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  • Der Turm Poesie

  • Hans Wagner
    Hans Wagner Der Turm Poesie
    Einst lief ein verzeweifelter Dichter durch einen großen, dunklen Wald. Die Landschaften dieses Waldes waren so weiträumig, wie die menschliche Seele, es gab keine Wege die durch den dusteren Wald führten, nur verwachsene und verschlungene Pfade. Der urige wald erschien dem Dichter wie ein Labyrinth aus dem es kein entrinnen zu geben schien. Tagelang irrte der Poet durch den dichten Wald.Verzweiflung trieb den Dichter immer tiefer in den Wald, den er wusste das ihm ein Ungeheuer folgte: Der Dämon DASEIN war ihm unerbittlich auf den Fersen und ließ nicht locker, er wollte den Dichter unbedingt in seinen Krallen halten und zerreißen. Der arme Dichter lief gehetzt vom frühen Morgen bis zum späten Abend, nie erblickte er eine Lichtung nur drohende, wie Urgestalten aussehende Baumriesen. Seltsame Tiere und Pflanzen traf er manchmal. Er nährte sich von den Früchten des Waldes, seinen Beeren, Pilzen und Kräutern. Manche dieser Waldfrüchte die er aß, verwirrten und bedrängten seinen Verstand. Andere schenkten ihm klare Visionen. Einmal als er sich schon einige Zeit im Wald aufhielt,aß er die schwarzen Beeren einer großen Pflanze. Kaum hatte er von dieser Frucht genoßen da bemerkte er das er die Sprache der Waldtiere verstand. Er hielt sich unter einer großen mächtigen Eiche auf, in deren Krone ein Specht klopfte. Er rief nach dem Specht und tatsächlich kam der große Vogel zu ihm geflogen und unterhielt sich mit ihm. Der Specht riet dem Dichter die ganze Nacht dem Vollmond zu folgen den dann würde er am Morgen auf eine Waldlichtung stoßen. Dies tat der einsame Poet. Er nahm noch eine Portion der schwarzen Beeren und machte sich auf den Weg.Eulengeheul und Kauzgeschrei begleiteten den Dichter durch die Nacht doch die größte Angst war die vor dem Dämon DASEIN. Endlich graute der Morgen in den Wipfeln der uralten Bäume und tatsächlich mit dem ersten Sonnenstrahl erkannte er in der Ferne eine Waldlichtung.Sehr groß war die Lichtung nicht, in deren Mitte ein sehr alter Turm aus Sandsteinen stand. Der alte bemooste Turm hatte sehr viele Fenster und ragte hoch in die Lüfte. Neugierig umlief der Dichter den Turm konnte aber nirgends ein Tür oder ein Tor finden. Als er ihn das dritte mal umgangen hatte erkannte er plötzlich eine Öffnung. Der Dichter betrat den Turm, in der Mitte führte eine steinerne Treppe nach oben. Nach jeweils sieben Stufen gab es eine Plattform auf der sich verschiedene Türen befanden die in verschiedene Räume zu führen schienen. Jedes Zimmer hatte ein oder mehrere Fenster und schaute man hinaus erkannte man seltsame wunderschöne Landschaften. Man konnte in die Zukunft schauen und in die Vergangenheit, ja, man konnte Bilder alter Meister wie großartige Landschaften sehen. Er sah Farben von deren Existenz er niemals geahnt hätte. Da war ein Raum aus dem tönte wundervolle Musik, ein anderer schien alle Bücher der Welt zu beherbergen. Ein Speisezimmer war vorhanden mit köstlichen Speisen. Es dauerte einen ganzen Tag bis er alle Räume angeschaut hatte.
    Es war schon später Abend als er vor derm letzten Zimmer stand. Er erschrak aufs heftigste, den über der Zimmertür stand: Willkommen in DASEIN. Er gab sich einen Ruck und betrat das Zimmer. Es war ein einfach karg eingerichteter Raum. Am Fenster war ein großes Fernrohr in den Sternenhimmel gerichtet. Als er durchsah konnte er den ganzen Sternenhimmel beobachten.Er war geblendet von der Schönheit des Kosmos und plötzlich erblickte er ein Antlitz von erhabener Art im Universum. Der Dichter fühlte das diese Erscheinung zu ihm sprch: Ich bin das DASEIN.
    An diesem Abend schlief er im Bett des Zimmers DASEIN: Er träumte er würde denn Turm nie wieder verlassen. Er verbrachte sein Dasein forthin in diesem Turm. Jede Angst war von ihm gefallen. Er malte, schrieb Gedichte, schnitzte Skulpturen und schrieb Geschichten den er hatte die Heimat der Dichter und Künstler gefunden.
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