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  • MAFIA?

  • untitled
    untitled
    ... es ist in der tat interessant sich einmal anzuschauen, wer welchen künstler oder welche kunstrichtung für seine zwecke systematisch einsetzte. teilweise gelang es institutionen und regierungen selbst die kunst des künstlers, sprich seine ausdruckweise und selbst die themen stark zu beeinflussen ...


    Geronimo, fallen Dir dazu aktuelle Beispiele ein?
  • rep
    sowas (also "aktuelle" beisp.) zeigt sich -meist- erst etwas später, (in geschichtlichem kontext) damit man das von jemandem mit fug und recht behaupten kann. aber unter vielen beispielmöglichkeiten seien 2 herausgepickt: arno breker, leni riefenstahl...
  • geronimo
    geronimo
    hi untit0, also ich denke, die ehemalige ddr ist da ein ganz gutes beispiel gewesen, aber auch in china werden die kunst und künstler nach wie vor kräftig instrumentalisiert. auf cuba siehst du das auch sehr häufig

    inbesondere amerikanische unternehmen gehen häufig her und benutzen kunst und künstler um produkte und dienstleistungen zu vertreiben. kunst und kultur gehören ja heute fast zur corporate identity. firmen, selbst parteien lassen logos von bekannten künstlern anfertigen und in der heutigen werbewelt findest du für 30 sekunden spots sehr oft wirkliche top regisseure. der bereich des sponsoring und des sogenannten event marketings bedient sich sehr häufig der kunst. auch die top fotografen haben immer wieder ihren karren und ihr können für politik und wirtschaft eingespannt. in der heutigen medienflut ist einem das nicht immer sofort bewusst.

    besonders amüsant und pfiffig fand ich die idee warhols, der den spiess umdrehte und marken für seine kunst instrumentalisierte.
    Signatur
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  • untitled
    untitled
    sowas (also "aktuelle" beisp.) zeigt sich -meist- erst etwas später, (in geschichtlichem kontext) damit man das von jemandem mit fug und recht behaupten kann. aber unter vielen beispielmöglichkeiten seien 2 herausgepickt: arno breker, leni riefenstahl...


    Wobei Breker und besonders Riefenstahl sich gerne vor diesen Karren spannen ließen ... aber meine Frage richtete sich auf aktuelle Beispiele aus der Gegenwart.
  • _em_ton_sti_
    Warhol ist übrigens ohne den Begriff "branding" kaum verständlich ...
  • _em_ton_sti_
    Spannend könnte auch dieses Buch zum Thema (im weiteren Sinne) sein. Ich kenne es nicht, aber es steht auf meiner Desideratenliste (aber nicht ganz oben), daher weiß ich nicht, ob's empfehlenswert ist.

    Klappentext
    Nie zuvor haben Banken und Unternehmen so viel Kunst gekauft wie in den letzten Jahrzehnten. Was aber machen sie damit? Wolfgang Ullrich untersucht in seiner Monographie, warum man mit zeitgenössischer Kunst so gut repräsentieren kann...

    Hier zwei Rezensionen:
    https://www.perlentaucher.de/buch/4248.html
  • artorange
    artorange
    http://chart.finance.yahoo.com/c/my/d/dell

    DELL

    wurde genauso überbewertet wie die meisten dotcoms. ohne die massenhysterie wäre DELL niemals so gross geworden.
    aber das weisst du ja auch selbst.

    die BRD ist auch hochverschuldet verfügt aber über keine nennenswerten bodenschätze. sollen wir befürchten das bush schröder bald "grünes licht zum kippen" geben wird?

    es ist zwar nicht einfach wirtschaftliche aspekte von der gesellschaftlichen entwicklung zu trennen. und schon gar nicht in einem internetforum zu analysieren. aber ich bestehe darauf: der zusammenbruch des kommunistischen systems war in erster linie ein gesellschafliches phänomen.

    ich habe auch nicht vermutet, dass du aus verkäufen über deine site deine familie ernährst (dass du auf so eine idee kommst, gibt aber zu denken)

    wer die seite gebastelt hat erklärt nicht "warum". du brauchs übrigens auch nicht in zahlreichen gästebüchern deine links zu hinterlassen. es gibt firmen, die google-platzierung verbessern. gar nicht teuer :-)

    als geschäftsmann wirst du wohl verstehen, das 100 bilder á 100 eur über eBay einfacher zu verkaufen sind, als 1 für 10.000. im übrigen verkaufe ich auch bilder ab 1000 eur. und meine landsleute sind mir dafür dankbar und fühlen sich keinesfalls "abgezockt".

    ich habe nie behauptet, dass das reichtum in russland gerecht verteilt ist.

    ein künstler im reichen deutschland lebt (durchschnittlich)von 600 eur im monat. die "abgezockten" osteuropäische künstler verdienen wesentlich mehr.

    wenn du ideen hast wie man den umsatz erhöhen kann - mach mir einen vorschlag.

    ich vermute in diesem forum keine potentiellen käufer und die internet-bubble ist längst vorbei.

    das leben ist spannend da stimme ich dir zu, man muss nur was draus machen...


    aber das tun wir doch, oder :-)
    Signatur
  • siku
    zu its-not-me - Buchempfehlung Wolfgang Ullrich.

    Das vorgestellte Buch kenne ich nicht, habe hier vor mir aber ein anderes liegen, das von Walter Grasskamp und Wolfgang Ullrich herausgegegen wurde. "Mäzene Stifter und Sponsoren. Ein Modell der Kulturförderung." Der Inhalt ist erhellend allerdings auch ziemlich "trocken", wissenschaftlich eben.
    Das Thema Kultursponsoring findet in diesem Thread ja erstaunlich großes Interesse. So einflussreich wie die Macht der Wirtschaft auf die Kultur erscheint - in Bezugnahme auf die eigentliche Themenstellung von per - ist der Aspekt Wirtschaft nicht. Irgendwie ist die Balance zum Thema "Einflußnahme von Kunstexperten" durch die starke Fokussierung auf das Thema Wirtschaft verloren gegangen. Dennoch ist es bezeichnend, dass wirtschaftliche Aspekte lieber diskutiert werden als "Kunst und Ästhetik".
    Gruß siku
  • fluwdom
    Mafia methoden sind doch gang ung gäbe sobald es um viel geld geht. Egal welche Kunst gemeint ist dubiose machenschaften sind da kaum wegzudenken.
    Uch Frank Sinatra hätte ohne Mafia keinen Erfolg gehabt.
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    "Einflußnahme von Kunstexperten"
    als beispiel sei dazu genannt(geradezu exemplarisch):


    Der kurze Text The Fake as More, by Cheryl Bernstein2 von Carol Duncan markiert den Beginn der
    Geschichte, die im folgenden mit dem Begriff Fake verbunden wird. Er erschien in Idea Art, der von
    Gregory Battcock herausgegebenen Anthologie von amerikanischen Kunsttheorien, und niemand
    ahnte, daß er selbst einen Fake darstellt. Der Text erweckt den Eindruck, die junge
    Kunsthistorikerin Cheryl Bernstein kritisiere eine Ausstellung des Künstlers Hank Herron, der mit
    Repliken von Frank Stellas Gemälden in einer typischen New Yorker Galerie debütiert. Erst 13
    Jahre später, als die Diskussion um die Appropriation art ihren Zenit schon überschritten hatte,
    klärte der Kunsthistoriker Thomas Crow in seinem Essay The Return of Hank Herron3 darüber auf,
    daß Bernsteins Text reine Fiktion und die Kunsthistorikerin Carol Duncan die Autorin sei.4
    Duncan fragte anläßlich der Wiederveröffentlichung ihrer kunstkritischen Essays, ob nicht das
    narrative Konstrukt »Cheryl Bernstein«5 interessanter als ihre Publikationen sei. Angeregt durch
    Kunstkritiken im Kunstmagazin Artforum, »widely regarded as the most theoretically advanced art
    publication of the time«6, entwickelte Duncan 1970 zusammen mit ihrem Ehemann, Andrew
    Duncan, den Plan für diesen Hoax7: Hank Herron, die fiktive Künstlerfigur, wird als ein in moderner
    Kunst und Kritik bewanderter, weißer, angelsächsischer Neuengländer charakterisiert. Die
    Ausstellung findet in einer gestylten und teuren New Yorker Galerie statt, die mit der
    Aufmerksamkeit der Hochkunstpresse rechnen kann. In einem Zuge entwarfen die Duncans auch die »ambitionierte und theoretisch frühreife« Kunstkritikerin Cheryl Bernstein1, die anläßlich des
    Erscheinens von The Fake as More in Battcocks Idea Art mit einer Biografie versehen wurde.
    Was motivierte Duncan, Frank Stellas Malerei als Objekt der fiktiven Fakes auszusuchen? Stellas
    abstrakte Malerei hatte ihre Position durch eine gezielte Entromantisierung und rationale Kontrolle
    der Mittel des Abstrakten Expressionismus erarbeitet und stand exemplarisch für einen sehr
    erfolgreichen, formalistischen, späten Modernismus. Es sollte im Gemälde auf der Leinwand
    buchstäblich um nichts gehen als das, was dort zu sehen ist. Als Antwort auf den Abstrakten
    Expressionismus sollte der Inhalt des Gemäldes einen rein nichtreferentiellen, objektiven Status
    einnehmen.2 Als Bezüge gelten vor allem die Flags von Jasper Johns hinsichtlich ihrer
    schablonenhaften, motivischen Abbildung und ihrer materiellen Verfremdung. Stellas Shaped
    canvases und Strip paintings manifestierten zu Anfang der 60er Jahre eine der wichtigsten
    Positionen amerikanischer Malerei, weil sie die nichtrelationale Konzeption für die Malerei
    antizipierten, die auch die Minimalplastik beeinflußte. Stellas Bilder wiederholen ihr eigenes Motiv
    in Streifenmustern und entwickeln somit ihre charakteristische Selbstreferenz.3
    Rezeptionsästhetisch zielten die großformatigen Gemälde vor allem auf zwei Effekte: Einerseits
    wirkt das Muster distanzierend auf die BetrachterInnen, weil es nicht sofort erkennen läßt, wie es
    gemalt wurde; andererseits widersetzt es sich der gewohnten Funktion des Wiedererkennens und
    Einordnens eines Stils. Diese beiden Aspekte verstärken die primäre Funktion des Bildes, das nur
    als solches wahr genommen werden soll.4

    aus Stefan Roemer, der begriff des fakes (findet man übrigens als pdf)
    und ebenda:

    Duncans Fake kommt deshalb eine so wichtige Position zu, weil die Autorin gar kein materiell
    reproduziertes Bild benötigt. Lediglich ihr Text evoziert in der Vorstellung der LeserInnen
    bestimmte Bilder und die Essenz ihrer Bedeutung. The Fake as More antizipiert eine ganze Serie
    von kunsttheoretischen Fragestellungen, die aus der Rezeption der Conceptual art in den 80er
    Jahre virulent wurden und bis heute nicht aus den Diskussionen verschwunden sind. Bezeichnend
    ist, daß es für die Kunstdiskussion völlig unerheblich war, ob die Ausstellung tatsächlich
    stattgefunden hat. Die Rezeption kann offensichtlich auch ohne ein reales Ereignis nur von einer
    Kunstkritik entworfen und historisiert werden.
    die duncan hatte es wirklich gut hingekriegt ohne werk(ich nehm mal den artikel jetzt aus) ne weit beachtete ausstellung zu machen. irgendwie sagt das alles.
    Signatur
  • IchWarZuerst
    IchWarZuerst
    Eben. .Die Grenzen sind dort, bis wo Du es aushalten kannst, probiere es aus... denn, wenn Du es von Dir am wenigsten erwarten kannst. Stört uns eigentlich diese "MAFIA"-Distanz.. ja? vielleicht weil wir es beides, noch nicht verkraften können. Ein unfertiges und Popiges nächstes Beispiel.. F.Sinatra --- Who gives the shit! ... und jetzt wieder zum Thema "zurecht".
    Angst ;) oder wohlbefinden, hungern ....selbst auszuprobieren.... auf "Distanz zu fühlen".
    Und Sie steht in der Nacht, sie sehen dich und probieren zu verstehen und jemand vin denen nachzumachen --__--. Muss ich Zertifikat haben um uns / mich Mafia zu heissen,,! oder in etwa nicht.. Das befinden ist so.. eng. Die Frage, wie ich mich fühle? Mitleid(en) ist gut oder.. ;).. Unsere Entscheidungen --> einmalig, frei , Entscheidungen des "Erwachens bzw. Erwachens" werden.
    Bedeutet Mafia Verständnis? Auf die Grenze des Mitspielens und (ver)[geben]heitlijsdfgljdfgjl.
    Und was empfindest Du , fühlst Per"" bzw. weiter bringst bei diesem Thema.
    Aussterben droht "uns" ins in kürzestem Sinne irgendwie nicht..

