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  • Neuen Kunstbegriff definieren oder, provokant gefragt: ist die Mona Lisa lediglich hervorragendes Kunsthandwerk?

  • _nirdeZ_neB
    Manchmal, wenn man ein bisschen mehr schreibt, wäre es schon sehr hilfreich, wenn Andere ihr Missfallen (falls es nicht die Person betrifft. ;) konkret in Worten, statt in rote Punkten formulieren würden. Das könnte dann vielleicht sogar zu einer interessanten Diskussion beitragen.


    ben, der rote punkt ist zwar nicht von mir, aber ich versuchs dir trotzdem zu erklären. egal was und wieviel du schreibst, geraten deine kommentare spätestens ab der mitte zur einer art pr-aktion in eigener sache.
    wenn man dein beitrag jetzt auf wenige sätze komprimieren könnte, würden die ungefähr so lauten: ich finde ps-filter doof, vor allem wenn es irgendwelche hobbykünstler machen. (die sind sowieso alle doof, ausser die, die mich nicht doof finden). jedoch ist das was ganz anderes, wenn ich diese filter verwende. weil... dann kommen ein paar fadenscheinige gründe wegen urheberrecht und so. also, wenn ich das mache, ist das ganz und gar nicht doof, sondern ganz große kunst. (aber das versteht wieder mal keiner hier! ihr seid alle doof, habe ich das eigentlich schon erwähnt?!) tut mir leid, so wirkte dein letzter kommentar auf mich.

    ps. wenn dem nicht so ist, und ich mich geirrt habe, lasst rote punkte regnen. ;-)

    pss. werner, grün bedeutet - kommentar hilfreich
    rot, genau das gegenteil


    Wenn ich behaupten würde, ich bin nur zum Zeitvertreib im KN, würde ich lügen. Natürlich verspreche ich mir auch ein bisschen PR davon. Aber wenn es so angekommen ist, wie Du es beschreibst, dann hast entweder Du es wirklich falsch verstanden, oder ich muß meinem Unterbewusstsein mal auf die Finger klopfen. ;)
    Bewusst gemeint habe ich jedenfalls etwas anderes. Der zweite Teil sollte eine Diskussion anregen über die Verwendung von Filtern, die ich beschrieben habe, weil mich vor allem die Sichtweise Anderer auf den rechtlichen Aspekt interessiert. Und da ich hier oft genug angegriffen worden bin, als Dekofuzzi und vor allem "Katzenmalerfreund" um es mal auf einen prägnanten Begriff zu bringen, wollte ich voranstellen, dass ich auch Grenzen bei der Verwendung sehe. Aber, in der Tat, der letzte Satz in Relation zum ersten gesetzt, erweckt den Eindruck als sollten "meine Qualitäten" etwas rechtfertigen, was ich Anderen nicht zubillige. Obwohl ich den ersten Satz schon wieder aus dem Sinn hatte und mich nur gedanklich daran erfreut habe, was man durch aufwändigeren Einsatz aller PS-Möglichkeiten erzielen kann. Sei's wie's ist. Genug gerechtfertigt. ;) Gemeint war es nicht so!
  • retyevstredey
    Fluten belangloser Bilder

    digital als reiner selbstzweck ist freilich nix. aber belanglosigkeit laesst sich selbstverstaendlich auch analog herstellen, bzw vielleicht so herum: wenn schon belanglos, warum dann nicht konsequenterweise digital? die entsorgung der ware ist mit wesentlich weniger aufwand verbunden, ich hab da erfahrung. :)
  • _nirdeZ_neB
    Übrigens habe ich mir die vorangegangenen drei Kommentare von mir noch mal durchgelesen, Nighthawk. Ich weiß beim besten Willen nicht, wo Du die Erkenntnis herleitest, dass meine KommentarE ab der Mitte zu PR-Aktionen geraten. Mir scheint eher, mein Widerspruch hat Dich etwas provoziert. ;)
    Selbstüberschätzung geht übrigens so: ;)))
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  • retyevstredey
    Übrigens habe ich mir die vorangegangenen drei Kommentare von mir noch mal durchgelesen, Nighthawk. Ich weiß beim besten Willen nicht, wo Du die Erkenntnis herleitest, dass meine KommentarE ab der Mitte zu PR-Aktionen geraten. Mir scheint eher, mein Widerspruch hat Dich etwas provoziert. ;)


    *facepalm*

    (ok, bin hier wieder raus...)
  • efwe
    efwe
    ...

