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  • Was / wer hat euch an die Staffelei gebracht?

  • egaawressaW
    Ich habe einfach früh gemerkt, dass ich es so richtig fett drauf habe. Leider ist mein Ego kleiner als mein Talent, das ist der Grund warum ich davon nicht leben kann.


    ich schätze mal, dass ich wohl auch grösstenteils von Aufträgen leben könnte,
    wenn sich die Auftraggeber nicht so sehr auf meine Unzuverlässigkeit verlassen müssten...
    Wenn mir dabei jemand auch noch genaue Vorgaben machen will, geht leider erst recht nix mehr
  • Kris
    Kris
    Meine Mitbewohnerin hat mir eine Staffelei gekauft, ihr tat es leid, dass ich immer auf dem Boden male. Die Staffelei eignet sich allerdings besser als Kleiderstaender.
  • Hanne Neß
    Hanne Neß
    Mein Interesse an der Kunst bzw. an der Malerei, an dem Kreativ sein wollen begann in der Schulzeit. Dort bemerkte ich und auch die Pädagogen, dass ein gewisses Talent wohl da war. Beim Malen konnte ich entspannen, das Malen machte mir immer große Freude. Ich schmückte z.B. Schulreiseberichte mit kleinen Malereien aus. Ich malte in jeder Sekunde auf Blättern, die mir zur Verfügung standen. Ende der Schulzeit wünschte ich mir, Modezeichnerin zu werden, da Mode auch immer ein Thema für mich war. Schon damals schmückte ich meine Figuren mit erfundenen Kleidungsstücken. Dieser Beruf hatte eine Tücke, nämlich die der Schneiderinnen-Ausbildung! Ich orientierte mich anders und verlor durch diese Tatsache das Interesse an diesem Beruf. Die Zeit drängte und eine kaufmännische Ausbildung bei einem Anwalt und Notar bestimmte fortan für drei zähe schrecklich lange Jahre mein
    Leben. Nach Gründung einer Familie, Kind usw. lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, der gerade im Begriff war sein Studium in u.a. Kunst aufzunehmen. Sehr schnell entschloss ich mich mit ihm zu ziehen und somit fing eigentlich alles in Sachen Kunst doch noch an! Zunächst beschäftigte ich mich theoretisch mit der Kunst. Wir diskutierten, besuchten Museen, schimpften über den Professor ganze Nächte hindurch und am Ende schrieb ich seine Examensarbeit. Meine Familie erweiterte sich und nach all dem begann ich zu praktizieren und das hört auch nicht mehr auf. Mein Mann unterstützte mich auf meinem Weg in allem, was ich zum Malen brauchte. Er besorgte mir natürlich auch Staffeleien und zwar mehrere. Die Kunst war unsere gemeinsame Basis. Die "Brötchen" verdiente er weitgehends. Inzwischen hat sich die Unterstützung auf meinem Weg auch für meinen Mann gelohnt. Die Leidenschaft und Faszination steht und stand immer an oberster Stelle. Nur durch das Verständnis meines Mannes konnte ich diesen Weg bis heute erfolgreich gehen. Auch jetzt noch -nach vielen, vielen Jahren- widmen wir uns der Kunst, besuchen Städte, in denen ich ausstelle und suchen immer wieder neue Herausforderungen.
    HanNe
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  • egaawressaW
    Oh Mann, da hast Du ja echt Glück gehabt, mit deinem Mann, Jaska! ;)
    nicht grade leicht ist's hingegen, wenn der Partner an deiner Seite weder Zugang noch Verständnis für kreative Aktion hat. Wichtig, sich da nen eigenen Raum zu schaffen
  • Hanne Neß
    Hanne Neß
    Unbedingt! Das Schicksal hat es in dieser Richtung wirklich gut mit mir gemeint! Dafür bin ich sehr dankbar. Nur so konnte ich natürlich viel für mich arbeiten. Ein kleiner Nebenverdienst kam über eine Privatschule, an der ich ca. 10 Jahre in Sachen Kunst tätig war, hinzu. Meine Biografie lenkte sich so in die richtige Bahn! Natürlich gab ich auch VHS-Kurse. In der Hauptsache jedoch habe ich zu Hause in meinem Atelier an meinen Bildern gearbeitet. Schließlich - nach vielen Jahren verselbständigte sich das Ganze, sprich immer mehr Ausstellungsmöglichkeiten boten sich an - zunächst regional, schließlich auch international. Mein Bild-Bestand war inzwischen gewachsen. Ad hoc konnte ich auch spontan Zusagen machen. Ja, ein wenig stolz macht mich das schon! Ich wünsche jedem "besessenen" Künstler auch das Quäntchen Glück für ein erfolgreiches Schaffen. Ich bin in gewisser Weise entspannt, aber natürlich kommen immer wieder auch Zweifel, Unsicherheiten...was wahrscheinlich auch gut so ist! LG
    HanNe
  • egaawressaW
    Jaska, ich glaube, ne gute Portion Tatendrang + Disziplin gehört schon auch dazu, um glückliche Umstände wahrnehmen und vor allem umsetzen zu können.
    Du scheinst das Zeug dazu wohl zu haben. Gut so!
  • manzen
    Dali, Max Ernst, Miro.
    Später kamen noch Kandinsly und Hockney dazu.
    Im Chor.
    Und Carl Barks.
  • egaawressaW
    Rodin, Klimt, Picasso, M.C.Escher! ...
  • sialliMainigriV
    Der Affe und das Ei ;-)
  • egaawressaW
    das Sauferei?
  • daednU
    videorecorder defekt....
  • egaawressaW
    stromrechnung nicht bezahlt + smartphone verloren
  • daednU
    na na letzere gibts ja noch net so lange....
  • Roderich
    Roderich
    Rodin, Klimt, Picasso, M.C.Escher! ...


    rodi schreibt man ohne "n". ;)
    Signatur
  • egaawressaW
    Rodin, Klimt, Picasso, M.C.Escher! ...


    rodi schreibt man ohne "n". ;)


    entschuldige. wie dumm von mir, August!
  • egaawressaW
    Rodin, Klimt, Picasso, M.C.Escher! ...


    rodi schreibt man ohne "n". ;)


    entschuldige. wie dumm von mir, August!

    videorecorder defekt...

    + nix gscheits glernt
  • adenatsac
    Jaska, deine Geschichte war wirklich schön zu lesen. Einmal mehr bestätigt sich, dass Voraussetzung für den Erfolg u.a. das Brennen für seine Sache ist. Wer nicht selbst an sich glaubt, wird nie Erfolg haben. Damit ist nicht die Selbstüberschätzung gemeint, sondern der absolut Wille zum Lernen und Weiterkommen.
  • Silvia Sailer
    Silvia Sailer
    2008, mir waren die Bilder zu teuer um sie zu kaufen, also habe ich gedacht das probiere ich auch einmal aus, besuchte Kurse usw. inzwischen habe ich einige Ausstellungen gemacht und doch einige Bilder verkauft (auch teuer).....
    Mein Motto: ich lebe um zu malen andere malen um zu leben!
    lg. Silvia
    Signatur
  • Laciritpe Seit Kunst mir gut tut...
    Nur beim Malen hatte ich meine Ruhe, war bei mir.


    Empfinde das ganz ähnlich,@ artloch...
    Beim Malen bin ich seit jeher wohlig in mir.
    Schon im lauten Kindergarten konnte ich so über den Trubel drumherum entspannt, fast schon selbsthypnotisch, hinweggehen.
    Echtes In-Mich-Fühlen geht seitdem für mich am besten, wenn der Pinsel auf die mir gewohnte Art schwingt.
    Je mehr das Bild dann an Oberflächenstruktur gewinnt und sich Figürliches auf dem Papier mit den inneren Vorstellungen arrangiert, desto eher spüre ich schlussendlich Tiefenentspannung- und steige dann wieder in den Alltag.
    So wie mich meine Mutter eben damals schon vom Kindergarten abholte und mich vom Zeichenblatt zum Heimweg loslöste...

    (Ich denke künstlerisches Schaffen, wenn nicht nur rein mechanisch, konsumorientiert ausgeführt, kann zu jedem Einstiegszeitpunkt sowohl Tiefgang, Zentrierung, Entspannung, aber auch absenceartige Zustände Richtung Abdriften oder sogar innere Kämpfe auslösen; aus dem einfachen Grund, weil ein Künstler seine eigene Bildsprache fernab von bloßem Handwerk entwickelt und dies wohl meist eng zusammenhängend mit seinem seelischen Innenleben bzw. den eigenen, eindrücklichen Momentaufnahmen passiert.
    Ich denke, ein Mensch muss, um den "Kunstkick" zu empfinden und weitermalen zu wollen, einmal solche Gefühle empfunden haben!)


    Solche Gefühle, die da kommen können, zu regulieren, finde ich lebenswert.
    --> Und eben seit ich das weiß, mach ichs. ;-)

    LG! A_B
  • egaawressaW
    Hallo, A_B,
    Deine Ausführungen lassen mich grade an viele, sehr intensive Eindrücke meiner frühesten Kindheit denken.
    Auch wenn ich durch meine Großmutter in meinem Zeichendrang nicht nur unterstützt, sondern auch intensivst gefördert wurde, stieß mein oft stundenlanges In-sich-gekehrt-sein vor allem bei meiner Mutter auf vehementes Unverständnis. Deswegen hielt sie mich, als ich ca. vier Jahre alt war, sogar für 'geistig zurück geblieben'.
    Zeitweise bekam ich auch deswegen offizielles Zeichenverbot.
    Allerdings wurde für mich dadurch das Zeichnen umso wert- und geheimnisvoller!
    Es war, und ist mir noch immer, eine Welt, in der ganz bestimmte, intensivste Wahrnehmungen freimütig Ausdruck und Gestalt finden können.
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