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  • -Aufgeben oder Weitermachen | edit

  • ullysses
    ullysses -Aufgeben oder Weitermachen | edit
    In eigener Sache: ein paar Fragen an alle, die sich angesprochen fühlen.

    Ich male nun seit ca. 1997, mal mehr, mal weniger, in den letzten Jahren aus Zeitmangel nur sehr sporadisch; zwar mit Begeisterung, jedoch ohne künstlerische Ausbildung (abgesehen von diversen Kursen) und frage mich zunehmend,
    1) was ich mit den vielen Bidern anfangen soll.
    2) ob ich das Malen nicht besser lassen sollte, weil eh zu dilletantisch.
    3) ob es Sinn macht, mit gelegentlichem Malen, je nach Zeit, Lust und Laune, die Jahre zu überdauern, bis ich vielleicht im Rentenalter die Zeit finden werde, mich gründlicher mit der Materie auseinander zu setzen.

    --> Was meint ihr?
    1) Bilder schrottcontainerreif?
    2) Aufhören mit Malen, da talentfrei?
    3) Dranbleiben, da Chance auf Verbesserung?

    Ich würde mich über ernsthaftes (nicht schmeichlerisches) Feedback freuen, bzgl. Qualität, Sinn oder Unsinn, Potential oder Schrottwert meiner hier gezeigten Bilder.

    Momentan tendiere ich dazu, Ballast abzuwerfen, egal in welcher Form: z.B. verschenken und den Rest entsorgen (Schrottcontainer).

    Es grüßt,
    ullysses
  • paulinekreativ
    das Entsorgen ist wie eine gute Reinigung, den Kleiderschrank soll man ja auch von Zeit zu Zeit mal entschleunigen, und so sollte man es auch mit seinen diversen Beschäftigungen tun, oder eben Bildern

    Talentfrei würde ich nicht so extrem dazu sagen, es gibt schon einiges Nettes darunter...

    Ich glaube du bist hier nicht die Einzige, die von Zeit zu Zeit diesen Flasch hat " Was mach ich hier eigentlich oder Warum mach ich das",
    Sinn und Zweck liegen nicht immer beieinander

    Vielleicht solltest du dich selber fragen, ob du noch an was anderem hängst was du gern machst und dann abwägen.. man kann im Leben soviel machen, nur wenn man etwas macht, sollte man es richtig machen

    Pauline
  • Gast, 3 Wär sch...
    ...ade drum.

    Ich finde weder Deine Bilder trashig noch Dich talentfrei. Einige Deiner Arbeiten gefallen mir ausgesprochen gut.

    Wenn's zuviele sind, verschenk oder vertick was davon.

    Wenn Du 'nen Kunstkoller hast, lass es 'ne Zeit lang liegen und schau ob Du's vermisst.

    Wenn net, schade...

    Wenn ja, mach weiter...

    LG, Joe
  • Gast, 3 Ach ja...
    ... und vergleiche Dich net mit anderen.
  • timber
    timber
    ich hoffe die aktivitäten auf deiner seite werden dich in die richtige richtung lenken...wäre schade wen du aufhören würdest...so ne zeit machen viele durch...(wollte auch schon meine bilder anbrennen)....mach mal ne pause....aber bei deiner vielseitigkeit...NICHT aufgeben...

    lg. timber
  • Hanne Neß
    Hanne Neß
    Du hast doch einen "ordentlichen" Beruf. Was kann passieren, wenn Du Deiner Leidenschaft mal freien Lauf lässt, mal mehr mal weniger....
    Natürlich, wenn die sogenannte "depressive" Phase beginnt, lass die Arbeit ruhen. Ich z.B. habe mich m.E. mal völlig überarbeitet, da die Malerei suchtartigen Charakter angenommen hat. Das bleibt auch - ich muss einfach pausieren, kein einziges Bild anfangen, dann gehts! Diese Art von Arbeit ist nicht mit einer anderen zu vergleichen, wie ich finde. Deshalb mein Rat - mach weiter in Deinem angemessenen Tempo. Später, wenn Du "nur" noch malen darfst, wirst Du sicher dankbar auf Deine Werke zurückschauen...LG
    Signatur
  • AleX
    AleX
    Wenn Du gerne malst und es Spass macht, wozu dann aufhören?

    Wirst es sowieso nicht durchhalten.

    Mal seine Bilder ausmisten, ist keine so schlechte Idee, mach ich auch hin und wieder. Aber wegwerfen würde ich Sie nicht, zumindest keine Leinwände.
    Entweder verschenken oder neu grundieren, die man nicht mehr haben will.
    Aber dabei nicht zu spontan zu Werke gehen, Bilder erzählen ja auch die eigene Geschichte, -und bei so manchem könnte es einem mal leid tun.

    Talentfrei finde ich Dich überhaupt nicht, Deine Bilder sind für den Schrottcontainer allemal zu schade.

    Vielleicht einfach mal ein paar von denen, die Du überhupt nicht magst, neu grundieren und schauen, wie es sich anfühlt.

    Wenn ich mir Deine Bilder anschaue, Du wirst es ohne malen soweiso nicht aushalten. Dafür scheint es Dir doch zuviel Spass zu machen, und dafür steckt auch zuviel Gefühl in Deinen Arbeiten.
    Und solche "Anfälle" gehen vorüber.

    gruss alex
  • ullysses
    ullysses
    Danke, Pauline, Joe, timber, Jaska u. Alex, für eure Anmerkungen.

    Paulines Vergleich mit dem Kleiderschrank hat was für sich, regelmäßiges Aussortieren kann reinigende u. entlastende Funktion haben.
    Die grundsätzliche Sinnfrage ist natürlich eine etwas komplexere und eine, die sich von Zeit zu Zeit immer wieder aufdrängt; die jeder für sich selbst individuell unterschiedlich beantwortet.

    Joe, danke für die aufmunternden Worte und dass dir einiges gefällt, freut mich natürlich. Einen "Kunstkoller" habe ich - so glaube ich jedenfalls - nicht. Ich schaue mir gern anderer Leute Bilder an und ich male selbst gerne. Und meist gefällt mir mein Zeugs auch selbst.

    timber: „wollte auch schon meine bilder anbrennen“ – Das lass mal schön bleiben, um deine Bilder wär‘s wirklich jammerschade.

    Jaska: Mein „ordentlicher“ Beruf ist sehr kräftezehrend, deshalb bleibt nicht viel für die Malerei. Aber du hast wohl recht mit dem – den Gegebenheiten entsprechenden – „angemessenen Tempo“.

    Alex Wolkenstein: „Du wirst es ohne malen sowieso nicht aushalten.“ Trifft sicherlich zu.
    Nachdenklich hat mich gemacht: „Bilder erzählen ja auch die eigene Geschichte, - und bei so manchem könnte es einem mal leid tun.“
    Also nicht zu kurzschlüssig wegschmeißen, sondern mit Bedacht ans Werk gehen. Den Hinweis, erst mit denen anzufangen, die ich überhaupt nicht mag, neu zu grundieren … etc., werde ich aufgreifen; – bevor ich in einem Anfall von Generalreinigung das Kind mit dem Bade ausschütte.


    Bleibt trotzdem das generelle Unbehagen, Bilder anzuhäufen, die die Welt nicht braucht (weder ich selbst noch andere).

    ullysses
  • Gast, 7
    Wenn du das nicht weißt, weiß es Niemand.
  • lisa
    lisa
    Ich denke mal, beim Ausmisten würdest Du merken, wovon Du Dich leichten Herzens trennen kannst, und von welchen Bildern Du Dich noch nicht verabschieden willst. Hör einfach da auf Deine Stimme, wen stört es, wenn die Welt noch weitere 1000 Bilder hat, solange Du sie magst :)

    Ansonsten:
    Ich habe jedenfalls schon Bilder mit der Schere in Stücke geschnitten, oder Farbe drüber gekippt, und es hat mir nicht geschadet ;)
    Signatur
  • Hanne Neß
    Hanne Neß
    Das ist so, aber auch ich übermale Bilder. Zunächst dachte ich, dass "man" so etwas nicht tut. Die Bilder entspechen halt der Zeit, gehören einfach dazu, aber sehr entschlossen und bewusst bin ich ans Werk gegangen, und.....siehe da, sie sind wieder authentisch und ich habe sogar das Gefühl -und das wird in einer Diskussion und Auseinandersetzung auch von meinen Mitmenschen so gesehen, - mit dem Dazu-Gelernten wurden diese Bilder besser denn je....Von einigen wenigen Werken aus früheren Zeiten werde ich mich nie trennen können, aber die "Alten" m.E. nicht so gut Gelungenen mussten dran glauben und das ist gut so, denn die "alte" Geschichte flackert hier und da noch durch und ergibt mit dem Neuen was Besonderes und bringt auch noch Tiefe in das Bild - das nehme ich dann zum Anlass immer mal wieder zu überarbeiten. Die Häufung von Bildern halte ich so in Grenzen.
    Allerdings, ullysses, kann ich mich nicht ganz mit Dir vergleichen. Ich male sozusagen hauptberuflich, so dass mich die Zeit des Malens weiter vorantreibt, was ich auch spüre und was mir auch bestätigt wird. Das viele Arbeiten hat mich zu einem eigenen Stil gebracht und Du wirst bei einer noch ganz anderen Intensität auch zu einem ganz "eigenen" individuellen Stil finden. Alles geht einfach nicht. Ich finde, dass Du auf jeden Fall Talent hast. Du malst noch "beliebig" experimentierst und suchst. Irgendwann kristallisiert sich ein Stil dabei heraus. Der Zeitfaktor spielt eben eine große Rolle. Zufrieden oder besser zufriedener wirst Du, wenn Du mehr Zeit für die Kunst investieren kannst, Ausstellung organisierst und die direkte Resonanz erfährst.

    LG Jaska
    Signatur
  • siku

    --> Was meint ihr?
    1) Bilder schrottcontainerreif?
    2) Aufhören mit Malen, da talentfrei?
    3) Dranbleiben, da Chance auf Verbesserung?

    Ich würde mich über ernsthaftes (nicht schmeichlerisches) Feedback freuen, bzgl. Qualität, Sinn oder Unsinn, Potential oder Schrottwert meiner hier gezeigten Bilder.

    Momentan tendiere ich dazu, Ballast abzuwerfen, egal in welcher Form: z.B. verschenken und den Rest entsorgen (Schrottcontainer).

    Es grüßt,
    ullysses


    "nicht schmeichlerisches" Feedback: dranbleiben, wenn du noch gerne malst - auf jedem Fall dranbleiben. Hast du denn wirklich ernsthaft an Aufhören gedacht?
    Vielleicht solltest du mal andere Eindrücke, andere Motive, Malweisen in Augenschein nehmen - aber dabei keine längere Malpause einlegen, das bringt für die Qualität meist nichts. Mit der Entsorgung wäre ich auch vorsichtig. Vielleicht die Bilder mal einige Zeit "mit dem Gesicht zur Wand stellen" und dann später nochmal schauen, Malerfreunde fragen.
    Gruß siku
  • INFARBE
    INFARBE
    ]Bleibt trotzdem das generelle Unbehagen, Bilder anzuhäufen, die die Welt nicht braucht (weder ich selbst noch andere).

    ullysses

    Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage: Worum geht es Dir denn beim Malen? Entspannung? Anerkennung? Sinnvolle Freizeitbeschäftigung? Nebenverdienst? Herausforderung? Neues lernen?

    Bilder, die die Welt nicht braucht produzieren doch viele von uns - na und! Warum das "Unbehagen"?

    Ich halte es so: Die Bilder, die jemand kaufen möchte, verkaufe ich zur Finanzierung meines Hobbies. Manche Bilder (Übungen, ältere Werke oder Ähnliches) gebe ich gegen eine kleine Spende für einen sozialen Zweck ab oder übermale sie ... Und manches Bild verstaubt halt, weil es die Welt nicht braucht und ich auch nicht...

    Liebe Grüße
    Marion
    Signatur
  • efwe
    efwe
    hm absurde frage-- nun- so hoer doch auf ...
    oder setzte hier weiter an: http://www.kunstnet.de/werk/259519-sleep-well
    und d rest miste aus--
    Signatur
  • ullysses
    ullysses
    @ pappe: "Wenn du das nicht weißt, weiß es Niemand." - Sicher?

    @ lisa: "... wen stört es, wenn die Welt noch weitere 1000 Bilder hat, solange Du sie magst" - Mich. Gibt z.B. Platzprobleme!

    @ Jaska: "Du malst noch "beliebig" experimentierst und suchst. Irgendwann kristallisiert sich ein Stil dabei heraus. Der Zeitfaktor spielt eben eine große Rolle." - Yes. Die fehlende Zeit nervt. Werde mich wohl gedulden müssen.
    Deine Bilder finde ich übrigens durchgängig große Klasse und schau sie mir immer mal wieder an, auch wenn ich nicht ständig kommentiere.

    @ siku: "Hast du denn wirklich ernsthaft an Aufhören gedacht?" - Häufiger. Ich kann's aber wohl nicht lassen. - Wenn ich's mir recht überlege, stören mich die vielen (eigenen) unnützen Bilder; Überproduktion als Ballast.

    @ Marion / INFARBE: "Worum geht es Dir denn beim Malen?" - Gute Frage. Jedenfalls geht es mir ums Tun, nicht so sehr ums Produkt.

    @ efwe: Warum "absurd"? -
    Warum ausgerechnet an diesem Bild

    sleep well ansetzen? Was hat es, das andere meiner Bilder nicht haben? Vielleicht käme ich weiter, wenn mir solcherart Unterscheidungen klar wären.
  • Gast, 12
    ich glaub, ich hör auch auf... kein platz mehr keller...
  • absurd-real
    aufmachen und weitergeben! wie gehabt (:
    Signatur
  • Roderich
    Roderich tun - lassen .........gleichgewicht
    wenn das malen spaß macht...ist das auch schon grund genug weiterzumachen!
    übermalen von unlieben werken kann ich nur empfehlen. kommt zumindest meiner art zu malen auch sehr entgegen, ich liebe struktur und dicke farbschichten.
    es soll sogar leute geben, die eine lieblingsleinwand haben. :)
    Signatur
  • Gast, 15
    ich würde auch nicht jeden Mist aufheben. Bilder die du nicht magst in die Tonne oder du malst di über und machst neue und bessere
  • Blechi
    Blechi
    ich bin auch für übermalen. bringt neue effekte. ich hatte ein ungeliebtes bild schwarz übermalt, das gab einen klasse effekt, da das untere mit den konturen durchschien einfach geil :)
  • Gast, 12
    naja, meine leinwände sind jetzt vom übermalen so dick, dass sie sich gegenseitig die plätze im keller streitig machen :DDDDD
  • siku
    .

    @ efwe: Warum "absurd"? -
    Warum ausgerechnet an diesem Bild

    sleep well ansetzen? Was hat es, das andere meiner Bilder nicht haben? Vielleicht käme ich weiter, wenn mir solcherart Unterscheidungen klar wären.


    @ ullysses
    deine Frage an efwe macht mich stutzig ;-). Kannst du das nicht nachvollziehen?
    dazu können sich noch folgende Arbeiten gesellen:
    o.T. 15 x 15 (2009)
    o.T. 80 x 30 (2009)
    o.T. Diptychon je 60 x 20 (2009)

    Faces 70 x 50 (2009)

    Die genannten Arbeiten haben eine spannungsreiche Kompostion, Räumlichkeit und Farbgestaltung - mit mehr oder weniger Eigenheit zum Naiven, die den Bildern aber gut zustatten kommt.


    Gerade in den beiden Aquarellen wird eine malerische Eigentümlichkeit zwischen Leichtigkeit und Unvollkommenheit sichtbar, die auch in den oben genannten Arbeiten vorhanden ist und die die Bilder interessant macht.

    Bemerkenswerterweise scheinst du 2009 eine gute malerische Phase gehabt zu haben.
  • D-J
    D-J das problem
    mit dem platz kenne ich. seither habe ich keine probleme mit dem übermalen, was manchmal recht gute effekte gibt.
    ausserdem habe ich erkennen dürfen, dass bilder immer(!) einen abnehmer finden. bei meiner letzten ausstellung habe ich die älteren, von mir selbst verworfenen, die zu übermalen ich aber nicht fertig brachte, vom keilrahmen abgelöst und gerollt in einer kiste daneben gestellt. gegen eine matrialspende. von 17 bildern war am ende nur noch eines übrig. sogar eines von den bildern auf pappe (kohle und kreide) nicht einmal besonders gut fixiet, ist weg gegangen. das hatte ich nur aus jux dazu gestellt. ;)
    Signatur
  • Gast, 18
    wenn das malen spaß macht...ist das auch schon grund genug weiterzumachen!
    übermalen von unlieben werken kann ich nur empfehlen. kommt zumindest meiner art zu malen auch sehr entgegen, ich liebe struktur und dicke farbschichten.
    es soll sogar leute geben, die eine lieblingsleinwand haben. :)


    Hallo... Weil Roderich grad die x-mal übermalte Lieblingsleinwand erwähnte..:Es gab bei mir eine "verfluchte" Leinwand,-also genau das Gegenteil-, die egal, welches Motiv ich durch Übermalung versuchte, nur absolut misslungene Bilder trug. Steht nun auch mit dem letzten Motiv zur Wand im Keller...
    Aus Platzgründen empfehle ich deshalb gar keine Leinwände mehr..ich bemale Pappe, die man später entweder in den Rahmen oder in die Mappe stecken kann - von manchen Künstlern erfuhr ich, dass sie so ne Art Baumarktplastikwände zur Bemalung kaufen, weil die leichter und handlicher, auch günstig sind.

    Und was mich übrigens erleichtert ist die Digitalisierung.Beispielsweise einmal hier ausgestellt, kann ich Bilder gerne verschwinden lassen..Manche gefallen mir im Laptop sogar besser als in live..im Dateiordner ist auch immer besserer Überblick/ mehr Ordnung/ mehr optischer Anreiz als im Keller...

    Dennoch: MAL WEITER! Du hast die richtige Einstellung, nämlich es des Malspaß wegen zu tun.
    LG ARiane
  • Hanne Neß
    Hanne Neß
    Interessant, was ich hier lese, Siku! Natürlich habe ich sofort geschaut, ob ich gleicher Meinung bin in Bezug auf die Bilder, die Du Ullysses als Grundlage für weiteres Arbeiten empfohlen hast. Ich stimme Dir zu. Wäre das nur immer so einfach, da weiterzumachen, wo sie 2009 gewesen ist. Wie soll das funktionieren? Das Bewusste in der Malerei wird gesteuert (weil bewusst), aber das Unbewusste hat eine ebenso große Bedeutung, um einem Bild das gewisse "Etwas" einzuhauchen. Vieles passiert einfach und wird schließlich in die entsprechenden Bahnen geleitet. Es ist die augenblickliche Vefassung/Befindlichkeit,psychische und physische Verfassung, Erlebnisse usw., die einen Maler mit dem Werk verschmelzen lässt und woraus sich dann das authentische Werk ergibt.
    Sich vornehmen -jetzt male ich mal wie vor ein paar Jahren- geht m.E. nicht.
    Ich empfehle Ullysses locker zu bleiben, sonst wirds krampfig und das verspricht mit Sicherheit kein gutes Ergebnis! VG
    Signatur
  • ullysses
    ullysses
    @ siku: Das von efwe genannte sowie die von dir dazugesellten Bspe. gehören zwar zu meinen "Lieblingsbildern", ich könnte jedoch nicht theoretisch begründen, warum. Hat sicher damit zu tun, dass ich letztlich von Malerei nicht wirklich ne Ahnung habe, ich male und beurteile rein intuitiv und danach, ob für mich stimmig oder nicht.
    Von welchen "beiden Aquarellen" schreibst du in dem Zusammenhang?
    Und ja: 2008/2009 war ich malerisch auf einem guten Weg, den Kopf voller Ideen. Seit 2010 fehlt die Zeit und die Muse für Kreativität.


    Eine - wie von Roderich und A_Beck erwähnt - "Lieblingsleinwand" hatte ich auch mal; habe zwischendurch die zu dick gewordenen Schichten teils mit einem Exzenterschleifer wieder abgeschliffen und neu übermalt.
  • Gast, 19
    wenn ich das lese, ullysses, kommts mir vor, als wärst gerade du i.d.H. wirklich rat- bzw. ziemlich orientierungslos.
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur erzählen, dass mir ein radikaler 'Befreiungsschlag' aus einer derartigen Situation geholfen hat.
    Vor knapp zehn Jahren hatte ich meine Freizeit fast ausschliesslich künstl. Arbeiten gewidmet. Ich habe sogar davon geträumt...irgendwann glaube ich, erreicht man dann einen Punkt, an dem man sich fragt, wo das nur hinführen soll, und beginnt, sich seltsame Fragen zu stellen...
    ich denke, einfach für unbestimmte Zeit loszulassen und sich für eine Weile ein anderes Steckenpferd zu suchen, kann sich da sehr belebend und erneuernd auswirken.
    Du hast ja nichts zu verlieren. Was gut ist, kommt so und so wieder auf dich zurück, und das, nach einer kreativen Pause, oft in konzentrierter Form.

    mlg, Alia
  • siku
    @ siku: Das von efwe genannte sowie die von dir dazugesellten Bspe. gehören zwar zu meinen "Lieblingsbildern", ich könnte jedoch nicht theoretisch begründen, warum. Hat sicher damit zu tun, dass ich letztlich von Malerei nicht wirklich ne Ahnung habe, ich male und beurteile rein intuitiv und danach, ob für mich stimmig oder nicht.


    @ ullysses du nennst es "stimmig", ich nenne es z.B. eine gut gelungene Komposition. Die Bezeichnung ist nicht entscheidend, sondern das Gefühl. Daneben bin ich allerdings auch der Ansicht, dass ein Maler schon erkennen können sollte, was er da macht, es sollte ihm bewußt sein, dass er einen Bildraum erschafft und er sollte auch erkennen können in welcher Weise er das macht.
    Ich glaube nicht daran, dass malerische Leistungen nur auf unerklärbarer Intuition fußt. Zur Malerei gehort Technik, wie hoch der Anteil sein sollte, darüber könnte man unterschiedlicher Meinung sein, nur das künstlerische Arbeiten nur aus undifinierbarer Intuition bestehen, halte ich für einen Mythos, der künstleriches Tun auch abwerten würde. Woher kommt denn der Ausspruch: das kann mein Kind auch - aus reiner Unterschätzung künstlerischen Tuns.
    Vielleicht kommen deine Zweifel an deinem künstlerischen Tun auch daher, dass du dich nur auf Intuition konzentrierst? Das kann ich natürlich nicht beurteilen, ich kann die Frage nur so in den Raum stellen.

    Von welchen "beiden Aquarellen" schreibst du in dem Zusammenhang?
    Und ja: 2009 war ich malerisch auf einem guten Weg, den Kopf voller Ideen. Seit 2010 fehlt die Zeit und die Muse für Kreativität.


    Ich habe nur zwei Aquarelle von dir gesehen: den Frosch und die Landschaft - und ich hatte einen Absatz zwischen die Bilder von 2009 und den Satz über die Aquarelle platziert.
  • efwe
    efwe
    ...
    @ efwe: Warum "absurd"? -
    Warum ausgerechnet an diesem Bild

    sleep well ansetzen? Was hat es, das andere meiner Bilder nicht haben? Vielleicht käme ich weiter, wenn mir solcherart Unterscheidungen klar wären.

    servus!
    also absurd verstand ich deine frage weil antwort nur du in der hand hast? :)
    bei dem erwaehnten und anderen bildern von dir seh ich pers. einfach das meiste potenzial um weiterzumachen- allein darum hab ich s erwaehnt-
    (was dieses u andere im gegensatz zum rest deiner arbeiten "haben" is ja auchschon angedeutet worden)
    alles hinzuwerfen- 1000rosen schoen u gut.. aber diese entscheidung von anderen /respect. unserem hobbykochforum/ beeinflussen lassen weniger---

    frohes schaffenweiterhin-
    Signatur
  • Gast, 20
    In eigener Sache: ein paar Fragen an alle, die sich angesprochen fühlen.

    Ich male nun seit ca. 1997, mal mehr, mal weniger, in den letzten Jahren aus Zeitmangel nur sehr sporadisch; zwar mit Begeisterung, jedoch ohne künstlerische Ausbildung (abgesehen von diversen Kursen) und frage mich zunehmend,
    1) was ich mit den vielen Bidern anfangen soll.
    2) ob ich das Malen nicht besser lassen sollte, weil eh zu dilletantisch.
    3) ob es Sinn macht, mit gelegentlichem Malen, je nach Zeit, Lust und Laune, die Jahre zu überdauern, bis ich vielleicht im Rentenalter die Zeit finden werde, mich gründlicher mit der Materie auseinander zu setzen.

    --> Was meint ihr?
    1) Bilder schrottcontainerreif?
    2) Aufhören mit Malen, da talentfrei?
    3) Dranbleiben, da Chance auf Verbesserung?

    Ich würde mich über ernsthaftes (nicht schmeichlerisches) Feedback freuen, bzgl. Qualität, Sinn oder Unsinn, Potential oder Schrottwert meiner hier gezeigten Bilder.

    Momentan tendiere ich dazu, Ballast abzuwerfen, egal in welcher Form: z.B. verschenken und den Rest entsorgen (Schrottcontainer).

    Es grüßt,
    ullysses


    Wir können nicht alle berühmt sein und kein Mensch ist perfekt Ullysses.
    Genieße dein Leben in vollen Zügen und male weiter.
    Das bist du und das ist dein Kunst.
    Werft die Bilder nicht weg.
    Ordnet die Bilder unter dem Bett und ruht.Das ist Weisheit!
    Dann mache weiter weil du bist ein liebevoller Mensch und talentiert.
  • schwarzer
    schwarzer
    ich kann mich .renato. nur anschließen...in erster linie malst du für dich.das phantastische ist es doch ,etwas aus dem "nichts" zu erschaffen und die befriedigung die dabei einhergeht! zuzüglich betrachtet man die umwelt(umfeld)mit ganz anderen augen. wenn dann noch bestätigung von außen kommt (was nicht muß),ist doch alles schön.......
  • ullysses
    ullysses
    @ Wasserwaage: "wenn ich das lese, ullysses, kommts mir vor, als wärst gerade du i.d.H. wirklich rat- bzw. ziemlich orientierungslos." -

    Nein, würde ich nicht sagen: Weder rat- noch orientierungslos, nicht depressiv und auch nicht kunstmüde. -
    Zu meinen Eingangsfragen hat mich wohl der Zugang zu einem bereitstehenden Bauschutt-Container inspiriert; ganz pragmatisch überlegend, ob und inwieweit es Sinn macht, die vielen Bilder weiter zu lagern; weiterdenkend, meine eigene Position zum Malen zu klären.

    Ich mache sowas normalerweise nicht öffentlich, fand es jetzt aber ganz spannend (und auch hilfreich), verschiedene Einschätzungen sowie Erfahrungen und Vorgehensweisen zu lesen.

    @ all: Danke in die Runde für eure Beiträge.

    Ich geh jetzt mal Bilder (aus-)sortieren und schau, was mir noch wichtig ist.

    ullysses
  • Andreas
    Andreas
    @ ullysses

    Hör auf, dir Sinnfragen zu stellen, den Kampf wirst du immer verlieren - das ist wie mit dem Kind, das nach jeder Antwort erneut "warum?" fragt. Ich weiß das (:
    Was Hobby-Malerei generell angeht, bedenke: Kein Mensch "braucht" Bilder von Hobby-Malern, guck mal, wie viele Bilder hier im KN-Archiv liegen, und wozu? Na, die liegen da halt, im KN-Archiv. Das kann der Sinn des nebenher-malens nicht sein, neue Bilder, aber wenn man sich beim malen Gedanken macht, sich mit etwas auseinandersetzt, ist es der Prozess des malens, der einen - im idealen Falle - reifen lässt, auch wenn sich das jetzt blöde anhört, irgendwie isses doch so.
    Aber nun denn, selbst wenn du den Pinsel nur noch zum Einfetten der Backform (aber wozu Kuchen backen, gibt doch welchen beim Bäcker?) benutzt und ansonsten nur noch Pullis häkelst kommt die Sinn-Frage wieder, denn: Immerhin gibt es genug Pullis zu kaufen und darüber hinaus unendlich viele Profi-Pulli-Häklerinnen, die Profi-Pullihäklerinnen-Foren im Web bevölkern, wild durcheinander schreibseln mit hihi und haha und "ganz bezaubernd liebe Elli!" und animierten Blumen-Smilies und Omi-klappert-lustig-mit-den-Nadeln-Animationen! Und alle häkeln viel bessere Pullis als du - so es dir jedenfalls vorkommen wird! Drum bleib lieber hier und male, hier ist es nicht ganz so schlimm! (:
    ***
    Also ich bin zu der Überzeugung gelangt, solche Dinge tut man hobbymäßig um Spaß zu haben, und übrig bleibt ohnehin nichts, was einen überdauert - letzteres merke ich mal ganz vorsichtig an, weil ich denke, das schwingt bei solchen Sinnkrisen immer irgendwie ganz leise mit, das mit dem "was bleibt von mir", auch wenn man's selbst nicht gern zugibt. Ich weiß, wenn ich tot bin, wandert der ganze Ramsch eh' in der Tonne!
    Aber selbst wer superberühmt ist, es zu einem Wikipediaeintrag geschafft hat, irgendwann, ist vergessen, irgendwann, weil den Beitrag eh niemand mehr aufruft, irgendwann. Und lesen kann mans ja auch nicht mehr.
    Ach, bald ist eh alles kaputt, nichts bleibt von der Menschheit, das wissen die Leute vom Sender N-24 am Besten, also da, wo der Weltuntergang schon heute gemacht wird, einfach irgendwann mal reinzappen und zusehen, wie die Erde, begleitet von theatralisch-bombastischer N-24-Musik und kommentiert von der ungeheuer ernsthaft-bedeutungsschwanger-unheilorakelnden Stimme des N-24-Moderators, im Flammenmeer unseres sich aufplusternden Zentralgestirns... naja, da reinfällt, irgendwie, also gewissermaßen, so, naja, so verschlungen wird halt, eingesäugt, oder so ähnlich.
    ***
    Ich habe den Faden verloren, tut mir leid.
    Ach ja:
    Die Bilder würde ich auf jeden Fall behalten, aber da sie offenbar platzmäßig stören, naja, hilft nur, wie hier schon oft bemerkt, ein wenig aussortieren, oder verkaufen/verschenken oder neuen Platz schaffen...
    Ich habe das Platz-Problem auch schon (jottseidank recht früh) erkannt und habe von vorneherein auf große Formate verzichtet, zum Schluss nur noch Malpapier benutzt, höchstens 30x40.
    Ganz wichtig aber ist, etwas neues zu haben BEVOR man etwas aufgibt, sonst klappt es nicht mit dem aufhören!
    Ich beispielsweise habe mir vor längerer Zeit einen steam-account angelegt und bin jetzt eigentlich nur noch am zocken,... weiß gar nicht, wo ich früher die Zeit zum malen hergenommen habe. Öcht! (;
    So, ich muss wieder!

    LG
    dlM.

    PS: ich hab noch mal drüber nachgedacht:
    1. Bestand aussortieren, aber abwägen und Zeit dafür nehmen
    2. male einfach kleinere Formate weiter, wenn's Malen Spaß macht!
  • Gast, 7
    Warum?
  • ullysses
    ullysses
    @ lieber Mond:

    Erstmal Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
    Vielem, von dem, was du schreibst, kann ich vorbehaltlos zustimmen.
    Du hast das Gesamtthema damit umfassend erörtert, sodass es nix weiter dazu zu sagen gibt - vielleicht bin ich auch momentan nur zu müde und mental geplättet, sodass mir nichts einfällt. ...
    :)

    Ausgesprochen schade finde ich allerdings, dass du dich nur noch dem Zocken verschrieben hast und hier nichts Neues mehr einstellst. Sowohl deine Bilder, als auch Texte und Anmerkungen empfand ich immer als Genuss und Bereicherung.

    Aus deinem "PS" setze ich derzeit Punkt 1 um. Der Rest wird sich zeigen.
    Um mit dem Kölner zu sprechen: Et kütt wie et kütt.

    LG ullysses
  • Roland Schmid
    Roland Schmid
    Ich komme manchmal aus dem Staunen nicht heraus:
    Da stellt eine Diplompsychologin Fragen an eine relativ anonyme Menschenmenge über den Wert Ihrer Arbeiten . Ja was wird dabei wohl
    ´rauskommen? Ein Konglomerat verschiedener Meinungen! Und was machen wir dann damit?
    Das Ganze läßt sich vielleicht als Gaußverteilung darstellen.
    Oder als Schwarmintelligenz interpretieren .
    Oder in Exceltabellen eintragen.
    Und danach : sind wir so gescheit wie zuvor.

    gnothi seauton ! ( Uderzo/goscinni ?)
  • Roderich
    Roderich
    Ich komme manchmal aus dem Staunen nicht heraus:
    Da stellt eine Diplompsychologin Fragen an eine relativ anonyme Menschenmenge über den Wert Ihrer Arbeiten . Ja was wird dabei wohl
    ´rauskommen? Ein Konglomerat verschiedener Meinungen! Und was machen wir dann damit?
    Das Ganze läßt sich vielleicht als Gaußverteilung darstellen.
    Oder als Schwarmintelligenz interpretieren .
    Oder in Exceltabellen eintragen.
    Und danach : sind wir so gescheit wie zuvor.

    gnothi seauton ! ( Uderzo/goscinni ?)


    vielleicht war ja der weg das ziel.
    Signatur
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Es gibt Menschen, auch mit Diplom, die wissen die Äußerungen und Mitteilungen anderer Menschen für sich zu interpretieren, zu filtern, zu nutzen, zu schätzen, auf die eine oder andere Art und Weise …

    Du erkennst dich ausschließlich durch andere.
    Angefangen mit deinem ersten Blickkontakt zu einem anderen Menschen.
    Ohne andere bist du nichts.


    Mist, dabei hatte ich mir vorgenommen, die Finger aus diesem Thread zu lassen.
    Signatur
  • VBAL
    VBAL
    Der große BerHWolf hat gesprochen!

    konnt ich mir jetzt nicht verkneifen :))
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Howgh! [edit]Oder Ha'u!, wie ich soeben gelernt habe[/edit][edit 2]Ne, Ha'u! geht auch nicht, da Dein Vorname ja Klara ist, was zumindest die Annahme erlaubt, dass Du kein Y Chromosom hast.[/edit][edit 3]Whoa, welch eine Bedeutungsvielfalt in den verschiedenen Sprachen, wenn du da mal tiefer einsteigst.[/edit]
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