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  • Realisation

  • siku
    Den Blick, den der, der ein Bild macht, auf das, was er machen
    will, machen kann, machen wird - gemacht hat - wirft, ist ein
    anderer, als der Blick, den wer wirft, der meint, er muß das
    betrachtete Bild, den Künstler gar, für immer und ewig fest
    schreiben, über einen vorher freien Raum die Deutungshoheit
    erlangen. Das hört sich auch schon ganz schön geschwurbelt
    an,


    zugegeben, auf mich wirkt der Text von B. Schmidt etwas unübersichlich, aber da muss man eben mit etwas Ruhe lesen - und m.E. beschreibt der Text die Situation richtig.

    Kurschiller, so ein wildes unübersichtliches Statement gegen "Kunstbeschreiber" geben eigentlich nur die ab, die noch verwinkelter denken als das ohnehin in der Kunsttheorie schon vorkommt. Kurzum: aus deinem Beitrag entnehme ich grob, dass es sich um einen Rundumschlag gegen Kunstgeschichte handelt - und dass ein Künstler sich nicht darum schert, weshalb er seine Arbeiten so gestaltet wie er das eben tut ;-).

    Für die Betrachtung historischer Kunst ist es aber sinnvoll, den damaligen Zeitgeist einzubeziehen.
    Es kann zudem nichts schaden, wenn die heutigen Kreativen mal etwas über die Umsetzungs- und Anerkennungs- und Vermarktungsschwierigkeiten ihrer Wegbereiter erfahren. - Ohne Cezanné und das kunsttheoretische "Geschwurble", würden "Künstler" vielleicht noch gegenständlich illusionistisch arbeiten müssen - und das wäre für viele heute Kreative - unabhängig von der geistigen Auseinandersetzung - schon mal eine technische Hürde, die sie nicht überwinden könnten (digitale Paintprogramme, die helfen, wenn das handwerkliche Können fehlt, gab es nicht!).


    Was die, wohl immer noch im 19. Jahrhundert verhafteten, professio-
    nellen Bilderversteher so rausplärren, ist sehr oft nur Lobby-
    arbeit, genauso oft Volksverarsche und oft genug irgendwie
    lustig.

    Braucht.
    Aber.
    Kein.
    Mensch.
    So.



    Ohne das "Geschwurble (auch kunstphilosophische Aspekte) wären die heutigen oft großsprecherischen "Künstler" womöglich kleine Handwerker, die, wie die Anstreicher in Malereibetrieben, auf Aufträge warten müssten.
    Die heutigen "autaken Künstler" sind mehr denn jeh von dem Hochgeschreibe ihrer Arbeiten abhängig, da hat sich eine schreibende Zunft unentbehrlich gemacht,indem sie bequemen oder trägen Kreativen öffentliche künstlerische Bedeutung zukommenläßt, die "Künstler" segeln in deren Windschatten mit, merken das aber noch nicht mal - und maulen herum.

    Denk mal drüber nach.
    Beste Grüße
    siku
  • rellihcsruK
    Rundumschlag würde ich nicht sagen, aber schon eine
    massive Kritik an dem Quatsch. Um es möglichst
    neutral auszudrücken: ich wünschte mir das anders,
    wünschte ich mir das.

    die "Künstler" segeln in deren Windschatten mit, merken das aber noch nicht mal - und maulen herum.

    Denk mal drüber nach.
    Beste Grüße
    siku

    Ein anderes Problem sind ganz sicher merkbefreite
    Künstler. Das hat aber in diesem thread keinen Platz,
    sonst könnten wir gleich Alles in einen thread werfen.
    :-))))

    Manchmal denke ich darüber nach.
    Aber niemals, wenn ich selbst Bilder mache.
  • siku

    Kurschiller [...]Kurzum: aus deinem Beitrag entnehme ich grob, dass es sich um einen Rundumschlag gegen Kunstgeschichte handelt...



    Rundumschlag würde ich nicht sagen, aber schon eine
    massive Kritik an dem Quatsch. Um es möglichst
    neutral auszudrücken: ich wünschte mir das anders,
    wünschte ich mir das.



    Kurschiller, wie wünschtest du dir das denn? Lass mal deine Ideale zur Kunstheorie hier raus :-)))
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  • rellihcsruK
    Ideale, pff, das Wort ist dann doch
    zu groß. Es ist auch kein Geheimnis,
    daß, was dieses Thema betrifft, wir nie
    auf einen gemeinsamen Nennen oder Zähler
    kommen werden.
    Was braucht's um ein Kunstkritiker zu sein?
    Im Idealfall Augen und ein Gehirn und natürlich
    Bilder, die man ansehen kann.

    Du wirst jetzt sagen: 'der professionelle Kunst-
    betrieb ist aber so und so und die und jene,
    haben ihre Ausbildung absolviert und..'
    Darauf sage ich: 'Nee, das mag mit einer ge-
    wissen Vorstellung zu tuen haben, aber Nichts
    mit Kunst.'
    Darauf sagst du, darauf sage ich, usw usf.
    Sparen wir uns, gell??
    :-))))
  • siku
    Ideale, pff, das Wort ist dann doch
    zu groß. Es ist auch kein Geheimnis,
    daß, was dieses Thema betrifft, wir nie
    auf einen gemeinsamen Nennen oder Zähler
    kommen werden.
    {...]
    Darauf sagst du, darauf sage ich, usw usf.
    Sparen wir uns, gell??
    :-))))


    1. sollte man nicht vorschnell negativ denken
    2 .du drückst dich um das Thema herum
    3. kannst ja mal meinen "theoretischen" Bezug zur Praxis testen.
    4. trau dich - an das Thema Kunst - Kunstheorie mal heran

    PS: warum gibt es hier für harmlose Fragen einen roten Punkt?
    Roter Punkt = nicht hilfreich zum Thema
    Eine Diskussion zum Thema Kunst zwischen "Aktiven" und "Theoretikern" wäre durchaus sinnvoll ;-)
  • rellihcsruK

    1. sollte man nicht vorschnell negativ denken
    2 .du drückst dich um das Thema herum
    3. kannst ja mal meinen "theoretischen" Bezug zur Praxis testen.
    4. trau dich - an das Thema Kunst - Kunstheorie mal heran

    PS: warum gibt es hier für harmlose Fragen einen roten Punkt?
    Roter Punkt = nicht hilfreich zum Thema
    Eine Diskussion zum Thema Kunst zwischen "Aktiven" und "Theoretikern" wäre durchaus sinnvoll ;-)


    Mit Zahlen?? Hoppla...
    Wenn ich mich um das Thema drücken wollen würde,
    wäre hier kein post zu finden von mir, es ist aber
    tatsächlich so, daß ich den einzigen 'Nutzsinn' in
    den ganzen theoretischen Veröffentlichungen nur
    dann sehe, wenn ich etwas wissen will, das mit
    einem Künstler, einer Künstlerin und den Anschau-
    ungen, Lebensverhältnissen usw in der Vergangenheit
    zu tuen hat. Dann kann ich peilen: neuere (irgendwie
    zeitgenössische) Quelle, ältere Quelle und ich
    bin überzeugt, daß ich mir ein Bild machen kann.
    Bei zeitgenössischen Künstlern ist das nicht mög-
    lich - Nostradamus und solche Wisser mal rausgelas-
    sen - es ist mir demnach nur Propaganda oder Streit-
    schriften im Kampf zwischen diversen companies in a
    global game. Ich brauche es jedenfalls nicht, daß mir
    wer im Kulturbeutel des Senders 4FET mit salonischer,
    pfarrerlich gedämpfter Stimme, den Sinn von Sachen, die
    ich selbst sehen kann - in dem Augenblick - versucht
    ins Hirn zu treiben. (Ich weiß, das ist nur das front-
    end in den Medien, trotzdem: es ist.)

    Was die Praxis angeht, ist die Theorie bei mir eher klein,
    weil die drin bleibt, raus kommen nur Bilder. (Ich denke
    in Bildern, nicht Bild. Moderne Zeiten, wir leben in einer
    Welt der Bilder, nicht des Bildes.)
    Ich muß mich erstmal besinnen, um das raus zu filtern,
    was ich als Theorie-gelöst-von-Bildern überhaupt so mit
    ziehe.

    Roter Punkt, grüner Punkt, grauer Punkt, Pointilismus
    ist so nicht zu machen. Man könnte rufen: "Sooo kann der
    Pointilist nicht arbeiten."
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