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  • Der Mythos von den Regeln

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian Der Mythos von den Regeln
    Ohne Regeln, ohne Strukturierung würden wir nicht existieren, würde es das Gerät nicht geben, vor dem Du sitzt und diesen Text liest.
    Ein Gerät, welches ohne die in den Quantentheorien formulierten Erkenntnisse, bzw. die Naturgesetze die diese Theorien beschreiben, nicht hätte konstruiert werden können.

    Regeln.

    Ich muss atmen um zu leben.
    Ohne zu atmen sterbe ich.
    Mein Leben ist stark eingeschränkt dadurch.
    Wie gerne würde ich wie ein Fisch im Wasser leben.

    Ich muss gehen um mich von einem Ort zum anderen zu bewegen.
    Ohne den Einsatz meiner Beine oder Arme komme ich nicht vorwärts.
    Selbst dann nicht, wenn ich auf Hilfsmittel wie Autos, Flugzeuge, Bahn, Fahrrad, etc. zurückgreife.
    Wie gerne würde ich wie ein Vogel scheinbar schwerelos durch die Luft gleiten.

    Die Regeln meiner Existenz lassen dies nicht zu.

    Doch diese Regeln treffen alle Menschen, ausnahmslos.
    Prinzipiell schränken sie niemanden stärker ein, als den anderen, solange nicht andere Regeln hinzukommen.
    Andere Regeln, die Gruppen oder Einzelne benachteiligen oder bevorteilen.

    Das KN.
    Eine Regel, die ich mir spontan vorstellen könnte wäre:
    Es müssen in den Kommentaren mindesten drei Worte geschrieben werden.
    Drei Worte braucht es für einen vollständigen Satz, lege ich jetzt einmal so fest, der Einfachheit halber, für dieses Beispiel.
    Natürlich kann man auch drei sinnlose Worde aneinanderreihen.
    Aber auch dies ließe sich programmatisch regeln.

    Doch wäre es eine gute Regel?
    Nein.
    Warum?
    Weil sie viele benachteiligen würde.
    Jeder hat seine eigene Art und Weise sich auszudrücken, zu formulieren, sein Sprache, seine Sprachfähigkeit, seine Kenntnisse der Sprache oder deren Unkenntnis.
    Die, die nicht anders können, als sich nur durch 1 - 2 Worte zu äußern, wären diskriminiert.
    Schlechte Regel.

    Eine Regel ist immer dann schlecht, wenn sie nicht alle gleich behandelt, und durch diese Regel Einzelne oder Gruppen von Menschen in ihrem Tun und Handeln stärker eingeschränkt werden als andere.

    Und darüber hinaus.
    Menschen die durch die Umstände in denen sie Leben stärker eingeschränkt sind als andere, sollten nicht durch weitere Regeln noch stärker eingeschränkt werden, sondern im Gegenteil sollte ihnen soweit möglich durch Regeln und Strukturen das ermöglicht werden, was auch allen anderen möglich ist.


    Disclaimer:
    Nichts ist vollständig, so auch dieser Text nicht und sicherlich hat er logische Schwächen. Doch Logik ist nicht alles.
    Alles hingegen ist fragmentarisch und im Fluss.


    Du kannst dem zustimmen oder dies alles ganz anders sehen.

    Dann schreibe es, in beiden Fällen, oder male es, oder modelliere es, oder fotografiere es …
  • Roderich
    Roderich das gras in nachbars garten grünt so grün
    ja ja...wir wollen immer was wir grad nicht haben. ;)
    Signatur
  • reniek
    Ohne Regeln, ohne Strukturierung würden wir nicht existieren, würde es das Gerät nicht geben, vor dem Du gerade sitzt und diesen Text liest.
    Ein Gerät, welches ohne die Erkenntnisse der Quantentheorien, bzw. den Naturgesetzen die diese Theorien beschreiben, nicht hätte gebaut werden können.

    Regeln.

    Ich muss atmen um zu leben.
    Ohne zu atmen würde ich sterben.
    Mein Leben ist stark eingeschränkt dadurch.
    Wie gerne würde ich wie ein Fisch im Wasser leben.



    "atmen" ist keine Regel - es ist ein Instinkt.
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  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Die Atmung ist kein Instinkt.

    Aber abgesehen davon.

    Sie ist abstrakt betrachtet eine von Gott oder was und wodurch auch immer auferlegte Regel.
    Eine Regel, die willentlich zu brechen sehr schwer, aber nicht unmöglich ist, und leider schließlich zum Tode führt, wenn man sie zu lange bricht.

    Aber o.k., ich gestehe zu, schwieriges Konzept.

    Deshalb.

    Um der Sache näher zu kommen.
    Welche Kriterien zeichnen für Dich eine Regel aus, keiner?
    Was macht eine Regel zu einer Regel?
    Signatur
  • absurd-real
    Ohne Regeln, ohne Strukturierung würden wir nicht existieren, würde es das Gerät nicht geben, vor dem Du gerade sitzt und diesen Text liest.
    Ein Gerät, welches ohne die Erkenntnisse der Quantentheorien, bzw. den Naturgesetzen die diese Theorien beschreiben, nicht hätte gebaut werden können.

    Regeln.

    Ich muss atmen um zu leben.
    Ohne zu atmen würde ich sterben.
    Mein Leben ist stark eingeschränkt dadurch.
    Wie gerne würde ich wie ein Fisch im Wasser leben.



    "atmen" ist keine Regel - es ist ein Instinkt.

    Aber nur dann ein Instinkt wenn der Atem stinkt.
    Signatur
  • eppap
    In der Regel geht es ohne Regeln nicht.

    Wer z.B. immer noch glaubt, daß Anarchie
    lediglich ein von Regeln freier Spielplatz für
    die Mutwilligkeit der Brutalsten sei, hat sich
    einen schlechten Witz auf seine Pickelhaube
    spießen lassen.

    Ein Forum ab einer gewissen Anzahl¹ Aktiver und...
    ähm Aktivinnen (??) ist eine Abbildung der Ge-
    sellschaft und der dort herrschenden Zustände.
    (Unvollständig, klar. Gilt nicht für gewisse
    Foren, die durch ihren Zweck das gar nicht kön-
    nen, z.B. ein Fachforum für Lackrestaurierung
    auf Rundhaubern, Bj. 1957 - 1961.)
    Und so eine Abbildung kommt niemals ohne Regeln
    aus - alleine schon, weil viele Regeln gar nicht
    im Forum aufgestellt, sondern importiert werden.
    Und das zeigt was los ist. Dort draußen in der
    sogenannten real world. Um es mal witzig zu sagen.
    ______________________
    ¹) elegante Vermeidung des Wortes 'Größe'.
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian


    "atmen" ist keine Regel - es ist ein Instinkt.

    Aber nur dann ein Instinkt wenn der Atem stinkt.


    Dann ist es aber mehr ein Austinkt :-)
    Signatur
  • Roderich
    Roderich
    ein regelfreier raum ist wie der zufall - inexistent.
    Signatur
  • eppap
    Eine Regel sollte regelmäßig generell gelten
    in dem Bereich für den sie gültig ist.

    Ich sehe aber, daß das ziemlich oldskull zu
    sein scheint.
  • heinrich
    Meine regeln...
    Fur mich...

    Freier wille...
    Unterhaltung...
    4D...
    Signatur
  • sialliMainigriV
    In der Regel sollten Ausnahmen die Regel bestätigen ;-)
  • otto_incognito
    otto_incognito das gesetz der ausnahme
    In der Regel findet die Ausnahme vor der Regel selten Gnade,
    es sei denn, sie begründet eine neue Regel. - . Ausnahmslos.
    Signatur
  • simulacra
    simulacra Alles subjektiv
    Von Menschen für Menschen
    0: Regeln haben keinen Anspruch auf Wahrheit oder unbegrenzte Gültigkkeit.
    1: Jeder Mensch kann Regeln aufstellen.
    2: Jeder Mensch hat die Wahl, eine Regel zu beachten oder nicht zu beachten.
    3: Jeder Mensch kann einen anderen Menschen für das Beachten oder Nichtbeachten auch töten.
    Signatur
  • sialliMainigriV
    Es regnet Gnade auf die Regel
    bis das Los der Ausnahme
    sie entriegelt.
  • simulacra
    simulacra
    Es regnet Gnade auf die Regel
    bis das Los der Ausnahme
    sie entriegelt.


    Die Gnädigkeit der Regel entrinnt der Aufmerksamkeit auf die Ausnahme.
    Keine Ausnahme. Nur Nichtbeachtung :D
    Signatur
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Von Menschen für Menschen
    0: Regeln haben keinen Anspruch auf Wahrheit oder unbegrenzte Gültigkkeit.
    1: Jeder Mensch kann Regeln aufstellen.
    2: Jeder Mensch hat die Wahl, eine Regel zu beachten oder nicht zu beachten.
    3: Jeder Mensch kann einen anderen Menschen für das Beachten oder Nichtbeachten auch töten.


    Wouwwouwwouw. :-)

    4: Jeder Mensch der dies tut, muss damit rechnen selbst ins Gras gebissen zu werden.
    5: Blutrache.
    6: Extinction.


    Und damit komme ich zu einem Aspekt der Beiträge im Thread sterne vergeben ff.
    Kam mir so in den Sinn auf Grund dessen was pappe schrieb.

    Jeder für sich und so. Das Wesen der Gemeinschaft.

    Wenn jeder sich nur auf sich beschränkte, also täte, ohne sich um andere und das was andere tun zu kümmern und gleichzeitig aber auch ohne andere zu beeinträchtigen, zwei simple Regeln wären das, gäbe es keine Intrigen, Lügen und gezielte Desinformation, keine Korruption und Bedrohung. Weil dazu gehören immer mindesten zwei. Wenn ich also nur aus mir heraus agiere, anstatt ständig zu reagieren, und, scheinbar, nur für mich tue und ohne aber andere zu beeinträchtigen, wäre dies automatisch zum Wohle aller, wenn dies alle täten.

    Gedankenfusseln. Nicht ausgreift. Pappe hilf.
    Signatur
  • eppap
    Von Menschen für Menschen
    0: Regeln haben keinen Anspruch auf Wahrheit oder unbegrenzte Gültigkkeit.
    1: Jeder Mensch kann Regeln aufstellen.
    2: Jeder Mensch hat die Wahl, eine Regel zu beachten oder nicht zu beachten.
    3: Jeder Mensch kann einen anderen Menschen für das Beachten oder Nichtbeachten auch töten.


    4: Jeder Mensch der dies tut, muss damit rechnen selbst ins Gras gebissen zu werden.
    5: Blutrache.
    6: Extinction.


    .. und (leider manchmal) auch mit Menschen...

    0.1: Regeln sind abstrahierte Splitter einer Wahrheit.
    0.2: Regeln ersetzen und verhindern Wahrheit, wenn sie zu starr 'gelebt' werden.

    alt 1: ..... und jeder Mensch kann Regeln verwerfen.
    neu 1: Menschen können Regeln aufstellen und deren Gültigkeitsbereich.
    1.1: Menschen setzen die Sanktionen für Regelbrüche und Einhaltung fest.
    1.2: Ohne Not und Brand wird niemals ein einziger Mensch diese Sanktionen
    aussprechen und verhängen, Regeln außer Kraft setzen, neue Regeln in Kraft.

    2.1: Hilfreich ist es dem Regelfremden diese zu erklären,damit er
    dann auch eine, seine Wahl treffen kann.

    neu 3: Regeln unterliegen Regeln und sind in Bewegung
    3.1: Regeln sind kaskadiert (z.B. nach Wichtigkeit und Situation).
    3.2: Regelbrüche sind kaskadiert (z.B. nach Alter und Situation).

    neu 4: Situationen, die wichtige Regeln brechen, mit eigenen Inhalten
    Einzelner überschreiben, werden ausnahmslos verfolgt und geahndet.
    4.1: Die Verfolger sind niemals auch die Ahnder.
    4.2: Der Regelbrecher wird von Menschen gehört werden, Mehrzahl.

    zu 5.: Wird als folkloristisches Element in Betracht gezogen, wenn die
    Zahl der menschlichen Erdbevölkerung die 500-Millionen-Marke
    unterschreitet. Vorher, und in andere Regelwerke importiert,
    ist das sinnlos und oft unverständlich. (Sinnlose, zu frühe
    Tode von Menschen, die "Nichts gemacht haben"... )
    und zu 6.: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Kriegsv%C3%B6lkerrecht

    neu 5: Regeln sind Teil der Gemeinschaft oder gar nicht.
    5.1 Regeln müssen aus der Gemeinschaft kommen,

    zu 5.1: Hört sich Klasse an, gelt ?? Aber Obacht, ohne Maß und
    Verstand, würden nach dieser Manier plötzlich Sachen geregelt, die
    bis ins ganz Private gehen und ab so lut und nur von den Beteil-
    igten zu regeln sind, immer wieder neu.

