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  • Es ist PEINLICH!

  • simulacra
    simulacra
    oh mann, das was ihr da googelt, kenne ich aus eigener erfahrung. erstmal musst du der ksk ein halbes jahr hinterherrennen, bilder, austellungen, zeitungsartikel über dich einsenden, um zu beweisen, dass du überhaupt künstlerisch tätig bist. dann musst du, nach einer schonfrist, min 4000€ im jahr mit kunst umsetzten, und darfst höchstens 400€ im monat mit "nichtkunst" verdienen, sonst bye bye künstlersozialkasse. pflichtversichert ist man sowieso irgendwo immer, die ksk übernimmt lediglich die beiträge.


    Jep!
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  • Kerstin Sigwart
    Kerstin Sigwart Kunst ist frei
    Liebe Herbivore,
    ich bin vor dieser Plattform auch gewarnt worden. Allerdings finde ich es hier gar nicht so schlimm, mußt ja die "schlimmen" Beiträge nicht lesen. Außerdem ist es sehr heilsam, wenn man mal schlimme Kritiken bekommt, man denkt dann mal von einer ganz anderen Seite.
    Also für mich ist es eine Plattform mit scharfer Zunge und dutzenden verschiedenen Ansichten, gut zum Toleranz lernen und gut für meine eigene Kunst und für meine Ansichten, die ich so immer wieder in Frage stellen kann. ich bin der Meinung, Kunst ist frei, in Bild und Wort.

    LG
    silberhaar100
  • Roland Schmid
    Roland Schmid
    Mir fallen zwei Sprüche zu den Beiträgen in diesem Thread ein:
    1. Es sagt der Masochist zum Sadisten: Quäl mich doch!
    Darauf antwortet Sadist: Nee!
    2. Es war schon immer etwas Besonderes , sich fremd zu schämen !
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  • Roland Schmid
    Roland Schmid
    Nachtrag zur KSK :
    Jeder freischaffende Künstler , der nicht zu den Großverdienern seiner Zunft gehört ( übrigens auch Musiker , Schriftsteller und noch einige andere Freiberufler ), sollte gottfroh sein, daß es so was gibt und
    schaun, daß er reinkommt ( Man vergleiche die Kosten,die ein selbständiger Handwerker z. B. für die gleiche soziale Absicherung aufzubringen hat). Sämtliche Aufnahmekriterien machen Sinn ( die Hälfte aller Beiträge werden dem Künstler praktisch geschenkt , ganz zu schweigen von einem der sich und seine Familie z.B. privat versichern muß).Wer weniger als 400.-
    Euro monatlich verdient, fällt als normaler Arbeitnehmer ja auch aus der
    Sozialversicherung raus. Und was die Nachweispflicht angeht: Ein Zmmermann muß ja seinem Chef auch beweisen, daß er zimmert!
  • Gretel
    Gretel
    zur KSK:

    die Pflichtbeiträge eines angestellten Versicherten betragen 19,9 %, wobei auf den Versicherten direkt zur Zeit 9,95 % fallen. Die Pflichtbeiträge in der Künstlersozialkasse betragen aktuell 5,8 %, die Handwerker zahlen in der Handwerkerpflichtversicherung die Hälfte der regulären Pflichtversicherung für die ersten 3 Jahre, danach 508,45 Euro (West), 445,76 Euro (Ost).

    Entsprechend der meist sehr viel niedrigeren Beiträge der hier aufgezeigten Selbständigen (Künstler, Handwerker) fallen dann die späteren Rentenzahlungen aus. Also sehr oft in den genannten Berufen Grundsicherung.
  • simulacra
    simulacra
    @Gretel: Wobei diese Grundsicherung, u.A. auch in Form einer Rentenversicherung aber immerhin überhaupt besteht. Eine private Rentenversicherung als freischaffender Künstler muss man sich erst mal leisten können, also alleine daran gemessen ist diese Grundversorgung schon eine gute Sache. Das diese Grundversorgung kein finanzielles Füllhorn des späteren Ruhestandes sein kann dürfte hoffentlich jedem klar sein.
    :)
    Signatur
  • Gretel
    Gretel
    an synafae: das ist klar, wobei die Grundsicherung in Wirklichkeit Hartz IV, also Sozialhilfe, ist.

    Nur insgesamt gesehen, wenn Du meinst, dass sich ein freischaffender Künstler bzw. ein Selbständiger die Rentenbeiträge erst mal leisten können muss ..., was ist dann mit den regulär Pflichtversicherten? Meinst Du, die zahlen freiwillig ihre 9,95 %??? Im Endeffekt ist es so, dass eben diese Pflichtversicherten aus ihren Renten- und auch Steuerbeträgen die anderen mitfüttern. Die Pflichtversicherten werden bei Arbeitslosigkeit (kann man gleichsetzen mit nicht so erfolgreichen Künstlern) durch das Arbeitsamt unter Umständen gezwungen, eine andere berufliche Richtung einzuschlagen, also irgend einen Job anzunehmen. Wo ist da aber die Gleichbehandlung?
  • siku
    zur KSK:

    die Pflichtbeiträge eines angestellten Versicherten betragen 19,9 %, wobei auf den Versicherten direkt zur Zeit 9,95 % fallen. Die Pflichtbeiträge in der Künstlersozialkasse betragen aktuell 5,8 %, die Handwerker zahlen in der Handwerkerpflichtversicherung die Hälfte der regulären Pflichtversicherung für die ersten 3 Jahre, danach 508,45 Euro (West), 445,76 Euro (Ost).


    Künstler müssen den gleichen Pflichtbeitragssatz zahlen wie versicherungspflichtige Arbeitnehmer. Ich weiß nicht, wie du auf 5,8 % kommst??
    Die Vermarkterabgaben sind offensichtlich gesenkt worden und liegen für 2010 bei ca. 4 % lt. Internetseite der KSK. Die Künstler müssen genauso hohe Beiträge zahlen wie alle anderen Versicherungspflichtigen.
    Was selbstständige Handwerker zahlen weiß ich nicht, das verwirrt hier nur.
    Übrigens ist die Grundlage für die Bemessung der Versicherungsbeiträge, der Einkommensteuerbescheid des jeweiligen Jahres. Wer nicht offizell Freiberuflich ist und somit keine Steuernummer hat und auch keine Steuern zahlt, bekommt von der KSK keine Zuschüsse. oder liege ich da falsch?
    Minijobber unterliegen auch nicht der Versicherungspflicht.
    Die Beitragsbemessungsgrundlage richtet sich nach den allgemeinen Bedingungen der Krankenkassen und der Rentenversicherungen.


    Entsprechend der meist sehr viel niedrigeren Beiträge der hier aufgezeigten Selbständigen (Künstler, Handwerker) fallen dann die späteren Rentenzahlungen aus. Also sehr oft in den genannten Berufen Grundsicherung.


    Das verstehe ich nicht. Arbeitnehmer mit geringen Einkommen erhalten später auch nur geringe Rentenzahlungen und fallen unter die Regelung der Grundsicherung, und davon gibt es immer mehr, da grenzen sich freiberufliche Künstler kaum noch ab.

    Die KSK tritt lediglich an die Stelle des Arbeitgebers. Der Staat, also der Steuerzahler bezuschusst die KSK mit ca. einem Viertel des Beitragsanteils eines Künstlers, allerdings zahlt hier der beitragspflichtige Künstler, als allgemeiner Steuerzahler, auch mit ein. Die KSK ist eine Pflichtversicherung.
  • simulacra
    simulacra
    Die Gleichbehandlung geschieht dann wohl dadurch, dass es sich um Sozialhilfe handelt. "Wo ist da aber die Gleichbehandlung?": Jeder Arbeitnehmer kann sich genauso selbständig machen.
    Signatur
  • simulacra
    simulacra
    Und: Willst du vielleicht voraussetzen, dass alle freiberuflichen Kunstschaffenden auf diesem Level (=wenig Verdienst) bleiben wollen, in dem sie die Grundversicherung in Anspruch nehmen? Das ist mitnichten der Fall. Bei gesteigerten Umsätzen steigt auch der Versicherungsbeitrag. Aber ich möchte hier nicht über Gerechtigkeit bei Sozialleistungen streiten. Du kannst dich bei offenen Fragen aber gerne an entsprechender Stelle über den geschichtlichen Verlauf informieren und u.U. auch einsehen wie es zu entsprechenden Gestzesentscheiden kam:
    http://www.kuenstlersozialkasse.de/
    Signatur
  • Gretel
    Gretel
    an Synafae: und wer stellt dann die Gelder für die Grundsicherung zur Verfügung? Die ist doch nur durch die abhängig Beschäftigten, also Pflichtbeitragszahler, möglich. Eine Gleichbehandlung findet eben nicht statt. Wenn Du die Rentenhöhen sehen würdest, wüsstest Du, was ich meine. Ein Leben lang Beiträge zahlen und dafür eine Durchschnittsrente von 1.000 Euro erhalten, das ist die eine Seite, oder eben nur 5,8 % für Künstler, wobei die 5,8 % sich auf den Umsatz rechnen, und wenn keiner ist, gar nichts an Beiträgen gezahlt wird, und dafür die Grundsicherung mit ca. 680,00 Euro, wobei ein Beitrag für KV und Pflege entfällt, was der Pflichtversicherungsrentner zahlen muss. Auch diese Beiträge sind noch zur Grundsicherung im Vergleich hinzuzurechnen.
  • siku
    Nachtrag zur KSK :
    Sämtliche Aufnahmekriterien machen Sinn ( die Hälfte aller Beiträge werden dem Künstler praktisch geschenkt , ganz zu schweigen von einem der sich und seine Familie z.B. privat versichern muß)


    Das kann man auch anders sehen: dem Künstler wird nichts geschenkt, im Gegenteil, er wird zur Krankenkasse und zur Altersvorsorge verpflichet, so wie andere Arbeitnehmer auch.
    Der Staat wollte mit der KSK den Freiberuflichen ja kein Geschenk machen, vielmehr sollte vermieden werden, dass es eine Berufsgruppe gibt, die nicht für ihre Altersvorsorge zahlen muss, und dann später evtl. ganz dem Staat auf der Tasche liegt. Mit der KSK werden Künstler und deren Vermarkter zur Altersvorsorge von berufstätigen Künstlern gezwungen, so dass der Staat später nicht Sozialhilfe zahlen muss, sondern die Versicherungsanstalten eine Rente zahlen müssen.
  • Gretel
    Gretel
    an siku: dann vergleiche doch mal die Beitragshöhen: 5,8 % gegenüber 9,95 vers. 19,9 %! Wer schenkt hier wem was? Der Gesetzgeber hat die Künstlersozialversicherung genauso wie die Handwerkerpflichtversicherung eingeführt, dass die sozialen Leistungen die normalen Pflichtverscherten nicht zu 100 % belasten! Darfst es mir glauben!

    Und wie oben schon geschrieben: Bei späterer Grundsicherungsleistung entfällt KV und Pflege, was die Versichertengemeinschaft wiederum stark belastet.
  • siku
    Ein Leben lang Beiträge zahlen und dafür eine Durchschnittsrente von 1.000 Euro erhalten, das ist die eine Seite, oder eben nur 5,8 % für Künstler, wobei die 5,8 % sich auf den Umsatz rechnen,


    @ Gretel
    das stimmt nicht. Die Künstler zahlen die Hälfte von 19,9 % der Sozialabgaben wie jeder andere Pflichtversicherte auch - und sie bekommen später evt. auch "nur 100 Euro", oder noch weniger, je nach Verdienst.

    Die 5,8 % stimmen nicht. Prüfe das noch mal.
  • Gretel
    Gretel
    nein siku: Aktuell 5,8 %!
  • simulacra
    simulacra
    @Gretel: Ich meinte ja: Erst einmal ausführlich informieren bevor man sowas rauslässt. sikus Angaben kann ich soweit bestätigen. Ausserdem gehe ich auf die angedeutete Richtung der Diskussion nicht ein.
    Signatur
  • Gretel
    Gretel
    siku schau mal: aktuell

    🔗

    danach wären es sogar nur noch 3,9 % ...
  • Gretel
    Gretel
    ausreichend informieren brauche ich mich eigentlich nicht synafae, was glaubst Du denn, woher ist das weiß? Und auch die daraus resultierenden Probleme? Hörte ich viele viele Jahre lang täglich.
  • siku
    Hallo Gretel, das sind die Abgabesätze für die Verwerter, also für die Wiederverkäufer, Galeristen, Kunstgroßhändler.
    Was die Künstler zahlen steht hier
    🔗
  • Gretel
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