KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Skulpurerstellung für den Außenbereich

  • siggilewerenz Skulpurerstellung für den Außenbereich
    Guten Tag,
    ich möchte meinen Eltern einen Grabstein erstellen. Dieser hat die Form einer Brücke und wird über Moniereisen im Bogen sowie den "Sockeln" verstärkt. Ich habe mit rein weißem Zement und grobkörnigem Marmor gearbeitet. Nun möchte ich mit Marmorstaub arbeiten um eine filigranere Form zu erzielen. Mein Problem ist die Veredeleung des Abschlußergebnisses. Die Wasserabweisung (Zusatzbeimischung) sowie die Mischung zwischen Marmorstaub und Zement. Wer kann helfen?
    Vielen Dank im Voraus!
  • Roderich
    Roderich
    marmorstaub und zement mischen, das wird mausgrau (weißer zement ist mir nicht bekannt ob der ausreichend festigkeit erzielt um ihn verwenden zu können). der zement sollte ja nur als bindung der marmorteilchen dienen. den marmorstaub anteil erhöhen geht auch nicht - keine festigkeit mehr. "kunststeine" wurden früher aus stockmehl von natursteinen mit zement vermengt hergestellt, der kern wurde häufig aus beton oder großen steinbrocken gemacht damit man nicht soviel kostbares steinmehl benötigte. die korngröße sollte dann etwa von 0,5 mm bis ca 1,5 mm gehen. um eine glatte oberfläche zu erzielen muß das werkstück nach ausreichender zeit überschliffen werden. nicht vergessen das werkstück zu "stampfen" (verdichten) beim guss. wasserabweisende stoffe werden nach meinem wissen nicht beigemengt. kalkstein (marmor ist ja kristalliner kalkstein) im außenbereich hält allerdings die politur nicht - wird stumpf und matt.

    nachtrag:
    um es kurz zu machen, die feinere oberfläche wird nicht durch kleinere korngröße erzielt sondern durch bearbeitung der oberfläche (hauen, schleifen).
    Signatur
  • siggilewerenz Danke!
    Hallo, ich habe schon einen Stein mit weißem Zement gemacht. Die Festigkeit ist nicht weniger als bei grauem Zement. Meine Frage bezieht sich auf Zusatzstoffe für Frostfestistigkeit und Wasserabweisung. Schleifen werde ich bestimmt müssen. Nur hoffentlich weniger!Zumal die Inschriftdurch die großen Marmorteile nicht nur schwer zu erstellen war, sondern auch zu kleinen Ausbrüchen führte! Diese Stellen sind einfach nicht schön und die Reparatur ist auf Dauer bestimmt nicht nicht haltbar.
    Trotzdem Danke und versuche es mal mit weißem Zement! Es sieht elegant aus was da entsteht!
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • simulacra
    simulacra
    Für Frostsicherheit Kunststoffasern zufügen. Welche? Im nächsten Betonwerk nachfragen, die können dir helfen. Menge? Bei solche einmaligen Bauwerken, die keiner ständigen punktuellen Belastung ausgesetzt sind, kommt es sicherlich nicht auf ein paar Gramm mehr oder weniger an, aber mehr als 2% der Gesamtmasse würde ich nicht nehmen. Ich denke, für die feine Außenschicht könnte man auch etwas eigenes antesten, wenn eine gewisse Frostsicherheit für den Kern und den Übergang zur Feinschicht gegeben ist. Eventuell leichter brechendes Material für diese dünne Schicht auf porösen Steinen basierend, die man evt nochmal mit einer Lasur versiegeln muss (?), eine Inschrift aber möglich macht. Nur so eine Idee...
    Signatur
  • xylo
    xylo
    Hallo Siggi,
    ich finde die Idee, für seine verstorbenen Eltern etwas Besonderes zu erschaffen wunderbar. Wenn ich mir durchlese, wie der Kunststein werden soll und welche Formgebung angedacht ist, möchte ich hoffen, dass es keine "Friedhofsordnung" gibt, die Deinen Planungen entgegenstehen.
    Ich schreibe dies nicht aus "Schwarzseherei" sondern weil es einen Bericht gab, von dem ich dachte, es sei ein Aprilscherz.


