlich zu bleiben¿ :)
  • rellihcsruK
    Abgesehen davon, daß solche threads wohl eher
    auf kunstsammlernet.de gehörten, wundere ich
    mich über die detailversessene Fokussierung
    des wohl kleinsten Problems.
    Wenn es denn ein Symptom dafür ist, daß da
    bald die Brocken aus dem Bild fallen, ist
    wohl eher Sprühkleber und Reißen angesagt.
    Und dann Montage auf eine andere Leinwand.
  • xylo
    xylo
    Ich halte es nicht für nötig, mich auf einem Sammlernetz anzumelden, um eine Fachfrage, bezüglich eines Schadens zu stellen, da ich glaube, dass es hier einige Künstler gibt, welche über fundiertes Fachwissen verfügen.
    Denn es sind ja die Künstler, welche Bilder herstellen und nicht die Sammler. Ich bin übrigens dankbar für die Deteilverssenheit und die unterschiedlichsten Sichtweisen und würde mich freuen, wenn weitere Anregungen kommen würden.
    Signatur
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