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  • Was sind Kriterien für Kunst ?

  • siku



    "der urprung des kunstwerks" von heidegger.

    k. fiedler "über den ursprung der künstlerischen tätigkeit", sollte man sich umbedingt mal geben :D
    ich empfehle "philosophie der modernen kunst" :



    can-caba wie wäre es mal mit einer kleinen eigenen Inhaltsangabe oder gar Text als Diskussionsvorlage über die angegebenen Bücher ? Hier fehlt nur noch der Hinweis: Inhaltsangabe bei Google! ;-)

    Diese Empfehlung ist so, als würde man einem Hungrigen einen 20 Euro Schein auf den Essteller legen und "Guten Appetit" wünschen. ;-)

    Als Diskussionsbeitrag in diesem Thread ist mein Informationszuwachs dabei gleich Null.




  • otto_incognito
    otto_incognito
    @Can_Caba - deine Buchempfehlung wundert mich aber sehr und es wäre wirklich recht interessant gewesen, deine Interpretation von Heidegger´s Kunstbegriff zu erfahren. Der ist ja so streng antikisierend, daß ich, nachdem ich deine Sachen gesehen habe, ziemlich sicher sagen kann, daß nach Heidegger´s Ausführungen nichts davon Bstand hätte. Wer so deutlich die "moderne Freiheitlichkeit" als Rückendeckung für seine Hervorbringungen beansprucht, sollte sichbesser nach anderen geistigen Vätern umschauen ;)
    Signatur
  • nacadad
    "Geistes-Väter"gemeint sind: Hugo Ball,Tristan tzara,Hans Arp (dada manifesto)
    für mich gilt :nicht positionieren wenn position bloß requisite ist!!!
    warum?

    Marcus Steinweg
    WIR SCHIESSEN ALLE AUS DER HÜFTE
    Für ................

    1. Die Position des Opfers kann nicht die Position der Kunst sein: “Wir schießen alle aus der Hüfte, und etwas ausrichten heißt in der Kunst etwas hinrichten, zuerst sich selber” (Heiner Müller). Zum Realitätskontakt gehört eine Unreinheit, die man akzeptieren muss, statt sie, wie es die narzisstische Unschuld will, zu kaschieren.

    2. Die Frage, was ein Subjekt sei, lässt sich so beantworten: Zu ihm gehört originäre Kontamination. Es ist unrein von Anfang an („Meine Hände sind schmutzig, und ich hasse Seifengeruch“, schreibt Heiner Müller). Nur die Idealismen bestreiten dies.

    3. Das Subjekt ist Subjekt primordialer Korruption. Es muss sich einlassen auf das, worin es längst eingelassen ist. Seine Unschuld bleibt Phantasma aller Versuche, den Menschen seiner ideokulturellen Textur zu entreißen. Und dennoch bedeutet die Konfrontation dieser Textur nicht, dass das Subjekt nicht eine Störung in sie einträgt, indem es ihren Sinn erschüttert, während es die Sprache an ihre Grenzen treibt.

    4. Statt die Wirklichkeit anzubeten, entfernt sich Kunst aus dem Bezirk ihrer Autorität. Mit den Mitteln vorhandener Dispositive geht es darum, neue Möglichkeiten zu erfinden, neue Realitäten, einen vom Nicht-Sinn kaum unterschiedenen Sinn.

    5. Zur Kunst gehört, nach mindestens diesen beiden Seiten hin einen Widerstand aufzubauen. Seine Pseudo-Integrität einzubüßen im Kontakt mit der Sphäre der Notwendigkeiten und Determinanten, um der Versuchung zur Selbsteinschließung im Imaginären zu resistieren.

    6. Kunst bewegt sich entlang dieser Bruchlinie zwischen Möglichem und Unmöglichem, Realität und Idealität, Sinn und Nicht-Sinn, Wirklichkeit und Traum.


    Tja,weils sonst peinlich wird ;)
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  • Daniel Cool
    Für uns Hobbykünstler ist das zu hoch gegriffen ... Liest das überhaupt noch jemand?
  • xiflamsungam
    Und ich dachte immer, man muss depressiv sein, um wahre Kunst zu schaffen ;) gute Nacht
  • anolsas
  • nacadad
    subjekt zerfällt in objekt und idee.
    objekt erschafft idee ,oder doch anders herumm ???
    ist ja auch egal,idee=aporie!!
    denken gehört abgeschafft
  • siku

    Für uns Hobbykünstler ist das zu hoch gegriffen ... Liest das überhaupt noch jemand?


    Ja, es wirkt kompliziert, wenn aus einzelnen Beiträgen auch noch Bruchstücke zitiert bzw. interpetiert werden. Dennoch finde ich Marc us Ste inw eg in dem Videoausschnitt :nachvollziebar.
    Marcus Steinweg: Philosophische Diagrammatik (Ausschnitt)
    So ungefähr vereinbart sich Kunst mit Philo ;-)

  • siku
    i
    kunst endet, wo die sprache anfängt? oder umgekehrt?


    nein, bildende Kunst wird nicht nur visuell, sondern gelegentlich auch durch Sprache vermittelt, das macht manchmal sogar Sinn :-).
    Und Sprache kann auch Kunst sein: Lyrik, Theater.. denk nicht in Schubladen

  • anolsas
  • xiflamsungam
    @saslona - also Guido, das hast du wirklich schön geschrieben. Mein Kompliment! LG magnus
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Das sehe ich ganz anders.
    Das Geschaffene lässt sich nicht vom Schaffenden trennen.
    Das ist ein frommer Wunsch.
    Die Angst vor dem Ich, dem was es hervorbringt, und der Verantwortung dafür.
    Da ist kein Kunstwerk ohne einen Künstler.
    Signatur
  • siku


    Aber alles im Dunstkreis jener Wirkung bleibt oft nur egomanes Rezipientengeschwafel in Sprache (so wie das hier!). Und das ist dem zu hörenden, zu lesenden oder zu sehenden Werk doch völlig gleichgültig.

    Das Kunstwerk an sich will nichts als seine Ruhe, und schon gar nichts erreichen.
    Es freut sich nur wenn es erreicht.
    Freude.
    Ich möchte meinen Respekt dafürhalten, und nichts dagegen.

    Aus heutiger Sicht und mit freundlichen Grüßen - Guido Saslona


    stimmt, diese Eigeninterpretation "eines Kunstwerks" ist "egomanes Rezipientengeschwafel", denn das "Kunstwerk" will gar nichts, es ist ein nicht denkender Gegenstand, es will nichts und gibt nichts. Genau das ist ja die Aufgabe seines Schöpfers, durch ein Artefakt eine Kommunikation herzustellen, wenn das Verhältnis Sender - Empfänger nicht funktioniert dann hat nicht das Kunstwerk, sondern sein Erschaffer "Ruhe".

  • VBAL
    VBAL
    Da ist kein Kunstwerk ohne Rezipient
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Dank Dir für die Ergänzung. :)
    Ich bezog mich in erster Linie auf das Verleugnen des Künstlers.
    Das beinhaltete natürlich nicht den Ausschluss des Rezipienten.
    Signatur
  • anolsas
  • VBAL
    VBAL
    Wenn man weiter denkt, könnte man sonst kein Werk betrachten/verstehen, von dessen Urheber man noch kein Wort vernommen/gelesen hat.
    Dem ist gewiss nicht so.
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Sicherlich, aber Du verstehst das Werk noch einmal ganz anders, wenn du denn etwas über den Urheber weißt.

    Und ein Werk, dessen unmittelbares Ziel es nicht ist, durch Einsatz allgemein bekannter Symbole und Konventionen einen Zusammenhang, eine Botschaft zu vermitteln, die außerhalb des Werkes liegt, lässt sich ohne außerwerklichen Kontext und Erläuterung nicht verstehen.

    Auf Deko, die rein visuell gefällt oder nicht gefällt, trifft dies natürlich nicht zu.


    [edit]Werk lässt sich durch Bild ersetzen. Ich habs nur mal glatt gezogen da oben.[/edit]
    Signatur
  • VBAL
    VBAL
    Na, da ließe sich fragen, ob denn ein Werk, welchem es nicht gelingt, mit bildnerischen Mitteln, sein Botschaft zu transportieren, im Gegenteil, der Erläuterung zwingend bedarf, ob ein solches Werk der bildenden Kunst, und auf diese beziehe ich mich jetzt, als gelungen anzusehen sei.

    langes Sätzlein :)
  • ecaep
    ohne jetzt alles durch gelesen zu haben und weit davon entfernt mit Sachverstand zu glänzen lol, Mal eine Frage:
    Erkennt man wahre Kunst nicht ganz einfach daran, dass sie so gestaltet ist, dass sie fasziniert, fesselt und/ oder das Auge erfreut auch ohne Hintergrundwissen?
    Und sind das nicht letzten Endes diese Werke, welche Bestand haben werden?
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