    Wer hat es nicht schon erlebt ?? Irgendetwas gemacht, was VERBOTEN !!
    ist und gleich darauf steht ein Männchen da und macht wie ab. Als ob
    die Welt umkippt, weil man ein Stück über den Rasen ging, als ob der
    Krieg verloren ist, weil das Einwickelpapierchen auf dem Weg zum Müll-
    eimer vom Winde verweht auf die Straße geweht wird. (Dann heißt es:
    "Früher, beim Hitler, waren die Straßen noch pünktlich, aber Heute: Müll.)
    Die Regeln gerieten vor langer Zeit in den Erbbesitz derer von Schnick
    zu Schnack.

    Hier ist es ja aus Tradition so, daß die Regeln weit über den Menschen
    stehen. Früher wurde es preußisch genannt, heute deutsch. Ein Problem
    mit Regeln, dem die Leute ausgesetzt sind, die deren Einhaltung beachten
    sollen, ist eindeutig die Nähe der Macht zur eigenen Persönlichkeit, da
    muß ständiger handshake traffic gehen zwischen eigenen Interessen und
    Absichten und der relativen Objektivität der Regeln, bzw. deren Zielen.
    Sonst steht da bald ein selbstherrlicher, keifender Popanz, der weder
    Maß noch Ziel kennt, sondern das erste Opfer seiner Macht wurde.
    Das zweite Problem ist: der Einzelne und der Schleifstein der Massen.
    Da kommt ganz deutlich heraus, daß es eben nicht so ist, daß die Regeln
    Sache der Gemeinschaft sind.
    (Aber so viele Buchstaben habe ich gerade nicht mehr auf der Tasterei,
    daß ich dazu wirklich schreibe. Und ihr hättet wohl auch nicht mehr so
    viele an der Brille, um es lesen zu wollen.)
  • heinrich
    Ich komme aus anderer kultur...
    Mein eindruck von der einheimischen tradition hier:
    Ich wurde sofort in die zange genommen...
    :-)

    Das bewusstsein, das du als person hier
    nicht in tradition, sondern im system verankert bist
    hilft sich als ein teil des systems zu begreifen...

    Die systemregeln hier...
    Sagen wir mal so... im westen...
    Sind nicht von massen, gemeinschaft bestimmt
    sondern von ein paar personlichkeiten
    hinter den kulissen der macht...

    So futuristisch es klingt...
    Es ist so...
    Da gebe ich Pappe recht...

    Aber wie ich mich in diesem system verhalte
    liegt in meiner hand
    demokratische prinzipien und so...
    Die sind da...
    Man kann sich damit auch wohl fuhlen...

    So kann ich das auf system «mikrokosmos kn» ubertragen...
    Die aktivisten geben den ton an...
    Hinter den kulissen sitzen ganz bestimmte leute
    die wir nicht kennen
    und steuern das spiel...

    :-)
    Signatur
  • simulacra
    simulacra
    @pappe: ich hatte meine Aufstellung bewusst sehr komprimiert als "erste Bausteine und ihre Folgen" angelegt. Wie du selbst sagst, sind deine Ausführungen gut zu lesen und im guten Sinne bestimmt dem Kollektiv und dem darin befindlichen Individuum hilfreich, aber der Zustand, der durch eben diese Regeln entsteht, sollte ständig beobachtet und angeglichen werden.

    @heinrich: Ich habe kennengelernt, dass wir (Deutsche) dem fortschreitenden Wohlstand immer mehr den Zusammenhalt und die Regeln auf kleiner Basis (Familie mit allen Verwandten) geopfert haben. Das ist vordergründig erst einmal mehr Freiheit für den Einzelnen, doch die nächste Stufe des Regelwerks ist eben das "System", dem wir dann mehr unterliegen, weil wir die persönliche Freiheit innerhalb der Familie für wichtiger halten.
    Beides hat Vor-und Nachteile, führt aber im täglichen Miteinander zu ganz anderen Sichtweisen. Ja, es geht im Prinzip immer um Kommunikation.
    Regeln :)
    Signatur
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Ah, nur das keine Missverständnisse entstehen, o.k. die entstehen sowieso immer, dennoch:

    Meine Punkte 4., 5., 6., waren eine extreme, auf die Spitze getriebene Fortführung und Weiterdenkung der Punkte 0., 1., 2., 3., von synafae, die, denke ich mal, ebenso satirisch bzw. zynisch gemeint waren.


    Bleibt vorerst festzuhalten, die Trillionen anderer Lebewesen auf diesem Planeten haben es schon viel länger und besser drauf als wir ungelenke Proteinklumpen.

    :-D
    Signatur
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