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  • Ai Weiwei soll deutschen Pavillon gestalten

  • adenatsac
    scheisse, wenn man dumm ist und es offenkundig wird, gelle?
    :)
    aber so als anonymo muss man ja nur mit seinem Spiegelbild klarkommen...


    Im Gegensatz zu ihnen, habe ich keine Probleme damit, zu sagen: Ich weiß dass ich nichts weiß. Da befinde ich mich in guter Gesellschaft (Sokrates) und bleibe offen und neugierig, um bis zum letzten Atemzug zu lernen.

    Was ihren Hinweis auf eine vergangene Diskussion um eine Gruppe chinesischer Schüler anbelangt, welche zu freier künstlerischer Arbeit nicht fähig waren, so gebe ich zu bedenken, dass dies ja eben das Resultat einer regressiven, auf unbedingtem Gehorsam zielenden Erziehung ist.
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  • Doktor Unbequem
    oh, ich habe wenig Problem mit meinem limitierten Wissen.
    Allerdings meine ich doch, manchmal Dinge in Zusammenahng bringen zu können, die eine relativ passende Definition bezugs gewisser Prägungen des Seins ausdrücken.
    Bzw Sachverhalte und Konditionierungen erkennen und - möglichst unmissverständlich - definieren zu können.

    Sokrates soll dies übrigens nie so gesagt haben!
    M.W. war der Sinn etwa "Ich sage nur, was ich sicher weiss".
    Der genaue Wortlaut ist mir entfallen.

    Bezugs China schwelgen Sie, C., in Vergangenheiten, verwechseln dies aber mit der Gegenwart, von der ich sprach.
    Wie bereits gesagt, aber ich wiederhole es noch einmal in anderen Worten für Sie:
    Die Dame in China sah keinerlei Problem darin, wenn ihre Probanden einen oder mehrere Schritte in Richtung freiheitlicherem Schaffen gehen.
    Ich denke, sie wird sich gewissenhaft informiert haben.
    Zumindest kann ich einer solchen Vor-Ort-Aussage wesentlich mehr trauen als den (Wunsch-)Gedanken eines Theoretikers.
    Sicherlich sind die Chinesen gehemmter, aber Freiheit bedeutet auch dort nicht zwangsläufig Kampf gegen die Regierung bzw Konflikte mit ihr.
    "Freiheit" ist überall auf der Erde relativ...
  • Doktor Unbequem
    hier mal paar Eindrücke/Infos aus 1. Hand:

    habe einige chinesische Kuenstler nach ihrer Meinung um Ai Wei Wei gefragt. Ich bin entaeuscht. Die sind gelangweilt nachdem sie seinen Blog eine Weile lang ueber Proxy server verfolgt haben. Er erreicht nicht die jungen Kuenstler. Diejenigen, die alle englisch lernen, und sich fuer Dinge ausserhalb Chinas interessieren. Fuer Subkultur und Fun und Reisen und ein Leben in Sicherheit und Wohlstand.
    Viel internationales Aufsehen, doch national wird jegliche Information blockiert. Eine Veraenderung der Gesellschaft kann jedoch nur von innen kommen. Durch Leute, die anerkannt und respektiert werden. Leute, die "cool und Hip" sind. Nicht durch von der Regierung sogenannte "Kriminelle". Und es gibt viele Kuenstler (bildende und Musiker, Hip Hp usw) die auf soziale Misstaende aufmerksam machen. Und das ziemlich direkt.

    Druck von aussen und "Gesichtsverlust" durch Sympathie mit Regimekritikern wird meiner Meinung nach nicht zur Oeffnung zu heiklen Themen sondern zu Verschaerfung fuehren. ZB erlaubt China ein Bjoerk=Konzert, und die Dame hat nichts besseres zu tun, als "free tibet" zu rufen. Wird das die chinesische Regierung dazu veranlassen Tibet mehr Autonomie zu verleihen? Nein. Im Gegenteil. Kein Bjoerk KOnzert mehr. Konzerte und Kuenstler werden schaerfer kontrolliert.
    Es ist sicher ehrenwert sich fuer Menschenrechte einzusetzen,und ich unterstuetze jede Verbesserung dieser, aber ich persoenlich denke im Falle Chinas (und ich lebe erst seit 2 Jahren hier) ist Provokation nicht der effektivste Weg. Es widerspricht der chinesischen Kultur. Es ist ein langsamer Prozess. Den die chinesiche Gesellschaft selbst und von innen heraus durchlaufen muss und auf ihre Weise tun wird. Es gibt viele kleine Revolten in den Provinzen, die gegen lokale Misstaende kaempfen. Ob dabei eine Demokratie im westlichen Sinne herauskommt bezweifle ich.
    Eine Buchempfehlung, fuer die die sich interessieren, ist "the wild swans". Leider weiss ich den deutschen Titel nicht. Sorry. Man kann jedoch sehr gut verstehen in welchem Generationskonflikt und Status sich die Gesellschaft befindet. Ich bin kein Historiker, aber wenn man sich ueberlegt, dass die Kulturrevolution erst ca 50 Jahre her ist, und es viele Leute gibt, die die Brutalitaet und Willkuer der Revolution erlebt haben, die heute die Omas und Opas sind, die weder Bildung (wurden zur Landarbeit gezwungen) noch Moeglichkeit zur Meinungsaeusserung oder Meinungsbildung hatten und oft traumatisiert sind, dann kann man vielleicht verstehen, dass so ein Maskenauftritt doch recht albern wirkt. Selbst sehr gebildete Leute, die alles ueber Tian an men wissen, und im Ausland studiert haben, wundern sich, wenn der Westen nem "Kriminellen" im Gefaengnis den Nobelpreis gibt. Die meisten Leute haben hier andere Probleme als sich um nen "Aussenseiter" wie Ai Wei Wei zu scheren. Morgens zB sieht man viele Leute, wie sie sich in der Strasse die Zaehne putzen oder ihr "Geschaeft" machen. Mit nem 500Euro I-Phone in der Hand. Bei nem 150 Euro Einkommen. 5 Leute in ner Wohnung so gross wie ne Garage, aber nen fetten PC oder TV drin stehen haben.
    Die Prioritaeten liegen im Moment auf das Erreichen von Status. Verstaendlich, wenn man bedenkt, dass Familien waehrend der Revolution alles weggenommen wurde, und sie jetzt die Moeglichkeit haben wieder was zu erreichen, bzw materiellen Wohlstand.
    Allerdings bin ich auch sehr weit weg von Beijing, und dort mag die Lage etwas anders sein.

    Meiner Meinung nach ist es am wirkungsvollsten, wenn ich zB meinen chinesischen Freunden, persoenlich, Werte von Toleranz und Respekt und Recht und Unrecht vermittle, was hier schon nicht immer einfach ist. Mit Arroganz und Provokation wird man jedoch aus meiner Erfahrung heraus nur auf Unverstaendnis und Ablehnung treffen.
    Sorry fuer den langen Text, aber diese China Feind-und-Boese-und Schlecht-Schublade geht mir ehrlich auf den Keks. Es ist ein Land groesser als gesamt Europa mit vielen verschiedenen farbenfrohen Kulturen und grossartigen Menschen. Ai Wei Wei weiss das alles sehr wohl und geht eben seinen Weg. Das ist mutig, aber er ist auch so prominent, dass die chinesische Regierung sensibel damit umgehen wird.
    Dieses WE ist Ching Ming Festival, grosse Sache, es werden die toten Vorfahren geehrt, Graeber geputzt und geschmueckt, Zeit mit der Familie verbracht, 4 Tage lang, und ob dann Interesse fuer so politisch korrekte und China-feindliche (so wird das hier verstanden) Westler besteht, die sich mit Ai Wei Wei Masken schmuecken, werden wir sehen.
    Viel Spass und Erfolg jedenfalls dabei.
    k
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  • eppap
    Ach Tom.. ich hätte wetten können, daß du
    damit angelaufen kommst. Hätte ich es nur.

    Und - was sagt uns dieser post ?? Daß es
    eine solche Meinung gibt. Sonst Nichts.
    Für mich ist's ein Sammel.Skurrilum von
    vielen kleinen Punkten, die in einen
    Kasten geworfen wurden. Darauf wurde
    dann mit einem chinesischen Pinsel ge-
    schrieben: "Meinung one size fits all".

    Aber nur, wenn man diese Punkte auf ein
    Blatt gäbe und miteinander verbände, könn-
    te daraus ein Bild werden. Denn China ist
    China und nicht Europa. Dieser Artikel ist
    aber Europa und nicht China. Auch wenn ein
    Sack Reis umfällt.
  • Doktor Unbequem
    jaja, pappi, bei dir ist ja alles nix...
    Signatur
  • eppap
    Bemühen Sie sich mehr, Herr Zitator...
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