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  • Ästhetik

  • uzuzab
    Willkommen im Parlament, Frau anis.


    mfg
    Bazuzu
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Aber bis Leuten ein 6ter Finger wächst, wird es wohl eher paar Mio Jährchen dauern...


    https://de.wikipedia.org/wiki/Polydaktylie




    Aber was die Tierwelt angeht die nicht mit Duftstoffen fuscht

    gibt´s das?
    Ich glaube nicht, da dies mW das erste evolutionäre Orientierungsmittel war, was, wie Moni ja anführte, noch immer eine Rolle spielt.
    Hier sollen übrigens unsere Brüder vom Schwarzen Kontinent ganz weit vorne liegen!


    Ich musste zweimal schauen, als ich dies las, ob ich mich wirklich nicht verlesen hatte.



    Er hätte korrekterweise schreiben müssen "unsere Brüder UND Schwestern vom Schwarzen Kontinent haben die Nase vorn o. ä. ;)
    Wo TT selber seine Nase hat, kann ich nur mutmaßen.
    Tja, wer ethisch vorbildlich sein will und nicht weiß, wie es geht, vergreift sich gerne mal unfreiwillig selbstentblößend im Ton.
  • Günter
    Günter
    Heinrich, das Wissen, daß es bestimmte universelle Gesetzmäßigkeiten gibt,
    ist trivial, schließlich hat jeder, der die Schule besucht hat, das gelernt.
    Übrigens, universelle Gesetzmäßigkeiten gibt es nicht besonders viele.
    Und offen gestanden, auch wenn ich mich hier an diesem Thema beteilige, glaube ich nicht, daß es eine universelle Gesetzmäßigkeit gibt, die für unser ästhetisches Empfinden von Bedeutung ist. Das macht es doch erst so spannend.
    Könnte man unser ästhetisches Empfinden mit Naturgesetzen erklären, wäre das Thema längst erledigt. Universelle Gesetzmäßigkeiten sind, wenn ich nicht falsch liege, allesamt konstante Naturgesetze.
    Ob es nur eine Ästhetik gibt? Wenn man das Schöne als Begriff ohne Inhalt nimmt, sicher, denn das Schöne gibt es überall. Aber das Schöne hat eben
    die unterschiedlichsten Inhalte, je nach Kultur u.s.w.. Für mich ist z.B. eine fette Made eklig, für manchen Asiaten oder Afrikaner ist sie schön.
    Du selbst erwähnst ja am Beispiel Goya, daß Du die Ästhetik des Künstlers immer mit seiner Persönlichkeit zusammen verknüpfst. Daraus schließe ich, daß es für Dich so viel Ästhetiken gibt wie Künstler. Damit könnte ich leben.
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  • adenatsac
    Sehr geehrter Herr Kaskadenteil,
    ...doch erst ihre Ausführungen rufen in mir ein gelindes Entzücken hervor, sie scheinen mir schlüssig und überaus treffend zu sein.

    Mein eigener, bescheidener Beitrag wäre dies: Wäre Ästhetik universell, würde die Larve im Körper eines verwesenden anderen Lebewesens wohl elendig verhungern vor Ekel.haha

    edit:
    Zu der Sache mit dem Pentagramm: Es scheint für beides zu stehen, weil das Eine nicht ohne das Andere denkbar wäre.
    Das Gute steht für das Leben und alles was ihm förderlich ist, während das Böse für das Gegenteil dessen steht. Aber nur wo Licht ist, kann es auch Schatten geben.


    Zum zitierten Beitrag: gute Nacht - und das am Morgen 9.00
    Ich wusste noch gar nicht, dass sich hier auch Grundschüler aus der 4.Klasse tummeln :-)


    Herr siku,
    ich bin überaus entzückt, dass mein kindlicher Scherz bei ihnen auf fruchtbaren Boden fiel :=D
  • eppap
    Er hätte korrekterweise schreiben müssen "unsere Brüder UND Schwestern vom Schwarzen Kontinent haben die Nase vorn o. ä. ;)


    Unsere Brüder und Schwestern haben keine kollektive Nase,
    jeder und jede 'ne eigene.
  • Johndell
    Johndell
    Könnte man unser ästhetisches Empfinden mit Naturgesetzen erklären, wäre das Thema längst erledigt.



    Eigentlich gibt es nichts was man nicht Naturgesetzlich beschreiben könnte, oder anders gesagt “ es gibt keine Zufälle“.

    Wir selbst sind doch eine Entwicklung aus der Natur heraus, die uns ein Bewusstsein einflößte wie wir die Realität zu interpretieren haben, um überhaupt überleben zu können.
    Diese verschieden Ebenen der Wahrnehmung der jeweiligen Arten, Rassen, bis hin zum Menschen sind die Interpretation unterschiedlich ausgelegt. Zu dem zählen auch ins besonders der Mensch selbst, der sich je nach Standtort der jeweiligen Ländern unterteilt, und sich dem Anpassen kann was ja auch von der Evolution heraus gewollt ist.
    Dies ist eigentlich einfach ersichtlich, aber denn noch Komplex in der Darstellung, weil der Mensch selbst ziemlich kompliziert ist. Aber im Grunde sind wir auch nur Tiere, die auf gewisse Impulse der Umwelt reagieren müssen um überhaupt existieren zu können.

    Das Universale liegt eigentlich nur in den Grundinstinkten, mit denen jedes Lebewesen seine eigene Dimension hat von Ästhetik, es gibt auch den Begriff “ästhetische Evolution“ dies wird aber immer nur relativ sein um ein Individuum zu Bilden für die Weiterentwicklung und Gruppierungen der jeweiligen Menschen, um den Überlebens erhalten zu sichern. Dazu ist es doch notwendig, verschiede varianten zu haben die sich immer mehr Unterteilen in der Geschmacks Entwicklung.
    Ist eigentlich auch ganz sinnvoll, für das Unvorhersehbare besser geschützt zu sein.
    Aber im Grunde ist Ästhetik für mich ein Mittel um andere zu beeindrucken, und auch von sich selbst Preiszugeben, was man darunter versteht. Dies Folgt ja wieder dem Zweck gleichgesinnte zu finden um sich auszuschauen, zu profilieren, und vielleicht auch um sich zu verlieben, was zu einer Paarung führt. Aber genau da fängt das Universale an “Anziehungskraft“.

    Die Ästhetik in der Kunst, sind eigentlich weit geläufige Assoziationen die alle diesem Prinzip folgen und es wird daraus immer ein Abgleich geben zu Realität. Aber natürlich verfolgt dieser nicht nur reine Sexuellem Interesse, sicherlich steckt da noch viel mehr drin.

    Aber es ist auch interessant zu beobachten, dass die Ästhetik in der Mode so wie auch Parfüm und Kosmetik eine große Rolle spielt. Diese Komplexen Werke von Düften, Kleidungen und das angemessen Schminken folgt ja auch nur dem einfachen Prinzip der Anziehung von gleichgesinnten oder der Paarung.
    Heute ist es ja schon sehr klar Strukturiert das man bestimmte Kleidungstypen auch bestimmten Gruppen zuordnen kann….
  • Roderich
    Roderich
    Ästhetik ist die Gier, die unseren Hunger mit leeren Worten stillt.
    (Estellise Sidos Heurassein)
    Signatur
  • eppap
    Viele Worte für Nichts.
    Ästhetik wurde in einer der Germanisierungskampagnen
    (warum gibt es eigentlich keine Gerfrauisierungsk.??)
    zum Zeitgeist. Und das ist der Schwager vom Sachzwang.
    Der wieder ist mit dem Unterschleif befreundet, welchen
    er bei einem Kongreß auf der schönen Insel Payola
    kennenlernte, als sie zusammen in einer Seilschaft eine
    Ausschreibung gewannen. "Sieg Siegsieg Siiieg Hey !!", so
    riefen sie vergnügt und so laut, daß Niemand mehr den
    Schuß hören konnte.
  • daednU
    i have an important message
    to all the cute people in the world
    there are more of us ugly motherfuckers
    than you are.......
    (f.zappa)
  • remitrom
    Yeah, you're right. That's why the world is such a fuckin place to live in.
  • eppap
    You whinos....
  • remitrom
    Nothing compares to oktoberfest beer!
  • eppap
    I never mentioned 'winos', btw....
  • remitrom
    No, but drinking guys.
  • eppap
    Naw, never...I said: whinos.
  • eppap
    'My' problem seems to be missing
    transmission creativity when using
    a language still spoken and changing.

    The first definition in the given link
    is for 'wino'.
  • LieTnedaKsaK
    This was a rather lovely and amusing little performance. I have to say, it gave me some unexpected pleasure.

    Well.

    Es ist spät, oder sehr früh, je nachdem, wie und wo ich die Zeit wahrnehme.

    Bevor ich fortfahre, welch ein widersprüchliches Wort in diesem Zusammenhang, möchte ich kurz darauf hinweisen, dass, wenn ich weiterhin die Anreden Herr und Frau verwende, ich dies verständlicherweise nicht in der Gewissheit tun kann, dass es sich bei der oder dem Angesprochenen in genetischer Hinsicht auch tatsächlich um eine Frau oder einen Mann handelt. Im Zusammenhang von Intersexualität und Transsexualität scheinen mir denn genetische Dispositionen auch im allgemeinen nicht sehr relevant oder aussagekräftig.
    Die genannten Anreden verwende ich somit rein intuitiv, sicherlich auch beeinflusst durch den Avatar und den Namen, je nachdem ob ich denke, in meinem Gegenüber eine ausgeprägter weibliche oder männliche Bewegung wahrzunehmen. Ich hoffe sehr, niemand fühlt sich dadurch unangenehm berührt. Dies ist nicht meine Absicht. Sehen Sie es positiv.
    Ganz verzichten mag ich auf diese Anreden jedoch nicht. Eine Schwäche meinerseits, das gebe ich zu. Vielleicht ist es aber auch ein Form der Rhetorik, haha.
    Praktisch in vielerlei Hinsicht wäre eine Anrede, die beide Geschlechter vereint.

    Frau castaneda - welch eine interessanter Name für einen Avatar - da haben sie Recht, das kann ich verstehen, dieses haha wirkt wie ein kleiner Tick, nicht wahr. Nun, es ist aber so, dass ich diesen sogenannten Emoticons keine Emotion abgewinnen kann, haha. Stellen Sie sich also immer dann, wenn diese haha erscheint, ein :-) oder ein :D, oder auch ein :DD, abhängig von dem Zusammenhang in dem es erscheint, in unterschiedlicher Betonung des haha vor.
    Ihre kleine Geschichte über die Larve hat mir sehr gut gefallen. Mir selbst ist es oftmals nicht ganz so leicht möglich, die Dinge so einfach und dennoch so treffend zu beschreiben.

    liebe Frau castaneda, liebe Frau heinrich, das waren sehr gute Hinweise, die Sie in Bezug auf das Pentagramm gegeben haben. Das Pentagramm existiert völlig unabhängig vom Menschen. Seine Bedeutung jedoch, wie sie korrekt beschrieben haben, erlangt es durch den Menschen. Die Frage, die sich mir stellt, das heißt nein, mir stellt sich diese Frage nicht mehr, haha, aber ich möchte sie hier dennoch einmal stellen, ist folgende. Wie kommt es, dass das Tier mit Satan in Verbindung gebracht wurde?

    Das Pentagramm ist Eins; es hat keine Bedeutung, abgesehen von den Bedeutungen, die ihm beigemessen werden, je nach Interesse, Macht und Absicht, beigemessen werden, auf Grund seiner Eigenschaften, wie zum Beispiel seiner Proportionen, die sich im Goldenen Schnitt manifestieren.
    Allem, das wiederholt erscheint, wird Bedeutung beigemessen. Ein Symbol ist ganz gewiss kein universelles Prinzip. Es kann aber doch stellvertretend für ein universelles Prinzip stehen, nicht wahr.
    Die Menschen, sie glauben schon die merkwürdigsten Sachen, haha.

    Frau heinrich, glauben Sie an Wunder?
    Die Erkenntnis der Existenz universeller Prinzipien, diese Prinzipien selbst, sind trivial, sie sind in allem und jedem enthalten, sie sind allem und jedem zugänglich.

    Herr Schrödinger, als ich Ihren Beitrag las, und ich bin nicht oft geneigt, mich derart emotional zu äußern, aber als ich diesen Beitrag las, da ging mir das Herz auf vor Freude.
    Sie schrieben, die Ästhetik einer gerade aufgelegten Tischdecke, riefe just Ihr Entzücken hervor.
    Mein Sohn würde sagen, viel mehr geht nicht.
    Dieser Satz strahlt Sonnenlicht.

    Herr TransformarT, Sie schreiben, dass es Sie freuen würde, wenn ich Ihre Fragen beantworte. Nun, ich nehme an, Sie beziehen sich auf Fragen, die Sie hier in Ihren Beiträgen formuliert haben. Das will ich gerne tun.

    Sie fragen als Erstes, warum Ihnen denn nur der Begriff "Zwanghaft" käme, nachdem Sie eine Äußerung über die Lichtgeschwindigkeit und anschließend eine These über den Begriff universell formuliert haben. Ich nehme an, sie befanden sich durch Impulse in Ihrem Innersten, Impulse, die nur schwer zu umgehen sind, gezwungen so zu formulieren, so zu formulieren, wie Sie es getan haben. Dennoch war es Ihnen möglich, durch einen kleinen Spalt der Freiheit, diese Zwanghaftigkeit zu erkennen. Deshalb kam Ihnen dieser Begriff der Zwanghaftigkeit in den Sinn.

    Sicherlich ist die Bedeutung des Wortes universell nicht dieselbe, wie die des Wortes zwingend. Aber das Universelle ist in jedem Fall zwangsläufig. Zwingen und Zwang haben leider deutlich negative Konnotationen. Deshalb scheinen mir Begriffe wie Notwendigkeit, Unumgänglichkeit, Folge, etwas besser zu treffen. Das Wort Zwanghaft ist jedoch ein schönes Beispiel für einen Pleonasmus.

    Desweiteren fragen sie, was ich ihnen sagen will.
    Zuerst einmal - bitte erlauben Sie mir die Äußerung dieser Beobachtung - ist mir an mehreren Stellen in Ihren Beiträgen aufgefallen, dass Sie von sich in der 1. Person Plural schreiben. Ich vermute nicht, dass Sie sich etwa als Sprecher all der Teilnehmer dieses Forums sehen, bzw. im Sinne eines Pluralis Auctoris formulieren; demnach würde es sich um den Pluralis Majestatis handeln, den Sie verwenden. Ich gehe deshalb im folgendem davon aus, dass Ihre Fragen ganz aus Ihrer Perspektive gestellt wurden. Wir wissen ja nicht wirklich, was die anderen Teilnehmer für Fragen haben, solange sie diese nicht selbst formulieren, nicht wahr, haha.

    Nun, es erscheint mir, als versuchte ich in dem bezüglichen Beitrag meinerseits auf Ihren letzten Beitrag Bezug zu nehmen, sowie auf verschiedene Gedankengänge in den vorangegangenen Beiträgen, wie ich es ja dort in meinem einleitenden Satz auch anmerke.

    Sie fragen dann, ob ich Sie eine kleine Demonstration meines rhetorischen Repertoires kosten lassen wollte.
    Sie fragen weiter, ob ich der Netzwelt demonstrieren möchte, was es heißt, der Kunst des Redens ohne etwas zu sagen, zu frönen.

    Lassen Sie mich beide Fragen zusammen beantworten, damit diese hier doch eher nebensächlichen Themen nicht zu viel Platz beanspruchen.
    Sehen Sie Herr TransformarT, meine Art zu schreiben, und wohl auch zu sprechen, haha, ich höre mir ja selbst eher selten zu, ist ganz einfach und natürlich die Art und Weise, in der ich mich am besten ausdrücken, und die Aspekte die ich vermitteln möchte, am effektivsten vermitteln kann. Es mag nicht immer effizient erscheinen; wie ich weiter oben schon anmerke, gelingen mir seltener solche einfachen und dennoch treffenden Bezüge wie sie Frau castaneda herstellt.
    Würde ich anders formulieren wollen, müsste ich mich verschieben. Ich zweifele nicht, dass mir dies nicht genauso überzeugend gelänge, ganz anders als, und ich hoffe inständig, Sie erkennen dies selbst und weisen nun nicht mir die Schuld für die Erkenntnis dieses Sachverhalts zu; ganz anders, als Ihnen in ihrem letzten Beitrag.

    Rhetorik, Redekunst, die Kunst des Redens, an dieser Stelle, die Kunst des Schreibens. Auch dies haben Sie korrekt erkannt.
    Es ist jedoch nicht möglich, zu schreiben oder zu reden, zu kommunizieren, ohne etwas mitzuteilen; ohne etwas zu sagen, so wie Sie es ausdrücken. Insofern lässt es sich auch nicht demonstrieren.
    Demonen, Dämonen, und Fron. Nein, da sind keine Dämonen, das wäre absurd und sehr irreal, haha. Und Fron? Nein, entsprechend leiste ich auch keine Fron. Da ist niemand dem Fron zu leisten wäre. Und der Kunst des Redens Fron leisten? Ich denke nicht, dass die Kunst der Rede daran interessiert wäre. Obwohl, die Kunst der Rede schon eine gewisse Last mit sich bringt, eine Last, die nicht erforderlich wäre, würden Alternativen allgemein im Bereich des Wahrnehmbaren liegen. Ich gestehe, es bereitet mir aber zu einem anderen Teil auch ein nicht zu vernachlässigendes Maß an Freude und ästhetischem Wohlbefinden.

    Ich hoffe ich habe den Wissensdurst, der mit Ihren Fragen verbunden ist, hinreichend befriedigen können. Was mir auffällt, Herr TransformarT, Sie haben die in meinem letzten Beitrag an Sie gerichtete Frage noch mit keiner Antwort gewürdigt.

    Frau siku, ja, die Zeit, nicht wahr, die Zeit ist eine der faszinierendsten Wahrnehmungen. Tatsächlich liegt für mich kaum eine Relevanz in den Zeiten.
    Ja, es scheint, sie ist überall eine andere, auf diesem Planeten, auf anderen Planeten, zu jedem beliebigen Zeitpunkt, eine andere Zeit. Und wenn ich mich bewege, bewege ich mich nicht nur im Raum sondern auch in der Zeit, sofern es in diesem Zusammenhang überhaupt sinnvoll ist, von Bewegung zu sprechen.
    Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie sich einen großen Schatz an kindlichem Empfinden und kindlichen Fähigkeiten erhalten haben, über die Zeit hinweg, die Zeit des eher langsamen oder auch schnelleren, unvermeidbaren Alterns.

    Mich bestürzt immer wieder aufs Neue ein wenig, wenn ich in Beiträgen Formulierungen finde, aus denen sich ablesen lässt, dass der Verfasser einem Denkmuster erlegen ist, das ihm den Menschen als etwas Besonderes in der Welt erscheinen lässt, als eine Entwicklung, die über allen anderen Lebewesen steht und besonders weit fortgeschritten ist - in was, frage ich mich da sofort, doch die Frage nach dem Wohin wäre sinnvoller; weit fort geschritten von allen anderen Lebewesen.
    Aus Sicht einer Mücke, hat der Mensch ausschließlich die Relevanz einer Nahrungsquelle und eines gelegentlich tödlichen Schicksalsschlags. Für die große Mehrzahl der Lebewesen auf diesem Planeten, hat er überhaupt keine oder aber eine nur tödliche Relevanz.
    Der Mensch hat am meisten Relevanz, ganz deutlich, für sich selbst.

    Ästhetik.
    Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht nur Eins sind; machen Sie sich bewusst, dass Sie eine Vielzahl sind; unter anderem, eine Vielzahl von Zellen, die in unablässigem Informationsaustausch zueinander stehen, in andauernder Kommunikation, in fortwährender Bewegung. Wäre dies nicht der Fall, würden Sie im wahrsten Sinne des Wortes zerfallen, nun, früher oder später ist dies der Zustand, den zweifellos jeder Mensch erreichen wird, der Zustand, zu dem er unaufhaltsam hin fortschreitet.
    Versuchen Sie einmal sich diese vielen Zellen vorzustellen, die Sie sind, ganz intensiv, betrachten Sie Ihren Körper dabei.
    Und dann, versuchen Sie sich vorzustellen, aus welchen Stoffen diese vielen Zellen bestehen mögen, und wie ohne Nachlass und zu jeder Zeit und überall in Ihrem Körper, diese Stoffe sich bewegen und miteinander austauschen.
    Und dann, gehen Sie eine Dimension tiefer, auf die Ebene der Teilchen, welche diesen Stoffen Existenz verleihen.
    Und dann, versuchen Sie sich vorzustellen, e = m * c2.
    Masse und Energie sind Eins.

    Ästhetik.
    Ein bekannter Künstler, etwas genauer, ein mir bekannter Künstler, ein Maler, schrieb einmal folgendes.

    Zeichnen, Malen, die Handlung während des Auftragens und Absorbierens von Farbe auf dem empfangenden Stoff, dieses stetig antizipierende, sich gegenseitig beeinflussende Zwiegespräch zwischen Sehen, Handeln und Erschaffen, zwischen Händen und Augen und allem was vermittelnd dazwischen liegt, bedeutet eine Vielzahl an Emotionen für mich. Emotionen, die mich einerseits so tief in das Medium und in die Formen und Fragmente und Farben eintauchen lassen, dass ich eins werde mit dem was dort geschieht und gleichzeitig aber Angst habe, mich zu verlieren, Angst habe, letztendlich vollständig die Kontrolle, den Halt zu verlieren; Emotionen, die mich genau deswegen auch wiederum von dieser Handlung abhalten. Ich möchte nur ungerne ertrinken.
    Verschlucken bleibt jedoch nicht aus, ist unvermeidbar, ist ein Bestandteil dieses Handelns.

    Die Ohnmacht vor dem Sprung von der Klippe. Schwebend. Freier Fall.


    Gute Nacht, schlafen sie wohl; Guten Morgen, ein frohes Erwachen. Wie auch immer.


    🔗
  • schroedinger
    schroedinger
    Ästhetik, Seite 11, Beitrag 217
    ____________

    gefällt mir, Ihr ästhetischer text!!!!
    und, zu dem was Ihr sohn sagen würde,
    ya, ich hab es mit der stoff- und feinstofflichkeit.
    ausgesprochen spitzenästhetisch !!!

    danke sehr.
    mfg kg es
  • adenatsac
    Man bewegt sich durch diese neue, Welt mit ihren trilliarden Informationen, wie durch eine quirlige graue Masse. Oft ist es amüsant, manchmal langweilig oder auch lehrreich.
    Aber selten, ganz selten funkelt es im Datenstrom, man sieht es sich genauer an und findet eine Kostbarkeit.

    Ihre Texte, Herr Kaskadenteil, funkeln und glänzen wie Edelsteine.
    Bei jedem ihrer Sätze sprechen Sie mir aus der Seele sozusagen.:)
    Verzeihen sie mir das kleine, freundliche Smilie, aber ich lächle gerade, weil ich froh bin.
    Auch ich möchte mich bedanken, für die Mühe, welche sie sich machten und wünsche ihnen eine erholsam Nacht.
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