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  • Steffi Stangl - pericardium in der Galerie im Turm

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    Galerie_im_Turm Steffi Stangl - pericardium in der Galerie im Turm
    Eröffnung: Donnerstag, 14. November 2013, 19 Uhr
    Begrüßung durch Jana Borkamp, Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung

    Ausstellung: 15. November 2013 - 12. Januar 2014

    Kuratiert von Lena Fliessbach

    Die Ausstellung zeigt kinetische Installationen, Zeichnungen und wundersame Objekte, die sich in der Galerie im Turm zu einer Wunderkammer vereinen. Steffi Stangls Arbeiten sind mechanisch und körperlich, organisch und statisch. Die rhythmische Choreographie der kinetischen Skulptur „Synchronschwimmen“ führt uns die Formen der Geometrie vor Augen. Sie werden von fünf im Kreis angeordneten Scheren in die Luft geschnitten und sind nur als Leerstelle sichtbar. Ebenso zyklisch verhalten sich der „Killerzirkel“ und der „Sandumwälzapparat“: Der Apparat transportiert Sand in zwei ineinander verschlungenen Kreisläufen, der „Killerzirkel“ löscht die Zeichnung eines Füllfederhalters immer wieder mit einem Tintenkiller aus. Nur noch als Spur ist das Werden und Vergehen der Linie erkennbar. Steffi Stangls Arbeiten zeigen Wandlungen und Prozesse, Statik und Bewegung. Gefundenes und Alltagsgegenstände verbinden sich mit Materialien wie Salzkristallen, gesättigten und ungesättigten Lösungen, Papier und Wasser. In der Ausstellung verdichtet sich alles zu einem eigenen Ordnungssystem. Alles ist erfunden.

    Es klappert, es wächst und tropft, elektrostatische Felder entstehen. Die Künstlerin ist vielseitig in ihrem Medium, aber stets klar in Ausdruck und Form. In ihren Zeichnungen fängt Steffi Stangl beobachtete Bewegungen ein. Feine Tuschezeichnungen auf Transparentpapier legt sie als Collagen übereinander, immer neue Geschichten entstehen. Die Zweisamkeit, das Hin- und Herschwingen und der Übergang zwischen zwei Punkten sind häufig Thema. Eine Klapperschlange aus Holz bewegt sich auf und ab. Zwei Kännchen gießen sich gegenseitig ein, Geben und Nehmen voller Harmonie. In ihrer Performance „Schaukeln“, die als Film zu sehen ist, schwingt die Künstlerin auf einer Schaukel aus einem Wohnraum in den öffentlichen Raum und bewegt sich wie ein Pendel zwischen drinnen und draußen.

    Spuren der Urgeschichte der Menschheit verschmelzen in der Arbeit „Altar“ mit Erzählungen aus Träumen und Mythologie. Gedanken über Anatomie und die Entstehung des Lebens finden sich in Steffi Stangls kinetischen Skulpturen wieder. Die Arbeit „Tropfen“ ist der Beweis einer Illusion von Wahrnehmung. Ein Tropfen steht in der Luft. Die Zeit scheint gefangen, verzögert, sogar rückläufig. Mit den Salzobjekten zieht sich die Künstlerin aus dem Schaffensprozess zurück. Sie wartet nur ab, lässt Salzkristalle auf Objekten wachsen, die Formen entstehen aus sich selbst heraus. All dies und noch mehr wird in pericardium zusammengeführt und versetzt den Zuschauer in ein neues Raum-Zeit-Gefüge.

    Mehr Informationen unter http://www.steffi-stangl.de und http://galerie-im-turm.net/
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