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  • gleichmäßige Flächen mit Acrylfarben

  • Rica gleichmäßige Flächen mit Acrylfarben
    Hallo,
    ich bin neu hier und absolut begeistert von diesem Forum und den wirklich guten Tips, die man sich hier holen kann.Ehrlich gesagt sind das hier bessere Ratschläge als man sie in manch Geschäften bekommt.
    Ich habe jetzt schon 2 Bilder im James Rizzi - Stil gemalt. Obwohl ich erst nach dem Ersten bemerkt habe, das da der Herr Rizzi schon lange sein Geld mit dieser Art zu malen verdient. Inzwischen weiß ich, daß er unter anderm auch Acrylfarben verwendet. Nun die Frage_: Wie bekommt man die Flächen so schön gleichmäßig hin. Liegt es am Pinsel ? Wenn ja, welche sind hierfür besonders gut geeignet ?
    Oder liegts an der Farben ? Der Herr Rizzi kann sich bestimmt teurere leisten als ich...
    Oder gibts da Tricks mit irgendwelchen Farbzusätzen, Verdickern etc, daß die Farbfläche sehr gleichmäßig, naja sagen wir mal sehr plakativ wirkt.
    Danke schon mal für den Tip
    und meine Bilder werde ich auch bald einstellen.
    Gruß
    Ultramarin
  • El-Meky
    El-Meky
    Hallo Ultramarin,willkommen hier ,

    versuchs doch mal mit einem kleinen Schaumstoffroller.
    🔗


    Ich roller zügig zuerst diagonal über die Fläche und dann einmal waagerecht
    und zuletzt bleib ich bei der senkrechtem Richtung und arbeite zügig gleichmässig.

    lg -heliopo-
    Signatur
  • ekI
    Hi Ultramarin!

    Heliopo hat Dir schon einen Tipp gegeben!

    Bevor ich hier mit weiteren Tipps folge, möchte ich Dich bitten, uns zu erzählen, welche Farben und welche Pinsel Du hast.

    Denn es hat in der Tat mit Pinsel und Farbe zu tun, ob der Strich zu sehen ist oder nicht!
    Zum Beispiel: sind die Farben bereits recht flüssig (sogenannte Fluids) oder noch ein wenig pastos (teure Farben aus der Tube) ???

    Und bei den Pinseln: Chinaborste oder Kunstfaser??

    Wenn ich weiß, womit Du arbeitest, kann ich Dir gezielter weiterhelfen, als hier alle Möglichkeiten aufzuzählen!

    Bis dahin!
    Gru Ike
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  • Rica
    Hallo,
    der Tip mit der Rolle ist gut, nur sind die Flächen bei mir meist zu klein dafür. Für größere Flächen versuche ich das mal.
    Also Farben hab ich folgende im Einsatz:
    Tuben von
    Rico Design Prato Acryl,
    Liquitex Basics, Amsterdam, Schminke Akademie (eher wenige, da teuer), Daler Rowny ( kleine Tuben nur wenige) und mein Schnäppchen bei Norma: Venus Acrylic Colour klein günstig und gut.
    Und natürlich
    Flaschen von Boesner
    und Lukas Acryl.
    Bin bei den Farben auf Dauersuche nach den passenden. Günstig gut deckend und schön sattem Farbton.
    Tja Pinsel. Eigentlich nur Kunsthaarborsten.
    Naturhaar war mir immer zu teuer.
    Bei den Pinseln versorge ich mich beim Boesner. Da habe ich natürlich auch schon die Preis- und somit auch Qualitätsunterschiede mitbekommen. Wenn mir also jemand was aus dem Boesner Sortiment kann. Da würde ich sogar in teure Pinsel investieren.
    Gruß Ultramarin
  • die-hp

    Bin bei den Farben auf Dauersuche nach den passenden. Günstig gut deckend und schön sattem Farbton.


    ...erscheint mir ein wiederspruch in sich :-)

    zum Teil kommt es schon auf den Farbton selber an, aber auch eben die Qualität des Herstellers.

    Ich male mit Boesner, Schmincke und Lascaux.

    Schmincke ist mir fast zu flüssig, aber die Lascaux
    sind echt hammergut - aber auch teuer.

    man braucht doch "nur" ein "grundfarbenset" von 6 farben und eben schwarz und weiß.
    den restlichen farben kann man doch fast alle mischen...

    wenn eine fläche nicht deckt, dann hilft meist den pinsel ganz ganz flach zu führen - und eben 2, 3 oder eben 4x mit dem Farbton drüber malen ( da fragt man sich ob günstige farbe dann wirklich günstig ist ?!?)

    soweit mal meine erfahrungen im umgang mit acryl
  • ekI
    Hallo Ultramarin!

    Danke für die "Liste". Ich kenne von den Farben, die Du aufzählst, nur die von Liquitex, Amsterdam und Schmincke.

    Amsterdam war meine Anfängerfarbe; diese benutze ich heute nur noch für große Flächen von wegen Preis/Leistung.

    PrimAcryl von Schmincke ist schon gut pigmentiert, so dass Du dort mit einem Malmittel strecken kannst. Dazu später genaueres!

    Die Farben von Liquitex sind ganz hervorragend geeignet, diese ein wenig zu verdünnen mit einem entsprechenden Malmittel. Bitte nicht nur einfach mit Wasser.

    Der Vorteil einer verdünnten Farbe liegt ganz klar auf der Hand, weil der Auftrag nicht mehr so dick ist. (toll... hört sich ja echt gut an :-))

    Was ich Dir aber eigentlich sagen will ist folgendes: wenn Du wirklich einen eher plakativen Effekt haben möchtest (also keine Struktur im feinen Sinn und vor allem möchtest Du keinen Pinselstrich mehr sehen), strecke Deine Farben mit einem guten Malmittel und besorge Dir entsprechende Pinsel.

    1. Naturhaarpinsel für die Acrylmalerei ist Perlen vor die Säue werfen - macht kaum einer und ist wirklich nicht empfehlenswert.

    2. Chinaborste deswegen nicht, weil du bei verdünnten Farben zu oft drüber musst und auch der "Strich" sich nicht ganz vermeiden lässt.

    3. Versuch mal den Impasto von daVinci . Eine weiße Synthetik-Borste, etwas dicker als ein Kunsthaarpinsel, aber gleichmäßiger und vor allem Formstabiler als die Chinaborste.

    https://www.gerstaecker.de/gerstaecker_8345.html
    Hier kannst Du Dich ganz schnell mal informieren. Leider hat DaVinci den Pinsel nicht auf der eigenen HP.

    Der Vorteil dieses Pinsels ist: er nimmt ungeheuer viel Farbe auf und gibt diese - flach aufgelegt - lange und gleichmäßig wieder ab. Selbst wenn Du dann noch ein zweites oder drittel Mal drüber musst, siehst Du nichts mehr von dem Strich und es siehst so aus, als wäre die Leinwand bedruckt!

    Zu den Lascaux-Farben möchte ich noch sagen, dass diese zwar wahnsinnig im Preis sind, aber sie sind hoch pigmentiert und deshalb schon gegenüber allen anderen wesentlich ergiebiger und von vornherein so angelegt, dass sie sowohl pur angewandt als auch bis zum Wasserfarbeneffekt verdünnt werden können. Dieses sind meine Liebingsfarben!!

    Da ich eher der pastose Typ bin, will ich keine Farbe, die mir von der Leinwand läuft! Was aber bei den meisten der Fall ist. Deshalb Lascaux!

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein klein wenig weiterhelfen!!

    LG Ike
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    die preiswerten studienfarben kann man mit (pulver-)pigmenten anreichern.

    für gleichmässigen flächigen farbauftrag ohne pinselspuren gibt´s ein spezielles malmittel. weiss nicht mehr genau, wie´s heisst - irgendwas mit "flow" im namen - frag im laden. ochsengalle in die farbe rühren geht aber auch.
    Signatur
  • untitled
    untitled
    Ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Technik: X-Striche, damit kriegst Du absolut gleichmäßige Flächen hin. Das klappt bei mir immer, unabhängig von der Qualität der Farben. Anstatt die Farbe in einer Richtung zu vermalen, vermalst Du die Farbe mit lockerem Handgelenk x-förmig, je nach Fläche größere oder kleinere X'e. Versuchs einfach mal auf einem Blatt Papier solange bis Du eine homogene Fläche hin kriegst.
  • Rica
    Hallo nochmal,
    also ich bin ja wirklich sehr positiv überrascht, was da für gute Tipps kommen...
    Ähem, jetzt nochmal äh eine Frage. Was ist den genau ein "Malmittel" und was unterscheidet das Ergebnis von bloß mit Wasser vermischten Farben ?
    Ich war bis jetzt eher so der Purist: An meine Leinwand lasse ich nur Farbe und Wasser, sonst nichts.
    Das mit dem Malmittel werde ich aber ausprobieren und die Pinsel besorge ich mir auch.
    Boesner ich koooomme !
    Gruß noch mal
    Ultramarin
  • ekI
    Hi Ultramarin!

    Hat eine Zeit gedauert, aber jetzt schnell hier die Antwort auf Deine Frage.

    Zusätze und Malmittel (manchmal auf Malmedien genannt):
    Was ist der Unterschied?

    Zusätze und Malmittel sind zwei ganz verschiedene Dinge. Ein Zusatz verändert den "inneren chemischen Zustand" des Farbfilms und sollte deshalb sparsam verwendet werden.
    Nimm nur so viel, wie Du für den gewünschten Effekt brauchst, da sie kein Bindemittel enthalten.
    Ein Malmittel verändert die Verarbeitungseigenschaft der Farbe und es enthält ein Bindemittel aus Harz für zusätzliche Stabilität. Da die Malmittel die Stabilität des Farbfilms entweder aufrechterhalten oder verstärken, können sie in jeder beliebigen Menge eingesetzt werden.

    Auszug aus dem Acryl-Handbuch von Liquitex

    Der Unterschied zwischen Malmittel und Wasser erklärt sich somit wohl von selbst!

    Siehe die beigefügte PDF-Datei. Ich habe Dir ein paar Buchseiten eingescannt. http://www.ulrike-stanford.de/Daten/download.htm

    Du solltest Dir aber unbedingt selbst ein paar gute Bücher besorgen!!

    Nun hab ich aber auch mal eine Frage an Dich: Wie kannst Du beim Boesner einkaufen, wo die doch angeblich nur an Leute mit Gewerbeschein verkaufen??
    Bist Du darein gegangen, hast gesagt, du wärst Künstler und schon läuft das oder wie?

    LG Ike
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    in den boesner-läden kann jeder einkaufen. ganz normal...

    nur beim boesner-versandhandel (=offiziell grosshandel für gewerbetreibende) musst du vorher einen gewerbeschein vorlegen. dort hast du dann auch nicht das sonst im business-to-consumer übliche widerrufsrecht.
    Signatur
  • untitled
    untitled
    Offenbar handhabt jede Boesner-Filiale das anders. In Köln kann jeder einkaufen. In Glinde (Hamburg) z.B. muss man einen Nachweis vorlegen, entweder einen Gewerbeschein oder einen Nachweis, dass man "Künstler" ist, um einkaufen zu dürfen.
  • Rica
    Hallo nochmal,
    hier in München ist das so mit dem boesner:
    Einkaufen kann jeder der Kunst unterrichtet, Kunst studiert, auf eine Kunstschule geht und jeder der ein Künstler ist.
    Naja. Eins von alldem wird wohl auf jeden hier zutreffen denke ich, oder?
    Denn der Begriff "Künstler" ist ja nicht geschützt.( Ab wann ist man ein wahrer Künstler?)
    Man geht da rein, meldet sich an mit Name und Adresse an und keine Ahnung ob man da sagen muß "was" man jetzt ist.
    Ich habe mich einfach bis jetzt als "Künstler" gesehen und ab September beginne ich meine Ausbildung zur Kunsttherapeutin.
    Dann paßt das auf alle Fälle.
    Aber in der Zwischenzeit habe ich im boesner Katalog nachgesehen und da gibts gar keine impesto Pinsel. Muß ich wohl woanders besorgen.
    Gruß in die nette Runde
    Ultramarin
  • iriJ
    Diese Frage solltest du in andere Berufszweige übertragen können.
    Dann kannst du sie sicherlich für dich selbst beantworten.
  • Rica
    Hallo,
    auf andere Berufe kann ich das sehr wohl übertragen. So bin ich unter anderem eine "wahre" Bauingenieurin, weil ich das mal studiert und auch in dem Beruf gearbeitet habe. Aber bei dem Begriff Künstler finde ich diese Sache insofern schwierig zu beantworten da ja die Kunst - wie heißt das noch :"immer im Auge des Betrachters liegt" oder so. Es soll ja auch so nette Sätze geben wie " jeder ist ein Künstler" und sowas. Ohne das jetzt kommentieren zu wollen, aber dieser Künstlerbegriff ist doch ein sehr weiter. Würde ich mal so sagen.
    (ich hätte da jetzt gerne einen lächelnden Smily eingebaut, hat aber nicht funktionier)
    Trotzdem Grüße ins Land der Malerfürsten
    Ultramarin
  • die-hp
    du bist in dem moment künstler, wenn du als solcher zb von einem kunstkritiker in einer zeitung als solcher erwähnt wirst, diesen "beruf" studiert hast, oder anderweitig als solcher anerkannt wurdest - soweit ich das weiß...
  • iriJ
    So bin ich unter anderem eine "wahre" Bauingenieurin, weil ich das mal studiert und auch in dem Beruf gearbeitet habe.


    Mag sein. Aus meinem Berufszweig weiss ich mit Bestimmtheit eines, nicht jeder der einen Meisterbrief erworben hat ist wirklich ein Meister.
  • ekI

    Aber in der Zwischenzeit habe ich im boesner Katalog nachgesehen und da gibts gar keine impesto Pinsel.


    ich meine Impasto von DaVinci....

    Hast Du Dir die PDF runtergeladen oder wenigstens angesehen ??

    Gruß
    Ike
  • Rica
    Um das Thema mal abzuschließen, weil ich müd bin:
    Klar, nicht jeder Meister ist ein Meister auch nicht jeder Ingenieur hat seinen Titel zu Recht. Aber auch nicht jeder der Kunst studiert hat, ist automatisch ein Künstler.
    Es gibt zahlreiche phantastische Autodidakten, die an den Kunstakademien abgelehnt und lange Zeit von den Kritikern ignoriert wurden und trotzdem oder gerade deshalb Erfolg haben. ( Vor kurzem hatte so einer hier in München ne eigene Ausstellung im Haus der Kunst)
    Genauso gibt es zahlreiche studierte Künstler die von den Kritikern zerfetzt werden. Oder nie was verkaufen. Oder beides. Sind das dann keine Künstler ?
    Und wann ist man "anerkannt" ? Von wem ? Wer ist hier der Maßstab ?
    Versteht mich nicht falsch, ich selbst würde mich nie als Künstler bezeichnen ( nur für den Herrn Boesner ), dazu bin ich einfach - für meine Ansprüche - nicht gut genug. Und bei manch anderen sogenannten und oft sehr selbstüberzeugten Künstlern krieg ich auch so meine Zweifel. Aber der Begriff "Künstler" ist halt nicht "geschützt". Wie der des Journalisten. Da darf sich auch jeder der nen Stift halten kann so nennen. Is halt so. Leider.
    So und jetzt beenden wir das hier mal, oder ? Hat ja schon lange nix mehr mit der anfänglichen Frage zu tun.
    Nochmal Grüße in die Nacht
    Ultramarin
  • Rica
    Um das Thema mal abzuschließen, weil ich müd bin:
    Klar, nicht jeder Meister ist ein Meister auch nicht jeder Ingenieur hat seinen Titel zu Recht. Aber auch nicht jeder der Kunst studiert hat, ist automatisch ein Künstler.
    Es gibt zahlreiche phantastische Autodidakten, die an den Kunstakademien abgelehnt und lange Zeit von den Kritikern ignoriert wurden und trotzdem oder gerade deshalb Erfolg haben. ( Vor kurzem hatte so einer hier in München ne eigene Ausstellung im Haus der Kunst)
    Genauso gibt es zahlreiche studierte Künstler die von den Kritikern zerfetzt werden. Oder nie was verkaufen. Oder beides. Sind das dann keine Künstler ?
    Und wann ist man "anerkannt" ? Von wem ? Wer ist hier der Maßstab ?
    Versteht mich nicht falsch, ich selbst würde mich nie als Künstler bezeichnen ( nur für den Herrn Boesner ), dazu bin ich einfach - für meine Ansprüche - nicht gut genug. Und bei manch anderen sogenannten und oft sehr selbstüberzeugten Künstlern krieg ich auch so meine Zweifel. Aber der Begriff "Künstler" ist halt nicht "geschützt". Wie der des Journalisten. Da darf sich auch jeder der nen Stift halten kann so nennen. Is halt so. Leider.
    So und jetzt beenden wir das hier mal, oder ? Hat ja schon lange nix mehr mit der anfänglichen Frage zu tun.
    Nochmal Grüße in die Nacht
    Ultramarin
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