KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Kunstaktion für Ai Weiwei

  • Michael Werner
    Michael Werner Kunstaktion für Ai Weiwei
    Machen Sie mit bei einer Kunstaktion für Ai Weiwei: Fotografieren sie sich mit einer Ai Weiwei-Maske und lassen Sie so den chinesischen Künstler symbolisch weltweit auftreten.

    Informationen und die Masken gibt es kostenlos im Internet unter http://www.freeweiwei.de

    Alle Teilnehmer protestieren gegen die Schikanen des chinesischen Künstlers. Senden wir ein Zeichen der Solidarität an Ai Weiwei.

    Kunstaktion für Ai Weiwei
  • aivalF

    Machen Sie mit bei einer Kunstaktion für Ai Weiwei: Fotografieren sie sich mit einer Ai Weiwei-Maske und lassen Sie so den chinesischen Künstler symbolisch weltweit auftreten.

    Informationen und die Masken gibt es kostenlos im Internet unter http://www.freeweiwei.de

    Alle Teilnehmer protestieren gegen die Schikanen des chinesischen Künstlers. Senden wir ein Zeichen der Solidarität an Ai Weiwei.

    Kunstaktion für Ai Weiwei


    Wen hat er schikaniert ?
  • daednU
    wortklauberin....
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • aivalF
    Ich wollt' auch mal ^.^
  • Kris
    Kris
    habe einige chinesische Kuenstler nach ihrer Meinung um Ai Wei Wei gefragt. Ich bin entaeuscht. Die sind gelangweilt nachdem sie seinen Blog eine Weile lang ueber Proxy server verfolgt haben. Er erreicht nicht die jungen Kuenstler. Diejenigen, die alle englisch lernen, und sich fuer Dinge ausserhalb Chinas interessieren. Fuer Subkultur und Fun und Reisen und ein Leben in Sicherheit und Wohlstand.
    Viel internationales Aufsehen, doch national wird jegliche Information blockiert. Eine Veraenderung der Gesellschaft kann jedoch nur von innen kommen. Durch Leute, die anerkannt und respektiert werden. Leute, die "cool und Hip" sind. Nicht durch von der Regierung sogenannte "Kriminelle". Und es gibt viele Kuenstler (bildende und Musiker, Hip Hp usw) die auf soziale Misstaende aufmerksam machen. Und das ziemlich direkt.

    Druck von aussen und "Gesichtsverlust" durch Sympathie mit Regimekritikern wird meiner Meinung nach nicht zur Oeffnung zu heiklen Themen sondern zu Verschaerfung fuehren. ZB erlaubt China ein Bjoerk=Konzert, und die Dame hat nichts besseres zu tun, als "free tibet" zu rufen. Wird das die chinesische Regierung dazu veranlassen Tibet mehr Autonomie zu verleihen? Nein. Im Gegenteil. Kein Bjoerk KOnzert mehr. Konzerte und Kuenstler werden schaerfer kontrolliert.
    Es ist sicher ehrenwert sich fuer Menschenrechte einzusetzen,und ich unterstuetze jede Verbesserung dieser, aber ich persoenlich denke im Falle Chinas (und ich lebe erst seit 2 Jahren hier) ist Provokation nicht der effektivste Weg. Es widerspricht der chinesischen Kultur. Es ist ein langsamer Prozess. Den die chinesiche Gesellschaft selbst und von innen heraus durchlaufen muss und auf ihre Weise tun wird. Es gibt viele kleine Revolten in den Provinzen, die gegen lokale Misstaende kaempfen. Ob dabei eine Demokratie im westlichen Sinne herauskommt bezweifle ich.
    Eine Buchempfehlung, fuer die die sich interessieren, ist "the wild swans". Leider weiss ich den deutschen Titel nicht. Sorry. Man kann jedoch sehr gut verstehen in welchem Generationskonflikt und Status sich die Gesellschaft befindet. Ich bin kein Historiker, aber wenn man sich ueberlegt, dass die Kulturrevolution erst ca 50 Jahre her ist, und es viele Leute gibt, die die Brutalitaet und Willkuer der Revolution erlebt haben, die heute die Omas und Opas sind, die weder Bildung (wurden zur Landarbeit gezwungen) noch Moeglichkeit zur Meinungsaeusserung oder Meinungsbildung hatten und oft traumatisiert sind, dann kann man vielleicht verstehen, dass so ein Maskenauftritt doch recht albern wirkt. Selbst sehr gebildete Leute, die alles ueber Tian an men wissen, und im Ausland studiert haben, wundern sich, wenn der Westen nem "Kriminellen" im Gefaengnis den Nobelpreis gibt. Die meisten Leute haben hier andere Probleme als sich um nen "Aussenseiter" wie Ai Wei Wei zu scheren. Morgens zB sieht man viele Leute, wie sie sich in der Strasse die Zaehne putzen oder ihr "Geschaeft" machen. Mit nem 500Euro I-Phone in der Hand. Bei nem 150 Euro Einkommen. 5 Leute in ner Wohnung so gross wie ne Garage, aber nen fetten PC oder TV drin stehen haben.
    Die Prioritaeten liegen im Moment auf das Erreichen von Status. Verstaendlich, wenn man bedenkt, dass Familien waehrend der Revolution alles weggenommen wurde, und sie jetzt die Moeglichkeit haben wieder was zu erreichen, bzw materiellen Wohlstand.
    Allerdings bin ich auch sehr weit weg von Beijing, und dort mag die Lage etwas anders sein.

    Meiner Meinung nach ist es am wirkungsvollsten, wenn ich zB meinen chinesischen Freunden, persoenlich, Werte von Toleranz und Respekt und Recht und Unrecht vermittle, was hier schon nicht immer einfach ist. Mit Arroganz und Provokation wird man jedoch aus meiner Erfahrung heraus nur auf Unverstaendnis und Ablehnung treffen.
    Sorry fuer den langen Text, aber diese China Feind-und-Boese-und Schlecht-Schublade geht mir ehrlich auf den Keks. Es ist ein Land groesser als gesamt Europa mit vielen verschiedenen farbenfrohen Kulturen und grossartigen Menschen. Ai Wei Wei weiss das alles sehr wohl und geht eben seinen Weg. Das ist mutig, aber er ist auch so prominent, dass die chinesische Regierung sensibel damit umgehen wird.
    Dieses WE ist Ching Ming Festival, grosse Sache, es werden die toten Vorfahren geehrt, Graeber geputzt und geschmueckt, Zeit mit der Familie verbracht, 4 Tage lang, und ob dann Interesse fuer so politisch korrekte und China-feindliche (so wird das hier verstanden) Westler besteht, die sich mit Ai Wei Wei Masken schmuecken, werden wir sehen.
    Viel Spass und Erfolg jedenfalls dabei.
    k
  • Doktor Unbequem
    seit ich las, dass Au Wei Weh sich äusserst negativ über andere Künstler ausliess,
    selber aber nix Besseres bringt, ist er mir suspekt und keiner grossen weiteren Betrachtung wert.

    (somit findet Flavia´s "Frage" doch eine unerwartete Antwort)
    Signatur
  • Michael Bäcker
    Michael Bäcker
    @776: finde sehr interessant was du schreibst :-)..Bist du eigentlich Deutsche oder Chinesin?
  • hatsa
    @776: Vielen dank für deinen sehr interessanten Blick auf China "von innen".
    Ich glaube auch, dass manches dummbatzige "Engagement" von Westlern genau das Gegenteil erreicht. Zumal auch die Chinesen wissen, dass z.B. die USA selbst die Menschenrechte oft mit Füßen treten.
    Liebe Grüße
  • omrelap
    Druck von aussen und "Gesichtsverlust" durch Sympathie mit Regimekritikern wird meiner Meinung nach nicht zur Oeffnung zu heiklen Themen sondern zu Verschaerfung fuehren. ZB erlaubt China ein Bjoerk=Konzert, und die Dame hat nichts besseres zu tun, als "free tibet" zu rufen. Wird das die chinesische Regierung dazu veranlassen Tibet mehr Autonomie zu verleihen? Nein. Im Gegenteil. Kein Bjoerk KOnzert mehr. Konzerte und Kuenstler werden schaerfer kontrolliert.
    Es ist sicher ehrenwert sich fuer Menschenrechte einzusetzen,und ich unterstuetze jede Verbesserung dieser, aber ich persoenlich denke im Falle Chinas (und ich lebe erst seit 2 Jahren hier) ist Provokation nicht der effektivste Weg. Es widerspricht der chinesischen Kultur. Es ist ein langsamer Prozess. Den die chinesiche Gesellschaft selbst und von innen heraus durchlaufen muss und auf ihre Weise tun wird. Es gibt viele kleine Revolten in den Provinzen, die gegen lokale Misstaende kaempfen. Ob dabei eine Demokratie im westlichen Sinne herauskommt bezweifle ich.


    Hallo 776,
    es ist sicherlich schwierig über Maßnahmen von außen nachzudenken, die geeignet sind positive Änderungen in einem totalitär geführten Staat zu bewirken. Ich fürchte, was immer man macht, kann sich im Nachhinein als falsch herausstellen.

    Die Montagsdemonstrationen in Ostdeutschland hätten auch ein Blutbad zur Folge haben können, wenn der Schießbefehl gekommen wäre, den einige Machthaber angestrebt haben. Man wusste einfach nicht, was passieren wird. Wenn die Unterdrückten immer schon die Gewalt der Agressoren antizipierend berücksichtigen, verwässert jeder Widerstand.

    Stauffenbergs Bombe hätte erfolgreich sein können!

    Dass du Björks Ausruf "free Tibet" mit dem Hinweis auf behördliche Odnungsverschärfungen verurteilst, finde ich zu kurz gedacht und falsch.
    Diese Frau hat ihren Ruf in die Waagschale geworfen und sich nicht konform verhalten. Der Ausruf war ihr ganzes Widerstandspotential, "ihre Bombe".
    Das Problem ist: Wie soll sich ein wehrloser Unterdrückter gegenüber der Diktatur verhalten? Devot sein, um keinen Unwillen zu erregen? Komplizierte Berechnungen anstellen, wo die Diktatur in welcher Weise zuschlägt, wenn sie sich wodurch auch immer provoziert sieht? Solche Berechnungen auf Jahrzehnte anstellen? Gerade das könnte verhehrend sein, weil der Unrechtszustand dann als von allen akzeptiert hingenommen erscheint und sich bis in alle Ewigkeit perpetuiert.
    Ich bin ein Anhänger Stauffenbergs.
  • omrelap
    Sorry, doppelt.
  • R. Brunner
    R. Brunner
    Ich kann die Aussagen von 776 nur unterstützen. Habe selbst Jahre in Asien gelebt (nicht China) und kenne die Kultureigenschaften etwas. Westler haben das Flair nur die eigene Kultur zu kennen / respektieren was auf kein Verständnis stösst in Asien. Zurückhaltung ist in diesem Falle sicher angebracht, zumal Ai Weiwei als Person in und ausserhalb Chinas doch sehr umstritten.
  • omrelap
    . Habe selbst Jahre in Asien gelebt (nicht China) und kenne die Kultureigenschaften etwas.


    Tja, ich gehe auch seit Jahren chinesisch essen. "Unser" Chinese will sich einfach nicht unterdrücken lassen, besonders zurückhaltend ist er auch nicht. Liegt vielleicht an der Umgebung!


    @rbrunner. Du ziehst das Flair und die Kultureigenschaften von Unrechtsstaaten heran, um zu begründen, dass die in Einklang mit Ihrem Unrecht leben, bzw. dass die betreffenden Völker Anstrengungen hin zum Recht missbilligen. Dann leben also alle Gepeinigten im Flair des Einverständnisses mit ihren Peinigern, oder? Die wollen es ja nicht anders. Das ist zynisch!
    Was glaubst du wohl was wir hier 1933 für ein Flair hatten!

    Alle Menschen wollen frei und ohne Unterdrückung leben, das ist Naturrecht. Es gibt kaum ein Volk, dass sich vehementer in diesem Sinne verhalten hat, als das der Nordvietnamesen. Das sind Asiaten!
  • Kris
    Kris
    Nun gut, dann werd ich auch noch bissle was dazu schreiben...
    Um auf die Menschenrechtsituation einzugehen, stimme ich zu, alle Menschen wollen frei und ohne Unterdrueckung leben. Das weiss auch die chinesische Regierung, und deswegen ist wahrscheinlich auch die persoenliche Freiheit in China wesentlich groesser als im Westen. Das faengt im Strassenverkehr an, im Schwimmbad, wenn alle kreuz und quer schwimmen, diagonal, im Kreis am Rand entlang oder quer, lauter solche Dinge. Da schreibt einem keiner vor wie lange die Hundeleine zu sein hat, oder um wieviel Uhr man Rasen maehen darf. Und ein Chinese mit nem Ipad, der den ganzen Tag damit beschaeftigt ist auf Baidu oder Google HK Musik runterzuladen (legal, es gibt zu jedem Song den man googelt nen Downloadbutton) startet nunmal keine Revolution. Es gibt Sklavenarbeit, Obdachlose werden im Park von der Polizei fast totgeschlagen, und Rassismus von Seiten der Han-Chinesen ist auch taeglich praesent. Da bekomme ich z.B. eine email von meinem Boss,(der 20 Jahre in England gelebt hat) dass man in Restaurants einer bestimmten Minderheit vorsichtig sein soll, da diese Terroristen die Gaeste mit HIV verseuchtem Essen vergiften. So ein Quatsch! Und Kunming hat ein grosses Drogen und HIV Problem, liegt im goldenen Dreieck. Es gibt Leute die im fetten Porsche herumfahren, und Leute, die nicht wissen, wie man einen Aufzug benutzt. Es gibt Ideologie Unterricht, (Tibet und Taiwan sind hier uebrigens Teil Chinas) und mit der Ein-Kind Politik einen Riesen-Leistungsdruck auf die Einzelkinder, die, da die Eltern spaetestens mit 55 in Rente gehen, Eltern und Grosseltern versorgen muessen.
    Trotz aller Bemuehung des Westens auf politischer Ebene hat die Regierung vor ein paar Wochen ein Gesetz "gelockert", welches der Polizei nun erlaubt jemanden ohne Grund zu verhaften und bis zu 6 Monate an einem geheimen Ort festzuhalten und zu verhoeren, bis man dann Anspruch auf rechtlichen Beistand hat, der ja ohnehin fragwuerdig ist. Dazu gibts dann leider keine schicke Demo mit Masken und so.
    Es gibt beinahe woechentlich kleine Aufstaende in den Provinzen abseits von Peking und Shanghai,bei denen die Protestanten immer ihr Leben oder ihre Freiheit riskieren. Davon gibt es keine Fotos und nur selten zuverlaessige Nachrichten. Erst kuerzlich wurden 3 demonstrierende Tibeter mit Schildern in Sechuan erschossen, soviel zum Thema Montagsdemonstration. Nur weil diese Ereignisse nicht in den Nachrichten erwaehnt werden, heisst nicht dass es sie nicht gibt. Es gibt auch einige unabhaengige Hilfsorganisationen, die sich um HIV infizierte und Drogenabhaengige und Strassenkinder usw kuemmern. Am Weltaidstag gab es ne kleine Demo, mit verkleideten, die aber schnell wieder aufgeloest wurde. Das alles steckt noch in den Kinderschuhen.

    Um auf Bjoerks Verhalten zurueckzukommen, so sehr ich ihre Musik mag, in China ist sie unbekannt, und kann somit auch keinen Ruf verlieren, ausser dass es naiv und peinlich ist, und sie eben nicht mehr nach China kommen kann. Schade, wo sie doch mit ihrer Musik Leute haette bereichern und inspirieren koennen.

    Und um mit Deutschland 1933 als Argument anzukommen, finde ich auch unpassend. Dass sich alle gegenseitig niederbomben um den Wahnsinn zu beenden, ist hier bestimmt nicht die Loesung. Und btw, von alten Maennern, bekomme ich oefter mal "Komplimente", was fuer ein grossartiger und schlauer Mann Hitler doch war.

    Vom Westen haben die meisten ein ganz bizarres Bild, die meisten kennen das nur aus Filmen. So verdient man in Europa im Durchschnitt ca 10 000 Euro pro Monat, und in New York hat jeder ein schickes 200qm Apartment. Und die Hauptnahrung besteht aus Hamburgern.
    In Deutschland habe ich mit ner Shangainesin zusammengewohnt, die mit mir studiert hat, und damals schon 8 Jahre in Deutschland gelebt hat. Zum Thema Tibet und Taiwan, gibts allerdings keinerlei Diskussion, beide gehoeren zu China. 15 Jahre Ideologie Unterricht werden nun mal nur selten hinterfragt.
    Manchmal sieht man Leute richtig austicken, auf der Strasse oder in den Bars. Wenn es dann zu ner Schlaegerei kommt, bin ich schockiert, wie brutal die dann vorher so unscheinbaren Typen dann ploetzlich sein koennen. Man sieht auch "Girlfights", wo dann mit Highheels auf die Rivalin eingetreten wird. Ziemlich bizarr. Da gehts doch wesentlich rauher zu als im Schwabenland.

    Zu Ai Wei Wei denken manche, dass er bloss Aufmerksamkeit will, da kann man sich im Westen noch so viele Masken aufsetzen, darueber wird es hier keine Informationen geben. Und die Regierung wird vielleicht einen Alibi Gefangenen begnadigen. Oder einfach vergessen. oder ihn ausweisen oder so.
    Ich kann die Dinge nur beobachten, aus nem sehr kleinen "Expat"-Guckloch meiner Prallelwelt, und China`s Gesellschaft entwickelt sich rasend. Zu was ist schwer abzusehen. Im Moment, so mein Eindruck, geht es nur um Profit und den persoenlichen, kurzfristigen Vorteil. Keine, oder wenig oder selten zu findende Loyalitaet unter Freunden. Die beschraenkt sich auf die Familie.

    Das aber sind alles sehr persoenliche Eindruecke. Und im Westen ist es nun mal schick, sich Love-Peace-Harmony maessig auf ner Menschenrechtsdemo zu zeigen, in Billig-China Klamotten, China Schuhen, Handtaeschchen.., und mit nem in China produzierten I-Phone in der Hand. Und dann stolz im zur Haelfte in China produzierten Auto nach Hause fahren, um mit nem China-Laptop ein dolles Foto auf Facebook zu posten. :) Wann findet die Aktion nochmal statt?
  • omrelap
    ...Das weiss auch die chinesische Regierung, und deswegen ist wahrscheinlich auch die persoenliche Freiheit in China wesentlich groesser als im Westen.


    Du willst uns wohl veräppeln!


    776,
    was möchtest du mit deinem Statement sagen? Es gibt überall in der Welt Misstände. Dass dir als Deutsche zu Hitler gratuliert wird, spricht nicht gegen die Idee der Freiheit, sondern besagt, dass es auch in China dumme alte Männer gibt. Ist denn die Tatsache, dass dir gratuliert wurde ein Grund nicht mehr gegen Nazis zu sein?

    In China gibt es das Problem eines totalitären Regimes, welches Menschenrechtler und Künstler grundlos wegsperrt und verunglimpft. Der Friedensnobelpreis konnte nicht vergeben werden, weil der Preisträger willkürlich festgehalten wurde.
    Ist das kein Missstand?

    Und um mit Deutschland 1933 als Argument anzukommen, finde ich auch unpassend. Dass sich alle gegenseitig niederbomben um den Wahnsinn zu beenden, ist hier bestimmt nicht die Loesung.


    Als ob ich diesen Vorschlag gemacht hätte!

    Wenn die große Mehrheit in China an Demokratie und Freiheit desinteressiert ist, was ich bezweifle, ist es trotzdem aus Sicht der wenigen Intellektuellen und Inhaftierten legitim für Freiheit und Demokratie einzutreten. Etwa nicht?
    Auch wenn 600 Millionen Chinesen zu Hitler gratulieren, ist das kein Grund dem zu folgen.
    Es geht hier thematisch darum, wie man die Idee der Menschenrechte möglichst effektiv in Diktaturen wie China vertreten kann.
  • omrelap
    Ich glaube auch, dass manches dummbatzige "Engagement" von Westlern genau das Gegenteil erreicht. Zumal auch die Chinesen wissen, dass z.B. die USA selbst die Menschenrechte oft mit Füßen treten.


    Stuss!
    Als ob Menschenrechte dadurch weniger erstrebenswert wären, weil Amerikaner sie mit Füßen treten!
    Wenn also andere Mächtigere sich schon nicht um Menschlichkeit kümmern ,besteht selbst erst recht kein Grund dazu, nicht wahr?
    Wer sich so äußert, bezeugt eigenen dumpfen Opportunismus.
  • hatsa
    Ich glaube auch, dass manches dummbatzige "Engagement" von Westlern genau das Gegenteil erreicht. Zumal auch die Chinesen wissen, dass z.B. die USA selbst die Menschenrechte oft mit Füßen treten.
    Stuss!
    Als ob Menschenrechte dadurch weniger erstrebenswert wären, weil Amerikaner sie mit Füßen treten!
    Wenn also andere Mächtigere sich schon nicht um Menschlichkeit kümmern ,besteht selbst erst recht kein Grund dazu, nicht wahr?
    Wer sich so äußert, bezeugt eigenen dumpfen Opportunismus.
    Besonders lächerlich finde ich deine Art grundsätzlich alles negativ auszulegen, was hier so geschrieben steht.
  • omrelap
    Dir auch einen schönen Abend und ein erbauliches, künftiges Osterfest!
  • Kris
    Kris
    Palermo,

    ich habe lediglich versucht ein Bild (mein Bild) der Lage zu beschreiben und nicht etwa Menschenrechtsverletzungen zu rechtfertigen.
    Die Annahme des Westens die von ihnen aktuell (und noch relativ junge) gefuehrte Form der Demokratie in Europa oder USA sei fuer alle Voelker die einzig lebbare und zu rechtfertigende Staatsform halte ich fuer selbstgerecht und arrogant und unrealistisch. Es gibt genuegend Beispiele, in denen der Westen versucht hat anderen die Demokratie aufzudruecken, die dann an Korruption usw scheiterte. Demokratie ist eine sehr instabile Staatsform, eine Entwicklung, die niemals endet und eben die Beteiligung der Gesellschaft erfordert. Aber wie gesagt, ich bin keine China-Historikern oder sowas und offen fuer Ueberraschungen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

    Seit der Oeffnung Chinas hat sich einiges getan, und ob du es glaubst oder nicht, die persoenliche alltaegliche Freiheit ist sehr viel groesser als im Westen. Die Menschen fuehren ganz normale Leben, arbeiten, verlieben sich, heiraten, kriegen Kinder, trennen sich, spielen Mahjong und Karten, gehen ins Kino und shoppen, aergern sich ueber die Krankenversicherung oder die Steuer oder teure Gemuesepreise, traeumen von Reichtum und Reisen usw. Nicht jeder Mensch ist ein Weltverbesserer auf politischer Ebene und manchmal faengt das eben, wie Ghandi sagte, einfach im Kleinen bei sich selbst, in der eigenen kleinen Welt an.
    und ich stimme astah zu, wie sollen die Bemuehungen der USA ernst genommen werden, oder die USA als Vorbild gesehen werden, wenn sie selbst immer wieder mit peinlichen Veroffentlichungen von Menschenrechtsverletzungen blamiert werden?
  • daednU
    ja der arabische frühling
    belegt wie stabil diktaturen sind
    - im gegesatz zu instabilen demokratien-
    und natürlich gibts in china + russland
    überhaupt keine korruption

    aber juhu diktaturen gibts evtl schon wirklich
    sehr lange, wenn das kein grund zum jubeln ist












    http://thelongwaydown.de
  • hatsa
    Was ich allerdings schlimm fand, war das peinliche Verhalten eines deutschen Außenministers, der die traditionelle Übernahme des weißen Schals ablehnte, welcher ihm von dem Dalai Lama anlässlich eines Staatsbesuchs überreicht werden sollte. Das war eindeutig ein Einknicken vor der Chinesischen Staatsmacht.
    Soweit darf es einfach nicht kommen. Dass wir es zulassen, dass andere Länder uns vorschreiben, wen wir bei uns begrüßen dürfen oder nicht.
  • Seite 1 von 2 [ 28 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen