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  • Die Zehn Gebote

  • alemap Die Zehn Gebote
    Die Zehn Gebote – Grundregeln für ein leben ohne Bedrohung und Gewalt, quasi eine kleine Soziallehre über eine funktionierende Gesellschaft, oder ein veraltetes Regelwerk?

    Eure Meinung interessiert mich.



    1. Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

    2. Du sollst Dir kein Bildnis machen.

    3. Du sollst den Namen des Herren, Deines Gottes, nicht mißbrauchen.

    4. Du sollst den Feiertag heiligen.

    5. Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren.

    6. Du sollst nicht töten.

    7. Du sollst nicht ehebrechen.

    8. Du sollst nicht stehlen.

    9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinem Nächsten.

    10. Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Haus, Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was Dein Nächster hat.
  • Pigeldi
    Pigeldi
    1-4 sind für mich bedeutungslos, da ich Atheistin bin. 5 müsste umgewandelt werden in Respekt und Achtung vor allen Menschen gleich welcher Farbe, Alter und Geschlecht. Gebot 6 ist schwammig, da ich eine Abtreibung bei 13jährigen Mädchen oder Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen befürworte. Gebot 7 hat für mich eine ähnliche Bedeutung wie 10. 8 und 9 sind weiterhin gültig. Aber momentan weiß ich noch nicht so genau, wo der Bezug zum Kunstforum liegt. Die Diskussionen um die 7 Todsünden wären da vielleich noch anregender (Hochmut, Eitelkeit, Neid, Trägheit, Habsucht, Zorn und Völlerei). Wäre doch mal ein Monatsthema wert!
    LG, Pigeldi
    Signatur
  • alemap
    Wie weit das Thema künstlerisch auslegbar ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Das Erste Gebot könntest Du als Atheistin ja für Dich so interpretieren, dass Geld, Sexualität, Schönheit nie gottesgleich verehrt werden dürfen…
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  • Pigeldi
    Pigeldi
    Gerade das erste Gebot hat mich zwei Jahre nach meiner Konfirmation am meisten zum Nachdenken angeregt. Da kam ich nämlich das erste Mal bewusst mit atheistischen Gedanken in Kontakt. Es hat weitere 5 Jahre gedauert, bis ich sehr offen dazu gestanden habe und erst im letzten Jahr bin ich aus der Kirche ausgetreten. Ganz oben stünde für mich die Forderung, die Verantwortung für mein Leben und für mein Handeln SELBST zu übernehmen und nicht darauf zu warten, dass es andere tun oder höhere Wesen. Als zweites wäre dann die Übernahme für die Verantwortung derer, die es noch nicht oder nicht mehr können. Aber nicht mit dem Ziel, sie mir gefügig zu machen!
    Signatur
  • Sophia
    Sophia
    Zur Kunst und 10 Geboten-
    eine Ausstellung im Hygienemuseum in Dresden.

    Übersichtsseite:
    http://www.dhmd.de/neu/index.php?id=248
    von dort aus in der Navigation die unterste Reihe führt auf weitere Infos!
    Unter anderem ein "Rundgang".
    Beginn des Rundgangs:
    http://www.dhmd.de/neu/index.php?id=276
    Signatur
  • rep
    hi pamela,

    diese (noch nicht mal subtile) fragestellung dürfte den intellekt und die individuelle interpretationsfähigkeit vieler, die sich hier im täglichen virtuellen kaffeekränzchen rumtreiben, ziemlich überfordern.
    wie du siehst, hat sich bisher nur mr. zitteraal pik;O eingefunden, der in der lage war, das ganze creativ umzusetzen... sowie 2 andere, bei denen ich keine platitüden feststellen musste, sondern eine relevante denke ...vor dem posten.

    da ich kein christ bin, kann ich diese glaubensregeln für mich so nicht umsetzen.
    sie entsprechen einer altruistischen und philosophischen vorstellung, die mit der alltäglichen auseinandersetzung im reallife (und im virtual-life) dauernd kollidiert. somit beschränkt sich das100%e -leben- einer solchen einstellung auf eine winzige minderheit.

    die bandbreite der psychischen, geistigen, ethisch-moralischen entwicklung ist bekanntermassen extrem different. das ist u.a. auf die genetische und soziale konditionierung zurückzuführen. daher wird es, solange es den menschen auf seiner derzeitigen evolutionsstufe gibt, kriege und die ganze andere sch.eisse geben.
    selbst ghandi war -passiv- äusserst aggressiv.

    und wie bei allem anderen auch ist ein starres dogma temporär überholungsbedürftig, da im universum nichts auf dauerhafter statik beruht.
    analog dazu müssen auch religiöse oder spirituelle statements im kontext zur aktualität gesehen und interpretiert werden.
  • Sophia
    Sophia
    Vielleicht entspannt eine kleine Portion Agnostizismus?
    Signatur
  • rep
    sehr lustig...
    :)))
    ich neige aber etwas mehr zum skeptizismus.

    ```**_**´´´
  • Pigeldi
    Pigeldi
    @sophia - nee, entweder ganz oder gar nicht. Ein bisschen glauben geht nicht und finde ich auch inkonsequent. Auch wenn es entspannt.
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky
    leider kriege ich Herpes, wenn ein Satz mit
    du SOLLST
    beginnt.

    Da per woanders im Forum heute einen meiner grossen *Lehrmeister* Timothy Leary erwähnt hat, fällt mir ein , dass er sagt:
    Schreib deine eigene Bibel
    Mache dir deine eigenen 10 Gebote.
    mein erstes Gebot wäre da:
    -Ich bin mein eigener Herr/In

    mehr Regeln und Gebote vertrage ich eh nicht.

    wegen dem Herpesausbruch :o)))

    lg -heliopo-
    Signatur
  • odnaliW
    Oh ich bin ja so froh, und finde es äußerst mutig,dass sich einige Leute im Angesicht der 10 Gebote öffnen und es wagen, es hier öffentlich kund zu tun.

    Dafür liebe ich Euch über alles.


    Wilando

    P.S. @Picaffo lass dich ja nicht wieder in der Nähe meines Hause blicken, sonst hetze ich meine schwangere Gans auf dich und jage dir ne Ladung verfaulten Fisch in dein dreckiges Schandmaul. Jetzt weiß ich endlich warum meine Katzen mit so blöden Stringtangaschleifen rumlaufen.
  • alemap
    Ich danke für die klaren Worte.

    … ein wenig klarer wäre mir manchmal lieber! ;) trotzdem… ich nehms mit einem Lächeln.


    Sophia, der Link war mir bekannt… ich war vor einigen Wochen sogar so begeistert, dass ich mir gleich den Katalog bestellt habe. Schade, dass ich die Ausstellung verpasst habe. Ich danke Dir trotzdem ganz ganz herzlich.

    Zur künstlerischen Auslegung und meiner Motivation der Fragestellung: Meine Diplomarbeit, an der ich gerade arbeite, streift bzw. beinhaltet das Thema… da war ich natürlich auf ein paar Ansichten gespannt.
  • nietsnekloW
    Die 10 Gebote mal abstrakt vom Christentum getrennt gesehen, haben wohl immer ihre Gültigkeit, zumindest handelt es sich ab Gebot vier um Grundwerte, ohne die Gesellschaften nicht funktioniern würden. Andere Religionen hatten oder haben ähnliche Grundsätze, im Sinn läuft es aber meist auf das gleiche heraus. Unsere Gesetze sind eigentlich auch nur eine komplexe Weiterführung der Gebote.
    Das Menschen irgendwann angefangen haben, sich Gedanken über das friedliche Zusammenleben zu machen und versucht haben, dieses in Grundsätze zu fassen, war bestimmt ein grosser Fortschritt in der menschlichen Evolution, - gegenüber so mancher früherer Religion.
    Das der Mensch es nicht schafft, nach diesen Geboten zu leben, - wichtig sind die darin enthaltenen Grundsätze allemal.
    Nur weigere ich mich, sie im christlichen Kontext zu sehen, es sind Grundwerte, die niemandem gehören.

    Gruss WS
  • alemap
    @pims

    Natürlich erwarte ich keine komplexe Diskussion… da hast Du völlig recht – diese Plattform ist dafür keineswegs geeignet.

    Aber dankbar bin ich für jeden kleinen Einblick, der über ein nichtssagendes ja oder nein hinaus geht… schließlich bieten die Zehn Gebote Raum für vielerlei Interpretationen.


    Euch beiden schon mal ein dickes Dankeschön!
  • siku
    Die Zehn Gebote – Grundregeln für ein leben ohne Bedrohung und Gewalt, quasi eine kleine Soziallehre über eine funktionierende Gesellschaft, oder ein veraltetes Regelwerk?

    Eure Meinung interessiert mich.
    >>Sicherlich passt meine Interpretation nicht in Dein Konzept, so nimm’s als Randbemerkung.

    1. Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
    >>Kaum jemand kommt an Bacchus vorbei.

    2. Du sollst Dir kein Bildnis machen.
    >>nicht von mir - lieber von anderen

    3. Du sollst den Namen des Herren, Deines Gottes, nicht missbrauchen.
    >>--was er alles zulässt – herrgott noch mal

    4. Du sollst den Feiertag heiligen.
    >>gern – es gibt immer was zu feiern

    5. Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren.
    >>viele kann man – manche sind’s nicht wert

    6. Du sollst nicht töten.
    >>Mücken, Mäuse, Ratten und das liebe Vieh haben wir auf dem Gewissen – da war doch noch was...

    7. Du sollst nicht ehebrechen.
    >>... und wenn’s nicht rauskommt?

    8. Du sollst nicht stehlen.
    >>“Kirschen aus Nachbars Garten schmecken so süß“ (gilt auch für Nr. 7)

    9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinem Nächsten.
    >>wir sind doch alle freundliche Wahrheitssucher

    10. Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Haus, Weib, Knecht, Magd, Vieh, noch alles, was Dein Nächster hat.
    >>was begehren wir jedoch alle miteinander?? – die Kohle, dann noch das andere

    Gruß siku
  • alemap
    >>Sicherlich passt meine Interpretation nicht in Dein Konzept, so nimm’s als Randbemerkung.


    Oh Hilfe! Wehe hier schreibt nur wer meint in mein Konzept zu passen! Ganz im Gegenteil! :)
  • nietsnekloW
    Was ich vermisse, warum sollen Eltern ihre Kinder eigentlich nicht ehren. Ist aber wohl nicht so wichtig.
  • nietsnekloW
    naja, z.B, für meine Mutter
  • nietsnekloW
    gibt es
  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Selbst der größte Nihilist, vor die Aufgabe gestellt eine Gesellschaft zu organisieren, wird diese "Gebote" aufstellen. Sie sagen, in Kürze, wie es, bei etwas gutem Willen, funktionieren kann. Mit Glauben oder Gott hat das letztlich nichts zu tun. Das sind Grundwahrheiten. Schwierig wird es erst wenn "Kirchen" die Sache an sich reißen.
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