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  • Neuen Kunstbegriff definieren oder, provokant gefragt: ist die Mona Lisa lediglich hervorragendes Kunsthandwerk?

  • ednumasoR
    Wer ist Pilchi????
  • _nirdeZ_neB
    Pilcher
  • ednumasoR
    Aha. Hab gegoogelt. Trivial Autorin. Danke für deine, vor Intelligenz strotzende, Bemerkung.
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  • _nirdeZ_neB
    :))) :P
  • rellihcsruK

    Es hat mich einfach nur interessiert, wie Künstler die Tatsache sehen, dass real zu malen demnächst überflüssig ist, weil es tatsächlich schon solche Programme gibt. ( auch wenn Efwe das nicht wahrhaben will, einfachmal googeln nach "realpainter" ).
    Ich bin ein gro0er Bewunderer von Leonardo und Co und habe die Mona Lisa nur als Provokation genannt. Aber das ist die Vergangenheit.


    Der thread ist schon auf eigenen Umlaufbahnen,
    noch um den Satirus herum, aber das eigentliche
    Programm hinter sich gelassen habend.
  • _nirdeZ_neB
    Da kann ich nur zustimmen! :DDD
  • ja ja nee nee
    ja ja nee nee

    Es hat mich einfach nur interessiert, wie Künstler die Tatsache sehen, dass real zu malen demnächst überflüssig ist, weil es tatsächlich schon solche Programme gibt. ( auch wenn Efwe das nicht wahrhaben will, einfachmal googeln nach "realpainter" ).
    Ich bin ein gro0er Bewunderer von Leonardo und Co und habe die Mona Lisa nur als Provokation genannt. Aber das ist die Vergangenheit.


    Der thread ist schon auf eigenen Umlaufbahnen,
    noch um den Satirus herum, aber das eigentliche
    Programm hinter sich gelassen habend.


    Es wird niemals überflüssig sein! MERKE: Das Kollektiv enttarnt den Schwindler! ; )))
  • siku



    Eigentlich bin ich sowieso der Meinung, dass heute nur noch Bilder eine Daseinsberechtigung haben, deren Substanz nicht allein darin besteht, dass sie eine genaue Abbildung der Realität sind.


    vielleicht kann dieser Gedanke die hier so bewegte Diskussion mal auffrischen!
    Was heißt "eine genaue Abbildung der Realität"?
    Kaum ein Gemälde (wahrscheinlich gar keins) ist eine genaue Abbildung der Realität. Das mag manchem Betrachter zwar so erscheinen, stimmt meist aber nicht. Den "Wahn" die genaue Realität abzumalen haben eigentlich nur Anfänger. Dieses Argument gegen gegenständliche Malerei wertet erstmal pauschal und oberflächlich Motive ab, die "nach der Natur" nachempfunden sind. Man kann vielleicht Gegenstände z.B. einen Krug, Früchte oder anderes von der dritten in die zweite Dimmension umsetzen (von der illusionistischen Tiefenräumlichkeit auf eine plane Fläche), aber keine Komposition ist ein Abbild der Natur (darauf deutet doch schon der Begriff Komposition hin). Leonardos Mona Lisa ist ja nun alles andere als ein genaues Abbild der Natur. Neben der Figur spielt für den gesamten Bildausdruck die hinter ihr zu sehende Landschaft eine wichtige Rolle.
    Leonardo hat in seinen anderen Frauenbildnissen ein revolutionäres Frauenbild geschaffen.

    Es gibt noch ein schönes Beispiel für die Umsetzung von Natur in Malerei:
    "Frau die Treppe hinuntersteigend" von G. Richter. auf den ersten Blick sieht das Motiv aus wie eins zu eins umgesetzt. Dieses Bild entstand nach einem Foto, das der Maler von seiner Frau machte. Nach der Betrachtung des Fotos wird einem erstmal klar, was malerische Umsetzung bedeutet ;-). Beide Bilder müssten über Google zu finden sein.

    Sie sollten, im Gegenteil, die Eigenschaft haben, im Betrachter etwas auszulösen. Sei es ein Aha-Erlebnis, eine Verschiebung der Sichweise usw.


    diese Aha-Erlebnis k0nnte die Frau (nach Duchamps berühmten Akt, die Treppe hinunter steigend) durchaus auslösen. Nur befürchete ich, dass Rosamunde das von mir angeführte Beispiel zu harmlos ist. Wir sind ja mittlerweile an spektakuläre Bilderfluten gewöhnt, da wirken so stille Motive schnell harmlos. Woran wird denn ein "Aha-Erlebnis" gemessen?

    Dazu genügt häufig ein skizzenhaft gemaltes Sujet,ohne pingelig genaue Ausführung. ( Siehe User morzi`s Bilder )


    ein skizzenhaft gemaltes Sujet ist aber noch kein Freifahrtschein in den Künstlerhimmel. Es birgt die Gefahr, dass hier der Betrachter mehr investiert als der Maler - und das wäre doch nun wirklich eine Schieflage für ein Kunstwerk. Es ist schon beeindruckend, wenn ein Zeichner mit wenigen Strichen einen großen Ausdruck erzielt, nur ist diese Zeichnung noch kein Kunstwerk, dass sich z.B. mit der Mona Lisa vergleichen ließe, auch nicht mit Arbeiten vom Matisse oder G. Richter. Die bekannten Künstler wären wohl auch in der Lage Gegenstände auf einpaar Striche zu verdichten.

    So, ich hoffe, ich habe mich klar genug ausgedrückt, um meine Beweggründe für diese Threaderöffnung klar zu machen.


    Eigentlich ist es bei dieser Frage wie bei der Betrachtung von Bildern. Der Kunstliebhaber hat schon eine Bildvorstellung im Kopf, wäre aber nicht in der Lage diese vage Idee umzusetzen - dann ist er enttäuscht, wenn seine immaginäre Vorstellung mit Hilfe anderer auf einmal konktrete Formen annimmt. Man kann nicht jeden Gedanken konkret umsetzen, da bleiben immer noch Wünsche offen. :-)
  • ja ja nee nee
    ja ja nee nee
    Die Klassische Malerei wird ebenso wenig überflüssig sein wie Briefe durch den Emailverkehr oder das Radio mit dem Aufkommen vom Fernsehen.

    Außerdem hat der Realismus genauso seine Funktion und Berechtigung wie abstrakte, phantastische oder sonstige Formen der Malerei. Das bleibt unverändert ... und ist auch GUT so!
  • nighthawk
  • rellihcsruK
    In einem anderen thread wurde mir gesagt,
    es gäbe gar keine klassische Malerei....

    Hier geht es weniger darum wie wer was
    darstellt sondern mit welchen Mitteln
    und mit welcher persönlichen Beteiligung.
  • nighthawk
  • rellihcsruK
    siku ist toll! ich war zu faul, um noch was vernünftiges zu dem thema zu schreiben, ausserdem kann ich bei weitem nicht so gut formulieren. ich möchte nur dazu sagen, das selbt ein foto, streng genommen, keine bloße abbildung der realität darstellt. selbst ein foto abstrahiert bereits die wirklichkeit, die es vermeintlich so unbestechlich festhalten sollte.


    ... indem der Photograph bestimmt, was er wie
    photographiert. Aber andererseits kann man damit
    nur abbilden was sichtbar ist und so, wie es das
    ist.(So kann man natürlich auch das, was fehlt,
    zeigen, weil es nicht abgebildet ist.)
  • nighthawk
  • nighthawk
  • simulacra
    simulacra
    siku ist toll! ich war zu faul, um noch was vernünftiges zu dem thema zu schreiben, ausserdem kann ich bei weitem nicht so gut formulieren. ich möchte nur dazu sagen, das selbt ein foto, streng genommen, keine bloße abbildung der realität darstellt. selbst ein foto abstrahiert bereits die wirklichkeit, die es vermeintlich so unbestechlich festhalten sollte.


    ... indem der Photograph bestimmt, was er wie
    photographiert. Aber andererseits kann man damit
    nur abbilden was sichtbar ist und so, wie es das
    ist.(So kann man natürlich auch das, was fehlt,
    zeigen, weil es nicht abgebildet ist.)

    ja, aber nicht nur, die kamera spricht ja auch mit, früher konnte man in der dunkelkammer einiges mit den fotos anstellen: farben, schärfe unschärfe, kontraste. aber selbst wenn du einfach nur ein foto knipsen willst, wird dir kein exaktes abbild der wirklichkeit gelingen. oder denk doch mal an schwarz-weiß. siehst du die welt in schwarzweiß? und ich habe noch nie einen farbfilm gesehen, der die farben genauso festhält, wie sie sind, ganz zu schweigen von den fehlfarben der digitalkameras. selbst hier hast du schon einen gewissen abstraktionsgrad zur wirklichkeit, den du als maler zb. dann nach belieben ausbauen kannst.


    Alles steht und fällt mit der Aufnahme jenes "Abbildes der Wirklichkeit". Die Aufnahme geschieht durch das Auge, egal womit diese Aufnahme anschließend festgehalten wird (dem Auge selbst, in Weiterführung davon als zweite Instanz einer Kamera, eines gemalten Bildes o.ä.). Sehen ist eine Sinneswahrnehmung und Wahrnehmung beruht auf der subjektiven Empfindung des jeweiligen Menschen.
    Von daher können wir Menschen — streng betrachtet — niemals eine "Abbildung der Wirklichkeit" vornehmen, wenn sich z.B. der Anblick einer leeren Leinwand durch zwei Personen allein schon farblich und in der Helligkeit unterscheidet, ganz zu schweigen von den weiteren, komplex verzweigten Empfindungen, die damit einhergehen.
    Zum Thema Kamera: Das Objektiv alleine ist schon eine Beschränkung darin, die mit den Augen sichtbare Wirklichkeit festzuhalten; beschränkt sie uns doch darin, einen bestimmten Bildbereich der Wirklichkeit in kleinerem Rahmen festzuhalten als man sie mit den Augen vor sich sieht. Oder?!

    Ich finde den thread übrigens sehr unterhaltsam :D
    Signatur
  • retyevstredey
    Digitales Tuen
    aber läßt die Belanglosigkeit anschwellen. Aus dem
    randomenen Übeltuer wird ein Serien.Attentäter, in
    einem Bruchteil der Zeit, die gebraucht wird, um die
    analoge Belanglosigkeit herzustellen.

    mein psp stammt noch aus dem vorigen jahrhundert. etliche filter hat das auch, deformationsschieber, vorprogrammierte effekte, texturen, pipapo. die koennen, sinnig eingesetzt, nuetzliche werkzeuge sein, den eigentlichen kuenstlerkopf ersetzen sie freilich nicht. folglich hat sich die reine filterei ueber die jahre (1 digijahr -> 10 menschenjahre) auch nicht als wie auch immer geartete kunst durchgesetzt. im gegenteil, was sich auf kn mitunter oder auch immer wieder als digitale kunst feiern laesst, wuerde dem urheber in anderen communities mit unmissverstaendlichen, teils saftigen kommentaren gleich wieder mitgegeben. filtern ist eine manchen neu erscheinende spielerei, meinetwegen ein hype, und hypes haben die wunderbare eigenschaft, dass sie genauso schnell wieder verschwinden wie sie mal aufgekommen waren. und ich wuesste auch grade nicht, dass sich beliebigkeit, digitale oder analoge, je als brauchbares konzept in der kultur erwiesen haette.
    scrollen, x-en, immer wieder mal den stecker ziehen - auch das ist internet. :)
  • rellihcsruK
    Sehen ist eine Sinneswahrnehmung und Wahrnehmung beruht auf der subjektiven Empfindung des jeweiligen Menschen.
    Von daher können wir Menschen — streng betrachtet — niemals eine "Abbildung der Wirklichkeit" vornehmen ....

    Es gibt eine Sonne.
    Aber wenn 20 Leute zusammen deren Untergang
    angucken, gibt es mindestens 20 Sonnenuntergänge.

    Sehen ist ein psychologisches Phänomen, ja.
  • rellihcsruK
    ...
    und hypes haben die wunderbare eigenschaft, dass sie genauso schnell wieder verschwinden wie sie mal aufgekommen waren...
    :)


    Na, dann hol' ich mir 'nen Eimer Kaffee und wart
    mal noch 'ne Viertelstunde. Vielleicht ist's dann
    ja weg.

    Ja jaa - oder Morgen.
    :-))))
  • ednumasoR
    Tausend Dank für die, für mich sehr erhellenden Beiträge!

    Siku, man merkt, dass du Spaß daran hast, dich mit Kunst auseinander zu setzen.:)
    An disem reibe ich mich jedoch ein wenig:
    ein skizzenhaft gemaltes Sujet ist aber noch kein Freifahrtschein in den Künstlerhimmel. Es birgt die Gefahr, dass hier der Betrachter mehr investiert als der Maler - und das wäre doch nun wirklich eine Schieflage für ein Kunstwerk. Es ist schon beeindruckend, wenn ein Zeichner mit wenigen Strichen einen großen Ausdruck erzielt, nur ist diese Zeichnung noch kein Kunstwerk, dass sich z.B. mit der Mona Lisa vergleichen ließe, auch nicht mit Arbeiten vom Matisse oder G. Richter. Die bekannten Künstler wären wohl auch in der Lage Gegenstände auf einpaar Striche zu verdichten.


    Wenn ein Künstler das skizzenhafte Malen als seine Ausdrucksform gewählt hat, muß er dann vorher bewiesen haben, dass er auch anders kann? Ich meine, damit er in den Künstlerhimmel aufgenommen wird? ;-)*g*


    Alles steht und fällt mit der Aufnahme jenes "Abbildes der Wirklichkeit". Die Aufnahme geschieht durch das Auge, egal womit diese Aufnahme anschließend festgehalten wird (dem Auge selbst, in Weiterführung davon als zweite Instanz einer Kamera, eines gemalten Bildes o.ä.). Sehen ist eine Sinneswahrnehmung und Wahrnehmung beruht auf der subjektiven Empfindung des jeweiligen Menschen.



    Dem ist noch hinzuzufügen, dass unser Gehirn diese Sinneseindrücke auch noch filtert und selektiert.

    Ich gebe zu, dass es Bilder gibt, welche scheinbar die Realität wider spiegeln. und dabei sehr hintergründig sind, meist auf den zweiten Blick.
    Da genügt manchmal eine verschiebung der Perspektive oder eine veränderung der Farben ect - Künstler sind oft ziemlich gerissen*g*
    Aber es gibt auch Massen von Bildern, welche platt daher kommen und da ist nüscht weiter. Da schau ich mir doch lieber User kurschillers Bilder an, oder synafes oder nighthawks wunderbare "Geschichten erzähl" Bilder:-)
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