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  • Gift in Ölfarben und Malmitteln

  • omrelap
    Ach, ich sehe gerade die Beiträge sind vor 5 Jahren geschrieben. Wahrscheinlich sind die anderen bereits an Lösungsmitteln verstorben.
  • absurd-real
    was ist denn hier los? Hilfreiche und interessante Informationen, ohne Sticheleien?!-weiter so!
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    So, war jetzt bei der Hausärztin wegen der Schmerzen, habe ihr nichts gesagt - sie hat getastet und gemeint das sieht nach einer Vergiftung aus, was ich denn außergewöhnliches gegessen habe.
    Hatte ich aber nicht, auch mein Magen tat nicht weh wie er sonst bei einer Vergiftung ja weh tun müsste. Musste aber jetzt nach Hause die Befunde holen und dann muss ich noch mit dem Hund runter, also werde ich morgen früh hinfahren, wenn es schlimmer wird dann kann ich ja heute auch noch fahren.
    Aber ich denke das war die Ursache, ich wüsste sonst keine.
    Auch meine Fettleber könnte davon sein, das ist aber nur eine Vermutung der Ärztin. Sicher kann sie es nicht sagen.
    Gruß Margit
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  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    In der Produktinformation http://www.winsornewton.com/assets/Leaflets/German/liquinger.pdf findet sich nur der lapidare Hinweis:

    Im Gegensatz dazu verwendet Liquin ein „Alkyd”, d.h. ein ölmodifiziertes
    Kunstharz.

    Im Sicherheitsdatenblatt http://www.winsornewton.com/assets/HealthandSafetyDataSheets/OIL%20COLOUR/Oil%20Mediums/Liquin/04912205.pdf liest man:

    Nach zur Zeit geltenden Gesetzen nicht als gesundheitsschädlich oder umweltgefährlich angesehen

    Jedoch weiter unten steht:

    8 EXPOSITIONSBEGRENZUNG UND PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG

    TECHNISCHE MAßNAHMEN

    Für genügend allgemeine und örtliche Absaugung sorgen.
    ATEMSCHUTZ
    Keine spezifische Empfehlung angegeben, aber Atemschutz muss getragen werden, wenn das allgemeine Niveau über den
    Arbeitsplatzgrenzwert hinausgeht.
    HANDSCHUTZ
    Bei Gefahr einer Berührung mit der Haut geeignete Schutzhandschuhe tragen.
    AUGENSCHUTZ
    Bei Spritzgefahr Schutzbrille oder Gesichtsschirm tragen.
    ANDERE SCHUTZMASSNAHMEN
    Zweckmäßige Schutzkleidung tragen, um jede mögliche Berührung mit der Flüssigkeit und wiederholten oder längeren Kontakt mit den
    Dämpfen zu verhindern.
    HYGIENEMAßNAHMEN
    Am Ende jeder Schicht und vor dem Essen, Rauchen und Toilettenbesuch Hände waschen. Kontaminierte Kleidungsstücke sofort entfernen.
    Falls die Haut verschmutzt ist, sofort mit Seife und Wasser reinigen. Bei der Arbeit nicht essen, trinken oder rauchen.


    Sowie:

    11 ANGABEN ZUR TOXIKOLOGIE
    EINATMEN
    Sensibilisierung durch Einatmen möglich.
    VERSCHLUCKEN
    Kann beim Verschlucken Unwohlsein verursachen.
    HAUTKONTAKT
    Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich.
    AUGENKONTAKT
    Sprühnebel oder Dampf in den Augen kann Reizung und brennenden Schmerz verursachen.

    12 ANGABEN ZUR ÖKOLOGIE
    ÖKOTOXIZITÄT
    Umweltgefährdend: Kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben

    Das sind reichlich widersprüchliche Angaben.
    Signatur
  • omrelap
    So, war jetzt bei der Hausärztin wegen der Schmerzen, habe ihr nichts gesagt - sie hat getastet und gemeint das sieht nach einer Vergiftung aus, was ich denn außergewöhnliches gegessen habe.
    Hatte ich aber nicht, auch mein Magen tat nicht weh wie er sonst bei einer Vergiftung ja weh tun müsste.
    Dann habe ich ihr das Sicherheitsdatenblatt von Liquin gezeigt und sie hat alles durchgelesen und gemeint, ich soll sofort ins Spital auf die Notambulanz fahren, das Zeugs ist urgiftig, und es nie nie wieder verwenden! Musste aber jetzt nach Hause die Befunde holen und dann muss ich noch mit dem Hund runter, also werde ich morgen früh hinfahren, wenn es schlimmer wird dann kann ich ja heute auch noch fahren.
    Aber ich denke das war die Ursache, ich wüsste sonst keine.
    Auch meine Fettleber könnte davon sein, das ist aber nur eine Vermutung der Ärztin. Sicher kann sie es nicht sagen.
    Gruß Margit


    Wenn es wirklich so akut bei Dir ist, solltest Du Dir sofort ein ärztliches Gutachten einholen, welches den Schluss nahe legt, dass Deine Beschwerden von diesem Malmittel herrühren können. Einen direkten Nachweis kann ein Arzt zwar niemals verbindlich feststellen, aber nach den Grundsätzen der Produkthaftung gilt eine Beweislastumkehr, d.h. der Hersteller muss nachweisen, dass sein Produkt ungefährlich ist.
    Wenn Du auf Grund des Gebrauchs von Malmittel einen Leberschaden davongetragen hast, solltest Du den Hersteller auf Schadensersatz verklagen.
  • xylo
    xylo
    Vor Trockenstoff als Beigabe in Tiefdruckfarben, bin ich von meinem Lehrer ausdrücklich gewarnt worden! Er ist zwar unverzichtbar, aber die Brötchen lege ich nicht genau neben die Druckpresse ;-)
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    So, war jetzt im Spital, habe eine Infusion bekommen, man hat nur die normalen Blut und Leberwerte untersucht, die waren sogar besser als bei der letzten Untersuchung.
    Der Arzt hat sich das Sicherheitsdatenblatt durchgelesen, dann wo angerufen in englischer Sprache gesprochen; ich habe es leider nicht verstanden. Danach bekam ich dann die Infusion und er meinte es müsste dann etwas besser werden. Er hat mir auf alle Fälle geraten sofort mit dem Liquin aufzuhören, da das sehr giftig sei.
    Ob es die Ursache ist, kann er auch nicht 100% ig sagen, doch da ich keinen Tropfen Alkohol trinke, nie geraucht habe, mich völlig gesund ernähre wäre das das einzige Gift dass ich zu mir nehme und genommen habe, seit 2005 und das ständig.
    Hm, ich habe keine Ahnung welche Chancen ich hätte gegen so eine große Firma zu klagen, und wie das überhaupt bewiesen werden kann dass es von Liquin ist. Aber die Leber ist ziemlich kaputt, Fettleber auf Grund von Gifteinwirkung -?
    Liebe Grüße
    Margit
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  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Hm, ich habe keine Ahnung welche Chancen ich hätte gegen so eine große Firma zu klagen, und wie das überhaupt bewiesen werden kann dass es von Liquin ist. Aber die Leber ist ziemlich kaputt, Fettleber auf Grund von Gifteinwirkung -?


    Allein wirst du wohl keine Chance haben, aber mit Hilfe von anderen Betroffenen und der Medien besteht vielleicht eine Möglichkeit, zumindest eine Öffentlichkeit für dieses Problem zu schaffen. Es wird natürlich schwer werden, per Gutachten den eindeutigen Zusammenhang zwischen Leberschädigung und Verwendung von Liquin nachzuweisen und die Hersteller werden garantiert etliche Gegengutachten erstellen lassen. Es bleibt angesichts dieser Nebenbedingungen die Frage, ob es sich für dich überhaupt "lohnt", dir diesen ganzen Ärger anzutun.
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  • xylo
    xylo
    Ich würde mich darauf in erster Linie darauf konzentrieren, ob ich den Körper entgiften kann, um die entstandenen Schäden vielleicht abzumildern, bevor ich mich auf die rechtliche Situation stürze und Anwälte glücklich mache.
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Ja, vielen Dank, Xylo, angeblich soll ja eine Leber sich zum Teil wieder regenerieren können. Habe mir ein Buch über Leberreinigung gekauft, werde nächste Woche mit meiner Ärztin sprechen.
    Der Arzt im AKH hat mir geraten einen guten Internisten zu suchen, der mich beraten kann.
    Das sind mal meine ersten Wege, und natürlich ein giftfreies Atelier.
    Liebe Grüße
    Margit
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  • omrelap
    Hm, ich habe keine Ahnung welche Chancen ich hätte gegen so eine große Firma zu klagen, und wie das überhaupt bewiesen werden kann dass es von Liquin ist.


    Ich sagte es schon, bei Produkthaftung gilt Beweislastumkehr.

    Aber vielleicht hast Du Deine Beschwerden ja woanders her.
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Danke, Palermo, das wusste ich nicht.
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  • omrelap
    Ma-gie.
    Einem Verbraucher kann es regelmäßig nicht gelingen einen kausalen Nachweis zu führen, dass ein bestimmtes Produkt ihn geschädigt hat. Wie sollte das gehen? Er müsste namhaft Zeugen benennen, die einen bestimmungsmäßigen Gebrauch des Produktes und dessen Schadensverursachung bezeugen können. Da soetwas illusorisch ist, muss der Hersteller nachweisen, dass sein Produkt keine Schäden verursacht, bzw. der bei Dir verursachte Schaden nicht von seinem Produkt herrühren kann.
    Wenn Firmen dadurch ins Wanken geraten, fertigen sie natürlich Gegengutachten an, siehe Lipobay/ Bayer, aber solche Gefälligkeitsgutachten sind extrem teuer.
    Ich kann Dich nur ermutigen einen guten Anwalt aufzusuchen, wenn dieses Malmittel bei Dir eine Schädigung bewirkt hat. Solche Prozedere nehmen in Deutschland einen anderen Verlauf als man es von schlechten amerikanischen Filmen gewohnt ist.
    Du solltest diesen Schritt auch im Interesse anderer Benutzer tun. Wer weiß wie viele Menschen gerade rätseln, woher ihre Leberschädigung kommt!
  • xylo
    xylo
    Ruf bitte BEVOR Du zu Deinem Anwalt gehst, Deine Rechtschutzversicherung an und lass Dir eine Schadensnummer geben, dies ist ganz wichtig! Hinterher
    eine Kostenübernahme für den Anwalt zu erreichen ist viel schwieriger.
    Zumindest steht Dir ein Beratungsgespräch vom Anwalt zu, wenn Du versichert bist. Dieser Anwalt wird dann mit Deiner Rechtschutzversicherung abklären, ob es sinnvoll ist, den Klageweg zu beschreiten. Die Reihenfolge musst Du einhalten, sonst hast hinterher kein Geld und keine Leber!
    Viel Glück
    Signatur
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Vielen Dank, Palermo und Xylo!
    ich werde mich da mal erkundigen.
    Liebe Grüße
    Margit
    Signatur
  • Marcel Stach
    Marcel Stach
    @Ma_Gie

    Habe mir gerade Deine Beiträge zu diesem Thema durchgelesen. Auf jeden Fall, das hört sich gar nicht gut an und hoffe für Dich, dass alles wieder gut wird. Habe zwar auch schon gehört und gelesen, dass die austretenden Dämpfe nicht so gut für die Gesundheit sind aber dass diese solche extremen Auswirken haben können wie bei Dir, hätte ich nicht gedacht.

    Viele Grüße, Marcel Stach
    Signatur
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Danke Stach.
    Ich leider auch nicht. Das Resultat ist eine stark vergrößerte Fettleber durch ständige Vergiftung und eine Sensibilisierung.
    Das bedeutet, dass bereits kleinste Mengen dieses Mittels bei mir sehr extrem gesundheitsschädigend wirken.
    Wenn man das Sicherheitsdatenblatt durchliest, steht "Sensibilisierung durch Einatmen möglich. Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich.

    http://www.winsornewton.com/assets/HealthandSafetyDataSheets/OIL%20COLOUR/Oil%20Mediums/Liquin/04912205.pdf

    "Zugelassenes Atemschutzgerät
    tragen, wenn die Luftverschmutzung über das akzeptable Niveau hinausgeht."

    Wann geht die Luftverschmutzung über das akzeptable Niveau hinaus?
    Kann das ein ganz normaler Künstler herausfinden? Wie? Wie lange darf man damit hantieren oder es einatmen um nicht krank zu werden?

    Die Hinweise auf der Flasche sind kaum als gesundheitsgefährlich zu erkennen. Sie sieht völlig harmlos aus.

    Hier jedoch kann man sich über die gefährlichen Inhaltstoffe besser informieren:

    🔗

    Wenn ich gewusst hätte dass das Zeug so dermaßen gefährlich ist hätte ich es niemals gekauft.
    Signatur
  • loocorez Miese Story...
    ...gute Besserung Margit.
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Zerocool, vielen Dank, es geht mir schon wieder besser!
    Traurig halt nur dass ich nicht mehr so weitermachen kann.
    Muss ganz andere Wege beschreiten.
    Signatur
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr

    Traurig halt nur dass ich nicht mehr so weitermachen kann.
    Muss ganz andere Wege beschreiten.


    Wer weiß, Margit - vielleicht ist das sogar eine große Chance? Es gibt so viele Möglichkeiten, sich kreativ auszudrücken. Die Lasurtechnik ist deinem Perfektionismus ideal entgegen gekommen. Jetzt bist du davon befreit!
    Signatur
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