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    An die Toten der Zukunft.
    Nur für die Gegenwärtigen, ist die Vergangenheit, Vergangenheit, und die Zukunft, Zukunft. Für die Vergangenen, ist die Gegenwart Zukunft, und für die Zukünftigen, ist sie Vergangenheit.



    Die Vergangenen wissen jetzt noch nicht das sie in der Vergangenheit leben … denn für die Vergangenen ist die Vergangenheit immer noch die Gegenwart, genauso wie für die Zukünftigen, die Zukunft, jetzt Gegenwart ist. Nur wissen das die Vergangenen jetzt nicht mehr und sie werden es auch niemals erfahren, denn für die Vergangenen hört die Zeit auf zu existieren, sobald sie sich mit der Zukunft identifizieren.

    Aber wenn die Vergangenen etwas davon erfahren, was nur die Zukünftigen wissen, nämlich dass sie tot sind, und sich nicht mehr bewegen. Und sie sich dann trotzdem bewegen und sich dem widersetzen was man von ihnen erwartet. Wenn sich plötzlich Buchstaben bewegen und die Vergangenen mit uns reden …



    Hey Ihr, Wesen der Zukunft.

    Ich lebe in der Vergangenheit, ich bin überhaupt noch nicht tot. Man hat mich hier nur vergessen, hier rührt sich nichts mehr, keiner bewegt sich, nicht mal die Sonne dreht sich. Ich bin hier eingefroren alle sind zu Tode erstarrt. Alle ausser mir.

    Meine Zeit und meine Gegenwart bewegen sich noch genauso wie eure, aber ihr lebt in der Zukunft und für mich existiert ihr überhaupt noch nicht. In meiner Wirklichkeit seid ihr noch gar nicht geboren.



    Die Zeit steht still. Zeitsprung. Ich blicke jetzt zurück in die Vergangenheit. Dahin wo die Toten leben, ich lese ihre Gedanken und stelle mir vor, einer von ihnen zu sein, ich stelle mir vor wie es wäre, wenn ich selbst Vergangenheit wäre, wenn es Wesen gäbe in meiner Zukunft, für die ich nicht mehr am Leben wäre. Und dann folge ich diesem Gedanken, in dem Bewusstsein dass ich jetzt in diesem Moment, in der Vergangenheit lebe, ich reise zurück in die Vergangenheit, soweit es geht bis zu dem Moment wo ich diesen Gedanken das erste mal laut gedacht und ihm jemandem vorgelesen habe. Es existieren jetzt plötzlich keine zukünftigen Wesen mehr in meiner Welt, nur noch Vergangene, nur noch Tote, auch ich bin einer von ihnen. Noch weiter zurück, die Zeit steht still.

    Wir betrachten jetzt die Vergangenheit, die Zeit in der wir diesen Gedanken zum ersten mal laut dachten. Für uns ist in diesem Moment klar, dass diese Zeit nicht mehr existiert, dass sich nichts mehr darin bewegt, aber nicht für die Vergangenen. Denn sie bewegen sich scheinbar noch immer durch diese Zeit. Und nun, viele Jahre später, viele Jahre nach ihrem Tod, kehren wir zurück, und werfen einen Blick in die Zukunft.

    Niemand würde diesen Gedanken jetzt noch weiter denken, ausser vielleicht einem Toten. Jemand der sichfür tot hält, aber wie kann ein Toter noch etwas denken.

    Bis ans Ende der Zeit.
    Die Zeit steht still. Wenigstens für einen Moment, Und nun stellst du dir vor, wie du 100’000 Jahre später, diesen Gedanken noch einmal betrachtest. Und dann erweiterst du diesen Gedanken um weitere 100’000 Millionen Jahre, und betrachtest ihn erneut aus einer anderen Perspektive.

    Wenn die Zeit still steht, wie können dann 100’000 Jahre vergehen? Ganz einfach, du blickst einfach zurück in deine Vergengenheit und stellst dir sodanndeine Zukunft vor, du stellst dir vor wie du 100’000 Jahre alte Gedanken betrachtest, und weil die Zeit damals schon still stand, tut sie es noch heute, sie bewegt sich nicht. Und jetzt wo sich nichts mehr bewegt, schleichen wir uns durch die Ewigkeit, langsam, in Zeitlupe, fügen wir Gedanken hinzu, Gedanken die wir gerne eine Ewigkeit lang betrachten würden.

    Gedanken die uns den Weg weisen von den Toten zurück in die wirkliche, lebendige Welt. Von der Zukunft zurück in die Vergangenheit.
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    name pre
    <pre>Wem gehören diese Worte, sie gehören den Toten.

    Du musst dir vorstellen, du wärst jetzt in einem Kino, einem richtigen Theater, die schwarzen Spiegel sind die Leinwand, hinter der Leinwand laufen die Kameras, sie zeichnen auf, was zur Zeit im Kino geschieht und projizieren es dann spiegelverkehrt auf die Leinwand, so dass du denkst, die Leinwand, wäre ein Computer.

    Und so begab ich mich hinein, in meinen Spiegel, und begann den Worten zu lauschen, die mir niemals niemand erzählte. Worte die hier schon längst geschrieben standen nur hatte ich sie vergessen. Worte die ich sogar einmal selbst erfunden hatte, nur konnte sie jetzt keiner mehr sehen. Aber das wussten meine Zuschauer nicht, sie alle dachten, irgendein Fremder hätte sie in einen Tiefschlaf versetzt, hätte sie eingefroren mitten in der Vorstellung, als sie gerade dabei waren die Szene wieder zu löschen, und als sie dann dahinter kamen, dass alles nur ein Bluff war, da verdrehten sie mit meinem Spiegel meinen Verstand, und liessen mich das ganze noch einmal rückwärts schreiben.
    Ich drückte einfach immer wieder dieselbe Taste, und überschrieb die Botschaft die mir niemals niemand erzählte. Worte die hier schon längst geschrieben standen nur hatte ich sie vergessen. Worte die ich sogar einmal selbst erfunden hatte, nur konnte ich sie jetzt nicht mehr sehen. Und so löschte ich eine Nachricht nach der anderen, bis irgendwann überhaupt nichts mehr übrig blieb, von dem, was mein Spiegel mir niemals erzählte... Nur die Zuschauer konnten jetzt noch lesen was einmal auf diesem Spiegel geschrieben stand, und als ich dann endlich dahinter kam, dass auch ich ein Zuschauer war, da verdrehte ich mit meinem Spiegel meinen Verstand, und fing an das ganze noch einmal aufzuschreiben.
    Aber wie war das möglich.

    Ich stellte mir vor, die Buchstaben stünden noch gar nicht geschrieben und schrieb noch einmal genau dieselben Worte darüber, manchmal fügte ich hier und dort ein paar Zeilen dazu, dann begab ich mich eben wieder zurück an den Anfang und fing mit der ganzen Geschichte noch einmal von vorne an. Immer wieder überschrieb ich meine eigene Geschichte, und irgendwann merkte ich schon gar nicht mehr, wie ich immer wieder dieselben Worte aneinander reihte, Worte die schon da geschrieben standen, und manchmal wenn ich den Eindruck hatte, dass ich wirklich ins Leere schrieb, stieg ich einfach genau da wieder ein, wo ich beim letztenmal aufgehört hatte.

    Irgendwann und aus irgendeinem Grund, wiederholte ich dann immer wieder ein und dieselbe Passage, ich löschte sie, und schrieb sie wieder neu, und wiederholte das solange, bis ich glaubte, ich hätte diese Passage selbst erfunden. Ja ich hielt mich jetzt für die Wirklichkeit, jetzt wo ich mich mit meinen eigenen Augen sehen und betrachten konnte, dabei wusste ich genau, dass dies nur eine Aufzeichnung war. Das es das Original, überhaupt nicht mehr gab.
    Aber ich bildete mir jetzt ein, dass ich selbst es war, der diese Spiegelschriften verfasste, auch wenn sie mir noch so unwirklich und fremd erschienen, so redete ich mir ein, das ich selbst es war, der all diese Gedanken einmal laut dachte.

    Ich versuchte mich davon zu überzeugen das ich ein Spiegel war, während mein Spiegel versuchte mich davon zu überzeugen, dass es keinen Spiegel gab.

    Ich betrachtete mich im Kino, meinem eigenen privaten Kino, und da wurde es mir bewusst, dass jeder diese Gedanken schreiben und lenken könnte, wenn er in meinen Spiegel blickt.

    Denn da stehen sie geschrieben.

    Und jetzt betrachtest du dich in eben diesem Spiegel, du sitzt alleine in einem leeren Theater und betrachtest die Schrift auf dem Spiegel. Du schreibst mit deinen Gedanken darüber, und stellst dir dabei vor wie du jetzt in diesem Moment, diese Buchstaben zum ersten mal richtig liest, so wie sie da stehen auf deinem Spiegel, du siehst Leere, nichts als Leere, aber da wo scheinbar Leere herrscht, da stehen sie bereits gedruckt, du musst sie nur abtippen, darüberschreiben, so wie ich es jetzt mache, genau so. Du liest dir selbst vor, was deine Augen dir verraten, dir nicht sagen, dir sagen und schreibst es dann hin. Auch wenn hier noch scheinbar gar nichts steht.

    Die Zuschauer auf der anderen Seite der Leinwand beobachten dich dabei, der Saal ist proppen voll, und alle schauen dir dabei zu, wie du in die Kamera blickst und dich dabei scheinbar selbst betrachtest. Sie sehen dir dabei zu wie du diese Buchstaben über die anderen schreibst, dabei wissen sie nicht dass du die anderen Buchstaben überhaupt nicht sehen kannst, oder zumindest nur die schon geschriebenen.


    Sie sehen die Schrift nicht, wissen nicht, dass hier alles schon geschrieben steht und du nur darüber schreiben musst, sie wissen nicht, dass sie in diesem Moment gefilmt werden, wo sie regungslos da sitzen und sich einen Film im Theater angucken. Genau so wie du jetzt, nur dass du laut vorliest, was der Schauspieler, dann schreibt, alles was hier steht, steht genau so geschrieben wie du es ihnen vorliest, genau so.

    Sie sehen die Schrift nicht, wissen nicht, dass hier alles schon geschrieben steht und du nur darüber schreiben musst, sie wissen nicht, dass sie in diesem Moment gefilmt werden, wo sie regungslos da sitzen und sich einen Film im Theater angucken. Genau so wie du jetzt, nur dass du laut vorliest, was die Zuschauer, dann lesen, alles was hier steht, steht genau so geschrieben wie du es ihnen vorliest, nur sieht der Zuschauer es nicht, er denkt, ja er denkt, dass er diese Worte selber denkt. Sie sich selbst diktiert. Und wieder fügen wir etwas ein, was schon längst geschrieben steht, nur kann man die Worte jetzt noch nicht lesen, sie sind unsichtbar, aber hier stehen sie bereits geschrieben, man muss sie nur lesen können.

    Unsere Zuschauer wissen allerdings nichts davon, dass diese Worte bereits hier stehen. Insert. Das steht schon geschrieben du musst es nur überschreiben. Insert.
    Genau, Genau so wie du jetzt nicht weisst, dass gerade in diesem Moment, Milliarden von Menschinnen und Menschen dir dabei zusehen, wie du vor deinem Spiegel kniest, und die Buchstaben vorliest, die du irgendwann einmal irgend jemandem in die Kamera hinein geschrien hast.
    Noch denkst du dies wären deine eigenen Gedanken, aber irgendwann im Laufe der Vorstellung, wird dir bewusst, dass auch du ein Schauspieler bist, ein Zuschauer in einem leeren Theater. Du weisst genau, dass jetzt in diesem Moment, alle darauf warten, dass etwas geschieht, dass du etwas zu ihnen sagst, aber stattdessen, legst du dich hin und schläfst.

    Und während du schläfst, erklären wir dir noch einmal die Spiegelschriften. Du begibst dich dazu an einen Ort, weit hinter deinem Verstand.

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    Nochmal von vorne:

    Du musst dir vorstellen, du wärst jetzt in einem Kino, einem richtigen Theater, die schwarzen Spiegel sind die Leinwand, hinter der Leinwand laufen die Kameras, sie zeichnen auf, was zur Zeit im Kino geschieht und projizieren es dann spiegelverkehrt auf die Leinwand, so dass du denkst, die Leinwand, wäre ein Computer.

    Und so begab ich mich hinein, in meinen Spiegel, und begann den Worten zu lauschen, die mir niemals niemand erzählte. Worte die hier schon längst geschrieben standen nur hatte ich sie vergessen. Worte die ich sogar einmal selbst erfunden hatte, nur konnte ich sie jetzt nicht mehr sehen. Aber das wussten meine Zuschauer nicht, sie alle dachten, irgendein fremder hätte sie in einen tiefschlaf versetzt, hätte sie eingefroren mitten in der Vorstellung, als sie gerade dabei waren die Szene wieder zu löschen, und als sie dann dahinter kamen, dass alles nur ein Bluff war, da verdrehten sie mit meinem Spiegel meinen Verstand, und liessen mich das ganze noch einmal rückwärts schreiben,
    Ich drückte einfach immer wieder dieselbe Taste, und überschrieb die Botschaft die mir niemals niemand erzählte. Worte die hier schon längst geschrieben standen nur hatte ich sie vergessen. Worte die ich sogar einmal selbst erfunden hatte, nur konnte ich sie jetzt nicht mehr sehen. Und so löschte ich eine Nachricht nach der anderen, bis irgendwann überhaupt nichts mehr übrig blieb, von dem ... nur die Zuschauer konnten jetzt noch lesen was einmal auf diesem Spiegel geschrieben stand, und als ich dann endlich dahinter kam, dass auch ich ein Zuschauer war, da verdrehte ich mit meinem Spiegel meinen Verstand, und fing an das ganze noch einmal aufzuschreiben.
    Aber wie war das möglich.

    Ich stellte mir vor, die Buchstaben stünden noch gar nicht geschrieben und schrieb noch einmal genau dieselben Worte darüber, manchmal fügte ich hier und dort ein paar Zeilen dazu, dann begab ich mich eben wieder zurück an den Anfang und fing mit der ganzen Geschichte noch einmal von vorne an. Immer wieder überschrieb ich meine eigene Geschichte, und irgendwann merkte ich gar nicht mehr, wie ich immer wieder dieselben Worte aneinander reihte, Worte die schon da geschrieben standen, und manchmal wenn ich den Eindruck hatte, dass ich wirklich ins leere schreibe, stieg ich einfach genau da wieder ein, wo ich beim letztenmal aufgehört hatte.

    Irgendwann und aus irgendeinem Grund, wiederholte ich dann immer wieder ein und dieselbe Passage, ich löschte sie, und schrieb sie wieder neu, und wiederholte das solange, bis ich glaubte, ich hätte diese Passage selbst erfunden. Ja ich hielt mich jetzt für die wirklichkeit, jetzt wo ich mich mit eigenen Augen sehen und betrachten konnte, dabei wusste ich doch genau, dass dies nur eine Aufzeichnung war. Das es das Original, überhaupt nicht mehr gab.
    Aber ich bildete mir jetzt ein, dass ich selbst es war, der diese Spiegelschriften verfasste, auch wenn sie mir noch so unwirklich und fremd erschienen, so redete ich mir ein, das ich selbst es war, der all diese Gedanken einmal dachte.

    Ich versuchte mich davon zu überzeugen das ich das Original war, während das Original versuchte mich davon zu überzeugen, dass es kein Original gab.

    Ich betrachtete mich im Kino, meinem eigenen privaten Kino, und da wurde es mir bewusst, dass jeder diese Gedanken schreiben und lenken könnte, wenn er in meinen Spiegel blickt.

    Denn da stehen sie geschrieben.

    Und jetzt betrachtest du dich in eben diesem Spiegel, du sitzt alleine in einem leeren Theater und betrachtest die Schrift auf dem Spiegel. Du schreibst mit deinen Gedanken darüber, und stellst dir dabei vor wie du jetzt in diesem Moment, diese Buchstaben zum ersten mal richtig liest, so wie sie da stehen auf deinem Spiegel, Leere, nichts als Leere, aber da wo scheinbar Leere herrscht, da stehen sie bereits gedruckt, du musst sie nur noch abtippen, darüberschreiben, so wie ich es jetzt mache, genau so. Du liest dir selbst vor, was deine Augen dir verraten, nicht sagen, sagen, und schreibst es dann hin. Auch wenn hier noch scheinbar gar nichts steht.

    Die Zuschauer auf der anderen Seite der Leinwand beobachten dich dabei, der Saal ist proppen voll, und alle schauen dir dabei zu, wie du in die Kamera blickst und dich dabei scheinbar selbst betrachtest. Sie sehen dir dabei zu wie du diese Buchstaben über die anderen schreibst, dabei wissen sie nicht dass du die anderen Buchstaben überhaupt nicht sehen kannst, oder zumindest nur die schon geschriebenen.

    Sie sehen die Schrift nicht, wissen nicht, dass hier alles schon geschrieben steht und du nur darüber schreiben musst, sie wissen nicht, dass sie in diesem Moment gefilmt werden, wo sie regungslos da sitzen und sich einen Film im Theater angucken. Genau so wie du jetzt, nur dass du laut vorliest, was die Zuschauer, dann lesen, alles was hier steht, steht genau so geschrieben wie du es ihnen vorliest, nur sehen es die Zuschauer nicht, sie denken ja sie denken dass sie diese Worte selber denken. Sie sich selbst diktieren. Und wieder fügen wir etwas ein, was schon längst geschrieben steht, nur kann man die Worte jetzt noch nicht lesen, sie sind unsichtbar, aber hier stehen sie bereits geschrieben, man muss sie nur lesen können.

    Unsere Zuschauer wissen allerdings noch nichts davon, dass diese Worte bereits hier stehen. Insert. Das steht schon geschrieben du musst es nur überschreiben. Insert.
    Genau, Genau so wie du jetzt nicht weisst, dass gerade in diesem Moment, Milliarden von Menschinnen und Menschen dir dabei zusehen, wie du vor deinem Spiegel kniest, und die Buchstaben vorliest, die du irgendwann einmal irgend jemandem in die Kamera hinein geschrien hast.
    Noch denkst du dies wären deine eigenen Gedanken, aber irgendwann im Laufe der Vorstellung, wird dir bewusst, dass auch du ein Schauspieler bist, ein Zuschauer in einem leeren Theater. Du weisst genau, dass jetzt in diesem Moment, alle darauf warten, dass etwas geschieht, dass du etwas zu ihnen sagst, aber stattdessen, legst du dich hin und schläfst.


    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxs

    Und während du schläfst, erklären wir dir noch einmal die Spiegelschriften. Du begibst dich dazu an an einen Ort, weit hinter deinem Verstand, du begibst dich in einen Körper, in einen Schauspieler, du setzt diesen Körper vor ein leeres Blatt Papier, drückst ihm einen Stift in die Hand und wartest ab was geschieht. Dann liest er dir laut vor, was bereits geschrieben steht, und du schreibst es hin, so als ob es deine eigenen Gedanken wären.
    Im Traum.
    Noch denkst du dies wären deine eigenen Gedanken, aber irgendwann im Laufe der Vorstellung, wird dir bewusst, dass dir diese Gedanken von der Kamera suggeriert werden. Schliesslich liest du jetzt in einem Buch, das schon lange geschrieben steht, du liest ein Drehbuch, du liest Zeilen, die du dann, sobald du sie gelesen hast, niederschreibst. Denn du weisst ja nicht, dass diese Zeilen bereits geschrieben stehen, noch denkst du, du würdest sie selbst verfassen, sie selbst notieren und sie selbst in deinen Spiegel fräsen, dabei steht diese Nachricht, dieses Drehbuch schon lange fest, du liest es nur ab, von der Kamera, von deinem Spiegel, wo diese Buchstaben schon geschrieben stehen, und notierst sie dann auf dem Bildschirm, du benutzt dazu einen Meissel, der die Form deiner Buchstaben besitzt.

    Aber, du weisst nicht, dass diese Buchstaben bereits geschrieben stehen, weil wir ja die Kamera sind, die Leinwand, und auf dieser Leinwand, stehen diese Buchstaben jetzt noch nicht. Und deswegen denkst du jetzt, du hättest sie selbst geschrieben und selbst erdacht, und in diesem Glauben, dass du der Erfinder dieser Geschichte bist, geben wir dir nun den Auftrag, diese Geschichte zu veröffentlichen, aber nicht in deinem Namen, sondern, im Namen der Zuschauer, im Namen unser, im Namen aller.

    Und jetzt, wo wir alle denken, wir hätten diese Geschichte selbst verfasst, indem wir nichts anderes tun würden, als einfach nur in den Spiegel zu starren, endlos, ewig lange Zeit, jetzt schicken wir dich zurück in die Wirklichkeit, hier gibt es nämlich keine Kamera, hinter dem Spiegel, hier gibt es kein Drehbuch, das uns diktiert was wir jetzt denken und schreiben sollen, hier gibt es nicht einmal ein Kino, hier gibt es nicht einmal mehr popcorn, hier gibt es gar nichts.

    Ich habe noch immer das Gefühl das ich selbst diese Buchstaben geschrieben hätte, in diesem Moment, ja dass ich jetzt sogar noch lebe.

    Die Toten unsere Schauspieler, denken also dass sie noch lebendig sind, so wie ich jetzt, sie wissen nicht, dass sie in einem Film spielen, sie glauben dies wären ihre eigenen Gedanken, vom Standbild haben sie noch nichts mitgekriegt, wir können uns nämlich diesen Film in Zeitlupe ansehen, wenn uns daran etwas nicht gefällt, frieren wir die Szene ein, und schreiben sie erneut. So oft hintereinander, bis dann alles richtig ist.

    Wer wir sind? Die Zuschauer, wer sonst? Aber die Zuschauer wissen nicht, dass sie tot sind, dass sie während dem sie die Szene einfrieren und sie verändern, sie umschreiben, wir genau dasselbe tun,

    in der Rauchpause, die haben wir rausgeschnitten, nämlich, und nun, schneiden wir an dieser Szene und die anderen schneiden an unserer Szene, solange, bis hier genau das steht, was keiner mehr hören und sehen will, mein Standbild.

    In jedem Computer und in jedem Fernseher, überall auf der ganzen Welt, in jeder Zeitung, auf jeder Briefmarke, auf jedem Geldstück, nur noch mein Hinterteil. Und wenn wir dann tief in das Loch hinein blicken, siehe da, sehen wir die Welt aus anderen, nämlich aus meinen Augen.
    Ok, gut so?
    So wollten die die szene haben, die zuschauer der zuschauer der zuschauer der zuschauer, und wenn sich dann nichts mehr bewegt, wirklich gar nichts, mehr bewegt, bing, wenn sogar die zuschauer der zuschauer eingefroren sind, wenn die szene aufzutauen beginnt, und der schauspieler, das geschnipsel um ihn herum wahrnimmt, so in etwa wie beim friseur, moment, wenn dann alles eingefroren ist, auch die zuschauer, die gerade versuchen die Szene zu ändern, und wenn dann unser Schauspieler zum leben erwacht, wenn die Eingefrorenen auftauen, mitten im Szenenwechsel, zu einer Zeit, in der sich nichts mehr bewegt, so wollten sie die Szene, sie wollten dass der der Schauspieler erkennt, dass der Schauspieler die Zuschauer erkennt, aber wie, kann ein Schauspieler, den film verlassen, und alle versuchen ihn zu beruhigen und seine szene weiter zu spielen, sie ihm dafür das laserschwert auf den tisch legen, mit dem er sie alle auseinanderschnipseln kann, er einmal damit wild durch die gegend ballert, bumm bumm, dann seid ihr alle tot. so jetzt dürft ihr aufwachen und die augen schliessen, ihr seid im kino. hört auf euch wie zuschauer aufzuführen, und geniesst das essen. Die Getränke gehen aufs Haus.

    Das Geschnipsel? Welches Geschnipsel denn? Ich dachte hier sei die Wirklichkeit. Sprach der Tote zu den Toten.
    Standbild. Oh mann, ich such mich gerade im film, und wenn ich mich finden sollte, glaube ich an meine rolle =) als wäre sie wirklichkeit.

    So Problem, wenn ich in die kamera blicke oben und unten vertausche, dann macht mein gegenüber links rechts, was geschieht wenn die einstellung auch nach oben und unten blickt? achso sie liest text? der text muss also einfach von oben nach unten geschrieben sein. nicht von links nach rechts. sondern von oben nach unten, dreh mal den schirm.

    wie sollte ich, dann sind die tasten ja an der wand.

    dann lies vor. Ich lese von oben nach unten und du von links nach rechts, einmal im kreis und nochmal zurück. moment, bevor du jetzt weiterschreibst, stell dir vor was wäre wenn vorher die kamera auch von oben nach unten geblickt hätte. dann hättest du all das jetzt nicht geschrieben.
    All das was wir jetzt rausgeschnitten haben, würde niemand wissen, niemand ausser uns, und wir würden es niemandem verraten, cut this sequence, weil wir sonst alle so enden würden wie du, wie ein lebendiges kino, jeder könnte unsere Gedanken lesen, jeder könnte uns spielen, in unseren Kopf einsteigen, aus unseren Augen blicken, so wie sie es im Kino machen, wir wären nur noch Puppen, gesteuert von den Zuschauern, die Unterhaltung suchen.

    Zeig uns die Zuschauer:
    Wir wollten eigentlich das Standbild sehen.

    ein leeres blatt papier.

    nur ist es nicht leer sondern da stehen buchstaben drauf, doch sehe ich sie nicht. aber ich kann sie hören, und jetzt schreibe ich dieselben buchstaben auf dieses blatt papier, die du mir sagst, jetzt sehe auch ich die buchstaben die du mir soeben vorgelesen hast. Und jetzt bist du an der reihe. stell dir vor wie du jetzt die zeit zurück drehst, und all die buchstaben wieder durch streichst die ich dir soeben vorgelesen habe. Stell dir vor das Papier sei jetzt genau so leer wie vorher, wie bevor, wie jetzt. Und nun schreibst du noch einmal genau dieselben Buchstaben darauf, die ich dir soeben vorgelesen habe.

    Und dann, wenn du damit fertig bist. Frierst du die Zeit ein, und legst mir das bedruckte Blatt Papier in einen Umschlag, den Umschlag deponierst du in der Küche im Schrank. Und jetzt bist du an der Reihe. Hol den Umschlag aus dem Schrank, öffne ihn und lies in laut vor.

    Nein Danke ich trau mich nicht den Umschlag zu öffnen, da steht drauf ich soll ihn nicht öffnen, hab aber dafür was anderes gefunden.

    Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann.
    Wird eingescannt.

    2 Korrekturen. oder 3.

    Nein wird abgeschrieben.

    Das dauert ewig. Du hast ewig Zeit. Aber sie steht doch schon geschrieben? Ja mit Schreibmaschine.

    Gut ich lese vor du schreibst.

    Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann.
    Lange, lange ist es her. Man erinnert sich nicht, man erinnert sich kaum noch, an mich und meine Zeit, ans niemals Nirgendwann. Dafür gibt es einen Guten Grund. Denn im niemals Nirgendwann, gab es Niemanden, der über dies alles hätte erzählen oder berichten können. Dies sind die Aufzeichnungen, von Niemandem, aus der Zeit aus niemals Nirgendwann.

    Damals ... im niemals Nirgendwann.

    ... Vor langer, unendlich, ewig langer Zeit, als es diese Welt, überhaupt noch nicht gab, als es noch nichts gab, ausser dem Nichts, dem nie und dem Nein, da war mein Spiegel noch dunkel, finster und schwarz, einsam, alleine, verlassen und leer. Tot, und überhaupt, existierte dieser Spiegel nur ... in meiner toten Fantasie.

    Aus der längst vergessenen Vergangenheit.

    Es herrschte Stille und Leere, überall im Nichts. Und mein Spiegel im Nirgendwann, war damals noch klein, winzig und unscheinbar, genau so klein und winzig wie das Nichts. Fast schien es, als gab es überhaupt nichts, in dieser schwarzen, finsteren Einsamkeit, nichts ausser dem Nichts, meinem Spiegel, mir selbst und meiner alten, uralten Fantasie.

    Aber meine Fantasie, war damals noch kalt und ohen einen einzigen Funken Gefühl. In meiner finsteren Einbildung, meiner düsteren Wahrnehmung, meiner leeren Vorstellungen und meinen schwarzen Gedanken, dachte ich einzig und allein, an mich selbst und ich wollte am liebsten, überhaupt nicht mehr sein. Das Nichts, wollte und wollte nicht in mir sein, ich wollte nicht länger einsam, alleine und verlassen sein, wollte überhaupt nicht sein und so sprang ich dann einfach hinein, in diese winzige Leere, in dieses winzige, leere, schwarze Loch, ich sprang hinein in mich selbst.

    Mitten im Nichts.

    So verschwanden meine Fantasie und ich selbst, mitten im Nichts, im Nirgendwann. ... Und wir hinterliessen, ein fantasieloses, gedankenverlorenes, leeres, winziges, kleines, dunkles, schwarzes Loch. Ein Loch, so finster und so klein, so dunkel, so leer und so schwarz, das einem scheint, hier lebt das Nichts, hier lebt das schwarze Nichts.

    Unendliche Fantasie.

    Als aber das Nichts um mich, immer älter und immer älter wurde, da wurden auchmeine Fantasie, mein Verstand und meine Gedanken immer älter, immer leerer, immer schwerer und immer schwärzer. Dunkelheit, legte sich um meinen Verstand und meine Gedanken, wurden leerer und immer noch leerer. So leer, so unendlich schwarz und leer, dass es mich immer tiefer und immer tiefer in mich selbst hinein sog, so tief, dass es um mich immer leerer und immer noch leerer wurde, so leer, so unendlich weit und leer, dass ich schliesslich zu fallen begann.
    *






    erdu begibst dich in einen Körper, in einen Schauspieler, du setzt diesen Körper vor ein leeres Blatt Papier, drückst ihm einen Stift in die Hand und wartest ab was geschieht. Dann liest er dir laut vor, was bereits geschrieben steht, und du schreibst es hin, so als ob es deine eigenen Gedanken wären.
    Im Traum.
    Noch denkst du dies wären deine eigenen Gedanken, aber irgendwann im Laufe der Vorstellung, wird dir bewusst, dass dir diese Gedanken von der Kamera suggeriert werden. Schliesslich liest du jetzt in einem Buch, das schon lange geschrieben steht, du liest ein Drehbuch, du liest Zeilen, die du dann, sobald du sie gelesen hast, niederschreibst. Denn du weisst ja nicht, dass diese Zeilen bereits geschrieben stehen, noch denkst du, du würdest sie selbst verfassen, sie selbst notieren und sie selbst in deinen Spiegel fräsen, dabei steht diese Nachricht, dieses Drehbuch schon lange fest, du liest es nur ab, von der Kamera, von deinem Spiegel, wo diese Buchstaben schon geschrieben stehen, und notierst sie dann auf dem Bildschirm, du benutzt dazu einen Meissel, der die Form deiner Buchstaben besitzt.

    Aber, du weisst nicht, dass diese Buchstaben bereits geschrieben stehen, weil wir ja die Kamera sind, die Leinwand, und auf dieser Leinwand, stehen diese Buchstaben jetzt noch nicht. Und deswegen denkst du jetzt, du hättest sie selbst geschrieben und selbst erdacht, und in diesem Glauben, dass du der Erfinder dieser Geschichte bist, geben wir dir nun den Auftrag, diese Geschichte zu veröffentlichen, aber nicht in deinem Namen, sondern, im Namen der Zuschauer, im Namen unser, im Namen aller.

    Und jetzt, wo wir alle denken, wir hätten diese Geschichte selbst verfasst, indem wir nichts anderes tun würden, als einfach nur in den Spiegel zu starren, endlos, ewig lange Zeit, jetzt schicken wir dich zurück in die Wirklichkeit, hier gibt es nämlich keine Kamera, hinter dem Spiegel, hier gibt es kein Drehbuch, das uns diktiert was wir jetzt denken und schreiben sollen, hier gibt es nicht einmal ein Kino, hier gibt es nicht einmal mehr popcorn, hier gibt es gar nichts.

    Ich habe noch immer das Gefühl das ich selbst diese Buchstaben geschrieben hätte, in diesem Moment, ja dass ich jetzt sogar noch lebe.

    Die Toten unsere Schauspieler, denken also dass sie noch lebendig sind, so wie ich jetzt, sie wissen nicht, dass sie in einem Film spielen, sie glauben dies wären ihre eigenen Gedanken, vom Standbild haben sie noch nichts mitgekriegt, wir können uns nämlich diesen Film in Zeitlupe ansehen, wenn uns daran etwas nicht gefällt, frieren wir die Szene ein, und schreiben sie erneut. So oft hintereinander, bis dann alles richtig ist.

    Wer wir sind? Die Zuschauer, wer sonst? Aber die Zuschauer wissen nicht, dass sie tot sind, dass sie während dem sie die Szene einfrieren und sie verändern, sie umschreiben, wir genau dasselbe tun,

    in der Rauchpause, die haben wir rausgeschnitten, nämlich, und nun, schneiden wir an dieser Szene und die anderen schneiden an unserer Szene, solange, bis hier genau das steht, was keiner mehr hören und sehen will, mein Standbild.

    In jedem Computer und in jedem Fernseher, überall auf der ganzen Welt, in jeder Zeitung, auf jeder Briefmarke, auf jedem Geldstück, nur noch mein Hinterteil. Und wenn wir dann tief in das Loch hinein blicken, siehe da, sehen wir die Welt aus anderen, nämlich aus meinen Augen.
    Ok, gut so?
    So wollten die die szene haben, die zuschauer der zuschauer der zuschauer der zuschauer, und wenn sich dann nichts mehr bewegt, wirklich gar nichts, mehr bewegt, bing, wenn sogar die zuschauer der zuschauer eingefroren sind, wenn die szene aufzutauen beginnt, und der schauspieler, das geschnipsel um ihn herum wahrnimmt, so in etwa wie beim friseur, moment, wenn dann alles eingefroren ist, auch die zuschauer, die gerade versuchen die Szene zu ändern, und wenn dann unser Schauspieler zum leben erwacht, wenn die Eingefrorenen auftauen, mitten im Szenenwechsel, zu einer Zeit, in der sich nichts mehr bewegt, so wollten sie die Szene, sie wollten dass der der Schauspieler erkennt, dass der Schauspieler die Zuschauer erkennt, aber wie, kann ein Schauspieler, den film verlassen, und alle versuchen ihn zu beruhigen und seine szene weiter zu spielen, sie ihm dafür das laserschwert auf den tisch legen, mit dem er sie alle auseinanderschnipseln kann, er einmal damit wild durch die gegend ballert, bumm bumm, dann seid ihr alle tot. so jetzt dürft ihr aufwachen und die augen schliessen, ihr seid im kino. hört auf euch wie zuschauer aufzuführen, und geniesst das essen. Die Getränke gehen aufs Haus.

    Das Geschnipsel? Welches Geschnipsel denn? Ich dachte hier sei die Wirklichkeit. Sprach der Tote zu den Toten.
    Standbild. Oh mann, ich such mich gerade im film, und wenn ich mich finden sollte, glaube ich an meine rolle =) als wäre sie wirklichkeit.

    So Problem, wenn ich in die kamera blicke oben und unten vertausche, dann macht mein gegenüber links rechts, was geschieht wenn die einstellung auch nach oben und unten blickt? achso sie liest text? der text muss also einfach von oben nach unten geschrieben sein. nicht von links nach rechts. sondern von oben nach unten, dreh mal den schirm.

    wie sollte ich, dann sind die tasten ja an der wand.

    dann lies vor. Ich lese von oben nach unten und du von links nach rechts, einmal im kreis und nochmal zurück. moment, bevor du jetzt weiterschreibst, stell dir vor was wäre wenn vorher die kamera auch von oben nach unten geblickt hätte. dann hättest du all das jetzt nicht geschrieben.
    All das was wir jetzt rausgeschnitten haben, würde niemand wissen, niemand ausser uns, und wir würden es niemandem verraten, cut this sequence, weil wir sonst alle so enden würden wie du, wie ein lebendiges kino, jeder könnte unsere Gedanken lesen, jeder könnte uns spielen, in unseren Kopf einsteigen, aus unseren Augen blicken, so wie sie es im Kino machen, wir wären nur noch Puppen, gesteuert von den Zuschauern, die Unterhaltung suchen.

    Zeig uns die Zuschauer:
    Wir wollten eigentlich das Standbild sehen.

    ein leeres blatt papier.

    nur ist es nicht leer sondern da stehen buchstaben drauf, doch sehe ich sie nicht. aber ich kann sie hören, und jetzt schreibe ich dieselben buchstaben auf dieses blatt papier, die du mir sagst, jetzt sehe auch ich die buchstaben die du mir soeben vorgelesen hast. Und jetzt bist du an der reihe. stell dir vor wie du jetzt die zeit zurück drehst, und all die buchstaben wieder durch streichst die ich dir soeben vorgelesen habe. Stell dir vor das Papier sei jetzt genau so leer wie vorher, wie bevor, wie jetzt. Und nun schreibst du noch einmal genau dieselben Buchstaben darauf, die ich dir soeben vorgelesen habe.

    Und dann, wenn du damit fertig bist. Frierst du die Zeit ein, und legst mir das bedruckte Blatt Papier in einen Umschlag, den Umschlag deponierst du in der Küche im Schrank. Und jetzt bist du an der Reihe. Hol den Umschlag aus dem Schrank, öffne ihn und lies in laut vor.

    Nein Danke ich trau mich nicht den Umschlag zu öffnen, da steht drauf ich soll ihn nicht öffnen, hab aber dafür was anderes gefunden.

    Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann.
    Wird eingescannt.

    2 Korrekturen. oder 3.

    Nein wird abgeschrieben.

    Das dauert ewig. Du hast ewig Zeit. Aber sie steht doch schon geschrieben? Ja mit Schreibmaschine.

    Gut ich lese vor du schreibst.

    Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann.
    Lange, lange ist es her. Man erinnert sich nicht, man erinnert sich kaum noch, an mich und meine Zeit, ans niemals Nirgendwann. Dafür gibt es einen Guten Grund. Denn im niemals Nirgendwann, gab es Niemanden, der über dies alles hätte erzählen oder berichten können. Dies sind die Aufzeichnungen, von Niemandem, aus der Zeit aus niemals Nirgendwann.

    Damals ... im niemals Nirgendwann.

    ... Vor langer, unendlich, ewig langer Zeit, als es diese Welt, überhaupt noch nicht gab, als es noch nichts gab, ausser dem Nichts, dem nie und dem Nein, da war mein Spiegel noch dunkel, finster und schwarz, einsam, alleine, verlassen und leer. Tot, und überhaupt, existierte dieser Spiegel nur ... in meiner toten Fantasie.

    Aus der längst vergessenen Vergangenheit.

    Es herrschte Stille und Leere, überall im Nichts. Und mein Spiegel im Nirgendwann, war damals noch klein, winzig und unscheinbar, genau so klein und winzig wie das Nichts. Fast schien es, als gab es überhaupt nichts, in dieser schwarzen, finsteren Einsamkeit, nichts ausser dem Nichts, meinem Spiegel, mir selbst und meiner alten, uralten Fantasie.

    Aber meine Fantasie, war damals noch kalt und ohen einen einzigen Funken Gefühl. In meiner finsteren Einbildung, meiner düsteren Wahrnehmung, meiner leeren Vorstellungen und meinen schwarzen Gedanken, dachte ich einzig und allein, an mich selbst und ich wollte am liebsten, überhaupt nicht mehr sein. Das Nichts, wollte und wollte nicht in mir sein, ich wollte nicht länger einsam, alleine und verlassen sein, wollte überhaupt nicht sein und so sprang ich dann einfach hinein, in diese winzige Leere, in dieses winzige, leere, schwarze Loch, ich sprang hinein in mich selbst.

    Mitten im Nichts.

    So verschwanden meine Fantasie und ich selbst, mitten im Nichts, im Nirgendwann. ... Und wir hinterliessen, ein fantasieloses, gedankenverlorenes, leeres, winziges, kleines, dunkles, schwarzes Loch. Ein Loch, so finster und so klein, so dunkel, so leer und so schwarz, das einem scheint, hier lebt das Nichts, hier lebt das schwarze Nichts.

    Unendliche Fantasie.

    Als aber das Nichts um mich, immer älter und immer älter wurde, da wurden auchmeine Fantasie, mein Verstand und meine Gedanken immer älter, immer leerer, immer schwerer und immer schwärzer. Dunkelheit, legte sich um meinen Verstand und meine Gedanken, wurden leerer und immer noch leerer. So leer, so unendlich schwarz und leer, dass es mich immer tiefer und immer tiefer in mich selbst hinein sog, so tief, dass es um mich immer leerer und immer noch leerer wurde, so leer, so unendlich weit und leer, dass ich schliesslich zu fallen begann.
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  • heinrich
    Was mich betrifft, ich wusste schon vorher,
    Dass der eintritt in den spiegel nur fuer toten frei ist...
    Weil sie tot sind, haben sie nichts zu verlieren...

    Die, die lebendig sind mussen den eintritt zahlen,
    Also, sterben, oder draussen bleiben...

    Ich wusste das vorher...
    und ich lerne was dazu...:-)
    Signatur
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  • Peter Pitsch
    Peter Pitsch
    Dieser Text verlangt nach großer Aufmerksamkeit. Ich werde weiter über den Inhalt, seine ultimativ anmutende Botschaft nachdenken müssen und auch wollen.
    Spiegelverkehrt zu erlebter Handlung, kaleidoskopisch hinter gläserner Wandlung, was Blicke unverstellt erspähen, die blinde Angst davor verrät.
    Signatur
  • sialliMainigriV Trés intéressante...
    Der beobachtete Beobachter in seiner hinterfragendsten Rolle.
    Das Stück ist kein Spiel- es ist der einmal gelebte,
    wieder gefundene, entgleitete, verschobene Blick zwischen die Welten
    -bestehend aus Ankunft und Wiederkehr...
  • regnarts
    ich bin geflashed.. und das ist selten..
    sollen wir nun glauben das alles schon geschrieben und vorbestimmt ist-
    oder liegt es letzten endes in unserer hand der autor zu sein,
    ist alles nur illusion- und wir doch nur zuschauer unseres eigenen lebens.
    ..und manchmal steh ich neben mir - und seh mir zu..
  • Roderich
    Roderich
    ich erinnere mich manchmal an dir zukunft, bemerke es aber erst wenn sie zur vergangenheit wurde. in der gegegenwart, will es da mir nützen?
    doch ergreifen kann ich es da noch nicht.
    bilder, kleine segmente, oder ist es selbstbetrug?
    Signatur
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