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  • Aquarell - Block oder selbst spannen?

  • colordew
    colordew Aquarell - Block oder selbst spannen?
    Hallo,
    nachdem ich mich heute schon outen musste, dass ich nicht wußte, was Torchon ist - ich hab mit Aquarellfarben bisher nur auf diese käuflichen Aquarellblöcke gemalt, bei denen die einzelnen Blätter am Rand alle zusammengeklebt sind, so dass das Blatt sich während des Malens nicht verzieht.
    Aber man kann auch selbst Papier (oder Torchon...?) kaufen und dann, irgendwie feucht machen und spannen und abkleben...?
    Mir ist das suspekt, wenn ich mir vorstelle, mit Klebeband einen geraden Rand abzukleben...
    Ganz abgesehen davon, dass man da ja auch entsprechendendes Zubehör über das Klebeband hinaus braucht.
    Lohnt sich denn der ganz Aufwand? Hätte ich so mehr Möglichkeiten oder hinterher ein besseres/haltbareres Bild?
    Oder könnt ihr aus eurer Erfahrung heraus sagen, dass diese erwähnten Blöcke (die es ja auch in unterschiedlichsten Ausführungen gibt) qualitativ genauso hinkommen und praktischer sind?
    Oder ist der Aufwand gar nicht so groß wies mir scheint?
    Grüße,
    colordew
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Hallo,
    nachdem ich mich heute schon outen musste, dass ich nicht wußte, was Torchon ist - ich hab mit Aquarellfarben bisher nur auf diese käuflichen Aquarellblöcke gemalt, bei denen die einzelnen Blätter am Rand alle zusammengeklebt sind, so dass das Blatt sich während des Malens nicht verzieht.
    Aber man kann auch selbst Papier (oder Torchon...?) kaufen und dann, irgendwie feucht machen und spannen und abkleben...?
    Mir ist das suspekt, wenn ich mir vorstelle, mit Klebeband einen geraden Rand abzukleben...
    Ganz abgesehen davon, dass man da ja auch entsprechendendes Zubehör über das Klebeband hinaus braucht.
    Lohnt sich denn der ganz Aufwand? Hätte ich so mehr Möglichkeiten oder hinterher ein besseres/haltbareres Bild?
    Oder könnt ihr aus eurer Erfahrung heraus sagen, dass diese erwähnten Blöcke (die es ja auch in unterschiedlichsten Ausführungen gibt) qualitativ genauso hinkommen und praktischer sind?
    Oder ist der Aufwand gar nicht so groß wies mir scheint?
    Grüße,
    colordew

    Hallo colordew,

    ist doch kein Problem! Also mit dem abgeklebten Papier auf einer festen Unterlage (z.B. Holz) kann man variabler arbeiten, als wenn man mit einem Block auf dem Tisch hantiert und dabei ggfs. das/die Blätter darunter versehentlich "mit bearbeitet" *grins* und das kann bei teurem Papier sehr ärgerlich sein!!!
    Was das Papier selber anbelangt, würde ich mich in entsprechenden Katalogen, Geschäften umsehen was für Deine Technik am geeignetesten ist. Das muß nicht immer das Teuerste sein. Experimente (Torchon) würde ICH nur machen, wenn das Geld dafür vorhanden ist und/oder meine Technik so sicher, dass es sich lohnt und nicht in Ablage "P" wandert. Es gibt im Internet Firmen die diverse Papiersorten (mit Beschreibung) anbieten ( http://www.boesner.com oder 🔗 etc.). Zu einzelnen Marken kann ich Dir leider nichts sagen - sorry *zwinker*

    Lieben Gruß
    AnneMarie
    Signatur
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Hallo colordew,
    zuerst mal zu Deiner Beruhigung - die meisten der Blockpapiere sind auch als Einzelbögen erhältlich, und viele teure Papiere sind darunter. Die Blocks (Blöcke?) sind halt praktisch, aber man legt sich auf ein Maximalformat und eine Mindestanzahl der Blätter fest.
    Zum Aufspannen:
    Es gibt Papiere, die brauchst Du nicht aufzuspannen, weil sie so dick sind - die kosten aber auch locker mal so 30.-- € pro Bogen und kommen für einen normalen Aquarellisten überhaupt nicht in Frage!
    Normales Papier - also bis etwa 4oogr/m² - sollte aufgespannt werden. Und da scheiden sich die Geister!
    Entgegen aller Empfehlungen aus Fachbüchern mache ich es folgendermaßen:
    für eine halbwegs trockene Malweise klebe ich den Bogen (die üblicherweise 50 x 65 groß sind) oben und unten mit Malerkrepp auf eine Spanplatte. Er zieht sich nach dem Malen und Trocknen wieder glatt und kann dann abgelöst und auf Rahmen-taugliches Format von 50 x 60 cm geschnitten werden.
    Für eine nasse Malweise gehe ich etwas massiver zu Werke:
    Ich lege den Bogen für etwa 20 - 30 Minuten ins Wasser, in die Bade- oder Duschwanne. Dann hebe ich ihn hoch, lasse ihn etwas abtropfen und klatsche ihn dann auf die Span- oder Holzplatte. Er schmiegt sich richtig an die Oberfläche und wird dann mit stabilem Nassklebeband am Rand auf der Platte festgeklebt. Das Papier muss immer mal wieder mit der Hand angedrückt werden, und billiges, dünnes Klebeband wird diese Prozedur nicht überstehen: Es reißt beim Trocknen ein. Ich habe mir einmal für dicke Aquarellbögen faserverstärktes Nassklebeband aus einer Fabrik für Verpackungsmaterial besorgt - eine Rolle mit etwa 25 cm Durchmesser kostete rund 20 € als Freundschaftspreis. Die Trockenspannung war so hoch, dass der Bogen (etwa 54 x 76 cm oder so) die Spanplatte -12 mm stark- kissenförmig hochbog!
    Du kannst einen eingeweichten Bogen auch so auf die Platte klatschen und bemalen. Nach dem Trocknen wird er wellig sein. Dann feuchtest Du ihn GANZ LEICHT (GANZ GANZ LEICHT!!!) mit einem Schwamm auf der Rückseite an und legst ihn zum Trocknen zwischen zwei dicke Graupappen oder Trocknungspappen. darüber eine Holzplatte und darauf einen Sessel, eine Lage Bücher o.ä. zum Beschweren. Nach dem Trocknen (das dauert - eher Tage als Stunden, nicht immer wieder nachgucken, wie weit es denn ist!)ist der Bogen glatt wie eine Blechplatte.
    So, für´s Erste fürfte das glaube ich reichen.
    Beste Grüße und viel Spaß - Johnny
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  • colordew
    colordew
    Hallo,
    vielen Dank für die Tips!
    Das mit der gebogenen Spanplatte ist wirklich kaum zu glauben!
    Werd ich irgendwann alles mal ausprobieren.
    Viele Grüße,
    colordew
  • Seite 1 von 1 [ 4 Beiträge ]

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