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  • Wir leben im Zeitalter der Antikunst!

  • Gast, 17
    Nein, eher nicht. Denn kleiner Kinder reflektieren ihre Arbeiten nicht.


    oh doch!
    nur nicht so verintellektualisiert!
  • Gast, 2

    ich denke, auf formelle Bilder wohl kaum!
    (also ALLES ausser informell, bei stark abstrakt kann man vll streiten...)


    Nein, auf alle, das ist Gesetz. Frag Baselitz, Lüpertz, L.Fischer, Vietinghoff, C.D. Friedrich, Turner, Monet, Götz, Veronese, Cezanne, Matisse, Delacroix, Morandi, Giacometti usw.

    Aber nur bildende Kunst, Konzeptkunst hat andere Kriterien.
  • Gast, 2
    Nein, eher nicht. Denn kleiner Kinder reflektieren ihre Arbeiten nicht.


    oh doch!
    nur nicht so verintellektualisiert!


    Nein tun sie nicht. Sie leiten aus ihren aktuellen Arbeiten keine formalen Fragestellungen für sich selbst ab. Deshalb findet auch keine Entwicklung statt, bis sie größer werden und aufhören zu malen. Manchmal hören welche nicht auf, dann beginnen sie über ihre Gestaltungen zu reflektieren und werden vielleicht bildende Künstler. Dazwischen gibt es einen Übergang.
  • Gast, 4
    Dafür hättet ihr einen eigenen thread
    aufmachen können.
  • Gast, 2
    Ja, stimmt, tschuldigung, hat mit dem Thema nix mehr zu tun.
  • Gast, 22
    da hätte ich mal eine frage....wer bestimmt eigendlich was kunst ist und was nicht??????????
  • siku
    @siku
    satz4: assoziieren mußt du schon selbst, die farbtöne und
    klangfarben übernehmen aber sicherlich gerne das suggerieren.


    ich mag Leute die klüger scheinen als ich es bin :-)

    Der Rezipient (kann, falls ihm das gegeben ist) durch den Ausdruck der kompositionell angelegten Farben (Bild-)Räume und Anklänge mit Tönen in der Musik assozieren.
    Auch Farben übernnehmen nicht das Suggeriern, das macht der Künstler, indem er die Komposition anlegt, Farben wählt und diese auf den Bildträger so aufträgt, so dass ein Ausdruck entsteht, den er mit seiner Malerei beabsichtigt. Dies wird ihm nicht zu 100 % gelingen, und das wird ihm auch nicht zu 100% wollen. Deshalb sei hier mal ein Meister selbst zitiert. Mark Rothko: "Ein Bild lebt auf in Gesellschaft eines sensblen Betrachters, in dessen Bewusstsein es sich entfaltet und wächst"

    Der materielle Wert der Farbe erweckt beim Künstler eine produktive Vorstellungskraft. Die Wandlung der Farbe von passiver Materialität zu einem selbständigen Ausdrucksmittel vollzieht sich im Malakt. (Hier kann auch schon mal das Argument "mein Kind kann das auch schon im Kindergartenalter malen" entkräftet werden.)
    Der Kunsthistoriker Wolfgang Sch ö ne schreibt: Der Gestaltwert erfasse glücklich die Schöpferkraft der Farbe als Gestaltungsfarbe... durch Farbkontraste und rhythmische Setzung wird Farbe zu einem Kontinuum, das metaphorisch Raum und Zeit erfahrbar machen könne.

    Der Gewinn von Kunstbetrachtung hängt von den kognitiven Verarbeitungsmöglichkeiten des Rezipienten ab.

    he, he

    PS: Kunst sollte mann icht nur so nüchtern hinterfragen, sondern kreativ weiterdenken ;-)
  • Gast, 23
    Ich natürlich Werner! Wer sonst wenn nich ich :D
  • Gast, 22
    na da bin ich aber froh....das sich einer zu dem kuddelmuddel bekennt
  • Gast, 2
    da hätte ich mal eine frage...wer bestimmt eigendlich was kunst ist und was nicht???


    Werner, Du bestimmst das. Und alle werden deinem Urteil folgen. Daher meine erste Frage an dich: Ist es Kunst, einen Ball auf der Nasenspitze zu balancieren, wie es Seehunde können?

    edit) die Frage geht dann natürlich auch an Torf.
  • Gast, 22
    für mich schon ...da ich kunst von können ableite
  • Gast, 23
    Weiß ich nich ob da Kreativität im Spiel ist.Vll ja kann man nich so sagen. Ist ja auch kreativ wenn ich das Finanzamt bescheissen kann zum Beispiel. Das wäre ja dann auch in gewisser Weise "Kunst".
  • Gretel
    Gretel
    hei, das ist die Idee! Und wenn man erwischt wird vom Finanzamt, antwortet man: Ist kein Betrug, sondern Kunst (in dem Fall misslungene Kunst).
  • siku

    "aber" nun meine Frage an siku:
    lassen sich deine Aussagen (nicht) auf fast alle informellen Bilder übertragen?

    ich habe zb die Erfahrung gemacht, dass Kinder im Vorschulalter ähnliche Bilder malen wie die von dir hier rezipierten, wenn sie keinen Bock mehr haben, übermüdet sind, provozieren wollen, "mal ganz schnell ganz viele Bilder malen wollen" etc...
    ich sehe den einzigen Unterschied im Format!


    siehe meinen vorhergehenden Beitrag.
    Zur Ergänzung: schau dir mal z.B.Blumenaquarelle von E. Nolde an, da käme der Betrachter auch mal leicht auf die Idee; das kann ich auch. Er kauft sich Leinwand und Farbe - und dann muss er feststellen, dass er eben nicht so malen kann wie Nolde.
    Und Kinder im Vorschulalter können malerisch nicht den gleichen Ausdruckswert erzielen wie Rothko. - Und wenn sich dem Betrachter Unterschiede zwischen Kindermalerei und Farbfeldmalerei von Rothko nicht erschließen, dann liegt es nicht am Künstler Rothko, sondern am kognitiven Verarbeitungsprozess des Betrachters. :-))
  • Gast, 2
    für mich schon ...da ich kunst von können ableite


    Ok. Ist es bildende Kunst?
  • Gast, 22
    es ist doch kreativ auf die idee zu kommen ...und es dann auch noch schfft einen ball auf der nasenspitze zu balancieren wie ein seehund (der seehund wäre nicht selber auf die idee gekommen)
  • Gast, 23
    @Gretel Siehst du in dem Fall hatte Beuys recht was die Lösung von Alltagssituationen angeht.
  • Gast, 23
    Ja beim Seehund sehe ich das genauso. Ich kann auch meine Augen nach hinten verdrehen aber ob das dann den Kunstbegriff ausmacht weiß ich nich
  • Gast, 22
    für mich schon ...da ich kunst von können ableite


    Ok. Ist es bildende Kunst?
    für mich sollte kunst immer bildend sein
  • Gretel
    Gretel
    Werner, ist doch nicht kreativ, einen Seehund nachzuahmen, ist eher affig (die machen alles nach) - grins.
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