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  • Flow

  • Gast, 1 Flow
    Hallo,

    ganz schön ruhig hier. Geht es zu Ende?

    Zum Thema:
    Mihály Csíkszentmihályi hat einen Begriff für einen Zustand geprägt, den ihr beim Malen vieleicht schon erlebt habt, möglicherweise ständig erlebt.
    Flow.
    Er beschreibt diesen Zustand als ein Glücksgefühl, das während der vollkommenen Konzentration auf seine Tätigkeit (hier das Malen oder zeichnen), des völligen Aufgehens in seiner Arbeit entsteht. Die tätigkeit wird als mühelos wahrgenommen, eigene Sorgen verschwinden, eine Art Trancezustand tritt ein, ähnlich der budistischen Meditation eine Art Selbstvergessenheit.
    Mich würden eure Erfahrungen interessieren.
    Kennt ihr diesen Zustand?
    Tritt er zufälig auf oder regelmäßig?
    Kann man ihn gezielt herbeiführen?
    Handelt es sich um einen besonders kreativen Zustand, in dem vieleicht "alles gelingt",
    oder die besten Ideen kommen?
    Oder ist er letztlich eher kontraproduktiv, da Trancezustände die Kritikfähigkeit des Bewußtseins vermindern?

  • Roderich
    Roderich
    also ob ich schon mal einen flow hatte kann ich gar nicht sagen, aber das man die zeit und alle sorgen um sich rum vergisst kenn ich beim malen und beim video-gamen - ich nenne es vertieft sein.
  • Gast, 1
    Videogamen würde für den Zustand ja auch passen.
    Allerdings würde man da dem Zustand oft eher vorwerfen recht unproduktiv zu sein. Realitätsflucht, Zeitverschwendung)
    Sollte man beim Malen so etwas auch eher vermeiden?
    Ist man vertieft kreativer?
  • Roderich
    Roderich
    also kreativer würde ich das nicht empfinden, hat eher etwas von scheuklappen.
    gewollt steuern kann ich das ohnehin nicht, weshalb ich mir auch nicht die frage stelle ob ich es vermeiden soll.
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky lass laufen!
    Meinen 'Flow' kann ich verstärken, aber nicht an oder ausschalten.
    Wenn er mich drückt, lasse ich ihn raus, wie Wehen und Geburt.
    Flow ist für mich , wenn ich schon fast vorher 'sehe' was da entsteht, was ich male.
    Gerade bei Gesichtern entscheidet der 'Flow' bei mir ,
    ob es männlich oder weiblich wird und ob es lacht oder nicht.
    Ja, er lässt vergessen , was ausserhalb des Bildes, um mich herum geschieht.
    Mein Flow lässt mich schlaflos sein , solange er fließt.

    Bei Auftragsmalereien brauche ich keinen Flow. das ist dann einfach 'nur' Handwerk.

    aber wenn ich beginne zu malen ohne Konzept... dann richte ich mich nach meinem ' Flow'.

    Ohne Flow macht mir malen wenig Spaß und ist mehr kopfgesteuert und das Ergebnis macht mich meißt nicht froh.

    Gruß

    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Was immer ein "Flow" sein mag, so mit nichts ist der nicht zu haben. Es kommt immer so der Punkt , wo sich eine leise Verzweiflung einstellt, beim Malen, beim Zeichnen, wo das Ding unwiederbringlich aus den Fugen zu geraten droht. Wenn es dann doch was zu werden scheint, ist es, als ob eine selbst gesetzte Ordnung wiedergewonnen ist. Ich denke,Kreativität ist eine spezielle Art von "Aufräumen", und für die Zeit, wo es andauert, ist das vielleicht der "Flow"..

    P.S. danke für die roten Punkte, die mir signalisieren, daß die Erdenschwere meines Beitrages zu einer nicht ernst gemeinten Frage so zuverstehen ist, daß die Leichtigkeit des Flows in seiner erwünschten Leichtigkeit bitteschön nicht in Frage gestellt werden soll von denen. die diesen Ernst nehmen.
    Signatur
  • Gast, 5
    Ja, nur leider hält der "Flow" nie so lange an und kommt auch nicht allzu oft zu Besuch :-). Malen macht immer Freude, aber ich verstehe einen Flow so, dass man für eine Zeit völlig aufgeht in dem was man tut und sich dabei total happy fühlt ohne den inneren Kritiker. In dem Moment macht man einfach sein Meisterwerk, egal wie man am nächsten Tag darüber denkt.
  • Gast, 1



    Bei Auftragsmalereien brauche ich keinen Flow. das ist dann einfach 'nur' Handwerk.

    aber wenn ich beginne zu malen ohne Konzept... dann richte ich mich nach meinem ' Flow'.

    Ohne Flow macht mir malen wenig Spaß und ist mehr kopfgesteuert und das Ergebnis macht mich meißt nicht froh.

    Gruß



    Geht es dann vieleicht beim Malen, wenn es Kunst sein soll, gar nicht um das Ergebnis, sondern um das "hier war ich froh?"
  • El-Meky
    El-Meky




    Geht es dann vieleicht beim Malen, wenn es Kunst sein soll, gar nicht um das Ergebnis, sondern um das "hier war ich froh?"



    Mir gehts ausschließlich darum, dass ich mich gut/froh fühle,
    denn bei mir stellt sich nicht die Frage, ob es Kunst ist/wird und ob ich damit jemandem und sei es nur dem Portemonaie gefalle.
    Mir gehts aber schon um ein Ergebnis. denn kein Ergebnis haben ist wie nur zu pupsen, statt zu gebären.



    Signatur
  • Gast, 1


    Malen macht immer Freude, aber ich verstehe einen Flow so, dass man für eine Zeit völlig aufgeht in dem was man tut und sich dabei total happy fühlt ohne den inneren Kritiker. In dem Moment macht man einfach sein Meisterwerk, egal wie man am nächsten Tag darüber denkt.

    Hi,
    ist der Zustand dann eine Täuschung?
    Bereut man am nächsten Morgen, wie bei einem Kater?
  • El-Meky
    El-Meky Vergleich
    Guckmal KlausMandy,
    wenn du des Nächtens in nem Club zappeln warst, und der DJ genau deinen Nerv trifft und du zappelst bis morgens und bist happy.... sowas bereut man doch nicht am nächsten Tag, auch wenn man n Hörsturz hat ;-)))
    Signatur
  • Gris 030
    Gris 030
    ich bereue grundsätzlich kater(s)
    Signatur
  • Gast, 5
    Nun ja... Es kommt schon mal vor, dass im Überschwang alles ganz toll und super aussieht und am nächsten Tag gefällt es mir einfach nicht mehr. Das ist schon etwas enttäuschend. Aber der Zustand ist keine Täuschung, man ist einfach im Einklang. Dass dabei nicht nur Meisterwerke rauskommen, ist doch ganz klar. Vielleicht mit viel mehr Erfahrung als ich sie habe, keine Ahnung. Ich nehm das als Herausforderung, an mir zu arbeiten. Außerdem ist es nicht immer so, das sind nur die besonderen Momente :-). Man kann dann ja auch ein Thema nehmen, was vielleicht nicht gerade optimal ausgeführt war und später bewusst bearbeiten. Tatsächlich finde ich in solchen Flows das Ergebnis eher unwichtig bzw. ich denke nicht darüber nach.
  • Gast, 1

    Guckmal KlausMandy,
    wenn du des Nächtens in nem Club zappeln warst, und der DJ genau deinen Nerv trifft und du zappelst bis morgens und bist happy.... sowas bereut man doch nicht am nächsten Tag, auch wenn man n Hörsturz hat ;-)))

    Das stimmt.
    Nur sollte man aufpassen, nüchtern zu bleiben, sonst wacht man morgens auf, kann sich nur noch an Bruchteile erinnern und hat keine Ahnung, über was man sich mit der Frau neben sich unterhalten soll. Beim zappeln gibt es beides, wobei ich mit zunehmendem Alter nüchterner bleibe.
    Mandy

  • El-Meky
    El-Meky
    Ich bin nie betrunken, will immer wissen, wie ich heiße und wo ich wohne. rein schon aus Selbstschutz.
    Signatur
  • efwe
    efwe
    flow ist wenn es fast von selber fliesst -ich vergess dann zb. aufs essen usw ... kann mich nicht loesen von meinem tun und dabei merke -es geht voran --
    mit medidation hat das imho nix zu tun - es ist einfach so als waere die malerei dem subjekt etwas voraus ;)
    das gegenteil davon ist wenn man allenthalben die arbeit unterbricht, sich gerne ablenken laesst od von zweifeln gebaeuteld wird ...
    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito

    Zum Thema:
    Mihály Csíkszentmihályi hat einen Begriff für einen Zustand geprägt, den ihr beim Malen vieleicht schon erlebt habt, möglicherweise ständig erlebt.

    Die Meriten des Herren Mihály Csíkszentmihályi stehen zwar außer Frage, jedoch sollte man bei der Angabe seiner Quellen eine gewissen wissenschaftliche Gründlichkeit nicht außer Acht lassen. Bekanntermaßen ging Herr Mihály Csíkszentmihályi bei Herrn Hanussen in die Lehre, der es mit dem Zerbeißen von Eisen auch nicht so genau nahm, zumal andere zuvor es ihm schon gleich taten, so daß jedem Hellsichtigen klar sein dürfte, daß die Erfindung des Flows nicht auf besagten Herrn zurückgeht, sondern schon eine Errungenschaft der Maltherapie des 19. Jahrhundert´s gewesen ist, und das ohne Freud.
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky Flow
    und ich dachte imma , ich hätts erfunden! ;-))
    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito Suggestiv
    Ne,Ella, das war ja der Trick bei der Frage.
    Das sollte jeder von sich
    denken.
    Ich dachte das .
    So. Auch.Von mir :O
    Ich bin so enttäuscht :D
    Von mir.
    Signatur
  • El-Meky
  • Gast, 8
  • Kris
    Kris
    Den Flow kenne ich sehr gut. Ich stimme efwe groessenteils zu, denke aber, dass der "flow" noch einen Schritt ueber die Vertiefung hinausgeht. Und ja, man kann den Zustand mit ein bisschen Uebung gezielt herbeifuehren. Ob das Ergebnis technisch und kuenstlerisch zufriedenstellend ist, hat mit dem Flow nichts zu tun, der flow fragt ja nicht nach deinen kuenstlerischen Faehigkeiten.
    Ich erreiche den flow so:
    Die Grundvorraussetzungen fuer den flow (ich spreche hier nur von mir, wie das bei anderen so zugeht, kann ich ja nicht beantworten) :
    - Meine physische Kondition: ich muss ausgeschlafen sein, und satt, Wenn ich nonstop an mein Abendessen denke, komme ich nicht in den Flow.
    - Zeit. Ich muss sichergestellt haben, dass es nichts zu tun gibt. Kein Zahnarzttermin um 3 oder ein Treffen mit Freunden, oder vergessen die Blumen zu giessen, solche profanen Dinge stehen dem Flow im Weg.
    - Vorbereitung: Ich muss vorbeereitet sein, wenn mir auf halber Strecke die Farbe ausgeht, ist das bloede und kann den flow unterbrechen.
    - Katze: ich sperre meine Katze aus. (erst fuettern) da sie sonst gerne hinter der Leinwand sitzt und den Pinsel jagt. Das ist zwar lustig, aber kontraproduktiv.
    - das gleiche mit dem Telefon, das ist stummgeschaltet und kann mich nicht stoeren.
    Ich versuche also moeglichst alle Ablenkungsfaktoren zu eliminieren, Wer gerne beim Malen Kaffee oder Tee trinkt, so wie ich, solte auch das vorbereiten.
    dann wird gemalt, oder was man eben so tut, entspannt, mit Leichtigkeit und Konzentration. Das erfordert ein bisschen Uebung, da man ja nicht Konzentration mit Verbissenheit verwechseln darf. Entspannung und Konzentration kann man durchaus in der Meditation lernen oder ueben. Und zuletzt Hingabe. oder Aufgabe. (surrender). Das man loslaesst. Das ist kein einfaches Konzept, aber so wuerde ich den Flow beschreiben. Das ist wie getragen werden, oder in ner Atemuebung oder Yoga fuehlt es sich an, wie "ich werde geatmet, Ich werde bewegt.Oder wie beim Sex. Das kann man auf jedes Tun uebertragen. Das man etwas passieren laesst, ohne bewusst einzugreifen oder zu steuern.
    Vielleicht muss man auch einfach nur mal das Hirn ausschalten.
    oder wie ne Freundin von mir zu sagen pflegt: Live Life effortlessly, just go with the flow.
  • Gast, 10
    das ist, warum ich u.a. male, um in den "flow" zu kommen und dann zu bestaunen,
    was sich erschaffen hat.....
    :)
  • synafae
    synafae
    Für mich hat es, im Gegensatz zu efwe und im Einklang mit Kris Vorbereitung daraf, eindeutig mit Meditation zu tun. Nicht zuletzt, weil ich auch empfinde, dass der Zustand nach einer Weile der Übung wie bei Yoga-Atemübungen/ Meditation "erlernt" werden kann. Seltsam dabei ist wohl nur (für mich) die Art des Erlernens, denn man will ja nicht zweckgebunden in erster Linie dort hingeführt werden beim Malen (behaupte ich). Umso größer ist die Verblüffung oder der Glückszustand danach, wenn es das erste Mal geschehen ist.
    Beim Malen (oder anderen Tätigkeiten, die einen seelisch erfüllen, was im Prinzip alles sein kann) besteht also die Übung darin, der Tätigkeit einfach nachzugehen. Wenn du innerlich irgendwann "leer" bist, also frei von Gedanken, dann "fließt" es, denn man ist gedanklich nach allen Seiten hin frei, offen und kann das auch alles gleichzeitig abrufen, ohne es unbedingt tun zu müssen. Man "sieht" aber, WAS möglich ist..
    Im Idealfall kann ich mich ein klitzekleines bißchen dabei selbst beobachten bzw, während des Zustandes selbst schon daran erfreuen, aber das darf nur ganz kurz sein, sonst kommen die großen Gedankenwolken schon wieder eingeflogen, und alles sitzt wieder an seinem Platz in meinem Kopf, so dass ich über die Sockenschubladen in meiner Gedankenwelt schon nicht mehr das große Ganze auch nur erahnen kann.

    Flow ist für mich die innerliche Reinheit durch Leere, und somit das absolute Glücksgefühl.
    Signatur
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    „Neben dem Springen von Baum zu Baum, ist das Gehen die angenehmste Art der Fortbewegung.“

    Chapline Porsche, dtw. 2713



    Ohne diesen Flow hätte ich weder die Fotografien, schon gar nicht die Zeichnungen, und auch nicht die Videos und Schreibereien erschaffen können.
    Noch etwas mehr Flow wäre hilfreich.
    Siehe unten.

    So geht es mir auch beim Programmieren und anderen organisierenden, aufräumenden Tätigkeiten.

    Kreativität ist Aufräumen, Ordnen.
    Dem Um-einem-herum und In-einem-drin gezielt und bewusst Ausdruck verleihen.
    Dem scheinbaren Chaos temporär scheinbare Ordnung verleihen.

    Nicht missverstehen, dies kann in einem Photorealismus genauso wie in einem Action Painting resultieren, oder der Idee, den Boden eines großen Raumes mit tausenden alten Hockern zu pflastern, oder wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt, oder 1984, ...

    Unter Flow verstehe ich also alles andere als eine verträumte, unbewusste Stimmung, oder gar Bewusstlosigkeit.
    Ganz im Gegenteil.
    Dieser Zustand weitet das Bewusstsein, erweitert es ganz gewaltig nach innen und oder nach außen, ermöglicht eine weit um sich greifende, befreit von Baum zu Baum schwingende und sicher erfassende Wahrnehmung, wie sie ohne Flow so nicht möglich wäre.

    Zusammenhänge werden klar erkannt und können schöpferisch transformiert werden.
    Vorstellungen und Ideen werden entwickelt und können problemlos realisiert werden.
    Manuelle und geistige Fähigkeiten können ungehindert und umfassend angewendet werden.

    Im Extrem ist dies ein göttlicher Zustand.
    Die Natur ist in fortwährendem Flow.

    Leider geht mir der Flow derzeit etwas ab, und ich entspanne lieber tierisch :D
    Was aber zwangsläufig über kurz oder lang wieder einen Flow zur Folge haben wird, da bin ich zuversichtlich.
    Und auch für jeden kleinen Flow zwischendurch bin ich dankbar.

    Und wer hier Widersprüche feststellen mag, mag derweil vielleicht folgendenen Flow lesen.

    Gegensatz
    Signatur
  • Gast, 13
    Ein "Posting" löst bei mir einen "Flow" aus
  • Doktor Unbequem

    gilt die Formel "Denken an = Flow aus / Denken aus = Flow an" immer bzw. absolut?
    ist sie überhaupt das Entscheidende, oder gibt es auch intensive (!) meditative wie auch flowy Zustände "trotz" oder gar wegen gewisser Gedanken-Gefühlskombis?

    hat Flow vll. auch etwas mit den unterschiedlichen Energiezentren des Menschen zu tun?
    welche haben - ggf. - den spürbarsten Einfluss?

    und wie macht sich ein/der Flow in anderen Lebenssituationen bemerkbar?
    Signatur
  • Gast, 15
    beim klettern hatte ich mal ein sehr intensives flow gefühl, irgendwann wurden die bewegungen geschmeidig, alles lief wie von selbst und hundertprozentig genau richtig, eine art trance trotz absoluter präsenz. flow erlebt man, wenn das gehirn im smr-spektrum „senso-motorischen-rhytmus“ taktet . dieser siedelt zwischen 12 und 15 hertz direkt oberhalb des alpha-spektrums. diese frequenz wurde zuerst bei katzen gemessen, ende der 60er jahre, als diese in einem motorisch zwar ruhigen, aber ansonsten hellwachen zustand waren. der typische zustand eines raubtieres auf der lauer.
    den flow zustand kann ich heute zu jeder zeit auch künstlich herbeiführen z.b. mit einer neurostreams session. wens interessiert :
    https://www.neurostreams.de/
    ich kopier hier mal einen kleinen auszug aus dieser seite hierher:

    „Gehirnwellen unterliegen jederzeit irgendeinem Entrainment. Sie folgen inneren genauso wie äußeren Rhythmen, und zwar permanent. Nun ist es so, dass man diese äußeren Rhythmen vorgeben kann, und dann die Gehirnwellen darauf einschwingen lassen kann. Man braucht dazu nur bestimmte Reize. Typischerweise nutzt man dafür optische Reize (Lichtblitze, Farben) oder akustische Reize (Beats, pulsierende Töne, sogar verschiedene Formen von Rauschen). Neurostreams nutzt die akustische Variante: Beats, und jede Menge kuschelweichen Sound-Teppich. Weil die Wissenschaft inzwischen weiß, welche Beats (z.B binaurale oder isochrone Beats) und welche Frequenzen man konkret nutzen muss, um ganz bestimmte Gehirnwellen (und damit bestimmte mentale Zustände) hervorzurufen, ist es heute möglich, auf Knopfdruck seinen mentalen Zustand zu ändern, einfach indem man akustisches Brainwave Entrainment “an sich anwendet.”

    und dazu ein anschauliches youtube video:
    🔗
  • Doktor Unbequem
    die Metronomsache" ist aber nur so lange interessant/überraschend, bis man bemerkt, dass diese auf einer frei schwingenden Ebene aufgebaut sind...
    Signatur
  • Doktor Unbequem

    "Weil die Wissenschaft inzwischen weiß, welche Beats (z.B binaurale oder isochrone Beats) und welche Frequenzen man konkret nutzen muss, um ganz bestimmte Gehirnwellen (und damit bestimmte mentale Zustände) hervorzurufen, ist es heute möglich, auf Knopfdruck seinen mentalen Zustand zu ändern, einfach indem man akustisches Brainwave Entrainment “an sich anwendet.”



    Das würde bedeuten, dass es allgemeingültig (!) empfehlenswerte bzw. nicht e. Musik gibt, je nach Vorhaben des Hörers.
    Hier ist die interessante Frage:
    kann "man" ähnlich festlegbare Kategorisierungen auch auf die visuelle Wahrnehmung anwenden?
    :)))))
    Signatur
  • Gast, 1

    gilt die Formel "Denken an = Flow aus / Denken aus = Flow an" immer bzw. absolut?
    ist sie überhaupt das Entscheidende, oder gibt es auch intensive (!) meditative wie auch flowy Zustände "trotz" oder gar wegen gewisser Gedanken-Gefühlskombis?

    hat Flow vll. auch etwas mit den unterschiedlichen Energiezentren des Menschen zu tun?
    welche haben - ggf. - den spürbarsten Einfluss?

    und wie macht sich ein/der Flow in anderen Lebenssituationen bemerkbar?


    Nun, auch die Meditation ist für mich kein Zustand der "Gedankenlosigkeit".
    Gerade das mit der Konzentration dort verbundene "zur Ruhe kommen", die in verschiedenste Richtungen "flatternden" Gedankenschnippsel auszuräumen, führt regelmäßig dann erst recht zu
    euphorisch erlebten "Geistesblitzen". Mir kommen in solchen Zuständen die besten Ideen.


    Im Grunde habe ich die Hoffnung, in diesen ganzen durch Konzentration nach innen und auf dn Körper wirkenden Methoden wie Meditation, Hypnose oder Autogenes Training, Yoga, Flow usw.
    ein gemeinsames Prinzip zu finden das es ermöglicht, dise zu erzeugen und mit ihnen zu Arbeiten.

    Könnte es sein, dass man z.B in diesem Flowerleben, ähnlich der hypnotischen Trance, besonders empfänglich für Suggestionen ist, besonders in der Lage zu Visualisierungen und bildhaften Vorstellungen? Ähnelt der Zustand der Entspannung auf der psychoanalytischen Couch und der "freien Assoziation" und erlaubt so den Zugang zu unbewußten Gedanken?

    Oder ist dieser Glückszustände schaffende Zustand, den alle beim Malen kennen, einfach die wirkungsvollere Meditation?
  • Gast, 1


    den flow zustand kann ich heute zu jeder zeit auch künstlich herbeiführen z.b. mit einer neurostreams session. wens interessiert :
    https://www.neurostreams.de/



    Hm, ich höre jetzt schon einige Zeit "Gehirnwellenradio"
    Vieleicht sollte ich das Ganze mal ernster nehmen, aufhören, gleichzeitig zu tippen und die Augen schließen.

    Klaus
  • heinrich
    Flow ist keine Meditation...
    Wenn du dabei ins Flow geraten bist,
    dann bist du deinem eigenem Geist
    auf den Leim gegangen...

    :-}

    Und Flow auf Dauer ist nicht gesund....
    Signatur
  • Kris
    Kris
    https://asoftmurmur.com/

    hier kann man ambient sounds je nach Geschmack hoeren, hilft zu konzentrieren.
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Das gelingt mir besser bei solcher Art Sound :D

    🔗

    🔗

    Und das funktioniert, so wie vorgeführt, nur deshalb, weil die Metronome alle ziemlich gleich eingestellt und ziemlich ganggenau sind.
    Es würde mich daher nicht wundern, wenn sie nach einigen weiteren Minuten wieder alle so scheinbar wirr schwängen wie zu Beginn, um dann nach weiteren ... und so fort.

    Wären sie alle unterschiedlich eingestellt und oder weniger ganggenau, würde sich dennoch ein gleichmäßig wiederholender Gesamtablauf ergeben, der ab einer gewissen Menge an Einflussfaktoren, Einstellungen, Abweichungen und Metronomen aber so komplex würde, dass er vielleicht noch berechenbar, aber gewiss nicht mehr beobachtbar wäre.

    Und das jetzt bitte zurück denken, auf das was im Video zu sehen ist.

    Das Ganze würde auch auf einer fixen Tischplatte funktionieren, oder scheinbar ganz ohne Kopplung.
    Nur würde es wesentlich länger dauern bis hin zu einem kurzen Moment des Gleichschwangs.

    Woher ich das weiß? Keine Ahnung. Ich stell das mal so in den Raum und lasse es schwingen.

    Om.
    Signatur
  • Roderich
    Roderich


    gilt die Formel "Denken an = Flow aus / Denken aus = Flow an" immer bzw. absolut?


    flow an / denken aus, so sehe ich das gar nicht, vielmehr werden für die momentane arbeit unerhebliche dinge ausgeblendet. vielleicht denkt man nicht so bewusst oder steuert es nicht so bewusst, dennoch - flow an / denken an.
    Signatur
  • Gast, 15


    Das würde bedeuten, dass es allgemeingültig (!) empfehlenswerte bzw. nicht e. Musik gibt, je nach Vorhaben des Hörers.
    das funktioniert mit „normaler musik“ nicht, denn das menschliche ohr kann töne unter 20 hertz gar nicht wahrnehmen. und um diese frequenzen geht es aber. bei der binauralen musik z.b. wird folgender trick angewandt (funktioniert nur mit kopfhörer): z.b. linkes ohr bekommt einen ton von 200 hz, rechtes ohr einen ton von 188 hz. das gehirn bildet darauf die differenz von 12 hz ab.

  • Gast, 15


    Das Ganze würde auch auf einer fixen Tischplatte funktionieren, oder scheinbar ganz ohne Kopplung.
    Nur würde es wesentlich länger dauern bis hin zu einem kurzen Moment des Gleichschwangs.

    möglicher weise würde es eine ewigkeit lang dauern. das beispiel mit den metronomen ist aber im zusammenhang mit den neurostreams gar nicht wichtig, es soll nur das prinzip des entrainment verdeutlichen.

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Ohhhh Possum, vielleicht würde es auch genügen, an 12 zu denken.

    12 gleichmäßige Luftdruckschwankungen pro Sekunde, die keinem durch das menschliche Gehör wahrnehmbaren Geräusch entsprechen und somit auch keine im Gehirn realisierbare akustische Entsprechung haben, anders als entsprechende binaurale akustische Täuschungen im hörbaren Luftdruckschwankungsspektrum.

    Ob sich Schwankungen elektrischen Stroms direkt und im Sinne eines physikalischen Entrainments durch Luftdruckschwankungen beeinflussen lassen?

    12 Monkeys. 12 wohin Du schaust.

    Mir ist schon klar, was hier angenommen werden soll, aber da ist ein Unterschied zwischen Entrainment in der Physik und Entrainment in der Biologie.
    Der Unterschied ist etwa der zwischen der Wellenbewegung im Wasser und Stiller Post.
    Signatur
  • Gast, 15
    also xabu, ich versteh das so, das gehirn wandelt die akustischen impulse in stromimpulse um. ich kann nur sagen, dass diese neurostreams mich auf äußerst effektive weise genau dort hinbringen, was vorrausgesagt wird. in einen wunderbaren alpha zustand, oder in einen ganz tiefen delta zustand oder eben auch in den flow oder einen quirrligen progressiven betamind. ich habe aber auch verständnis, das so etwas angst macht. viele assoziieren das mit manipulation, drogen usw.
    ich war über diese entdeckung außerordentlich dankbar, weil sie mir hilft, in schwierigen situationen innerhalb kürzerster zeit und mühelos ins lot zu kommen.

    @kris, danke für den wunderbaren link!
  • Seite 1 von 2 [ 72 Beiträge ]

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