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  • Mündliches Abi 2013

  • Fabian94
    Fabian94 Mündliches Abi 2013
    Hallo Leute meine Aufgabe im mündlichen Abitur ist,

    Können Abbildungen von Häusern Portraits sein?
    Übertrage den Begriff des Portraits vom Abbild des Menschen auf das Abbild des Hauses. Erläutere mithilfe der gegebenen Beispiele, ob es sinnvoll ist, hier von portraitierten Häusern zu sprechen.

    Unten sind die verschiedenen Bilder...Wär super wenn ihr mir Tipps geben könntet, mir helfen oder gute Definitionen zum Portrait habt.
  • siku

    http://www.gko.uni-leipzig.de/kunstgeschichte/

    oder google: proportionslehre mensch + Architektur
    Stichwort: der vitruvianische Mensch
    was hast du für Vorgaben zum Thema erhalten, es wird ja nicht vom Himmel gefallen sein?

    Viel Erfolg


  • Fabian94
    Fabian94 Mündlich abi
    Ich hatte die Möglichkeit aus 4 Semestern , 2 zu wählen.
    Da habe ich mich für das Semester Portrait und das Semester Haus entschieden. Das Semester Haus definiert sie als Architekturdarstellung in der zeitgenössischen Kunst im Schwerpunkt Malerei. Ich muss jetzt bis Freitag eine Dokumentation abgeben und am 31 Mai halte ich dann die Präsentation.
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  • siku
    und??
    hast du dir mal den von mir gesetzten Link angesehen. Le Corbusier müsste doch als zum Thema passen. Hattet ihr den nicht im Semester Haus? Nimm am besten die Künstler/ Architekten, die ihr im Kunstunterricht besprochen habt, um Vitruv kommst du nicht herum!
    Bei google gibt es auch Links zur aktuellen Archtekturbüros, die haben das Thema mit aktuellen Bauten verbunden und auch Fotos eingestellt, die verlinke ich hier nicht, du könntest die links ohne Mühe bei google finden.
  • Fabian94
    Fabian94
    Ich hab das Gefühl das geht eher in Richtung Beziehung Mensch und Haus und das Thema Portrait wird außen vor gelassen.
  • siku
    Hallo Leute meine Aufgabe im mündlichen Abitur ist,

    Können Abbildungen von Häusern Portraits sein?
    Übertrage den Begriff des Portraits vom Abbild des Menschen auf das Abbild des Hauses. Erläutere mithilfe der gegebenen Beispiele, ob es sinnvoll ist, hier von portraitierten Häusern zu
    sprechen.


    mit seinem Traktat zur Architektur hat der antike Architekt Vitruv eine Beziehung Mensch und Bauten hergestellt und in seinen 10 Büchern De Architekctura Libri Decem dargelegt. Danach hat Leonardo die menschlichen Proportionen in einen Kreis eingeschrieben und auch Dürer hat eine Proportionslehre des menschlichen Körpers verfasst. Architekten der Moderne beziehen sich auf diese antiken Proportionsverhältnisse (im Grundsatz) noch heute.

    Deshalb ist es m.E. unerlässlich, dass du darüber etwas liest - und sei es nur! bei wiki.
    Warum ignorierst du den von mir gesetzten Link? Erscheint dir der Text zu schwierig? Wenn ja, das scheint nur so. Du kannst das Thema nicht so ungefähr nach deinen gutdünken abhandeln. Was am Anfang zeitaufwändig aussieht, kann sich später als zeitsparend herausstellen. Ich habe jetzt leider keine zeit mehr, darüber mehr zu schreiben.

    Vielleicht erbarmt sich hier ja mal ein mitlesender Architekt ;-).

  • NeRe
    NeRe
    Für mich sind die Fotos von Bernd und Hilla Becher Portraits von Häusern und anderen Gebäuden, auch wenns keine Malerei ist.
    Falls Du Bilder eingestellt hast, so kann ich die nicht sehen.

    http://ialwayscarryalightbulb.blogspot.hu/2011/01/bernd-and-hilla-becher.html

    Lyonel Feininger hat sich z.B. malerisch teilweise dem Porträt von Gebäuden gewidmet, vielleicht kann man das auch zu Edward Hopper sagen.

    Das Porträt stellt erstens dar und hinzu kommt dann noch die Charakteristik des Porträtierten und äußerliche Einflüsse, wie z.B. das Lichtspiel, Malstil, etc.. Sowohl bei Feininger, als auch bei Hopper würde ich sagen, dass beide auf ihre Art etwas Wesentliches von Gebäuden darstellen wollten. Entweder dessen Schlichtheit, oder auch dessen expressive Wirkung. Monet hat das Lichtspiel auf der Kathedrale von Rouen versucht festzuhalten. Die Bechers haben so getan, als würden sie schlicht dokumentieren, aber die Gebäude bekommen dadurch etwas anthropomorphes, sie werden persönlich, obwohl sie gezielt neutral dargestellt werden.
    Das sind alles verschiedene Herangehensweisen, die auch alle beim menschlichen Porträt stattgefunden haben. Bei dem Porträt eines Hauses handelt es sich fast schon um eine Personifizierung des dargestellten leblosen Gegenstandes, und diese könnte durchaus im Zusammenhang stehen mit den von Siku erwähnten architektonischen Positionen, da sich die Architektur regelmäßig an die menschlichen Proportionen angelehnt hat.
    Wenn von dem Porträt eines Gebäudes die Rede ist, hat das für mich auf jeden Fall etwas anthropomorphes, daher vermenschlichendes. Ansonsten würde man schlicht von einer Dokumentation sprechen. Vermenschlicht wird in der Kunst vieles, so hat z.B Morandi Stillleben gemalt, die für ihn wohl im übertragenen Sinne menschliche Beziehungen zum Ausdruck gebracht haben, daher stellen einzelne Bestandteile dieser Stillleben einzelne Personen dar...habe ich mal gehört. Das heißt, wenn unterschiedliche Künstler auf unterschiedliche Weise Gebäude "porträtieren", könnten da auch persönliche Projektionen eine Rolle spielen.
    Häufig ist in der Porträtmalerei zu beobachten, dass die Porträtierten dem Porträtisten ähneln - auch hier dürfte es sich um Projektion handeln.

    Wikipedia:
    Funktionen des Porträts

    Porträts haben unterschiedliche Funktionen, die wesentlich von ihren Gebrauchskontexten abhängen. Viele Gebrauchsweisen sind durch den memorialen Aspekt des Porträts bestimmt, sind also mit der Erinnerung an einen individuellen Menschen verbunden, der durch seinen sozialen Rang, seine Persönlichkeit oder seine besonderen Taten bildniswürdig ist. Beispiele für diesen memorialen Gebrauch sind die ägyptischen Mumienporträts ebenso wie Stifterbilder und Totenmasken, aber auch Porträts mit zeremoniellem Bezug wie etwa Hochzeitsfotos oder die Inthronationsporträts eines Monarchen oder einer Monarchin.

    In der Politik wird ein Herrscherbild oder das Porträt eines Regierungschefs oft als staatliches Symbol gebraucht, es ziert öffentliche Gebäude, Münzen, Banknoten oder auch Briefmarken und kann auch Ziel oder Mittel eines Personenkults sein.

    Ein wichtiger Gebrauchskontext ist der soziale Tausch von Porträts: Bildnisse auf transportablen Bildträgern werden etwa in der frühen Neuzeit zwischen den Fürstenhäusern ausgetauscht, in Form von diplomatischen Geschenken. In der bürgerlichen Briefkultur zur Zeit der Aufklärung, der Romantik bis zur Moderne und Gegenwart dienten beigelegte Porträts zur Befestigung familiärer oder freundschaftlicher Beziehungen.

    Porträts können aber auch bestimmte Personen diffamieren, etwa im mittelalterlichen Schandbild, das man an den Außenseiten von Stadttoren anbrachte, um den Dargestellten als politischen Gegner zu brüskieren.
  • NeRe
    NeRe
    Wenn ich denke, dass das "Porträt" eines Gebäudes die Möglichkeit bieten sollte, das Gebäude als anthropomorph empfinden zu können, um als Porträt bezeichnet werden zu können, dann muss es sich ebenso wie bei den menschlichen Portraits um ein ganz spezielles Gebäude handeln, und nicht um einen Prototypen.
    Daraus ergäbe sich, dass ein Gebäude zwar anthropomorph dargestellt werden kann, es sich damit aber nicht zwangsläufig um ein Porträt handelt:)
  • Fabian94
    Fabian94 Abi
    Vielen dank für die Hilfe !
    hab die Gliederung erstmal so gemacht :
    Inhaltliche Gliederung:
    1.Einleitung.
    1.1. Definition des Begriffes Portrait und ihre Prinzipien
    2. Hauptteil
    2.1. Gemeinsamkeiten von Abbildungen des Hauses und Abbildungen des Menschen
    2.2. Vitruv
    2.3 Friedensreich Hundertwasser
    2.4. Erläuterung der Gemeinsamkeiten durch die gegebenen Beispiele
    3. Schluss
    3.1. Zusammenfassung und Fazit
  • siku Die Gliederung sieht ganz gut aus
    doch noch zur Einsicht gekommen? :-))

    wenn du noch Platz hast, wie wäre es mit Le Corbusier (als "Gegenspieler zu Hundertwasser) eine Schlüsselfigur der mordernen Architektur, da seine Architektur großen Einfluss auf die Betonklötze hat, die heute unsere Städtebilder prägen

    Also: ich würde mich wenigstens im Ansatz noch etwas über Le Corbusier informieren - zur Sicherheit ;-)
    PS: im Portrait: Dürers Selbstbildnis (mit dem Jesuskopf), dort spielen die Proportionen eine wichtige Rolle
    naja, und über Leonardos in den Kreis eingeschriebenen Menschen sollte ein Schüler auch etwas sagen können.

    Ich finde das Thema sehr gut.

    PPS: vielleicht verrätst du uns später deine Note für diesen mündlichen Prüfungsteil. :-))

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