    ___
    °_°
  • geronimo
    geronimo
    hi artorange, langsam wird's merkwürdig...

    menschen kaufen pc-systeme, netzwerke und service nicht weil sie hysterisch sind, sondern weil sie diese für bestimmte aufgaben benötigen. dell gibt's, im gegensatz zu irgendwelchen dot.com-buden die wie sternschnuppen ein paar tage leuchteten, seit 1984, heute mit dem nüchternen resultat, weltweit die no. 1 zu sein, dies auch und insbesodnere was die wertschöpfung angeht. eine überbewertung ist nicht erkennbar, die meisten unternehmens analysten empfehlen die aktie.

    deine bermekung diesbezüglich ist völlig haltlos und sagt mir, dass du von diesem geschäft nichts verstehst.

    worauf du bestehst ist egal. betrachtet man die sache systemisch so ist die wirtschaft ein sub-system von gesellschaft, daran wird sich nichts ändern. wirtschaftliche aspekte hatten, haben und werden weiterhin grossen einfluss auf die gesellschaft haben. die strukturellen kopplungen und ausdifferenzierungen zwischen gesellschaft und wirtschaft sind tausende von jahren alt - nothing new...

    es ist im internet seit langem üblich und eher eine freundlich geste seinen link zu hinterlassen, insbesondere dann wenn es um ähnliche interessen geht. meine seite ist google page-rank 4-5, damit kann ich leben. ich benutze webposition is cheap and works fine...

    🔗

    wenn die brd in sachen staatsverschuldung konsequent so weitermacht wie damals die udssr, dann gehen auch dort die lichter aus. das ist ganz einfach mathematik. ich hoffe dies tritt nicht ein und bush ist dann nicht mehr im amt und die gerdShow ist zu ende. meine wertschätzung für diese handelnden personen hält sich stark in grenzen...

    die mechanismen der "economy of scale" sind mir bekannt...

    dass "künstler" in D angeblich von durschnittlich 600 € leben und russische künstler von deutlich mehr, halte ich für einen behauptung die nicht zutreffend ist. aber es ist müssig sich darüber weiter auszulassen...
    Signatur
  • siku
    zum Text von Geronimo:

    wie man ein gestelltes Thema so verbiegen kann ;)
    aber auch das passt irgendwie zur heutigen Verkaufsmentalität:
    - Eigenwerbung - zum Thema "MAFIA".

    Ging es hier nicht ursprünglich um Kunstkritiker. Wie wärs mit einem neuen Thread zum Thema Kommerz??
    Gruß siku
  • fluwdom
    was ist denn hier verbogen? ich finde jede diskussion wird früher oder später so. sonst entsteht gar nicht erst etwas.
  • artorange
    artorange
    hallo geronimo,

    nokia gibt es seit 1865. trotzdem ist es ein "new economy" unternehmen.
    die analysten haben 2000 die meisten dotcoms empfohlen. das ist ihr job. einige unternehmen haben überlebt, die meisten nicht.
    aber zurück zum thema:

    ich habe behauptet:

    die nachfrage bestimmt das angebot

    und obwohl diesem widersprichst, schreibst du:

    menschen kaufen pc-systeme, netzwerke und service nicht weil sie hysterisch sind, sondern weil sie diese für bestimmte aufgaben benötigen.
    *

    nichts anderes wollte ich auch sagen: verbraucher bestimmen was DELL verkauft, nicht umgekehrt. branding hin, loyality her.

    (*)war gar nicht schwer dich dazu zu bewegen, dass du meine aussage bestätigst:-)

    wirtschaftliche aspekte hatten, haben und werden weiterhin grossen einfluss auf die gesellschaft haben.


    eben - aspekte. es wäre absurd zu sagen: die wirtschaftliche aspekte hatten damals keine rolle gespielt, aber die gesamte entwicklung nur auf die wirtschaft zu reduzieren - ganauso absurd.

    600 EUR - aus dem "tagesspiegel", wenn ich mich richtig erinnere. und nur 5% aller künstler arbeiten in ihrem beruf - die gleiche quelle.
    ich habe nicht behauptet: alle russischen künstler würden mehr verdienen - mir sind keine statistiken bekannt.

    wir können hier im forum die künstler fragen, wieviele von ihnen von ihrem handwerk leben und was ihnen so im schnitt überbleibt.
    Signatur
  • nahanis
    wir können hier im forum die künstler fragen, wieviele von ihnen von ihrem handwerk leben und was ihnen so im schnitt überbleibt.


    Ich komme, wenn ich den Erlös meiner bisher verkauften Bilder auf die Monate meiner aktiven Jahre verteile - und das Angebot überwiegt natürlich bei Weitem die Nachfrage -, umgerechnet auf rund 13 Euro im Monat, verteilt auf 15 Jahre. Immerhin interessiert sich weder eine Mafia noch das Finanzamt für solche Summen. ;-)

    greetz,
    sinahan
  • rep
    @siku...
    ich liebe scheinbar unsinnige texte (allerdings nicht alle) und die berüchtigte nonstringenz !
    irgendwie vergisst hier (und woanders) mancher, dass bestimmte themen endlos abhandelbar sind. es wird niemals ein end-gültiges resultat geben.
    der ruf nach "konzentration aufs wesentliche" scheint mir wiederum oft der mangel des rufers an phantasie und toleranz derselben gegenüber darzustellen.
    wir befinden uns mit unserem tun hier auf diesem board angeblich im bereich des kreativen geistes. und was darf ich überwiegend bewundern?
    das nachgeplappere mit "eigenen" worten dessen, was man lebenslang von anderen gelernt/gehört hat. woher weisst du oder jemand anders eigentlich, ob das alles wirklich so ist, wie du glaubst, dass es sei?
    das alles weist nur auf die individuelle prägung und/oder (ver?-)bildung hin. sonst nichts.
    ich habe z.b. den start-text ebenfalls nur als zitat hierhinplatziert, weil er mir zusagt, thats it. ich würde nicht unbedingt mein leben drauf verwetten, dass er vollkommen "richtig und wahr" ist. ich nehme es lediglich stark an.
    was daraus entsteht, ist mir möglicherweise ziemlich nebensächlich.
    meinetwegen kann plötzlich jemand von seinen kindern und deren auffassung von kunst was schreiben.
    ich kenne (eher kannte) eine künstlerin noch aus zeiten, als sie in nem discobums der düsseldorfer altstadt kellnerte, sie drogen schmiss, in der filmklasse der kunstakademie rumeierte und so tat, als wären ihre (schon damals nicht weltbewegenden) sachen der hit, weil sie halbwegs "abgedrehtes" zeug als erklärung dazu brachte. vor ein paar jahren erschien sie plötzlich als professorin in einer kulturexpertenrunde im tv, wo sie ein unglaublich gescheites diskussiönchen mit drei kunst- und kulturknaben vor nem kamin führte. sie sah etwas verquollen, um nicht zu sagen, alk-geschädigt aus. der offizielle kunstbetrieb kann anstrengend sein und frustrierend. da muss man sich schon mal was wegsaufen. alle gaben sich reichlich mühe, ihre intelligenz und ihren durchblick sich selbst und nicht zuletzt natürlich dem tv-publikum zu beweisen. das ist ungemein wichtig, da ja auch das einkommen und die persönliche relevanz davon abhängt. >>>was uns wieder zum eingangsthema zurückführt.
    schlussendlich aber auf den kern meines per-sönlichen pudels zu kommen:
    angebliches bla bla von kreativen, denen dieses eitle und zweckgebundene gehabe ziemlich egal ist, ist mir tatsächlich oft lieber. hauptsache, es belebt meinen eigenen kreativen geist.
    da liegt auch modwulf nicht so falsch.


    :)))
  • siku
    @ per
    vielen Dank für die lange Aufklärung.
    Für mich entwickelt sich der Thread exemplarisch. Auf Seite 1 geht es um verblendete? Kunstkritiker, welche die eigentlichen Künstler nicht erkennen. Klar, schöner Freibrief. Wenn nur die „Kunstmafia“ nicht wäre, dann würde sich jedes Genie frei entfalten können.
    Das reichte ja auch eigentlich schon als Botschaft, was sollte da auch noch diskutiert werden? – Steht man nicht ganz oben im Kunst-Ranking, sind die Kunstexperten schuld.
    Steht man mit seinen eigenen Seiten im Internet-Ranking nicht weit genug vorn, hilft man sich selbst, egal mit welchem Thread. Die Robots müssen doch was zu suchen haben.
    Aber es könnten hier ja auch eventuell Leser anwesend sein, die sich noch weiter an dem feinsinnigen Text von Jost Nolte erfreuen möchten. Da stimmen wir sogar überein, mir sagt der Text auch zu. Wer kennt schon die Wahrheit. ;)
    Der Anspruch auf künstlerische Qualität, liegt ziemlich weit entfernt vom Kommerz – und gerade das macht die Sache so sympatisch! „Künstler“ kann den erlauchten Kritikern ja manches in die Schuhe schieben, aber mit den Vermarktungsstrategien, Rankings usw. in der Qualität, wie sie hier auf 2-3 Seiten im Zwiegespräch ausgeweitet wurden, haben „Kunstpäpste“ wohl kaum etwas im Sinn. Das ist eine andere „geistige Ebene“ ;).

    Und noch einmal zum Thema Kunst kontra Kommerz. Unternehmen, die für den Aufbau ihres Images Kunst und Künstler einspannen, locken nicht zuerst mit Geld. Sie hoffen darauf, das Kreativität und Innovation der Künstler positiv auf ihre Unternehmen (auch Mitarbeiter) einwirken. Sicher gibt es verschiedene Topoi, die Kunstberater verbreiten, ob sie anerkannt werden ist fraglich. Für mich ist das Thema Kunst und Wirtschaft auch positiv besetzt. Es ist nämlich noch ein Bereich, der auch im Wirtschaftsleben mit Gefühlen und Vorlieben zu tun hat, kurzum: auch mit Idealismus. Nur zur Vorsicht: damit meine ich Unternehmen die Kunst kaufen und nicht den Kunstvertrieb.

    Zitat: „angebliches bla bla von kreativen, denen dieses eitle und zweckgebundene gehabe ziemlich egal ist, ist mir tatsächlich oft lieber. hauptsache, es belebt meinen eigenen kreativen geist.“

    Klar, es lebe der kreative Geschäftsmann.
    Schöne Grüße siku
    :)))
  • rep
    @siku

    es lebe der creative geschäftsmann...
    mich kannst du nicht meinen, oder?
    apropos ranking und so...
    wieso hast du deine website fast gänzlich entleert?
    hat dir die deutsche bank dein zeug komplett abgekauft?

    gib denen mal nen link zu mir. ich bin völlig korrupt und zimmer denen auch was sie wollen zusammen.
    :)))
  • siku
    ;)) ist notiert
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