    http://www.sonntagonline.ch/index.php?show=news&id=782




    Ich wünsche Dir für die Umsetzung alles Gute und hoffe, die Friedhofsordnung ist nicht engstirnig ausgelegt.
    Signatur
  • siggilewerenz Hi Xylo
    Hallo, dein Hinweis ist voll und ganz richtig! jeder der sich mit dem gedanken befasst keinen zugelassenen Steinmettz zu beauftragen sollte dies beachten. Offensichtlich gibt es sehr gute Zusammenarbeit zwischen Friedhofsverwaltungen und ortsansässigen Steinmetzen. In großen Städten ist dies Problem kleiner. In der Provinz hingegen sehr hoch! Ich wollte ja auch keinen Steinmetz die Arbeit weg nehmen, doch die gängigen Lösungen waren mir alle zu Pro Forma. Ich kann nur folgenden Tipp geben. geht über die Friedhöfe und schaut Euch das vorhandene an. Es gab oft schon Ausnahmen von der Regel. Egal wie lange diese her sind. Damit kann man Friedhofsverwaltungen schnell aushebeln. Ansonsten sollte man selbstverständlich auch an die Pietät denken und auch an Symbole. Es gibt wirklich allerhand was auf persönlich zwar, vom Verstorbenen gemocht wurde, aber am letzten Ort nicht angebracht ist. Da ist weniger bestimmt mehr. Natürlich bin ich zur Verwaltung gegangen und habe mich erkundigt. Ich wurde auf gesetzliche Umweltauflagen hingewiesen und nach der Philosphie gefragt. Das Symbol einer Brücke für die Eltern widersprach keiner Vorgabe. Das Material Beton wurde erst verblüffend aufgenommen und dann erkundigte sich die Verwaltung selber welche konsistenz vorliegen müsse. Dann kam der Hinweis auf die Erstellung eines haltbaren Betons, der auch Frost standthält. Das ist mein Problem. Ein erster Stein steht schon. Doch er nimmt zu viel Wasser auf und wird dem Frost nicht standthalten. Ich werde noch ein Foto einstellen.
  • xylo
    xylo Postfach
    Schau mal in Dein Postfach, ich habe Dir eine kleine Versuchsanordnung beschrieben sowie auch einen Link für einen Betonzusatz.

    Viel Gück
    Signatur
  • Roderich
    Roderich
    Hallo, dein Hinweis ist voll und ganz richtig! jeder der sich mit dem gedanken befasst keinen zugelassenen Steinmettz zu beauftragen sollte dies beachten. Offensichtlich gibt es sehr gute Zusammenarbeit zwischen Friedhofsverwaltungen und ortsansässigen Steinmetzen. In großen Städten ist dies Problem kleiner. In der Provinz hingegen sehr hoch! Ich wollte ja auch keinen Steinmetz die Arbeit weg nehmen, doch die gängigen Lösungen waren mir alle zu Pro Forma. Ich kann nur folgenden Tipp geben. geht über die Friedhöfe und schaut Euch das vorhandene an. Es gab oft schon Ausnahmen von der Regel. Egal wie lange diese her sind. Damit kann man Friedhofsverwaltungen schnell aushebeln. Ansonsten sollte man selbstverständlich auch an die Pietät denken und auch an Symbole. Es gibt wirklich allerhand was auf persönlich zwar, vom Verstorbenen gemocht wurde, aber am letzten Ort nicht angebracht ist. Da ist weniger bestimmt mehr. Natürlich bin ich zur Verwaltung gegangen und habe mich erkundigt. Ich wurde auf gesetzliche Umweltauflagen hingewiesen und nach der Philosphie gefragt. Das Symbol einer Brücke für die Eltern widersprach keiner Vorgabe. Das Material Beton wurde erst verblüffend aufgenommen und dann erkundigte sich die Verwaltung selber welche konsistenz vorliegen müsse. Dann kam der Hinweis auf die Erstellung eines haltbaren Betons, der auch Frost standthält. Das ist mein Problem. Ein erster Stein steht schon. Doch er nimmt zu viel Wasser auf und wird dem Frost nicht standthalten. Ich werde noch ein Foto einstellen.


    wenn ein stein wasser zieht heißt das noch lange nicht das er dem frost zum opfer fällt. es kommt da auf die porengröße an ob er auffrieren wird. die meisten sedimentgesteine saugen auch sehr stark und sind in der regel frostsicher. jurakalk hingegen ist sehr dicht und saugt eher wenig und der ist (oft erst nach vielen jahren) ganz gerne mal ein winteropfer.
    die vorschriften zum versetzen von grabmälern haben schon ihren sinn, tödliche unfälle durch umgestürzte steine gibt es auch so schon immer wieder, es jedem zu gestatten derartige arbeiten zu verrichten wäre also weder sinnvoll noch rechtlich ganz einfach (haftung/gewährleistung),
    das betrifft natürlich hauptsächlich stehende steine.
    Signatur
  • simulacra
    simulacra
    Stinknormaler B25, F3 reicht absolut aus.
    Wenne es Beton in dieer Kategorie (frostsicher bis zum umfallen) sein soll, so kann er nur unter erheblichem Aufwand nachträglich bearbeitet werden. Ansonsten, hast du damit einen Stoff für verdammt viele Winter, der aber auch relativ bescheiden in Oberfläche und Gesamtbild daherkommt.
    :)
    Signatur
  • siggilewerenz Vielen Dank
    An alle Beteiligten möchte ich einen Dank richten. Wie schon einmal geschrieben, ich werde das Egebnis hier als Foto einsetzen.
    Zum Thema "umfallen". Die Brücke ist hat natürlich zwei Standflächen und die sind jeweils ca. 10x 20 cm groß. Da kann nichts fallen.

    Siggi
  • xylo
    xylo
    Siggi.....

    Schau mal bitte OBEN...

    dort steht:

    Postfach mein Account abmelden


    Wenn das Postfach ROT ist, liegt eine Mitteilung für Dich vor.

    Meine Mitteilung an Dich (und ein Link zu einem Betonzusatz) hängt noch im Postausgang fest, dies bedeutet, Du hast die Mail nicht abgerufen


    ;-)))




    Schöne Grüsse
    Xylo
    Signatur
  • Seite 1 von 1 [ 11 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen