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  • Firnis, aber welches?

  • Lupo72 Firnis, aber welches ?
    Hallo zusammen,

    ich habe soeben mein erstes Acryl-Bild fertiggestellt. Da die Farben nach dem Trocknen sehr matt wirken, würde ich das Bild gerne mit Firnis überziehen. Ich habe mir bereits Firnis von Lukas besorgt, eimal seidenmatt zum Auftragen mit dem Pinsel und einmal Sprühfirnis, ebenfalls in seidenmatt. Desweiteren habe ich mir einen glänzenden Klarlack im Bastelladen gekauft. Mit dem Sprühfirnis bin ich ein bischen vorsichtig, da ich schon oft hier im Forum gelesen habe, dass es einen unerwünschten Grauschleier hinterlässt. Würdet Ihr den Klarlack verwenden ? Das Bild ist wirklich schön geworden und ich möchte es am Wochenende meinen Eltern zum 35. Hochzeitstag schenken.
    Zu welchem Firnis würdet Ihr mir raten ?
    Grüsse
  • El-Meky
    El-Meky
    Hallo Lupo72,

    Ich weiss von einer sehr erfolgreichen Popart Malerin,
    dass sie ihre Acrylbilder mit einem normalen matten Klarlack aus dem Bauhaus zum Schluss fixiert.
    lg -heliopo-
    Signatur
  • Lupo72
    Hallo heliopo,

    da die Farben wirklich sehr matt wirken, würde ich gerne
    seidenmatt oder glänzend verwenden. Auf keinen Fall mattes Firnis.
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  • El-Meky
    El-Meky
    ja , Lupo,
    ich meinte auch Seidenmatt.

    Glanzlack kann unangenehm sein, weil man durch die Lichtreflexe oft ein Bild 'blind' macht .
    lg heliopo-
    Signatur
  • Lupo72
    heliopo,

    würdest Du Sprühfirnis verwenden oder soll ich lieber auf Nummer Sicher gehen und Firnis zum Auftragen mit dem
    Pinsel verwenden?
  • El-Meky
    El-Meky
    Lupo,
    Ich würde zum Lack aus der Dose greifen ,
    aber statt Pinsel einen kleinen Schaumstoffroller verwenden, weils gleichmässiger / dünner aufzutragen geht.

    Aber wart's mal ab, vielleicht hat ja noch wer hier 'n Tip für dich.
    lg -heliopo-
    Signatur
  • Lupo72
    heliopo,

    Sprühfirnis wird doch nur aufgesprüht ?! Gehst Du anschliessend nochmal mit einer Rolle drüber ? Vielleicht habe ich Deine Antwort auch nur falsch verstanden.
  • El-Meky
    El-Meky
    achso, sorry,
    Lack aus der Dose meint für mich *Flüssiger Lack*, sorry, kein Sprühlack.

    stimmt , war schlecht ausgedrückt...

    lg -heliopo-
    Signatur
  • Lupo72
    heliopo,
    kein Problem..... Vielen Dank !!!
    Grüsse
  • deirfgeisgnuj
    Hi Lupo...

    ... warum kaufst du erst den Laden leer und fragst dann?

    Mein Tip ... Klarlack zum Sprühen ausm Baumarkt 4 - 6 EURO die Dose, tut es eigentlich. Auf keinen Fall würd ich Dir empfehlen irgendwelchen Streichlack zu verwenden. Gerade als Anfänger arbeitet man viel zu dick, was sich natürlich auf die Trocknungszeit auswirkt. Auch besteht die Gefahr, dass der Klarlack vergilbt, dies ist bei einer dicken Schicht natürlich noch mehr gegeben. Bedenke bitte, dass beim Verwenden von glänzendem Lack nicht viel vom Bild zu sehen ist, wenn diesem gegenüber eine Lichtquelle, ein Fenster zum Beispiel, liegt. Die Leuchtkraft wird auch durch seidenmatten Firnis erhöht, glänzenden Firnis find ich persönlich, und die meisten meiner Kunden nicht so optimal.

    Fazit also :in Zukunft Sprühlack aus der Dose ... am preiswertesten ausm Baumarkt. Trocknungszeit 1-2 Stunden, ist geruchsneutral nach ca. 24 Stunden

    Für dieses Bild würd ich dir raten den Sprühfirnis zu verwenden, dann isser weg und nicht umsonst gekauft ... pass aber auf dass die Farben richtig durchgetrocknet sind

    Ich hoffe das hilft, beste Grüsse Jan
  • Lupo72
    supi, vielen Dank für deinen Tip.

    Grüsse
    Sylvia
  • die-hp
    hmm - ich verwende meist transparentlack von lascaux zu 30% mit wasser verdünnt, den trage ich dann mit einem sehr breiten pinsel auf - ich mag gerne wenn es hochglanz hat :-) außerdem ist es in knapp 30 minuten trocken

    aber stimmt schon - ist wie bei fotos, manche mögen lieber seidenmatt andere wiedrum hochglanz....wie man es macht ist es nicht richtig ;-)

    und stimmt auch - zum ersten mal streichlack, das kann seine tücken haben.

    falls du sprühst - denk dran daß du die kurve nicht auf dem bild machst um die richtung zu wechseln.
    am besten von so 10 cm vor dem rand anfangen und 10 cm nach dem rand der anderen seite beenden und dann neu ansetzen - trockenen lassen und noch mal horizontal drüber - dann wirds fast perfekt ;-)

    soweit mein bescheidener kommentar ;-)

    grüße
    gk
  • Dagmar
    Hab zu diesem Thema noch eine Frage, ich verwende eigentlich für meine Bilder am Schluss nie wirklich irgendeinen Lack, kann das nachteile haben? aber ich finde mit den acrylfarben sieht das Bild so ja e schon aus das braucht keinen glanz.

    Sollte ich doch einen verwenden welche Vorteile hat das??
  • die-hp
    vorteil ist sicher, daß die oberfläche als solche unempfindlicher ist.

    bin gerade umgezogen und bilder ohne firnis haben dabei schon etwas gelitten... :-(

    man kann sie dann auch mal "gschwind" mit einem leicht feuchten tuch abwischen.

    ich finde auch, daß die farben dann noch besser leuchten...ist aber sicher geschmacksache.

    grüße
    gk
  • Diana
    hmm ich hab meine Bilder bislang auch nicht nochmal behandelt, hab mich aber schon über Firnis etc. erkundigt. Dabei hat man mir zu Sprühfirnis SEIDENMATT geraten.. ich werds einfach mal ausprobieren und gugn wie es dann aussieht :)

    Gruß
    Artemis
    Signatur
  • iarog Firnisüberzug
    Hallo einen Tipp für euch, den ich als staatlich geprüfter Farben- und Lacktechniker und Kunstmaler empfehle.

    Im Prinzip ist Firnis nichts anderes als Leinöl das mit Terpentinöl gemischt wird.

    Man kann seinen Glanzgrad oder auch Mattgrad durch das Mischungsverhältnis stufenlos verändern. Es ist immer zu empfehlen, vorher ein paar Probeanstriche zu machen.
    Auf Trocknungsbeschleuniger sollte man verzichten, da sie das Verspröden des Firnisses unterstützen. Der selbst angemischte Firnis benötigt natürlich eine lange Trocknungszeit, in der sich viel Staub auf den gefirnissten Bild ablagern kann. Darum sollte man über dem Objekt ein sehr feinmaschige Netzhaube platzieren.

    Natürlich kann man bedenkenlos den Firnis im Fachgeschäft benützen.
    Auf keinen Fall würde ich mit Klarlack arbeiten, Klarlacke neigen nach einer gewissen Zeit zur Versprödung, zur Vergilbung (auch der Firnis) und lassen sich nicht mehr restlos entfernen.
    Firnis hat bessere Eigenschaften und konservieren das Gemälde.

    Finger weg vom Klarlack.

    Gruß
    🔗
  • madame specht
    madame specht
    ...
    Im Prinzip ist Firnis nichts anderes als Leinöl das mit Terpentinöl gemischt wird.
    ...
    🔗



    uuuuups - da hast du aber bei deiner staatlichen prüfung ganz schön glück gehabt!
    ;-)
    so ganz stimmt das nicht, das trifft nur auf leinölfirnis zu, den man keinesfalls für ölgemälde als schlussfirnis verwenden sollte (gilbt, trocknet schlecht, finger weg davon! wenn überhaupt verwenden, dann als sparsame zugabe zu einem halböl- oder temperagrund).

    in der ölmalerei verwendet man am besten dammarfirnis, also dammarharz in terpentinöl gelöst, als zwischen- und Schlussfirnis.
    Signatur
  • martinicio
    martinicio
    Der selbst angemischte Firnis benötigt natürlich eine lange Trocknungszeit, in der sich viel Staub auf den gefirnissten Bild ablagern kann. Darum sollte man über dem Objekt ein sehr feinmaschige Netzhaube platzieren.


    Sollte er wie beschrieben etwa nur aus Leinöl und Terpentin (ohne Sikkative) angemischt werden, kann das bis zu 4 Wochen dauern. Ist eher als nat. Holzschutz geeignet.
    Signatur
  • iarog frau-specht
    Verwende einen Dammar Firnis (natürliches Harz) er wird aus indischen Laubbäumen gewonnen und ist hochglänzend.
    Jedes Künstlerbedarf-Geschäft führt diesen Artikel. Diesen Firnis kann man Balsam-Terpentin-Öl verdünnen und besser streichfähig machen.
    Diesen Firnis gibet es matt und hochglänzend. Man kann durch Mischen seinen eigenen Glanzgrad einstellen. Hochglanzfirnis sollte nicht verwendet werden, den er verfälscht den Lichteinfall bzw. den Brechungswinkel.

    Firnis auf Bienenwachs-Basis ist seidematt


    Gruß

    (gorai)
    Rainer Gödde
  • iarog
    Leinölfirnis:
    Der heutige Begriff Leinölfirnis besagt, dass das Leinöl mit ca. 2 % Trocknungsbeschleunigern (Sikkativ) wie Kobalt- oder Manganverbindungen versetzt ist.
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