    Es gibt schon Programme, da lädst du ein Foto hoch, clickst auf "Aquarell" oder "Bleistift" und es macht aus dem Foto ein Bild das wie in der jeweiligen Technik gemalt aussieht.
    Was macht das also noch für einen Sinn, die Natur abzumalen?

    ...


    so ein unsinn! offenbar sind dir programme wie photoshop etc nicht sehr gelaeufig...
    ausserdem vergisst du bei der ganzen sache unter anderem die haptische wahrnehmung--
    Signatur
  • rellihcsruK
    Fluten belangloser Bilder

    digital als reiner selbstzweck ist freilich nix. aber belanglosigkeit laesst sich selbstverstaendlich auch analog herstellen, bzw vielleicht so herum: wenn schon belanglos, warum dann nicht konsequenterweise digital? die entsorgung der ware ist mit wesentlich weniger aufwand verbunden, ich hab da erfahrung. :)


    Natürlich läßt sich Belanglosigkeit auch analog
    herstellen. Ich bin sicher, daß - wenn ich richtig
    suchte - ich auch hier auf kunstnet ein oder zwei
    Bilder ausgraben könnte, die völlig belanglos mit
    Öl oder sogar Acryl gemacht wurden. Digitales Tuen
    aber läßt die Belanglosigkeit anschwellen. Aus dem
    randomenen Übeltuer wird ein Serien.Attentäter, in
    einem Bruchteil der Zeit, die gebraucht wird, um die
    analoge Belanglosigkeit herzustellen.
    Ich rede aber vor Allem von Photos, ob jetzt verfremdet
    oder nicht. Es ist eine Pest, daß jedes Handtelephon,
    jeder Akku.Rasierer, jeder Küchenquirl inzwischen ein
    Photographier.Modul eingebaut haben. Es ist auch eine
    Pest, daß power user glauben, nur weil sie was springen
    liessen für ihre Knipse, ihren Photos und ihnen selbst
    schiene die Sonne aus dem Arsch heraus.

    Die Entsorgung findet durch das Hochladen statt, das
    ist öfter als nur manchmal mein Eindruck. Deswegen
    sehe ich davon ab Photos hier hoch zu laden, dazu gibt
    es extra Foren oder Lagerstätten. Die digitalen Archäo-
    logen wird das dereinst erfreuen. Sie werden die bizarren
    Fundstücke mit Heute noch gar nicht erahnbaren Bedeutungen
    interpretieren und unsere, dann lang untergegangene, Zivili-
    sation wird wohl die Katzenbild.Zeit genannt werden.
  • _nirdeZ_neB
    Der Gedanke an Endlagerung erschreckt mich jetzt etwas! Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Bilder hier nur zwischengespeichert werden, weil im Urlaub die SD-card voll ist. ;)
  • ednuginuK
    ...

    Es gibt schon Programme, da lädst du ein Foto hoch, clickst auf "Aquarell" oder "Bleistift" und es macht aus dem Foto ein Bild das wie in der jeweiligen Technik gemalt aussieht.
    Was macht das also noch für einen Sinn, die Natur abzumalen?

    ...


    so ein unsinn! offenbar sind dir programme wie photoshop etc nicht sehr gelaeufig...
    ausserdem vergisst du bei der ganzen sache unter anderem die haptische wahrnehmung--


    Photoshop hab ich selbst. Aber es gibt ein Programm welches tatsächlich die von mir beschriebenen Dinge kann. Hab nur vergessen wie es heißt.

    Haptische Wahrnehmung ist ja irrelevant, wenn man sowieso nur Drucke von seinen Werken unter die Leute bringt.
  • 32enibas
    Der ganze Faden
    erinnert mich stark an
    "Eisenbahnromantik".
  • efwe
    efwe


    Photoshop hab ich selbst. Aber es gibt ein Programm welches tatsächlich die von mir beschriebenen Dinge kann. Hab nur vergessen wie es heißt.

    Haptische Wahrnehmung ist ja irrelevant, wenn man sowieso nur Drucke von seinen Werken unter die Leute bringt.


    so ein programm gibt es nicht- und wird es wahrsch auch nicht geben aus den schon von nighthawk genannten gruenden- und wozu sollte es auch gut sein?
    und- haptik ist ganz u gar nicht irrelevant-denn wir haben v originalen gesprochen¿ -> ...ist die mona lisa lediglich hervorragendes kunsthandwerk?...-
    digital ist ein eigenes werkzeug mit dem ihm immanenten moeglichkeiten ... ciao
    Signatur
  • 32enibas
    natürlich kann man kunst wieder kastrieren durch beständiges fordern von haptik, öl, kohle, dampf, leinwand ...
  • efwe
    efwe
    he das ist muehsam...
    lies den letzten satz und versteh ihn bitte--
    digitale kunst ist nat gleichberechtigt
    und kunst besteht nat nicht nur aus: haptik- öl- kohle- dampf- leinwand...:)
    so- genug...
    Signatur
  • rellihcsruK
    Es gibt Filter und 'modi' und Zeug, die
    Sachen versprechen, die sie durch einfache
    Anwendung nicht halten können.
    Wenn man Dinge wie Pinselstärke, Deckkraft,
    Zeug und Pipapo, die 'richtige' Folge von
    Filtern drüber laufen lassen kann, kann man
    sehr gute Ergebnisse erzielen. (Was immer das
    heißt - also bei jedem Anwender anders.)
    Beispiel war hier:
    [unnötig gewordenes Beispielbildchen: Filterspielerei]
    Es ist einfach - man braucht nur ein gutes
    Photo und muß das, was man ohne Rechner kann,
    auf ein Programm übertragen, mit dem man sich
    zuvor beigebracht hat umzugehen.
    So kann man eine Vorschau erzeugen für ein Bild,
    das man vielleicht malen möchte. So kann man Dinge
    überprüfen. So kann man Montagabends etwas an einem
    Bild aus dem Juni rumspielen. Aber mein kreativer
    Anteil war in dem Augenblick, als ich auf den Auslöser
    gedrückt habe, vorbei. Danach habe ich nur noch Maschinen
    arbeiten lassen und die Parameter eingestellt, mittels
    Vorschau korrigiert und in der Nase gebohrt, während der
    Balken wuchs. (Habe vergessen es auf die gezeigte Größe
    zu bringen, bevor ich die Filter drüber juchzen ließ.)

    Das ist keine Kunst, für graphische Zwecke (lifestyle mags)
    mag das noch gehen, aber wenn da einer von großer Schaffens-
    höhe (nach dem Photographieren) spricht, lach' ich mich weg.
  • _nirdeZ_neB
    Ich habe übrigens auch schon Paintprogramme mit Filtern auf früheren Rechnern gehabt, die wesentlich bessere Imitate von Aquarellen oder Ölbildern aus Fotovorlagen erzeugt haben, als Photoshop. Leider habe ich vor einiger Zeit schon mal vergeblich im Internet und auf meinen alten CDs gesucht. Mal sehen, vielleicht werde ich noch mal fündig. ;)
  • rellihcsruK
    Und dann??
    Installierst du ein altes 98, um die nochmal
    zum Laufen zu kriegen?? Um Sachen zu machen,
    die du ohne kannst?? :-))))

    Digitale Kunst kann Vieles sein, aber einfach
    nur Photos bearbeiten und verfremden, mit Zeug,
    was man nicht selbst auf die leere Fläche pro-
    grammiert hat, definitiv nicht.
  • wolle_das_wo
    wolle_das_wo zum Beispiel Gulli-Deckel
    Die Diskussion "digital vs. analog" wiederholt sich mittlerweile. Mal ein Versuch, sie in eine etwas andere Richtung zu lenken: ich photographiere hin und wieder Gullideckel, weil ich die Oberflächenstrukturen, die ja eigentlich nur den Sinn haben, das Ding rutschfest zu machen, oftmals sehr interessant finde. Ich behaupte nicht, dass es eine Kunst ist, Gullideckel zu knipsen, aber die Gullideckel selbst, das ist manchmal schon Kunst. Ich erhebe für mich nicht den Anspruch, Künstler zu sein. Nur den Anspruch, Dinge zu sehen, an denen andere gedankenlos vorbeilaufen.

    Aber, auch die Mona Lisa ist mehr oder weniger das Bild einer vermutlich so ähnlich real existierenden Frau, die aus irgendeinem Grund einige Stunden verteilt über mehrere Tage, bis das Bild endlich fertig war, lächeln mußte, und die Kunst da Vincis bestand darin, dies einzufangen für die Nachwelt. Unterscheide ich mich also doch wieder nur von da Vinci durch die Verfahrenstechnik analog vs. digital? Wird etwas nur dadurch Kunst, dass man Stunden/Tage braucht, bis man endlich damit fertig ist? Hätte da Vinci, wenn er heute lebte, nicht womöglich einen Chip vollgeknipst mit dem Lächeln dieser Dame und das beste Dutzend davon hier bei kn hochgeladen und den Pinsel nie in die Hand genommen? Und wer ist jetzt besser dran, die Kunstbegeisterten früherer Tage, die in den Louvre pilgerten, oder der verwöhnte www-Massenkonsument ?
  • rellihcsruK
    Das mit den Deckeln ist keine Kunst.
    Es kann aber im richtigen Moment und
    Zusammenhang, als Serie, doch Kunst sein.
    Oder ein Teil davon, indem es zur Illustration
    einer Aussage,eines Textes dient. (Hab' selbst
    schon Deckel photographiert - das und Ähnliches,
    ist tatsächlich das Wahrnehmen von Dingen, die
    auch selbst kleine Welten bilden können. Es kommt
    nur darauf an, wie man es sieht... sehen kann.)

    Über da Vinci's mögliches Verhalten Heute Runde
    um Runde zu drehen, bringt den thread nicht weiter.
    Es soll auch nicht um ein bashing zwischen der 'analogen'
    und der digitalen Partei gehen - nein. Es kann darum
    gehen heraus zu finden, wo digitale Kunst nicht ist.
    Und sie ist sicher nicht in besinnungsloser Filterei
    zu finden.
  • nighthawk
  • ednumasoR Verzeihung, dass ich mich noch einmal einmische...
    aber, obwohl ich eigentlich alle Beiträge sehr interessant finde, war es doch nicht das, was ich meinte.

    Es hat mich einfach nur interessiert, wie Künstler die Tatsache sehen, dass real zu malen demnächst überflüssig ist, weil es tatsächlich schon solche Programme gibt. ( auch wenn Efwe das nicht wahrhaben will, einfachmal googeln nach "realpainter" ).
    Ich bin ein gro0er Bewunderer von Leonardo und Co und habe die Mona Lisa nur als Provokation genannt. Aber das ist die Vergangenheit.

    Eigentlich bin ich sowieso der Meinung, dass heute nur noch Bilder eine Daseinsberechtigung haben, deren Substanz nicht allein darin besteht, dass sie eine genaue Abbildung der Realität sind.

    Sie sollten, im Gegenteil, die Eigenschaft haben, im Betrachter etwas auszulösen. Sei es ein Aha-Erlebnis, eine Verschiebung der Sichweise usw.

    Dazu genügt häufig ein skizzenhaft gemaltes Sujet,ohne pingelig genaue Ausführung. ( Siehe User morzi`s Bilder )

    So, ich hoffe, ich habe mich klar genug ausgedrückt, um meine Beweggründe für diese Threaderöffnung klar zu machen.
  • _nirdeZ_neB
    :DDDDD Bravo Pilchi!
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