KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Einladung zu einer Blogparade: Passen Kunst und Kommerz zusammen?

  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch

    In der Kunst wie im Kunstnet gilt:
    Weniger ist manchmal mehr.
    Klaus


    ;-) manchmal ;-)
    Signatur
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    ....in der situation, dass man komfortabel von dem leben kann, was man schafft und gut findet und dabei auch noch ein gewisses künstlerisches niveau hält, befinden sich wohl die wenigsten von uns. dieser spagat gelingt auch den "großen" etabilierten selten.

    Wenn es einfach wäre, dann würden es doch alle machen. Ich denke, dass die meisten Künstler die Herausforderung suchen... Oder?

    .... dafür sind meine vorstellungen vom kunstmarkt keinesfall naiv. gruß, paul.

    Mir macht es immer wieder Spaß mal in dem Buch: "Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für Moderne Kunst" https://www.amazon.de/Das-kann-ich-auch-Gebrauchsanweisung/dp/3832177590 zu blättern ;-)

    Beste Grüße
    Frank
    Signatur
  • siku

    Mir macht es immer wieder Spaß mal in dem Buch: "Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für Moderne Kunst" https://www.amazon.de/Das-kann-ich-auch-Gebrauchsanweisung/dp/3832177590 zu blättern ;-)


    Populismus macht halt Spaß, so wie "Bild" zu lesen. Lasst uns die überflüssige Kunsttheorie, die elitäre Philosophie und noch andere Geisteswissenschaften einfach "an den Nagel hängen" und das produzieren, von dem mann meint, dass "das Volk" es liebt, damit wäre doch allen entgegengekommen: den Malern, die etwas verkaufen möchten, den Leuten, die nach getaner Arbeit vor dem Fernseher entspannen möchten und nebenbei auf eine schönes Gemälde an der Wand schauen können. Alles andere ist Nonsens, der nur noch "elitäre Verarschung" ist ;-). Leute, was soll aus so einer Kulturgesellschaft bloß werden? ;-)

    PS: bitte diesen Text bierernst nehmen wie den weihnachtlichen Verkaufsterror. :-)
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • durtreG :)
    http://www.wir-malen-ihr-bild.de/de/Index

    Vielleicht gibts da ein Ostseeakwarell billiger... ;)
  • Dirk Dautzenberg
    Dirk Dautzenberg kunst und kommerz
    hier ein link zu einer bemerkenswerten Arbeit zu diesem Thema:
    https://www.zu.de/deutsch/forschung_forschungsprojekte/BA-Award_FT07_CME_AriannaSchoess.pdf
    "Die Rolle des Galeristen bei der Reduktion von Unsicherheit auf dem Kunstmarkt."
    Arianna Schoess, Bachelor-Arbeit 2007 (ueber Kunst-Kommerz, Galeristen...), sehr ausfuehrliche Untersuchung, die nicht zuletzt die Funktion des Galeristen als eine sehr wichtige erkennt.
  • siku

    "Die Rolle des Galeristen bei der Reduktion von Unsicherheit auf dem Kunstmarkt."
    Arianna Schoess, Bachelor-Arbeit 2007 (ueber Kunst-Kommerz, Galeristen...), sehr ausfuehrliche Untersuchung, die nicht zuletzt die Funktion des Galeristen als eine sehr wichtige erkennt.


    "sehr ausführliche Untersuchung"

    Es sind Fakten zusammengetragen worden, die nicht von Insidern stammen, wie sollte das auch bei einer Bachelorarbeit sein.
    Gerade über den Einfluss der Galeristen auf den Kunstmarkt kommt nicht viel Neues hinzu. Mich hätte brennend interessiert, aus welchen Berufen Galeristen aus den in der BA-Arbeit genannten Galerien kommen.
    Wie bilden sich Galeristen in Sachen Kunst fort, durch Umsatz?
    Besuchen sie auch mal Museen? oder lassen sie sich vom Mainstream der Hochschulen, oder vom Geschmack der Kundschaft treiben?

    Eine ausführliche Untersuchung kann eine Studentin - welcher Studienrichtung? - wohl auch kaum leisten.

    Welche Beziehung hat die Autorin 5 Jahre nach ihrem Examen (wahrscheinlich in Wirtschaftswissenschaften?), heute zum Kunstmarkt?
    Hat ihr die Arbeit beim Start ins Berufsleben Türen geöffnet?
    Spannender als die erstellte Übersicht über den Kunstmarkt wäre für mich die Auskunft darüber, welche Erkenntnisse sich für die Examenskandidatin, die Prüfungskommission und den Kunstmarkt ergeben haben.
    Könnte die Beantwortung meiner Fragen evtl. noch nachgereicht werden?
  • Dirk Dautzenberg
    Dirk Dautzenberg "sehr ausführliche Untersuchung"
    [quote="p277414"]
    "Die Rolle des Galeristen bei der Reduktion von Unsicherheit auf dem Kunstmarkt."
    Arianna Schoess, Bachelor-Arbeit 2007 (ueber Kunst-Kommerz, Galeristen...), sehr ausfuehrliche Untersuchung, die nicht zuletzt die Funktion des Galeristen als eine sehr wichtige erkennt.


    "sehr ausführliche Untersuchung"

    Hier sind viele berechtigte fragen aufgeworfen worden. "siku", der autor der fragen, zeigt, dass er sich sehr ausführlich mit der materie - zumindest gedanklich - auseinandergesetzt hat. Jede einzelne dieser fragen wäre wert, ein forschungsprojekt auszufüllen. Vielleicht weiss Arianna Schoess einige Antworten, zumindest ihre eigene person betreffend? Vielleicht kann der autor dieser sehr berechtigten fragen eine umfrage bei galeristen initiieren? Vielleicht findet er nicht bachelor-, sondern diplom- und doktor-Arbeiten, die diese fragen untersucht haben? (sollte nicht unmöglich sein). Ich freue mich, wenn ich mit nennung dieser bachelor-arbeit vielleicht eine fachlich fundierte diskussion angestoßen haben sollte.
  • eirelagkrap
    ???

    was soll das den bedeuten Herr Dautzenberg?
  • siku


    Hier sind viele berechtigte fragen aufgeworfen worden. "siku", der autor der fragen, zeigt, dass er sich sehr ausführlich mit der materie - zumindest gedanklich - auseinandergesetzt hat. Jede einzelne dieser fragen wäre wert, ein forschungsprojekt auszufüllen.


    das wird sich aber kaum umsetzen lassen: die Fragen sind viel zu allgemein gestellt, wer hieraus eine Examensarbeit machen will, muss entweder zu viel Zeit haben, oder es fehlt das Verständnis für Eingrenzung eines Themas. Auch in einzelne Fragen aufgeteilt, werden kaum verifizierbare Antworten herauskommen.
    Ich hatte es in meinem vorherigen Beitrag schon gefragt, hier nochmal:
    gibt es Studien zu Ausbildung, Bildung und Herkunft von Galeristen - und wie beeinflussen die ebengenannten Faktoren die Auswahl der Künstler?

    Heuristisch gibt es durchaus Antworten, nur sind die nicht wirklich verifizierbar.
    Hier noch ein Literaturhinweis, der einen soziologischen Bezug zur Kunstauswahl herstellt:
    Pierre Bourdieu: "Die feinen Unterschiede: Kritik an der gesellschaftlichen Urteilskraft."
    Daneben gibt es noch weitere Schriften des Autors zum Thema Kunst. Auf jeden Fall ist die Literatur intelligent und "witzig" sind die Erkenntnisse teilweise auch ;-).


    Vielleicht weiss Arianna Schoess einige Antworten, zumindest ihre eigene person betreffend? Vielleicht kann der autor dieser sehr berechtigten fragen eine umfrage bei galeristen initiieren? Vielleicht findet er nicht bachelor-, sondern diplom- und doktor-Arbeiten, die diese fragen untersucht haben? (sollte nicht unmöglich sein). Ich freue mich, wenn ich mit nennung dieser bachelor-arbeit vielleicht eine fachlich fundierte diskussion angestoßen haben sollte.



    Um sich mal ein Bild von der Bachelorabeit zu machen, sei auf den Gliederungspunkt 2.2.1 hingewiesen. Wer das versteht: bitte mal für alle Leser übersetzen.
  • uzuzab
    Zuerst müßte man wissen - wie die kleineren Teilmärkte aussehen - es wird ja nur der größte angesprochen.

    Für diesen ( Übersetzt auf Deutsch ) gilt:

    Nur Blumi, Katzi und nix Dada -
    dann freut´s Mutti und auch Pappa.


    mfg
    Bazuzu
  • Dirk Dautzenberg
    Dirk Dautzenberg Zu:
    hier ein link zu einer bemerkenswerten Arbeit zu diesem Thema:
    https://www.zu.de/deutsch/forschung_.....07_CME_AriannaSchoess.pdf
    "Die Rolle des Galeristen bei der Reduktion von Unsicherheit auf dem Kunstmarkt."
    Arianna Schoess, Bachelor-Arbeit 2007 (ueber Kunst-Kommerz, Galeristen...), sehr ausfuehrliche Untersuchung, die nicht zuletzt die Funktion des Galeristen als eine sehr wichtige erkennt.

    Hier noch ein paar abschließende Bemerkungen meinerseits dazu:

    Die Tatsache, dass ich auf eine bestimmte Literatur hinweise, bedeutet nicht, dass ich den dort geäußerten Thesen deswegen automatisch zustimme. Einiges dort Geäußerte verstehe ich schon mal gar nicht, vieles glaube ich zu verstehen und das rechtfertigt doch wohl schon, auf so eine Literatur als eine bemerkenswerte hinzuweisen. Andere mögen zu anderen Ergebnissen kommen.

    Nichtsdestoweniger stimme ich der Schlussfolgerung der Arbeit zu, dass der Galerist eine wichtige Rolle bei der Reduktion von Unsicherheit auf dem Kunstmarkt spielt. Dieses Resumee ist ja schon im Titel der Arbeit vorweggenommen.

    Etliches, das einen hohen Preis hat, hat wenig humanen Gebrauchswert und umgekehrt. Über die Arbeit des Galeristen – in Wechselwirkung mit Käufern (Angebot und Nachfrage) – etabliert sich ein gewisser Marktpreis (das auch schon im Titel durch das $-Zeichen angedeutet) für gewisse Werke und somit auch für den Schöpfer dieser Werke, den „Künstler“: Er bekommt einen gewissen „Marktwert“. Über den „künstlerischen Wert“ dieser Werke ist damit nicht zwingend etwas ausgesagt.

    Die „Reduktion von Unsicherheit auf dem Kunstmarkt“ besteht jetzt nach meinem Verständnis darin, dass ein „kunstsinniger“ betuchter Zeitgenosse endlich weiß, was „wertvolle Kunst“ ist und kostet und kann abwägen, ob er das investieren will. Schließlich bedeutet z.B. erfolgreich sich im großbürgerlichen Milieu und Lebensstil zu bewegen, nicht auch automatisch erfolgreicher Kunstkenner zu sein; umgekehrt wird ein Schuh daraus: der erfolgreiche Träger großbürgerlicher Attribute – oder auch das zu Vermögen gekommene mittlere Bürgertum – definiert durch Kauf bestimmter Werke diese als „Wertvolle Kunst“ mit. Das ist kulturelle Hegemonie, so wird Unsicherheit auf dem Kunstmarkt wechselseitig reduziert, der Galerist hat einen wichtigen Anteil daran. Der Galerist wie der Käufer, beide brauchen nicht zwingend ein sicheres Urteilsvermögen bezüglich Kunst. Viele Käufer suchen auch nur eine lohnende Kapitalanlage.

    Der Kapitalismus lebt nun einmal von der Ideologie, Alles gegeneinander wechselseitig in Wert setzen zu können, vermittelt über den Markt, das allumfassende vermittelnde symbolische Tauschäquivalent ist das Geld (als „geronnene Arbeit“). Dieser so festgestellte „Wert“ ist nicht notwendigerweise ein Wert auf der Skala menschlicher Bedürftigkeit. Warum sollte „Kunst“ dem entzogen sein?

    Freue mich, dass eine schöne Diskussion zustandekam, muss jetzt aber aus Zeitmangel in diesem Blog schlussmachen.
  • Arianna Bachelorarbeit
    Guten Morgen

    Ein wenig zufällig und sicherlich überrascht, habe ich soeben festgestellt, dass meine Bachelorarbeit unter anderem hier "diskutiert" wird und nicht nur von den Professoren und meiner Familie gelesen wurde. Und bin, auch wenn ich mir der vielen Unzulänglichkeiten durchaus bewusst bin, einigermassen erfreut, dass das Thema auch noch andere zu faszinieren scheint.
    Daher möchte ich es auch nicht versäumen, mich für das Interesse zu bedanken und zumindest die persönlichen Fragen zu beantworten. Für mich war diese Arbeit ein Versuch ein wenig Land zu gewinnen, bei der Betrachtung des Kunstmarktes und vor allem wie die Kunst eigentlich zu ihrem künstlerischen Wert und das einzelne Werk zu seinem Preis kommt. Sicherlich gibt es ausreichend Fragen für ein ganzes Forschungsinstitut, nur die hätte ich (wie ja schon festgestellt wurde) in einer solchen Arbeit, die zudem auf 60 Seiten beschränkt war, kaum unterbringen können.
    Ja, es war ein wirtschaftswisenschaftliches Studium. Daher auch die weitestgehend ökonomischen Überlegungen. Im weiteren Studium und auch in meinem Berufsleben, hatte und habe ich nur noch wenig Berührungspunkte mit dem Kunstmarkt. Dennoch ist es ein Thema, das mich auch weiterhin beschäftigt und ich pflege den Kontakt zu Galeristen und besuche selbstverständlich Ausstellungen und wann immer sich die Gelegenheit ergibt auch Vorträge und Veranstaltungen zum Kunstmarkt und seinen Besonderheiten.
    Daher möchte ich mir noch eine abschliessende Bemerkung erlauben zu der Aussage von Dirk Dautzenberg viele Käufer suchten nur eine lohnende Kapitalanlage. Persönlich bin ich der Meinung, dass Kunst sich nicht zu Investmentzwecken eignet. Mittlerweile haben die Grossbanken ihre "Art Banking" Abteilungen wieder geschlossen und auch in der Kunstfunds-Szene ist mir bislang lediglich einer begegnet, den ich als seriös ansehen würde (http://www.thefineartfund.com/). Aber gerade, weil Kunst sich als Investmentstrategie nicht eignet, finde ich es umso faszinierender, welche Summen einige Käufer bereit sind auszugeben.

    Ich bin gespannt, ob hier noch weitere Diskussionen folgen werden.
  • Seite 2 von 2 [ 32 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen