KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Jeden Tag eine Zeichnung produzieren?!

  • xylo
    xylo Jeden Tag eine Zeichnung produzieren?!
    Gestern habe ich mich mal wieder geärgert. Meine direkt aufs Holzbrett gesetzte perspektivische Zeichnung lässt sehr zu wünschen übrig.
    Klar, mir fehlt die Übung und für Zeichenunterricht die Energie, da ich sonst zu viele Baustellen eröffne.

    Ich habe mal gehört, dass es Leute gibt, die über ein Jahr lang, jeden Tag eine Zeichnung produziert haben.

    1.) Hat diese Arbeitsweise schon jemand aus dem KN gnadenlos durchgezogen und Erfahrungen gesammelt?
    2.) Sollte man ein Thema wählen?
    3.) Ist ein festgebundenes Zeichenbuch besser, oder wäre ein Ringordner sinnvoller?
    4.) Welche Papiergrösse ist die praktischste?
    Signatur
  • efwe
    efwe
    ich darf mich melden :) ich zog und zieh das noch immer durch-(zugegeben mit groesseren oder kleineren unterbrechungen) am liebsten beim fruehstueck. mal meine kaffekanne, ascher, was grad so rumliegt ... irgendwas--
    hab hierzu ein skizzenbuch in groesse von 25x25/27x35, eben handlich. gruss
    Signatur
  • eirelagkrap
    Eine ist ein bisschen wenig.
    Mach mal über zwei Wochen jeden Tag mindestens 8 Zeichnungen.
    Da wird was passieren.

    klaus
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • xylo
    xylo
    @ Efwe :Setzt Du Dir eine gewisse Zeit?
    Sagen wir mal... 30 Minuten und Ende, fertig oder nicht?

    @ Parkgalerie : Jau, die Zeit habe ich eigentlich nicht und es stellt sich genau die Frage, wie an Efwe, wie lange sollte man sich Zeit pro Zeichnung lassen?
    Signatur
  • efwe
    efwe
    nein, meist solange ich zum fruehstucken brauche, mal mehr mal weniger aber immer ein bischen, ich stelle da an mich wenig anspruch, bekommt auch kaum wer zu gesicht, manchmal ists nur krixikraxi,;) naechsten tigert man sich wieder rein ...
  • Kris
    Kris
    Xylo, was erzaehl ich dir, du bist technisch doch so viel besser als ich...jedenfalls... mit meiner Kunstklasse mache ich sogenanntes Aufwaerm Speed-Drawing- 15 min Portraets, 3 Runden, jeweils 5 min, in denen mindestens 5 Gesichter skizziert werden sollen, danach werden Stuehle/Sitze getauscht. 2 Runden mit der gewohnten Hand, die letzten 5 minuten mit links, bzw, falls linkshaender, dann mit rechts. funktioniert sehr gut, zum aufwaermen, funky Musik hoeren, locker werden und kennenlernen. Es gibt nur einen Marker, keine Bleistifte, damit die Leute nicht anfangen blurry und verschmiert rumzuwurschteln und anfangen zu radieren und so. Hab ich so in der Uni gelernt, und das hat sehr gut funktioniert. Jeder Strich muss sitzen, bzw. gewollt sein, und durch den Zeitdruck kann man nicht lange zoegern. Die Leute werden sicherer. damit ich mithalten kann, uebe ich in Bars, bei der Arbeit, oder im Bus/Taxi und so. eine Skizze am Tag? Ich bin Architektin, und kann am besten ueber Skizzen kommunizieren. da bleibt es nicht bei einem Stueck Papier am Tag.
    Ich gebe gern Gustav Klimt und Wilhelm Busch als Beispiele, da die sehr gekonnt Ausdruck in wenigen Strichen kommunizieren konnten. Beneidenswert. Wie ich finde. Wenn man sicher ist, das zu kommunizieren was man moechte, kann man sich auch auf genau dieses konzentrieren, und muss sich keine Gedanken mehr ueber die Technik oder das Werkzeug machen. Perspektivisch zu zeichen ist formsache. Ich selbt mache Skizzen- also jeden Tag- wie ein persoenliches Tage- oder Traumbuch, ohne jeglichen kuenstlerischen Anspruch. Manchmal passiert viel, dann schreibt man 8 Seiten, manchmal passiert ne Woche lang nichts... C`est la vie. Sich ein Skizzenbuch/Tagebuch anzulegen, halte ich jedenfalls fuer ne nette Angewohnheit, auch wenn es nur zur Uebung und zur Unterhaltung dient.
  • eppap
    1.) Hat diese Arbeitsweise schon jemand aus dem KN gnadenlos durchgezogen und Erfahrungen gesammelt?
    2.) Sollte man ein Thema wählen?
    3.) Ist ein festgebundenes Zeichenbuch besser, oder wäre ein Ringordner sinnvoller?
    4.) Welche Papiergrösse ist die praktischste?


    Es geht um's Zeichnen, nicht um Zeichnungen.
    Von Klowand über Butterbrotpapier, gebraucht,
    im Sand, auf von linkshändigen Nonnen auf der
    Insel Man handgeschöpfte Bütten - egal.

    Die Mehrheit kapiert es nicht, weil sie es
    nicht kapieren will. Kapitalistischer Waren-
    komplex oder 'ne Haben.Klatsche.

    Ich bemühe mich zur Zeit jeden Tag keine
    Zeichnung zu machen. Geht gut.
  • VBAL
    VBAL
    Merkwürdig finde ich die Frage nach der Zeit.
    Eine gute Zeichnung ist eine gute Zeichnung, unter Umständen vom ersten Strich an. Die Arbeitszeit entscheidet dann nur noch ob sie mehr oder weniger ausgearbeitet ist.
  • xylo
    xylo
    @ VBAL
    Das ist nicht merkwürdig. Man kann sich selbst Ziele stecken, fragt sich nur, ob sie dann sinnvoll sind. Es kann sein, dass man für eine Zeichnung 30 Minuten festlegt, dies bedeutet, das man sich aufs Wesentliche beschränken muss und sich nicht in Nebensächlichkeiten verliert. Das schult auch das Auge ungemein.
    Komischerweise sind alle Arbeiten, bei denen ich unter Termindruck stand im nachhinein betrachtet, meine besten Sachen. Weil ich mich aufs Wesentliche konzentierte...
    Vielleicht kommen ja noch andere Aspekte hier zum Vorschein. Wenn der Thread dann beendet ist, werde ich mir ein Konzept zusammenstellen, nach dem ich dann weiter vorgehe.
    Es geht ja nicht darum, mal einfach etwas zu machen, sondern konzeptionell an die Sache ranzugehen und dann DURCHZUHALTEN.Daher sind mir hier die Meinungen wichtig, welche mit dieser Arbeitsweise schon einmal Erfahrungen gemacht haben.
    Signatur
  • VBAL
    VBAL
    Die Geschichte mit dem Termindruck kenne ich aus eigener Erfahrung auch, dass war schon immer so, wenn der Abgabetermin näher rückt läufts immer besser.
    Und genau da ist z.B. mein Problem, den Vorsatz immer zu zeichnen, nie ohne Skizzenbuch aus dem Haus zu gehen, alles zu zeichnen (egal was, das Tun wichtiger als das Motiv), hab ich schon so oft gefasst, aber nie wirklich lange durchgehalten. Ich glaub ich brauche den Zeitdruck. Ohne ihn verliere ich mich in sonstwas, oder kapituliere vor dem weißen Blatt.
  • xylo
    xylo
    @ VBAL
    ja, genau so wie Du das Geschwurbel beschrieben hast, möchte ich es eben nicht, daher meine Frage ans Forum. Es geht mir darum, Fakten zu sammeln......
    Signatur
  • paulinekreativ
    um seine Kenntnisse in der Art der Skizze zu festigen, ist eine max. A4 Arbeit ausreichend
    ich würde mir eines dieser Skizzenbücher kaufen max. Grösse 21x29cm, da kannst du dann deine Fortschritte nachvollziehen, und hast ausserdem keine losen Blätter herumliegen
    selber praktiziere ich das auch, doch nicht so intensiv, nur 2xdie Woche, sonst bleibt keine Zeit für andere Dinge/auch zeitlich würde ich mich nicht unter Druck setzte, wenn es 30Minuten sind oder 60Minuten ist es auch ok
    das richtige Zeichnen kann man schnell vergessen,die Handhabung von Perspektiven oder Porträits sind vergessen wenn man kein reiner Maler ist,Perspektiven kann man auch nur so widergeben wie sie da sind, in Aquarell ist das auch nicht so leicht, da ist mir die Probe mit dem Stift ganz recht
  • VBAL
    VBAL

    das richtige Zeichnen kann man schnell vergessen,die Handhabung von Perspektiven oder Porträits sind vergessen wenn man kein reiner Maler ist,Perspektiven kann man auch nur so widergeben wie sie da sind, in Aquarell ist das auch nicht so leicht, da ist mir die Probe mit dem Stift ganz recht


    Also ditte versteh ick nich!
  • xylo
    xylo
    @ Pauline
    Danke, für die Grössenangabe. Da ich ja kein Maler bin, kommt Deine Erklärung über die zuvernachlässigende Perspektive dem nahe, was ich bis jetzt praktiziert habe, da man im Holzschnitt eher plakativ arbeitet.
    Ich sehe bei anderen Werken sofort, wo perspektivische Fehler gemacht wurden um so erschrockener war ich, dass ich durch fehlende Übung nicht in der Lage war, eine extreme Perspketive kurz skizzieren zu können, damit ich direkt ins Holz schneiden kann. Sicher sind diese extremen Perspektiven selten, aber irgendwie möchte ich es trotzdem üben um es zu beherrschen.
    Scheinbar müssen Fähigkeiten gepflegt werden...
    Signatur
  • VBAL
    VBAL
    Wenn ich noch etwas bemerken darf, ich denke Perspektiven sind nicht einfach da, wie Pauline schreibt. Die Perspektive ist doch eher ein Hilfsmittel um räumlichen Eindruck so wieder zu geben wie es scheinbar "richtig" ist. Besonders für den, an die fotografische Wiedergabe der Dinge gewöhnten Betrachter.
  • Bina
    Bina
    Bei mir war es so ,daß ich ein Seminar für Freihandzeichnen von der Hochschule aus über 5 Tage mitgemacht habe in einem Ort in der Eifel . Dort konnte ich erstmals ohne Telefongeklingel, Haustürgong und Kindergeplärre mich nur aufs Zzeichnen konzentrieren, das habe ich ausgenutzt vom Aufstehen bis zum ins Bett gehen.

    Das hat mich dermaßen weitergebracht ,daß ich zum Einen ab da immer ein Skizzenbuch mit mir führte und jede kleinste Wartezeit darin meine Umgebung , vorzugsweise Menschen, festhielt und daß ich im folgenden Jahr nochmal mitfuhr.

    Seitdem habe ich außer den 10 Skizzenbücher noch etliche andere Formate gefüllt .
    Das und der regelmäßige Besuch der Aktzeichenunterrichtes in der Hochschule haben mir sehr viel geholfen.

    Vorher hab ich während ich meine Kids beaufsichtigt mußte , versucht die beiden zu zeichnen, dafür mußte ich sehr schnell werden, das hat mir später geholfen.

    Für die Architekturzeichnungen waren unsere Kurse in der Hochschule super, da wurden wir richtig getriezt uns mit den schrägsten Ansichten zu beschäftigen.

    lg Bina
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Ja, es ist nicht schmerzfrei, sich bewusst zu werden, dass Perspektive nur ein Phänomen der Linse ist.
    In der Wirklichkeit verjüngt sich nichts in der Entfernung.
    Ebenso wenig gibt es Größenunterschiede von Nah zu Fern.
    Signatur
  • schroedinger
    schroedinger


    Das und der regelmäßige Besuch der Aktzeichenunterrichtes in der Hochschule haben mir sehr viel geholfen.

    Vorher hab ich während ich meine Kids beaufsichtigt mußte , versucht die beiden zu zeichnen, dafür mußte ich sehr schnell werden, das hat mir später geholfen.

    lg Bina

    ________________


    frage: wofür geholfen?????????

    mfg kg es
    Signatur
  • schroedinger
    schroedinger yaya
    Ja, es ist nicht schmerzfrei, sich bewusst zu werden, dass Perspektive nur ein Phänomen der Linse ist.
    In der Wirklichkeit verjüngt sich nichts in der Entfernung.
    Ebenso wenig gibt es Größenunterschiede von Nah zu Fern.

    _______________
    ich stimme Ihnen zu mit der berücksichtigung,
    dass ferne und nähe eins sind.

    mfg kg es
    Signatur
  • VBAL
    VBAL

    _______________
    ich stimme Ihnen zu mit der berücksichtigung,
    dass ferne und nähe eins sind.

    mfg kg es


    wenn sie so freundlich wären dies zu erläutern...
  • Seite 1 von 4 [ 61 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen