KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Es ist PEINLICH!

  • simulacra
    simulacra
    Zielsetzung des Künstlersozialversicherungsgesetzes

    Das am 01.01.1983 in Kraft getretene Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) bietet selbständigen Künstlern und Publizisten sozialen Schutz in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.
    Wie Arbeitnehmer zahlen sie nur etwa die Hälfte der Versicherungsbeiträge; den anderen Beitragsanteil trägt die Künstlersozialkasse. Die hierfür erforderlichen Mittel werden aus einem Zuschuss des Bundes und aus einer Abgabe der Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten ("Verwerter").
    Für die Durchführung der Renten-, Kranken-, und Pflegeversicherung ist die KSK aber nicht zuständig. Sie meldet die versicherten Künstler und Publizisten lediglich bei den Kranken- und Pflegekassen (Allgemeine Ortskrankenkassen, Ersatzkassen, Betriebs- und Innungskrankenkassen) und bei der Datenstelle der Träger der Rentenversicherung an und leitet die Beiträge an die zuständigen Träger weiter. Leistungen aus dem Versicherungsverhältnis (Rente, Krankengeld, Pflegegeld etc.) erbringen ausschließlich der zuständige Rentenversicherungträger und die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen.



    Der Beitrag der Versicherten


    Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2011 beträgt 19,9 %.
    Der einheitliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung 2011 liegt bei 15,5 %.
    Der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung im Jahr 2011 beträgt 1,95 % (Elterneigenschaft) bzw. 2,20 % (Kinderlose).
    Für die Beitragsberechnung der versicherten Künstler und Publizisten sind diese Beitragssätze etwa zur Hälfte sowie die gesetzlichen Zusatzbeiträge zugrunde zu legen.

    Beispiel für das Jahr 2011:
    Das voraussichtliche Jahresarbeitseinkommen beträgt 10.000,00 €

    Rentenversicherung
    Beitragssatz in der Rentenversicherung 19,9 %
    Rentenversicherungsbeitrag = Anteil des Versicherten 9,95 % von 10.000,00 € = 995,00 € jährlich : 12 = 82,92 € monatlich

    Krankenversicherung
    Beitragssatz in der Krankenversicherung 15,5 %
    Krankenversicherungsbeitrag = Anteil des Versicherten 7,75 % + 0,45 % gesetzlicher Zusatzbeitrag = 8,20 % von 10.000,00 € = 820,00 € jährlich : 12 = 68,33 € monatlich

    Mit dem gesetzlichen Zusatzbeitrag, der von den Versicherten alleine aufzubringen ist, sollen sich die Mitglieder der Krankenkassen nach dem Willen des Gesetzgebers an den gestiegenen Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung beteiligen.

    Pflegeversicherung
    Beitragssatz in der Pflegeversicherung 1,95 % (Elterneigenschaft) bzw. 2.20 % (Kinderlose)
    Pflegeversicherungsbeitrag = Anteil des Versicherten 0,975 % ( + 0,25 % für Kinderlose) von 10.000,00 € = 97,50 € (bzw. 122,50 €) jährlich : 12 = 8,12 € (bzw. 10,21 €) monatlich


    Quelle:kuenstlersozialkasse.de
    Signatur
  • Gretel
    Gretel
    an siku: das kenne ich, aber meine Zahlen sind die, die echt gezahlt werden. Im Endeffekt ging es aber um die späteren Rentenzahlungen und die Notwendigkeit der Beitragspflicht. Nur die Realität über die Höhe sieht halt ziemlich schlimm aus.
  • Gretel
    Gretel
    an synafae: kenne ich durchaus, aber siehe mein Geschreibsel an siku.
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • Gretel
    Gretel
    übrigens ist die Seite mit der Prognosezahl für 2012 und das sind eben 3,9 % ...
  • absurd-real
    Gretel: kann man das was du der Welt mitteilen möchtest, nicht auch in einer(!) Antwort verpacken?!lach;)
    Signatur
  • Gretel
    Gretel
    Lest mal hier:

    unbefristet engagierten Kollegen.
    5 Alterseinkünfte

    Ãœber die Alterseinkünfte von Künstlern gibt es erhebliche Informationsdefizite, insbesondere über die Rentenansprüche außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung (gRV). Hier gibt es kein empirisch gesichertes Material. Aus den wenigen Informationen über die Anwartschaften aus der gRV wird auf der einen Seite das insgesamt die insgesamt geringe Rentenhöhe aus gRV Anwartschaften ersichtlich. Auf der anderen Seite wird deutlich, dass die Anteile der Renten, die über die Beitragszahlungen in der Künstlersozialkasse generiert wurden, nur einen Bruchteil der gRV-Renten der selbständigen Künstler darstellen. Erste Auswertungen der Rentenzugänge 2002 bis 2007 der Künstler, die vor ihrem Renteneintritt in der Künstlersozialkasse versichert waren, ergaben keine nennenswerte Zunahme in den Anwartschaften der gesetzlichen Rentenversicherung der Künstler im Zeitverlauf. Die durchschnittliche Rentenhöhe aus der gesetzlichen Rentenversicherung lag für alle künstlerischen Berufsgruppen mit KSK Status vor Rentenzugang bei den Männern (näherungsweise) bei etwa 550 Euro/Monat, bei den Frauen etwa bei 490 Euro/Monat. Ein Näherungswert an die Rentenhöhe aus der gRV lässt sich auch auf anderem Weg ableiten. Bei einem angenommenen Durchschnittseinkommen von etwa 12.000 €/Jahr für darstellende Künstler (Künstlersozialkasse 2009) ergeben sich etwa 0.4 Entgeltpunkte/Jahr. Nach 45 Versicherungsjahren resultiert daraus eine Rente aus der gRV in der Höhe von 447.- € (Alte Bundesländer) sowie 408.-€ (Neue Bundesländer) ohne Berücksichtigung sonstiger rentenrelevanter Zeiten (bspw. Erziehungszeiten). Diese Ergebnisse bestätigen in etwa die im Rentenzugang 2002 bis 2007 ermittelten Resultate.

    aus:
    http://www.theaterpolitik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=150:strukturmerkmale-und-soziale-lage-von-darstellenden-kuenstlern-zusammenfassung-der-ergebnisse-der-auswertungen-des-mikrozensus-20052006&catid=33:das-freie-theater-die-alternative&Itemid=29

    darum ging es, dass die Beiträge zu niedrig sind und daher Grundsicherung angesagt ist bei vielen.
  • siku
    übrigens ist die Seite mit der Prognosezahl für 2012 und das sind eben 3,9 % ...


    Gretel, du scheinst dich da in eine falsche Aussage hineinzusteigern.
    Schau doch mal in den von mir angegebenen Link.

    Nochmal: 3,9 % beträgt die Vermarkterabgabe, und zwar wird die Vermarkterabgabe vom gesamten Kunstverkauf der Vermarkter berechnet.
  • Gretel
    Gretel
    habe ich doch gelesen, vorher schon
  • siku
    habe ich doch gelesen, vorher schon


    dann stimmt deine Aussage nicht. Die Künstler müssen einen Beitragssatz von ca. 9,6 %, genau wie andere Arbeitnehmer zahlen.
  • Gretel
    Gretel
    an siku: die 5,8 % resultierten aus dieser Verwerterabgabe, da hattest Du recht, und sie sind geschrumpft auf inzwischen 3,9 %, warum auch immer, und sehr zum Schaden der Künstler. Der Beitragssatz der eigentlichen Künstler ist die Hälfte des regulären Rentenbeitragssatzes von 9,95 %.

    Ändert aber leider am Ursprungsproblem nichts.
  • simulacra
    simulacra
    @gretel:
    Und warum zeigst du uns hier "kein empirisch gesichertes Material"...über die Alterseinkünfte von Künstlern(Zitat aus dem von dir verlinkten Text), bei dem sich der gesamte Kommentar (mehr ist der Text ja nicht) auf darstellende Künstler bezieht?

    Totaler Nonsens. Den zu entrichtenden momentanen Rentenversicherungsbeitrag (des Rentenversicherten, und nicht irgendeiner anderen Institution, mafiaähnlichen Sozialstrukturunterhöhlungsmaschinerie o.ä) von 9,95% habe ich dir oben noch einmal fett markiert.

    "Ändert am Ursprungsproblem nichts": Ja , da hast du vollkomen recht, denn wir wissen nach der ganzen Debatte immer noch nicht, warum sich das Universum die Mühe macht, überhaupt zu bestehen!
    Signatur
  • ztinuaGottO
    Gretel will sagen, daß die Hobbykünstler die "Profikünstler" ernähren.
    Von wem dann so manch dilettierende(r) Freizeitmaler(in) "ausgehalten" wird, steht dabei auch nicht zur Debatte.
  • nighthawk
  • Rabautz
    Rabautz
    Hab teilweise sehr gelacht.
    Mich kotzen nur so 300-Wörter-Aufsätze, die erklären wollen was Kunst ist, ein bisschen an...
  • simulacra
    simulacra
    Lass Menschen machen. Es tut gut.
    Signatur
  • Gretel
    Gretel
    Siku: Der Begriff Kunst ist leider soweit gefasst, dass er immer wieder Enttäuschungen in der Erwartungshaltung von Kreativen hervorruft.

    „Leider“ heißt, eigentlich darf nur das, was Profis machen, Kunst genannt werden. (Oder das, was Siku macht?) Die restlichen 90-95 Prozent, die so in Kunstforen, Ausstellungen und auf Kunstmärkten als Kunst gezeigt werden, sind keine Kunst. Tut mir leid Siku, das ist nur die Auffassung eines ganz kleinen Teils des ganz kleinen Teils der Profis. Keine mehrheitsfähige Auffassung oder Definition von Kunst gibt das her. Und ich habe ganz stark den Verdacht, es geht dabei auch nicht um die ca. 3 bis 4% Künstlersozialkassenmitglieder, die in Deutschland von Kunst leben können, sondern um die Kunstakademiker, die um ihre Pfründe fürchten. Weil sie (fast wäre mir jetzt „Antikunst“ rausgerutscht“ :DDD) eine unverkäufliche Kunst machen, die keiner versteht. Deren einzig interessanter Aspekt ein intellektueller ist, der nur nach sechs Semestern Kunstgeschichte zu erfassen ist. Eine Anhäufung von formalen Zitaten, die dadurch für das Werk beanspruchen etwas neues zu sein, dass sie gleichzeitig bei vielen klauen. Dass die Bilder von „kreativen Nichtkünstlern“ die meisten Menschen mehr berühren, ist da natürlich ärgerlich. Und übrigens meine ehrliche Überzeugung: Nicht selten einfach besser sind!

    Siku: Und es wird dem aufmerksamen Leser eigentlich auch ein Einblick in den Kunstbetrieb gewährt, man muss die Beiträge nur aufmerksam lesen. Für Hobbykünstler scheint sich hier aber gelegentlich die Schwierigkeit aufzutun, den Schreibereien (außer Pöbeleien) etwas Kunstbezogenes zu entnehmen, dabei bieten sich gerade im kn dazu genug Gelegenheiten.

    Danke, danke, danke!!! Dass uns das gewährt wird!!! Welche Ehre, keine Bilder sehen, aber dafür dieses arrogante Geschwätz hören zu dürfen! Und ja, natürlich! Hobbykünstler sind dämlich! Sie können bestenfalls einen Bleistift halten und damit Katzen malen.

    Siku: Du musst dich also selbst nach deinen Zielvorstellungen fragen: möchtest du dich u.a. auch mit Künstlern austauschen? Diese Gelegenheit dürfte es anderweitig so öffentlich nur sehr selten geben, ...

    Hmm, ich hatte schon die Möglichkeit, mich mit einer ganzen Menge Künstlern öffentlich auszutauschen. Das war sehr interessant und in einem netten freundlichen und verbindlichen Umgangston möglich. Vielleicht lag es ja daran, dass es real war und nicht virtuell unter irgendwelchen Tarnnamen, mit denen einige meinen, mal so richtig die Sau rauslassen zu können. Künstlerisch verbrämt als „anderen den Spiegel vorhalten“. Ich fürchte, wenn man sich mit „Künstlern“ wie I-bovist, „Susi“ und anderen Identitäten öffentlich austauschen möchte, muss man in eine Schulhofecke oder in den Puff gehen. Alles wunderbar! Warum nicht. Auch Toulouse Lautrec und andere große Künstler haben sich in diesem Milieu bewegt. Ich frage mich nur, ob man deshalb das ganze Kunstnet zu einem Puff machen muss. Vielleicht sollten ja diese als Minderheit sich ein Forum für besonders ordinäre Kunst und besonders arschigen Umgangston suchen, statt die „Hobbymaler“ rauszugraulen. Solche Foren gibt es bestimmt auch für Leute, die sich möglichst eklig über Sex und Erotik austauschen wollen. (Nein, zweites dürfte ihnen ein Begriff mit sieben Siegeln sein.) Wenn’s das überhaupt nicht gibt, einfach eins aufmachen. Susis Bild von einem Schwanz neben einer Kackwurst als Titelbild und der Klickzähler dürfte nicht stillstehen.

    Siku: Einige von den kn-Mitgliedern wollen sich aber auch mal kreativ auf künstlerisichem Niveau austauschen, oder einfach nur mal ihrem kreativen Überdruck hier ablassen, dazu gibt es glücklicherwiese das kn.

    Der letzte Abschnitt ist natürlich der Brüller in diesem Kontext. Der Begriff „Überdruck“ zeigt denn auch, dass Siku genau weiß, wovon er/sie redet. Eigentlich will ich ja diese Form, um die es hier geht, nicht noch toppen, aber warum ist hier nicht einfach von kreativem Abspritzen die Rede, das wäre doch ehrlicher, oder?!


    Darum ging es zu Beginn der Diskussion, schlicht und ergreifend um den Umgangston. Und um die verbale Herabwürdigung von Hobbymalern. Dazu dann mein Beitrag, dass Hobbymaler einem Beruf nachgehen und ....
  • uzuzab
    Auch Selbstmordattentäter gehen nebenbei einem Beruf nach.


    mfg
    Bazuzu
  • _nirdeZ_neB
    Bei manchen ist es auch ein Fulltimejob. Anstellung zur Probe!
  • Gretel
  • ja ja nee nee
    ja ja nee nee
    endlich wirds auch wieder mal peinlich :))
  • Seite 11 von 14 [ 275 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen