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  • kunststudium-erfahrung

  • theremaria kunststudium-erfahrung
    hallo,

    wiedererwartend an der hochschule für bildende kust (frei malerei) genommen und noch mitten im "bodenständigen" medizinstudium, bin ich mit der entscheidung ein wenig überfordert.
    hinzu kommt, dass künstler/studenten die ich um ein bisschen ihrer vergangenheit/gegenwart bitten könnte in der kleinstadt nicht gerade dicht gesät sind.-
    darum:
    gibts hier jemanden,der mir weiterhelfen kann.
    erhoffe mir vom kunststudium einfach viel philosophischen und handwerklichen input. horizonterweiterung. etwas ziemlich reines, geistiges und zugleich emotionales. spüre, dass ich erst ganz am anfang bin.
    und habe angst enttäuscht zu werden...
    wie geht es denen, die schon einen (großen) schritt weiter sind??

    vielen dank
  • ikciv
    Eine spannende, wenn auch große Herausforderung. Aber keine Angst, das packst du. Den rein geistigen Input brauchst du nur wegzuschlucken, wie die Gänse beim Stopfen. Da wird quasi ein großer Trichter angesetzt, Mund auf und alles rein in die Birne. Mit dem philosophischen Input ist das so eine Sache, der führt unweigerlich zu abnormen Flatulenzen, die auch schon mal dem Körper genügend Auftrieb geben können, so dass er die Schwerkraft überwindet. Wobei wir beim Handwerklichen wären. Wenn man sich heftig flatulierend im Atelier im Kreise bewegt, wie ein losgelassener Luftballon, so ist manch informeller Strich auf der quasi vorbei eilenden Leinwand möglich. Allerdings erfordert das höchste Konzentration. Deshalb ist auch die Abbrecherquote so hoch.
  • eirelagkrap
    Solange da für dich noch beide Alternativen in Frage kommen,
    würde ich dir dringend raten:
    Mach dein Medizinstudium weiter.

    Klaus
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  • void
    🔗
  • theremaria
    danke an beide...
    klaus,
    was du schreibst, ist auch einer meiner gedanken.
    natürlich...aber ich kenne nur das medizinstudium. nicht das andere.
    du weißt da mehr/machst das, oder?
    warum als=?
    habe derzeit das gefühl, einen (zu) großen teil von mir ruhig zu stellen.
  • siku
    hallo,

    wiedererwartend an der hochschule für bildende kust (frei malerei) genommen und noch mitten im "bodenständigen" medizinstudium, bin ich mit der entscheidung ein wenig überfordert.
    [...]
    darum:
    gibts hier jemanden,der mir weiterhelfen kann.
    erhoffe mir vom kunststudium einfach viel philosophischen und handwerklichen input. horizonterweiterung. etwas ziemlich reines, geistiges und zugleich emotionales. spüre, dass ich erst ganz am anfang bin.
    und habe angst enttäuscht zu werden...



    möglicherweise hast du zu idealistische Vorstellungen
    "philosophischen input, reines , geistiges"
    erinnert mich an "Der blaue Reiter", die Zeiten sind vorbei.
    was du hier zusammenbringst, sind m.E. in der Praxis (leider) zwei verschiedene und völlig voneinander getrennte Studiengänge: Kunst - Philosophie/Kunstgeschichte

    wenn dich das "reine, geistige" intersiert, wäre Philosophie und KuGesch. wohl angebrachter als ein Kunststudium.
    Ich würde, wenn das Medizinstudium dich nicht überfordert, nicht wechseln.
  • eirelagkrap
    Nein, ist schon prima.
    Als ein Freund von mir mal eine Weile das örtliche Jobcenter erforscht hatte,
    hat er alle im Freundeskreis befragt, ob sie sich das mit dem Künstler sein, so vorgestellt haben, und ob sie damit zufrieden seien.
    Er erhielt sinngemäß überall die selbe Antwort.
    Alle fanden, im Atelier zu stehen und Kunst zu machen sei einfach das,
    womit sie am allerliebsten Ihren Tag verbrachten.
    Und niemand konnte sich vorstellen, irgend etwas anderes mit seinem Leben anzufangen.
    Aber ich denke, das ist auch genau der Punkt:
    Ein Kunststudium ist nur etwas für Leute, die sich sowiso den ganzen Tag mit ihrer Kunst beschäftigen, ob sie das studieren oder nicht.
    Weil es einfach das Wichtigste in ihrem Leben ist.
    Aber wenn dir noch andere Dinge einfallen, mit denen du dein Leben verbringen kannst, würde ich die wählen.
    Der Beruf kann schon sehr entbehrungsreich und frustrierend sein.
    Man muss schon genau wissen, dass man DAS machen möchte, und nichts anderes.

    Klaus
  • nighthawk
  • edrOma Studien
    Hallo,

    also ich denke man muss die Sprache des Herzens reden lassen ,ich selbst studierte Sprachen (mit abschluss)dann Archäologie über die Archäologie bin ich zur Innenarchitektur gekommen ,hier befasste ich mich mit Le Corbusier und endeckte meine Leidenschaft zur Malerei also schrieb ich mich nochmals ein Studiert in der Klasse Prof.Weisshaar für Christliche Kunst,farbliches und räumliches Gestalten,insbesondere an Kulträumen (große Komposition) ADBK München und als Gaststudentin bei Hermann Nitsch Interdisziplinäre künstlerische Arbeit in Frankfurt auf der Städelschule .

    Habe diesen Schritt niemals bereut lebe und arbeite für meine Kunst .

    EVA
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Als Vater von 4 erwachsenen Kindern würde ich sagen :

    Mach erst das Eine fertig
    ich kenne einige Mediziner die sehr gut von der Medizin leben und daneben künstlerrisch betätigen

    umgekehrt kenne ich keinen ;-) der von der Kunst GUT leben kann
  • edrOma umgekehrt kenne ich keinen ;-) der von der Kunst GUT leben kann
    Lieber EgonM,

    also ich kenne sehr viele Kollegen die sehr gut von der Kunst leben ich selbst tue es auch ich denke ist alles ne Einstellungssache und eine Frage der Disziplien .Hier Links zu meinen AkademieKünstler 3 + Kollegen wir leben alle recht gut von der Kunst.
    🔗
    http://www.alfons-koller.de
    🔗

    liebe Grüße

    EVA
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Liebe Eva - jetzt müssten wir ein neues Thema aufmachen :

    " Was versteht Ihr unter GUT leben " ;-)

    - sehr gut ist subjektiv und Einstellungssache :-))))

    und eine Sache fertigmachen bevor man eine andere beginnt ist Disziplin
  • edrOma Einstellungssache
    Mein lieber Egon,

    ich versteh unter gut leben mein Materiel kaufen zu können ,und meine Kosten jeden Monat decken zu können ohne dass ich auf Hilfe von aussen angewiesen bin.

    EVA
  • theremaria
    die frage ist, in wie fern man es schafft kunst "nebenher" zu betreiben. ob das ausreichend ist...geht ja irgendwie doch mehr um prozesse, entstehung etc. als um ein fertiges "schönes" bild oder?
  • edrOma nebenher
    Mein lieber Egon,

    ich betreibe Kunst nicht nebenher ,sondern lebe und arbeite von und für meine Kunst nebenher kann ich mir nicht vorstellen dass es Ihn meinem Fall gut gehen würde es würde mir an Inspiration fehlen ,ein Bild zu erschaffen ist ein prozes der inneren auseinandersetzung und ich denke ich persönlich kann es nicht nebenher so machen.

    Für weiter fragen stehe ich Dir zur Verfügung.

    EVA
  • siku
    ein sehr schöner Begriff:

    >Prozess der inneren Auseinandersetzung<

    Auf die daraus entsehenden Kunstwerke macht dieser Begriff nur Sinn, wenn der Prozess der inneren Auseinandersetzung mehr beinhaltet als einen persönlichen Zugewinn von Lebensqualität des Erschaffers von kreativen Arbeiten. Wenn "die innere Auseinandersetzung" nicht ein vollmundiger Vermarktungsbegriff bleiben soll, zu dem dieser Begriff der PdiA leider immer mehr verkommt, weil ihn so viele benutzen, womöglich in der Annahme, dass hier kein praktischer Umsetzungs-Beweis erbracht werden muss.

    Der Prozess der inneren Auseinandersetzung muss sich den Rezipienten erschließen, sonst ist er kein Merkmal für Kunst, sondern bleibt ein Instrument der Selbsttherapie psychisch angeschlagener Kreativer.
  • nighthawk
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Mein lieber Egon,

    ich versteh unter gut leben mein Materiel kaufen zu können ,und meine Kosten jeden Monat decken zu können ohne dass ich auf Hilfe von aussen angewiesen bin.

    EVA


    Liebe Eva

    Habe mir sowas ähnliches gedacht - kenne viele die ähnliche denken ;-)

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Zufriedenheit

    Lg.Egon
  • edrOma zufriedenheit
    Lieber Egon,

    ich bin Zufrieden und sehr ausgeglichen was meine Kunst anbelangt .

    EVA
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