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  • Frage an die Akademiker

  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr Frage an die Akademiker
    Die Tür zu einem Kunststudium wird mir wohl verschlossen bleiben. Ich überlege daher, wie ich mir möglichst professionell ohne Studium einen ähnlichen Erfahrungsschatz aneignen kann.

    Was brauche ich, um so ein Kunststudium simulieren zu können?
    Was machen die Kunststudenten den lieben langen Tag lang?
    Was lernt man alles? Wie wird Wissen dort vermittelt?
    Ist es überhaupt möglich, ein Kunststudium zu ersetzen?

    Ich freue mich über viele ausführliche, sachbezogene, polemikfreie Antworten.

    Vielen Dank im Voraus!
    Christian
    Signatur
  • m-98iwdM
    Sei doch froh. Machst das halt nebenbei und bildest dich halt über Themen die dich interessieren. Ein Kunststudium hat vile Abbrecher, weil viele auch keine Perspektive sehen. Kannst ja veruschen über Agenten in die Kunstszene einzusteigen. So heißen die Leute die gegen Provision die Promotion quasi machen, wenn die Sachen halt gefallen.
  • Sergy
    Sergy
    Ich studiere es zwar nicht, aber ich weiß das auch Geschichtsunterricht und einfache (oder auch komplexe) Formen der Gestaltungslehre (einfaches Beispiel; was ist der Goldeneschnitt?) dazugehören. Verschiedenen Maltechniken usw.
    Ein Studium gliedert sich oft in Vorlesungen und Seminare. Das heißt Theorie und derer Umsetzung.

    Ich persönlich denke das man sich vieles selbst aneignen kann, der Nachteil ist das fehlen eines Kompetenten Ansprechpartners. Aber hier auf der Seite kann man viele Künstler finden, die sich sicherlich sehr gut dafür eignen.

    Was auch gelehrt wird, oder wofür man ein Gespür bekommen muss ist was ein Bild zu einem gutem Bild macht. Abgesehen von subjektiven Sichtweisen gibt es viele Kriterien auf die ein ungeschultes Auge erst gar nicht achten würde, vieles geht bei dem Betrachter unterbewusst durch den Kopf, als Künstler sollte man sich das zu nutze machen können.

    Wo wäre ein guter Anfang? Man sollte schon die Epochen kennen und Bilder analysieren. Es ist oft wichtig einen Blick auf die Geschichte zu werfen damit man nachvollziehen kann warum welche Werke als so besonders gelten.

    Was einen Künstler auch oft ausmacht ist der rote Faden, der sich im Zusammenhang durch die Werke zieht; quasi ein Thema das man bearbeitet.

    Naja, ich hoffe ich konnte dir irgendwie helfen ;)
    lg
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  • eppap
    Du brauchst drei Dinge (naja, Dinge...):

    Einen Kopf, der das will (mit mindestens einer
    Extremität dran, die können will. Also input
    und output möglich.).

    Eine Vision, die zwar im Kopf ist aber extra
    erwähnt werden soll: die liefert nämlich die
    Kohle damit beim dritten Punkt die Feuer nicht
    unterwegs ausgehen.

    Zeit - etwa zwei Drittel mehr als beim Studium.
    (Dafür hast du eine breite Basis - auch durch try
    and error und lesen.)

    -------------------------------------------------
    Unterm Strich tut der Ort noch was dazu: ist es
    nämlich das kleine Dorf kurz vor dem Ende der
    Welt, wo noch nie ein Künstler war, es keinen
    gibt, dann wird es einigermaßen zäh überhaupt
    an das grundsätzliche 'Vor.Wissen' zu kommen, das
    bestimmt, was man wissen will, muß, soll, möchte.
    Vor Allem, wenn Geld dort nicht auf den Bäumen
    wächst.

    Ist es eine Stadt, ist es meist möglicher das zu
    tuen.

    - - - - - - Nachtrag - - - - - - -
    Ich bin kein Akademiker. Das wär' ja noch schööööner...
  • b_anom
    Ok, ich bin kein Akademiker, aber gebe jetzt trotzdem mal meinen Senf dazu.

    Ich gehe das ganze viel lockerer an. Ich mache im Prinzip was mir Spaß macht. Dazu gehe ich jetzt öfter als früher ins Museum, ich schaue mir sehr viele Bilder an (auch hier) und male viel. Im Moment beschäftige ich mich mehr mit Skizzieren und Zeichnen, weil mir da einiges fehlt.

    Vielleicht sind meine Ansprüche nicht so hoch wie Deine, obwohl ich schon einen gewissen Ehrgeiz habe und mich weiterentwickeln möchte. Mit Theorie beschäftige ich mich auch, aber ich lese nicht meterweise Bücher, sondern genau das, was ich im Moment brauche.

    Dann kommt es natürlich darauf an, was man machen möchte. Alte Meister interessieren mich nicht so, weil ich auch nicht gegenständlich malen will. Landschaften und Stilleben etc. sind gar nicht mein Ding. Wenn ich einen Maler gut finde, dann beschäftige ich mich mit ihm und seinen/ihren Bildern, nur eben ganz gezielt.

    Kopieren von Bildern (außer meine eigenen Fotos manchmal) finde ich oberlangweilig, das ist wohl ein Problem weil ich weiß, dass man dadurch sehr viel lernen kann. Ich mache es gelegentlich, wenn mir etwas besonders gut gefällt, aber nicht zum Zeigen.

    Ich möchte jetzt bitte keine Kritik an meinem Ansatz, für mich ist das ok so wie ich das mache :-). Wollte nur meine Vorgehensweise beschreiben.
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Danke vorab für die vielen Beiträge.

    @sergy und pappe
    Viele von euren Anregungen und Beispielen sind mir natürlich auch schon im Kopf rumgegeistert. Ich frage mich aber, ob es der akademischen Realität entspricht. Diese Ansätze haben sicher viele autodidaktische Maler. Der Nachteil ist jedoch, dass man Rosinenpickerei betreiben kann, was die Auswahl der Themen betrifft, die man sich beibringen möchte. Ich zweifle daran, ob ich so zum Ziel kommen kann.
    Vielleicht möchte sich ja doch noch der eine oder andere Akademiker daran beteiligen?

    @mona_b
    Mit Theorie beschäftige ich mich auch, aber ich lese nicht meterweise Bücher, sondern genau das, was ich im Moment brauche.

    Genau da frage ich mich, ob es mich wirklich weiter bringt so vorzugehen. Stecken nicht oft besonders in den "anderen" Büchern die nötigen Hinweise, um wirklich vorwärts zu kommen?
    Signatur
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Studieren ist wie Fahren auf der Autobahn. Bist schneller am Ziel aber bekommst nur wenig von der Landschaft mit. Die Wege der Autodidakten gehen übers Land, sind abwechslungsreich und sind oft Umwege. Zum Ziel führen beide. ...
    Ist auch eine Ansicht. Aber ich möchte dennoch hier eine Lanze für die Studierenden brechen. Ein Studium an einer Hochschule oder Akademie bietet Möglichkeiten, die mE nicht unerheblich sind und die dem Autodidakten schwer (Räumlichkeiten, Kosten, usw.) oder gar nicht zur Verfügung stehen.

    1. Gestaltungslehre. Oft eines der ersten Fächer und als Grundlage für die Ausbildung eines eigenen künstlerischen Ausdrucks sehr wertvoll. Wird im Selbststudium meistens nicht "angefasst".

    2. Naturstudium. Die Studierenden haben die Möglichkeit im Aktsaal zu arbeiten, haben Zugriff auf Gipsabgüsse, Schädel, Skelette usw.

    3. Modellieren. Studierende können Werkstätten nutzen, um durch das Modellieren Raumgefühl zu entwickeln. Material und Räume stehen zur Verfügung.

    4. Kunstgeschichte. Studierende können kunsttheoretische Fächer belegen.

    5. Freies Arbeiten in der Gruppe. Sie setzen in der Gruppe Themen um, suchen bildnerische Lösungen usw. Dabei werden Prozesse freigesetzt, die die Teilnehmer viel schneller weiter bringen, als wenn man es alleine macht.

    6. Projektarbeit. Sie haben die Möglichkeit in Projekten kunsttheoretische und praktische Themen zu vertiefen.

    7. Korrektur/Besprechung der Arbeiten. Sie besprechen in der Gruppe die angefertigten Arbeiten und bekommen so ein sehr rasches Feedback, was eine sehr wertvolle Hilfe für den Einzelnen ist, sich und seinen aktuellen Stand einzuordnen.

    8. Drucken/Druckwerkstätten. Sie haben die Möglichkeit, in den verschiedenen Drucktechniken, Hochdruck, Tiefdruck usw. zu arbeiten.

    Ich empfinde nicht, dass die Studierenden nicht “übers Land“ gehen könnten. Im Gegenteil. Wenn sie die Angebote nutzen, sind die Möglichkeiten zu lernen sich bildnerisch auszudrücken an der Hochschule viel mannigfaltiger, als allein zu Haus.

    Vieles davon wird sich ohne Studium so nicht ohne weiteres realisieren/simulieren lassen.
    Für eine Leitlinie, sofern Du Dich denn an einem Studiengang orientieren willst, hilft das Vorlesungsverzeichnis weiter.
    Ist bei der UDK Berlin z.B. frei über die entsprechende Website einsehbar.

    Veranstaltungen der Fakultät Bildende Kunst
    Signatur
  • b_anom
    Wenn ich die Zeit und die Möglichkeit hätte, würde ich sogar in meinem Alter noch so ein Studium machen :-). Das wäre toll.
  • b_anom

    @mona_b
    Mit Theorie beschäftige ich mich auch, aber ich lese nicht meterweise Bücher, sondern genau das, was ich im Moment brauche.

    Genau da frage ich mich, ob es mich wirklich weiter bringt so vorzugehen. Stecken nicht oft besonders in den "anderen" Büchern die nötigen Hinweise, um wirklich vorwärts zu kommen?


    Garantiert. Vielleicht helfen Dir die Links von BerHWolf weiter. Ich denke, wenn Du Kunst von Grund auf lernen willst, dann hast Du schon recht, dass man auch systematisch lesen muss. Es kommt eben darauf an, was genau man für sich will.
  • xylo
    xylo
    Die Kunstschulen bieten oft freie Kurse an.
    Ich mache das schon seit Jahren und habe dadurch Fachlehrer, welche auch Studenten betreuen, (Wenn sie merken, dass Du weiter willst, als nur ein bisschen rumschwoddeln) und Dich total fordern, die Latte immer höher hängen und auch nicht mit Kritik sparen. Kostet halt leider immer eine Stange Geld, dies ist der Nachteil.
    Ich belege seit 2007 unterschiedliche Kurse und komme ohne Fahrtkosten
    auf über 2000 CHF, da ist noch kein Material dabei, oder wenns ein Wochenkurs ausserhalb der Region ist, auch noch die Unterkunft.

    Wie wäre es denn, wenn Du einen kunstnahen Beruf erlernst und dann zusätzlich privat offene Kunstkurse besuchst?

    Bühnenbildner, Grafiker etc.
    Signatur
  • siku
    Die Tür zu einem Kunststudium wird mir wohl verschlossen bleiben. Ich überlege daher, wie ich mir möglichst professionell ohne Studium einen ähnlichen Erfahrungsschatz aneignen kann.

    Was brauche ich, um so ein Kunststudium simulieren zu können?
    Was machen die Kunststudenten den lieben langen Tag lang?
    Was lernt man alles? Wie wird Wissen dort vermittelt?
    Ist es überhaupt möglich, ein Kunststudium zu ersetzen?

    Ich freue mich über viele ausführliche, sachbezogene, polemikfreie Antworten.

    Vielen Dank im Voraus!
    Christian


    du könntest dich doch mal in einer Sprechstunde an der Uni beraten lassen. So alt bist du doch noch gar nicht. Scheu dich nicht in eine Sprechstunde zu gehen, oder ruf mal bei der Fachschaft an.
    vielleicht guckst du mal hier:

    🔗

    möglicherweise geht es bei dir ja über die "Begabtenprüfung", allerdings wirst du deine bisherige Malweise dann wahrscheinlich "vergessen müssen".
    Ein Kunststudium kann man wohl schwer simulieren, ebensowenig wie ein Kunstgeschichtsstudium - mit der Simulation würde ich mich erst gar nicht herumquälen: entweder du hast die Möglichkeit und fährst die akademische Schiene oder du bleibst bei deiner Malweise und suchst dir Galeristen, die ja auch noch Hinweise geben auf das was geht - und was nicht geht.

    Das Argument, dass du auch Kunstgeschichte und Kunsttheorie, Philosophie haben könntest, scheint mir sekundär. Ich behaupte hier mal keck: Kunstgeschichte brauchst du für angewandte Kunst nicht, wohl viel eher die verschiedenen Techniken, verschiedene Medien und den Austausch in Gruppen.

    Wahr ist, dass du nur in einer Kunst-Welt leben kannst, entweder in der Welt der Diplom-Künstler oder in der Welt der Autodidakten. Wo du glücklicher sein wirst, kann dir sowieso keiner beantworten.
  • Johndell
    Johndell
    Die Tür zu einem Kunststudium wird mir wohl verschlossen bleiben. Ich überlege daher, wie ich mir möglichst professionell ohne Studium einen ähnlichen Erfahrungsschatz aneignen kann.

    Was brauche ich, um so ein Kunststudium simulieren zu können?
    Was machen die Kunststudenten den lieben langen Tag lang?
    Was lernt man alles? Wie wird Wissen dort vermittelt?
    Ist es überhaupt möglich, ein Kunststudium zu ersetzen?

    Ich freue mich über viele ausführliche, sachbezogene, polemikfreie Antworten.

    Vielen Dank im Voraus!
    Christian


    Es hängt auch sehr davon ab was du genau willst, welche Kunstrichtung du einschlagen möchtest?
    In deinem Profil geht es noch nicht offensichtlich hervor was du willst.

    Wenn du Realistische Malweise lernen willst, wird dies in Deutschland nur sehr schwer ermöglich, auch ein Studium ist da nicht hilfreich weil diese mehr auf moderne getrimmt ist.
    einige gehen daher auch nach Amerika um dies richtig zu erlernen. Ich denke sogar dass man damit einen Vorteil hat, weil es auch eine Abwechslung hier zu Lande darstellen kann.

    Allerdings meine ich mit Realistischer Malweise nicht die typischen Bob Ross Malerei so wie auch die Tier Portraits … Auch in der Realistischen Malerei gibt es noch viel mehr zu entdecken als man sonst so geboten bekommt.
    Unter anderem wie man reduziert, Atmosphäre neu formulieren kann und ihr durch eine eigene Pinselführung neues Leben einhaucht.
    Oftmals gibt es auch Parallelen zur Abstrakten Kunst...

    Wenn du diese Richtung einschlagen willst, gibt es auch guter Bücher, nur leider nicht im Deutschsprachigen Raum.

    Was die Abstrakte Kunst und Studium betrifft, kann ich leider nichts zu sagen.
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Studium kann ich für mich mit Sicherheit ausschließen. Weder Finanzen noch Alter, noch Gesundheit lassen das zu. Ich muss mich also mit anderen Mitteln dem Ziel nähern. Ich bin natürlich bewusst, dass es einem Studium immer hinterher hinken wird aber wie heißt es so schön:
    "Aus einem Schwein kann man kein Rennpferd machen aber auf dem Weg dahin erhält man ein verdammt schnelles Schwein".

    Ich unterstelle jetzt mal, dass Kunststudenten auch noch nicht genau wissen, wo die Reise hingeht. Dazu soll so ein Studium sicher auch hilfreich sein.

    Haben die Profis hier nicht eventuell Lust, eine virtuelle Tutorengruppe zu machen. Eure Erfahrungen aus der Akademie und eure eigenen Erlebnisse könnten Gold wert sein. Es gibt sicher einige wie mich, die lernwillig und Förderungswürdig sind.

    Apropos Profis:
    @siku
    Warum bist du davon überzeugt, dass ich meinen Malstil in einem Studium aufgeben muss?
    Signatur
  • Johndell
    Johndell
    Studium kann ich für mich mit Sicherheit ausschließen. Weder Finanzen noch Alter, noch Gesundheit lassen das zu. Ich muss mich also mit anderen Mitteln dem Ziel nähern. Ich bin natürlich bewusst, dass es einem Studium immer hinterher hinken wird aber wie heißt es so schön:
    "Aus einem Schwein kann man kein Rennpferd machen aber auf dem Weg dahin erhält man ein verdammt schnelles Schwein".
    Naja, du manipulierst dich selbst, du bist im Grunde dass, was du selbst von dir denkst.
    Dies kann auch offensichtlich im negativen Sinne sein…

    Ich denke ein Studium wird dir auch nichts bringen wenn deine innerliche Einstellung schon nicht stimmig ist. Wenn du glaubst dass so ein Studium ein Rettung Boot ist, irrst du dich da. Was bringt es also, wenn du dich selbst schon so betrachtest?

    Mal so gesehen: Dir stehen alle Wege offen, ob mit Studium oder ohne, aber das alles ist kein versprechen von anderen, sondern ein Versprechen dir selbst gegenüber was du draus machst. Es gibt auch genug Fälle in denen Akademische Künstler den Autodidakten hinterher hängen.

    Denn noch musst du grob wissen in welche Richtung du gehen möchtest, erfolgreiche Künstler leiten sich ja selbst dahin, Kunst ist ja nur ein Oberbegriff. Unter Umständen kann es auch sein, dass deine Wünsche und Richtungen von einer bestimmten Uni nicht erfüllt werden.
  • Sergy
    Sergy
    Was mir fehlt ist immer noch dein klares Ziel.
    Willst du mit Kunst dein Geld verdienen?
    Architektur ist ein naher Verwandter der "Kunst"; viele aus den Reihen sehen sich auch als Künstler (Ich bin da eher Praktischer Natur^^). Wenn man als Selbstständiger unterwegs ist gibt es oft Wettbewerbe an denen man teilnehmen kann; ohne diese Schiene gehts kaum noch. Vielleicht läuft das in der "Kunst-welt" nicht viel anders?
    Und mal im Ernst ... ich kenne eine Hand voll Leute die Kunst studiert haben, ihr Geld aber mit etwas anderem verdienen (Meist als Dozenten). Hingegen ist ein Bekannter von mir vom Leiter der Produktionswerkstatt der Deutschen Oper am Rhein, auf der Straße entdeckt worden. Er war eigentlich Tischler gewesen und saß einfach da und malte spontan Portraits auf der Straße. Ja, jetzt ist er Künstler ^^ (Ich hatte oft den Eindruck das er mehr Privat arbeitete als für die Stücke XD)

    Aber wie schon gesagt: Das wichtigste um auf dem Markt bestehen zu können ist oft ein Image gepaart mit einer Reihe von Werken die ein Thema bearbeiten. Egal wie abgedroschen sich das anhört, aber als Künstler sollte dein Name eine Art "Marke" sein.

    An einer Tutorengruppe wäre ich auch interessiert ;)
  • b_anom
    Ich verstehe auch nicht, warum Du so an diesem Studium hängst. Du kannst doch so oder so malen. Und warum solltest Du hinterherhinken? Ist natürlich die Frage ob Du für Dich malst oder malen möchtest, was möglichst von der Kunstwelt "anerkannt wird". Eigentlich sollte einem das doch egal sein. Ich mache es jedenfalls für mich.

    Wenn ich gekonnt hätte, wäre so ein Studium bestimmt interessant gewesen. Aber war halt nicht. Das hält mich aber nicht vom Malen ab oder macht mich unsicher. Und Du hast soviele Möglichkeiten, wie hier schon gesagt wurde, dazu zu lernen.

    Mal ganz abgesehen davon, finde ich Deine Bilder ziemlich gut wie sie sind.
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    ja, ist nicht leicht zu erklären, warum ich daran interessiert bin. Es hat mit meinem Selbstbewußtsein zutun, vermute ich. Ich möchte die Kunst gerne von "innen" betreiben.
    Mich interessiert, wie mich ein Professor beurteilen und fördern würde. Welche Fragen würde er mir stellen? Welche Themen würde er mit mir besprechen? In welche Richtung würde er mich lenken? Auch würde ich gerne Kontakte in der "Szene" haben. Ich möchte mit Leuten zusammen kommen, für die Kunst auch mehr ist, als ein schönes Handwerk. Mit Berufenen sozusagen. Ich frage mich auch, ob mein Entschluss, die Malerei zur tragenden Säule in meinem Leben zu machen vielleicht deshalb schon falsch ist, weil ich selbst mich falsch einschätze.
    Ich freue mich natürlich über jedes Feedback und jeden Kommentar hier. Ich gewichte die Urteile aber auch. Ehrliche Meinungen von Gleichgesinnten sind mir wertvoller, als von Freizeitmalern. Meinungen von Profis schätze ich wiederum höher ein als Kommentare von Leuten auf meinem künstlerischen Niveau. Dabei geht es mir eigentlich nur am Rande um zukünftige Verdienstmöglichkeiten durch meine Malerei. Der Respekt vor meiner Ensthaftigkeit, das Sehen meines Ringens, das Anerkennen meiner Mühen und Fortschritte wäre mir Lohn genug. Ich fürchte jedoch, dass alleine aufgrund der Tatsache, dass ich Autodidakt bin die genannten Personengruppen sich nicht bemühen würden, mich eines Blickes zu würdigen. Das kann ich wiederum sehr gut verstehen.
    Ich hoffe sehr, dass meine Worte nicht zu arrogant rüber kommen.
    Signatur
  • m-98iwdM
    Du müsstest einfach nur mal überlegen in welche Richtung du malen willst. Bei dir sehe ich da noch keine rote Linie drin. Einmal von der Machart und auch von der Thematik. Ein guter Maler hat für mich jedenfalls seinen persönlichen Stil gefunden und auch meist ein spezielles Themengebiet. Aber ich will mich da nicht ausschließen. Den Stil zu finden der einem ausmacht, der gewollt und gekonnt aussieht, das ist das was man braucht. Für mich jedenfalls. Du hast da mal Hunde, da mal Menschen, dann hast du abstrakte Sachen. Das sind dann eher Studien ? Da kann man sicherlich was draus machen aber du musst halt daran viel üben, so wie jeder der etwas Anspruch hat und sich entwickeln will/muss.
  • Sergy
    Sergy
    Arrogant finde ich das nicht, umso mehr aber romantisch.
    Na gut ... ich finde https://www.arte.tv/plus7 ist eine wahrliche Bereicherung, z.B. das was unter Philosophie hochgeladen wird.
    Die Kunst von innen betreiben ... schön formuliert, aber ich bin z.B. mehr Gestalter als Künstler, weshalb ... naja, also irgendwie kann ich es doch nachvollziehen. Etwas schaffen zu wollen ...
    Ich sehe meine Bilder z.B nicht als Kunst, weil ich mehr Abzeichne. Es geht um die Darstellung einer Situation, aber es ist keine Schöpferische Arbeit. Und das ist es glaube ich, was du meinst.

    Die Fragen um die Fragen der Professoren kannst du evt. an Leute wie /FOUNTAIN richten.
    Im Fach "Entwurf" (das Künstlerische von allen) sind oft die Fragen: Was sieht der Betrachter zuerst? Wodurch entsteht Atmosphäre, wie unterstützt man sie? Was soll der Betrachter fühlen oder denken und wie ruft man den gewünschten Effekt hervor?
    Würde das so funktionieren?
    Siehe Leute die es ähnlich versucht haben, lese Theorie und suche die Mittel zur Umsetzung.

    Oder noch was: Es gibt doch manchmal probe Seminare oder freie Vorlesungen. Am besten erkundigst du dich vielleicht an den Unis oder etc. in deiner Umgebung?
  • lisa
    lisa
    Du müsstest einfach nur mal überlegen in welche Richtung du malen willst. Bei dir sehe ich da noch keine rote Linie drin. Einmal von der Machart und auch von der Thematik. Ein guter Maler hat für mich jedenfalls seinen persönlichen Stil gefunden und auch meist ein spezielles Themengebiet.


    Bereits bevor man mit dem "Studium" anfängt?
    Signatur
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