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  • Besprechung des Kunstwerks 18255 (o.T.)

  • xer
    >> und chaos zum beispiel darzustellen, indem ich (scheinbar) chaotisches auf surrealismusmanier zusammenmustere ist mir zu schlicht<
    Das hat für mich den Anschein einer kleinen Annäherung an einen Kompromiss. Wie dem auch sei, selbst wenn das nicht stimmt.. sollte HoFi mit seiner Interpretation tatsächlich Recht haben, würde das bedeuten, dass du Teriell ein Unvermögen in seiner Bildsprache bescheinigst? (Sorry, wenn ich das jetzt zu hart, oder gar völlig falsch interpretiere)

    >> ... wenn das nicht in einen konzeptionellen kontext gestellt wird<
    Verzeih meine Unwissenheit, aber was meinst du mit "konzeptionellem kontext"?
  • xer
    Sorry, muss jetzt weg.
    Bis später
  • ekI
    Hofi, ich bitte Dich ... willst Du allen ernstes, dass ich nun glaube, Du müßtest mehr als nur einmal hinsehen, um irgendetwas zu erkennen?

    Ist es nicht zugegebenermaßen so, dass der erste Eindruck meist der richtige ist?

    Warum soll man von der ersten Meinung abweichen? Nur, weil da jemand ist, der vielleicht doch etwas hineininterpretiert?

    Okay, bei diesem Suchbild (Danke Brooklyn) ist es schon notwendig, vielleicht zweimal hinzusehen.

    Gibt es wirklich jemanden hier, der nach einer Weile etwas damit anfangen kann?

    WOW - ich bin beeindruckt!

    Zitat: Gute Frage! Ist nicht böse gemeint.. die gleiche Frage könnte ich mir selbst auch stellen. Ok, blöd? Nein, diese Frage stellt sich nicht wirklich.
    Geschichtlich ungebildet? Tja, vielleicht nicht gerade ungebildet, aber vielleicht nicht gebildet genug?

    klär mich bitte auf, welchen geschichtlichen Hintergrund ich hier verpasst habe oder warum meine geschichtliche Vorbildung hier nicht ausreicht. Oder war das eher ironisch gemeint?

    "oder habe schlicht weg keine Ahnung", allgemein gesehen trifft das ganz bestimmt nicht zu, im Bezug auf dieses Bild schon! Das hast du ja gerade selbst geschrieben. Mir geht es übrigens genau so

    Und Rex: also hab ich keine Ahnung!! Ich wüßte nicht, wo ich von mir selbst behauptet habe, dass mir diese fehlt. Würdest Du mich bitte aufklären...
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  • fluwdom
    also ich sehe im oberen teil des bildes irgendwie symbolisch sowas wie den Urknall. ganz links daraus entstehen tauben die dann irgendwie in einer hellen explosion verpuffen und dann ganz rechts wieder erscheinen. oder Re-inkarnation. der untere teil sieht mir sehr nach Patch-work bildern aus der 5. klasse aus wo jeder aus zeitschriften irgendwas zum thema krieg oder wohnungsnot ausschneiden muss :)
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    @rex
    unvermögen? nein.
    mängel bzw. schwächen. und zwar dem bild (!), nicht dem hersteller. vielleicht hat der/die ja auch schon weitaus besseres gemacht.
    konzeptioneller kontext meint, bildnerische regeln ausser acht zu lassen oder zu konterkarieren NICHT, weil ich sie nicht beherrsche, sondern weil dieser bruch das thema meiner aussage ist oder zu einer neuen aussage führt. also kein an den haaren herbeigezerrtes nachschiessen von erklärungen für einen sich von allein einstellenden misstand, sondern eine durch intellektuelle leistung herbeigeführte gestaltung.

    @ike
    nein. der erste eindruck ist keinesfalls meist der richtige. der spiegelt lediglich mehr von deiner position als von der des bewerteten objekts und erscheint umso plausibler, je weniger man einer überprüfung zugänglich ist.
    und natürlich soll man in der lage sein, von der ersten meinung abweichen zu können! das ist eine frage der entwicklungsfähigkeit...
    Signatur
  • xer
    Modwulf, danke für deine Beobachtung! Leider hattest du aber nicht geschrieben, ob du selbst damit etwas anfangen kannst.
    Wie sieht´s aus?
  • xer
    Ike
    >> welchen geschichtlichen Hintergrund ich hier verpasst<
    Ike, ich sagte nicht, du hättest einen bestimmten geschichtlichen Hintergrund verpasst oder dass deine geschichtliche Vorbildung hier nicht ausreicht, sondern dass uns allen vielleicht manchmal Informationen, auch historischer Natur, fehlen könnten, auf die sich der Autor beim Erstellen seines Werkes (übrigens trifft dies sicherlich bei vielen anderen Werken ebenso zu) bezogen hat.

    Mit "keine Ahnung", bezog ich mich einzig und allein auf dieses Bild und meinte damit, dass du eben keine Ahnung hast, was du damit anfangen sollst. Das hast du doch geschrieben, oder habe ich etwas falsch verstanden. Sollte ich doch Recht haben, finde ich und ganz sicher auch sonst niemand etwas schlechtes daran. Ich bin davon überzeugt, dass es unter uns nur wenige gibt, die das Bild tatsächlich verstehen. Und zwar so, wie es der Autor wollte/will
  • suomynonA
    .
  • xer
    >> Tut mir Leid-vielleicht lieber Warzen besprechen<

    Danke Ieva.
    Auch das, finde ich, ist eine wichtige und für viele von uns, nicht zu unterschätzende Aussage!

    PS: Lisa, genau über dieses Thema haben wir uns neulich unterhalten, du wirst dich erinnern
  • xer
    >> bildnerische schwachheit als gewollt darzustellen<
    Dies ist also nur auf dieses Werk, nicht auf den Autor zu beziehen
    Ok, ist jetzt etwas "erbsenzählerisch"... es sei denn, es ist richtig :o)


    >> wo bitte wäre aber da der witz, wenn das nicht in einen konzeptionellen kontext gestellt wird?<
    Danke für deine Erklärung. Dann stellt sich aber für mich die Frage: Wie kommst du zu der Erkenntnis, dieses Bild sei nicht eben in diesen konzeptionellen Kontext von Teriell gestellt worden?
    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, würde das nicht bedeuten, dass du die Aussage/Botschaft des Bildes genau kennen/verstehen müsstest, um das zu behaupten?

    PS: Ehrlich, ich find´s nicht ganz trivial
  • odnaliW_ocsicnarF
    Das gehört hierhin:


    Verfasst am: Heute - 22:46 Titel:

    --------------------------------------------------------------------------------

    rex hat folgendes geschrieben:
    Hast du auch etwas zu der (Thema betreffenden) Frage zu sagen?

    Falls nicht, dann belästige mich bitte nicht mehr persönlich. Falls doch, dann bring´s hinter dich und halte uns mit deinen ach so weisen Worten, die du so fein säuberlich an mich gerichtet hast nicht auf. Einverstanden? Ich habe ehrlich keine Lust mit dir zu streiten




    Keine Lust zu streiten, diese Zeilen von dir zu lesen machen mich doch etwas verdutzt, scheinst du doch mit deinen Gefühlen nicht richtig fertig zu werden.

    Dass ich in diesen Thread Unsinn geschrieben habe tut mir leid. Werde es aber nicht editieren weil du samt brooklyn bereits mit Beleidigungen darauf reagiert hast.
    _________________
    Herzliche Grüße

    Wilando
    🔗
  • xer
    Wilando ich fürchte du bist nicht mehr Herr deiner Sinne. Das ist keine Beleidigung sondern meine ernst gemeinte Annahme
  • ppeS
    Für mich ist das Bild ein Hingucker durch die gute Komposition und weil es vordergründig eine Hinterhofidylle vortäuscht. Nach mehrmaligem anschauen fand ich den Zugang nicht. Angeregt durch die Bildbesprechung hab ich mir nun mehr Zeit eingeräumt für die Betrachtung und es stellen sich für mich allmählich einige Zusammenhänge wie folgt dar:

    Je länger ich das Bild betrachte stellt sich zunehmend Unbehagen ein. Das mag auch der Grund sein wieso ich es wahrscheinlich gar nicht so recht sehen wollte.

    Eine Explosion,
    Die Männer mit den Knarren...Terror/Gewalt/überall lauert der Feind.
    Feuer und Qualm aus den Kaminen ->Luftverschutzung...
    Die Hand...zuerst als harmloses Zeichen für Collage interpretiert....nun eher Angst vor Diebstahl.
    Die Schlange zeigt auf Wandmalerei „Thema Wasser/Klimaveränderung?
    Die Garnele was sucht die hier? Keine Erklärung
    Die aufgeschreckten Möven? Die könnten aber auch ganz normal umherfliegen?
    Was soll der Hamburger auf der Terasse?
    Die altertümlichen Säulen?
    Es reimt sich nicht ganz, aber die Botschaft hat irgendwie mit Angst zu tun.

    Wo sind die Bewohner...hocken die vor der Glotze und ziehen die Angst der ganzen Welt in sich hinein bis jeder idyllische Hinterhof zum Albtraum wird?

    Ja wenn ein Bild so viele Fragen Fragen aufwirft ist es wohl keine harmlose Collage mehr, oder?

    Da macht sich Angst breit.
  • xer
    Vielen Dank Sepp für deine Auseinandersetzung. Ich habe genau hier, durch deinen Beitrag, das Gefühl, man könnte direkt mit diesem Thema weiter machen: 🔗

    Nun wäre ich aber Teriell dankbar, wenn er uns ein Paar Impulse geben könnte, damit wir zumindest in die richtige Richtung denken.

    Andererseits.. ich weiß nicht, vielleicht sollten wir uns die Zähne ausbeißen. Hätte denn das keine Aussage?
    Ich fürchte schon :o/
  • geronimo
    geronimo
    hi, für mich fehlt dem bild homogenität. ich kann die botschaft, sofern es eine gibt nicht ausmachen. in diesem sinne lässt das image, den betrachter etwas "allein". ich sehe gewisse anleihen bei hitchcock, nicht nur wegen der vögel, auch einen gewissen zynismus, aber die richtung desselben bleibt mir verschlossen. technisch gesehen ist es für mich eine sehr schnelle montage, bei der komposition, beim einpassen der elemente und der lichtführung wird dies für mich besonders deutlich. trotzdem halte ich es für einen gelungenen und auch ein wenig humorvollen versuch, digital ein image zu konstruieren. wenn es mir irgendwas sagt, dann dass unsere friede-freude-eierkuchen-welt, doch nicht so friedlich ist, wie wir manchmal denken. vielleicht erklärt uns der schöpfer ja mehr dazu...
    Signatur
  • lleiret
    Nun, nach Aufforderung nach ein paar kurzen Worten (wobei nun schwierig erscheint, manches, aber bloss nicht zu viel zu verraten), werd ich mal etwas eingreifen.

    Und noch kurz zu Beginn ein grosses Lob an Euch, dass ihr sogar mitunter (oder gerade jene) Bilder diskutiert, die Euch nichts sagen.
    Eine weitere kurze Bemerkung sei mir zudem noch erlaubt: Ich war selbst sehr überrascht, wie viele Klicks und Kommentare hier zustande kamen.

    So, nun mal überlegen, wie ich jetzt im völligen Nachhinein erläutern kann, was ja nun wahrscheinlich kategorisch unglaubwürdiger ausgelegt wird, als
    wenn dies zu Beginn passiert wäre.

    Zuerst einmal zur Formfrage: Völlig offentsichtlich (wie ja auch genauso erkannt)ist hier eine Collage die Grundlage, welche nicht einen Fotorealismus oder eine Kohärenz / Stimmigkeit (eben im Sinne eines Realismus) in Sachen Belichtung, Farbe, Konstrast, Proportion usw. erzeugen sollte. Sehr im Gegenteil.
    Die gezielte Unstimmigkeit läßt sich z.B. dadurch belegen, dass die Dächer und die Hinterhofgebäude aus drei Fotos stammen (gleiches Motiv und Perspektive),
    auf welchen der Hinterhof zu verschiedenen Jahreszeiten und Lichtverhältnissen abgebildet ist (siehe z.B. Schnee auf Mitteldach und drastisch sich unterscheidende Farben aufgrund der Lichtverhältnisse). Brüche und Unterschiede sind also nicht verheimlicht oder dergleichen, wie gesagt, im Gegenteil. Wie man gerade bei einer Collage Unabsichtlichkeit vermutet, verstehe ich nicht.
    Dadurch - so muss ich allerdings ganz klar eingestehen - war dann aber auch eine Schnelle oder Flüchtigkeit in der Bearbeitung und formalen Belangen erlaubt.
    Insgesamt also: Die konkret digitale Collage sollte ersichtlich bleiben und selbst in gewisser Hinsicht stilisiert werden. Die Formfrage ergibt sich abschliessend aus der Stoff-Frage und ist für mich eine Annäherungsfragestellung mit dem Versuch von Analogien.

    Also zum Stoff...
    In Sachen Symbolik bzw. bzgl. der Objekte auf Bild-/ Inhaltsebene: Die genannte Unstimmigkeit ist nicht unbedingt durch Chaos zu erklären, wobei das auch nicht vollkommen daneben liegt. Es bezieht sich eher auf eine so notwendig resultierende Unstimmigkeit, stellvertretend für ein dynamisches System (eine Gruppe, Gesellschaft...), welches sich in seinen Einzelkomponenten und Regelkreisen nicht widerspruchsfrei verhält, aber eine übergeordnete Selbtregulierung herstellt. Durchaus nun im soziokulturellen, systemischen Kontext (diese zusammenhänge sind in den letzen Jahren zu jenen geworden, welche mich nicht loslassen - wen's mal wirklich interessiert, kann sich z.B. mal mit Niklas Luhmann beschäftigen). Der Anlass zum Bild selbst war durchaus das Betrachten der Hinterhofbilder, auf welche dann eine thematische Projektion stattfand. D.h. diese kleine, geheimnisvolle Makrowelt des allgegenwärtigen und sich einem Betrachter doch oft nicht preisgebenden städtischen Hinterhofs, stellt für mich einen exemplarischen wie auch zeitlichen Bezug dar. Zeitlich im Sinne von Zivilisatorisch. Dies beeinflusste schon die Wahl der Objekte, aber eine Unkausalität musste eben erhalten bleiben. Die Ruine bspw. ist hier zum einen auch wieder jene Unstimmigkeit, aber zugleich konträre Ebene zum "stellaren Griff" (deswegen auch simpel oben, unten), was insgesamt wieder die systemische Einbettung aufgreift im Sinne von Feedbackschleifen (wieder Luhmann).

    Naja, sicherlich geht nun das Zerfetzen weiter, aber das macht nichts. Mir gefällt eine kritische Diskussion durchaus viel besser, als wenn ein Pferdebildchen auf Schönheit gelobt wird :) Was ich mir, genau wie gedacht habe und dann umgesetzt, ist glaube ich ohnehin nicht sonderlich bedeutsam, wenn ich es nun im Nachhinein erzähle. Mit einem Titel oder einer Erläuterung hätte ich da offebar wohl vorgreifen müssen. Aber hier ist nunmal auch keine thematische Singularität, wie z.B. Menschenhandel oder Springer-Affäre behandelt.
    Alles kann nun als Reaktion aufgefasst werden oder gar als Entschuldigung - aber das wäre Blödsinn. Denn wer mal genau hingesehen hat, bemerkt auch, dass ich im Profil ganz offensichtlich Belangloses platziert habe - ich denke da z.B. an den Hermi
    Und insgesamt habe ich die thematischen Belange - so gebe ich gerne und offen zu - auch nicht mit aller Akribie versucht in ein perfektes Lesebild umzusetzen. Diese Forderung stelle ich mir nicht an jedes Bild.

    Also, um nun aber den Freiraum für eure "vernichtenden" (Spass) Interpretationen nicht auf nichts zu reduzieren, geh ich nun langsam mal zu Bett :)

    Viel Spass noch
    und guten Gruß,
    Sebastian
  • fluwdom
    @Rex
    ich kann mit dem Bild nicht sehr viel anfangen ich findes wenn man es so sagen kann etwas informationsüberladen.
  • xer
    Danke Mod! ...auch nicht nachdem Teriell sich geäußert hat?

    PS: Bin im Augenblick schwer am grübeln, wie man das alles jetzt unter einen Hut bekommt.. jetzt mach ich aber erst mal einen Ausflug mit der Family
  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Danke Teriell, das war sehr aufschlußreich.
    Mir zeigt dieser Threat beispielhaft die mögliche Diskrepanz zwischen: was sehe ich, wie interpretiere ich und: was will der Künstler sagen.
    In diesem Zusammenhang ist ein Beitrag von Geronimo
    🔗
    interessant.
    Es leitet sicherlich zum besseren Verständnis eines Werkes wenn man etwas über den Künstler weiß. Die Crux ist: will, kann, muß ich dem Künstler folgen? Oder erhalte ich mir die Freiheit meiner eigenen Interpretation?
    Bis Mo.
  • fluwdom
    @Rex @teriell
    auch nach teriells "stellungsnahme" ist für mich der untere teil des bildes zu verwirrend und wenig (nicht im kunstsilistischen sinne)konkret.
    Zwar hast du teriell gesagt dass du keine thematische singularität wolltest. aber dazu muss ich sagen ist das bild dann für mich wie eine zeitschrift in der ich nicht alle artikel gut finde.
    Für mich war in der betrachtung der häuser eigentlich nur winter zu sehen.
    Soviel zu meiner Betrachtungsweise.
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