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  • Künstlerförderung der HBK Braunschweig

  • siku

    Wenn ein Mensch in der Lage ist mit einfachen Mitteln feine Wirkungen zu erzielen, dann ist das gut gelerntes Handwerk! Kunst findet im Kopf statt.


    Kunst findet in der Umsetzung einer Idee statt. "Wenn ein Mensch in der lage ist mit einfachen Mittel feine Wirkung zu erzielen"

    dann hat er künstlerische Fähigkeiten. Ein (angeblich) nachgemalter Baum ist nicht abgemalt, sondern aus Forum und Farbe nach der Natur modelliert. Auch ein gegenständich anmutendes Bild besteht aus abstrahierten Farbflecken.
    Maurice Denise (1870-1943): "Sich erinnern, dass ein Bild bevor es ein Schlachtpferd, eine nackte Frau oder irgendeine Geschichte darstellt, grundsätzlich eine plane Fläche ist, die mit Farbe bedeckt ist, die in einer ganz spezifischen Weise angeordnet ist."






    Wir werden wohl auch nicht klären, was Kunst ist,. Da haben sich schon Generationen von kompetenten Leuten die Zähne ausgebissen.




    das stimmt so nicht: die Endlos-Diskussionen darüber, wer nun Künstler ist und wer nicht sind ein Merkmal des 20. Jhs., nachdem der bis dahin geltende Kunstkanon seine Gültigkeit verloren hat -

    und sie sind auch ein Merkmal dafür, dass das Volk so viel Freizeit hat wie nie zuvor, denn vielfach werden die Kunstdisskusionen von Freizeitkreativen angeheizt, die auch gern "Künstler" sein möchten bzw.die diese Bezeichnung dreist für sich in Anspruch nehmen, nach dem Prinzip: was schert mich was andere denken, wenn ich behaupte, ein Künstler zu sein, dann bin ich das auch.

    "Die Kompetenten" und die "Berufskünstler" gehen solchen Diskussionen aus dem Weg und damit heizen sie die Diskussion darüber, dass "Kunst" sich nicht definieren lasse zugunsten der Freizeitkreativen nur noch an.
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr


    "Die Kompetenten" und die "Berufskünstler" gehen solchen Diskussionen aus dem Weg und damit heizen sie die Diskussion darüber, dass "Kunst" sich nicht definieren lasse zugunsten der Freizeitkreativen nur noch an.


    Ich habe mich durch die Beteiligung an dieser Diskussion als Künstler disqualifiziert? :(
    Signatur
  • daednU
    ach die freuden des distinktionsgewinns
    eigentlich schreibt frau siku nichts anderes
    in einer endlosschleife
    scheint es sehr nötig zu haben
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  • siku
    ach die freuden des distinktionsgewinns
    eigentlich schreibt frau siku nichts anderes
    in einer endlosschleife
    scheint es sehr nötig zu haben


    wenn du meinst! Mit deiner Antwort hast du die "Endlosschleife" in der sich nach deiner Meinung "Frau siku" zu befinden scheint bestens bedient. Feststellungen wie die oben zitierte ernähren die Endloschleifen, ohne das da mal jemand auf Bewertungsmechanismen eingeht.
    Reiser solche gewichtigen Beiträge, wie der oben zitierte, werden dir hier Sympathien einbringen, da kannst du dann schön entspannt das Pfingstfest genießen.
    Gruß
    siku
  • siku

    Ich habe mich durch die Beteiligung an dieser Diskussion als Künstler disqualifiziert? :(


    schon geht es wieder los:
    die Frage danach, bin ich dabei oder nicht?
    Die Beantwortung dieser Frage scheint ja wichtig zu sein ;-).
  • daednU
    wie wärs anstatt sich den kopf zu zermartern
    was denn nun kunst sei + was nicht
    + wer sich nun künstler nennen darf + wer besser nicht..

    mal zu definieren was denn gute spannende + notwendige kunst
    ist für dich?
    also was am ende rauskommt :-)

    zugegeben putzig in einer community in der der sich user
    schon freuen wenn sie ein abgemaltes filmplakat wieder erkennen


    ich glaub rote + grüne punkte die seh ich immer noch nicht...
  • heinrich
    Das zitat von m.denise war sehr schon...

    :-)
    Signatur
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr

    Die Beantwortung dieser Frage scheint ja wichtig zu sein ;-).


    ja Siku, dass ist mir wirklich wichtig und ich beschäftige mich mit der Frage häufig. Ich möchte gerne ein respektierter Künstler sein. Mein Selbstvertrauen reicht wohl leider nicht, um ohne die Bestätigung durch andere auszukommen. Die Malerei ist meine Berufung. Aber will auch erfolgreich sein. Für ein Hobby beschäftige ich mich zuviel damit. Ich möchte von Kunst leben können. Irgendwann festzustellen, dass ich einer Illusion erlegen bin möchte ich nicht erleben und darum nehme ich die Frage sehr ernst. Kann ich hoffen, dass ich mit der Einstellung Erfolg haben werde?
    Signatur
  • Günter
    Günter
    Frau Siku, die Umsetzung einer Idee ist der handwerkliche Teil der Kunst,
    der ist zwar sehr wichtig aber eben nicht Kunst. Genau aus diesem Grund haben Konzeptkünstler in den 60ern und 70ern nur noch die Konzepte geliefert und die Ausführung, Umsetzung den Käufern oder Rezipienten überlassen.
    Kunst findet im Kopf statt, der Rest ist Illustration.Selbst beim automatischen Schreiben oder Malen ist es da Gehirn, das unsere Hand lenkt.
    Was wir mit einem Bild zeigen, ist nichts weiter als die mehr oder weniger gut gelungene Illustration dessen, was in unseren Köpfen passiert.
  • siku
    Frau Siku, die Umsetzung einer Idee ist der handwerkliche Teil der Kunst,
    der ist zwar sehr wichtig aber eben nicht Kunst. Genau aus diesem Grund haben Konzeptkünstler in den 60ern und 70ern nur noch die Konzepte geliefert und die Ausführung, Umsetzung den Käufern oder Rezipienten überlassen.
    Kunst findet im Kopf statt, der Rest ist Illustration.Selbst beim automatischen Schreiben oder Malen ist es da Gehirn, das unsere Hand lenkt.
    Was wir mit einem Bild zeigen, ist nichts weiter als die mehr oder weniger gut gelungene Illustration dessen, was in unseren Köpfen passiert.



    Herr Günter,
    es gibt weitgefächerte Ausdrucksweisen in der bildenden Kunst, aber Konzeptart als Kunst zu bezeichnen und z.B. Malerei als "bloßes" Handwerk abzuwerten ist zu kurz interpretiert - viel zu kurz.

    Die Anhänger der Konzeptart kommen eher aus den Reihen der Germanisten und Kunstwissenschaftler, ja manche haben dort ihre Wurzeln, vielleicht sind sie ja künstlerisch gar nicht so begabt ;-).

    Mal ein Beispiel für eine gelungene Kopfarbeit mit künstlerische Umsetzung: Nam June Paik, Musiker und Kunstwissenschaflter , dessen Arbeiten bestechen durch die gute Umsetzung seiner Ideen. Hermann Nitsch dagegen ist wohl weniger ein Intellektueller (bitte jetzt nicht aufschreien!), in seine schwarz eingestrichenen Leinwänden, auch wenn sie in einem Kirchenraum hängen, kann ich weder Religiöses noch Kontemplatives entdecken, da helfen auch die schönen "kopflastigen" Worte eines bekannten Kunstkritikers nicht weiter.

    Die automatischen Zeichnungen von André Breton sind bei genauem Hinsehen gar nicht so willkürlich - da erkennt man durchaus Kompositionsansätze (verdichtete Stellen), auch die intuitive Hand hat eine gelebte Vergangenheit.

    "Was wir mit einem Bild zeigen, ist nichts weiter als die mehr oder weniger gut gelungene Illustration dessen, was in unseren Köpfen passiert." Diese Aussage scheint mir sehr spezifisch von deiner Malerei bestimmt zu sein, ich kann dem so nicht zustimmen. Ein Maler hat ja nicht immer eine fertige Illustration im Kopf, wenn er eine Arbeit anfängt.

    @ Vincents-Ohr, auf deinen Beitrag antworte ich noch

    @ Reiser, ja vielleicht schreibe ich zu deiner Frage noch was, aber ich find's nicht so gut, wenn man sich über die "Endloskschleife" moniert -und diese dann aber selbst auf keinen Fall verlassen will.
    Du könntest darauf ...
    ja mal selbst anworten, und nicht unbedingt mir die "Arbeit" zuschieben.

    wie wärs anstatt sich den kopf zu zermartern
    was denn nun kunst sei + was nicht
    + wer sich nun künstler nennen darf + wer besser nicht..

    mal zu definieren was denn gute spannende + notwendige kunst
    ist für dich?
    also was am ende rauskommt :-)
  • heinrich
    Eindeutig 4D Kunst...

    :-)

    Ist was fur mich...
    Signatur
  • siku


    ja Siku, dass ist mir wirklich wichtig und ich beschäftige mich mit der Frage häufig. Ich möchte gerne ein respektierter Künstler sein. Mein Selbstvertrauen reicht wohl leider nicht, um ohne die Bestätigung durch andere auszukommen. Die Malerei ist meine Berufung. Aber will auch erfolgreich sein. Für ein Hobby beschäftige ich mich zuviel damit. Ich möchte von Kunst leben können. Irgendwann festzustellen, dass ich einer Illusion erlegen bin möchte ich nicht erleben und darum nehme ich die Frage sehr ernst. Kann ich hoffen, dass ich mit der Einstellung Erfolg haben werde?
    Hallo Vincents_Ohr ;-),
    um von Kunst leben zu können braucht man nicht unbedingt ein respektierter Künstler zu sein. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Auch auf dem Kunstmarkt herrscht nun mal das Gesetz des "Stärkeren".
    Wenn jemand "Kunst machen möchte", dann sollte er den Weg als Hobbymaler gar nicht erst einschlagen, da kommt man kaum wieder raus. Man geht doch auch ganz anders an eine Arbeit heran, wenn einem bewußt ist, dass andere dafür Geld zahlen. Wer diesen Leistungsdruck nicht aushält, hat dann wohl nicht den richtigen Lebensweg eingeschlagen. Das sagt sich so leicht dahin, aber um künstlerische Leistungen zu erbringen braucht es m.E. mehr als nur Spaß an kreativer Gestaltung, eine gewisse Dickfelligkeit (Vertretermentalität) gehört auch dazu, aber die ergibt sich dann wohl aus der richtigen Selbsteinschätzung.
    Wenn einer schon auf dem Weg ist sollte er auch nicht zu zaghaft sein und sich mit einem Fuß noch im Hobbybereich absichern. Es wird sich kaum ein Kunstinteressent die Mühe machen, in dem unüberschaubaren Hobbybereich nach künstlerischen Arbeiten zu suchen, der Kunstmarkt ist schon unübersichtlich genug. Auf dem Kunstmarkt ist es nicht anders als in anderen Berufsfeldern: es gibt viele Angebote und dafür zu wenig Abnehmer.
    Gruß siku
  • reniek
    da stimme ich siku voll und ganz zu - klasse auf den Punkt gebracht
  • heinrich
    Genau...das sage ich auch meinen kunden...
    (und ich habe ja welche...! :-))

    Gehen sie ins internet...
    Da steht alles drin...
    Versuchen sie es ohne mich...
    Selbststandig...

    Wenn das nicht klappt
    rufen sie mich an...

    Dann kommen die...

    :-)
  • Günter
    Günter
    Liebe Frau Siku, ich werte Handwerk ganz gewiss nicht ab aber ich trenne
    Kunst und Handwerk und sage es zum x-ten Mal, ohne gute handwerklichen Fähigkeiten entsteht sehr, sehr selten gute Kunst. Ja und dann wäre noch
    die Aussage, ein Maler hat nicht immer eine fertige Illustration im Kopf,
    wenn er eine Arbeit anfängt. Hab ich auch nicht behauptet aber auch wenn er sich so nach und nach an das Endergebnis heran tastet, geschieht das immer erst mal im Kopf. Wo denn sonst? Aber ich hör mal wieder auf, sonst artet das Ganze nur in Wortklauberei aus.
  • daednU
    Man geht doch auch ganz anders an eine Arbeit heran, wenn einem bewußt ist, dass andere dafür Geld zahlen.

    und sonst wurstelt 'man' so vor sich hin?
  • heinrich
    Sonst improvisiert man irgendwas zusammen...

    :-)
  • komplementaer
    Ich verstehe nicht
    wo der Schuh druckt...



    Der Schuh (von Komplementaer) drückt schon an der richtigen Stelle.
    Die "Hobbykünstler" werden im nachfolgenden Text mal nicht! bedacht, es geht um professionelle Künstler. Der folgende Text stammt aus einem Leserbrief in einer großen Tageszeitung:

    Der Verfasser besucht nach eigenen Angaben häufig Ausstellungen an verschiedenen Orten in Deutschland und kommt zu folgendem Ergebnis:
    "Wenig Phantasie, fehlende Innovation, geringes handwerkliches Können und Lieblosigkeit sind aus meiner Sicht charakteristische Merkmale aktueller Bildender Kunst in Deutschland und dies galt auch für die erste "Made in Germany"-Ausstellung vor fünf Jahren sowie die documenta desselben Jahres."

    Das ist treffend auf den Punkt gebracht.


    Jetzt sind wieder die "Hobbymaler" dran:
    Allerdings sehe ich die "Lieblosigkeit", dieses schnell Hingehauene genauso bei Hobbymalern, die sind nämlich auch von diesem Ruhm- und Geldvirus infiziert, verkleiden diese Ambitionen allergings mit zur Schau gestellten Idealismus eines Non-Kommerziellen, da wird aus der Not eine Tugend gemacht.


    Wie bitte? Hobbymaler verdienen nichts.
    Klar kann ich mir malen selbst beibringen, habe ich auch gemacht, hat auch geklappt, mit Disziplin und Fleiss und Ausdauer. Nur, was bringt das? Nichts.
    Weil die Schei***akademikerschnösel gefördert werden. Und sonst niemand.
  • komplementaer

    Polemisch: heutigen Künstlern fehhlt der Schneid eine eigenständige Position zu beziehen und es mangelt ihnen erheblich an einer selbstkritischen Einstellung. Da wird auf eine leise Kritik mit "wischi-waschi" geantwortet - und schon könnte man von der verbalen Schwäche der Künstler auf die Qualität ihrer bildnerischen Arbeiten schließen.


    danke
    ich hab ja gar keine leise kritik geäussert, sondern eine laute kritik! ich finde das zum kotzen, was in sachen kunstförderung abläuft!
    aber ich kanns nicht ändern!

    seltsamerweise finden das andere künstler oder solche, die es werden wollen, auch noch gut, wie es läuft! nämlich, dass sie eben KEINE förderung bekommen.

    ich versteh nicht, wie man das gut finden kann. jeder künstler braucht förderung, wie soll er sonst in ruhe arbeiten können? also ich meine mit kunst machen: arbeiten an der eigenen künstl. entwicklung, stilfindung, ausdruck. ich meine nicht: schöne bildchen pinseln a la mutti von nebenan. das kann jeder auch am sonntag zweimal im monat. - richtig kunst machen braucht zeit, viel zeit und viel arbeit! das geht nicht, wenn man nicht gefördert wird und arbeiten gehen muss.

    man kann nur eines, vollzeit arbeiten für den lebensunterhalt, oder vollzeit kunst machen! feierabend"künstler" lehne ich ab. wenn man aber vollzeit kunst machen will, braucht man zumindest die ersten paar jahre unterstützung, förderung. andere lehrlinge kriegen ja auch ihr gehalt, obwohl sie noch lernen.
  • komplementaer


    eine kritische Stimme zum Thema Internationalisierung deutscher Kunsthochschulen:

    "...diese Programme machen deutlich, dass die deutschen Kunsthochschulen nicht nur weit hinter den Entwicklungen an wissenschaftlichen Hochschulen zurückstehen. Die Kunsthochschulen haben vorallem ein strukturelles Problem: Solange nämlich die Lehre von Kunst als eine individuelle Angelegenheit zwischen Professor und Studenten betrachtet und jegliche Abstraktion im Sinne überindividueller Kunstparadigmen, von Mindestanforderungen an Wissen, handwerklichen Kompetenzen und Lernzielen als "unkünstlerisch" abgelehnt wird. [...] Die Kunsthochschulen müssen erkennen, dass es Strukturen und Entwicklungen auch in der Kunst gibt, die die Möglichkeiten und Interessen einzelner Lehrender übersteigt." (der Text ist ca. 5 Jahre alt, da wird sich aber nicht allzuviel geändert haben).

    Vielleicht sollten Künstler, ähnlich wie Geisteswisschaftler, überhaupt erstmal eine Basis für ihr Fach zu entwickeln.
    Die hier geschriebenen Beiträge von "zornigen Künstlern", zeigen dies nicht auf, eher einen Hang zum Fake und Proll, man geht halt den bequemsten Weg, ist ja auch allzu menschlich .-(.


    lol

    das sagt ja wohl alles. mit farbe rummatschen aber nix lernen wollen:

    "jegliche Abstraktion im Sinne von überindividueller Kunstparadigmen, von Mindestanforderungen an Wissen, handwerklichen Kompetenzen und Lernzielen wird als "unkünstlerisch" abgelehnt.

    au weia.

    hab ich letztens mit irgendwelchen rumklecksern auf facebook drüber "geredet". meinung einhellig, dieser "freizeithobbyfarbmatscher":

    "ich mache was, egal, was ich mache, auch wenn es mist ist, was ich mache, bin ich künstler"


    lustig finde ich dann immer, wenn diese farbmatscher beuys zitieren: jeder ist künstler, egal, wie groß der mist ist, den ich produziere.

    gute nacht kunst. es gab mal kunst. seit beuys gibt es keine kunst mehr, weil jeder volldepp meint, er sei künstler, und sei es auch nur, dass er einen scheisshaufen produziert und den "kunst" nennt.
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