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  • Was sind Kriterien für Kunst ?

  • eirelagkrap
    Hi,
    ich stehe völlig hilflos vor dem Begriff "Authentizität".
    Als Gegensatz zum Plagiat mag er ja seinen Sinn haben, Ich erwarte selbstverständlich, dass man mir Orginale, keine Kopien oder Fälschungen zeigt.
    Aber sonst kann ich in diesem begriff keine tiefere bedeutung oder gar Wert finden.
    Künstler, die uns etwas "vorflunkern" möchten, sind meist amüsanter als jene, die sich durch ihre Kunst offenbaren möchten.
    Klaus
  • El-Meky
    El-Meky




    Wenn ich z.B male, warum sollte ich nach meinem Geschmack malen?
    Ich bin doch nicht allein auf der Welt.
    Selbstverständlich male ich, damit z.B. die schönen Frauen der Welt meine Bilder und mich ganz toll finden.
    Kunst ist eine kommunikative Tätigkeit.
    Wenn du nur nach deinem Geschmack malen möchtest, musst du deine Bilder für dich behalten.

    klaus


    Da muss ich dir aber widersprechen lieber Klaus!

    mit ein paar klitzekleinen Ausnahmen, male ich für mich selbst. und das sogar am allerliebsten.
    und trotzdem zeige ich gerne , was ich so male . dem einen gefällts , dem anderen nicht.

    Gruß

    Signatur
  • alive
    alive Authentizität
    Vielleicht bezieht sich Jemand unter anderem mit diesem Begriff auf die letzten Werke von Renato... ich fand diese recht authentisch.. (um ein Beispiel zu nennen) leider sind sie hier nicht mehr ausgestellt
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  • xiflamsungam Hm
    Ich denke Klaus geht an den Ursprung der Bedeutung im Kontext von"Fälschung, Plagiat" und ich würde auch dahin tendieren. Das allein kanns aber auch nicht sein. Vielleicht etwas mehr in die Richtung eines durch die Inszenierung vorgegebenen Anspruchs und dem Resultat. Wenn dann beides zusammen kommt und es passt, könnte man in die Richtung Authentizität denken. Wieder so ein weicher Begriff.... Hmm. Wir brauchen weitere Meinungen :)
  • heinrich
    Und weiß ich warum,
    ich nicht zum parkgaleriekurs gehe...

    :-}
    Signatur
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    meide die all zu weichen begriffe, denn siehe, sie sind da über flüssig
    Signatur
  • xiflamsungam


    meide die all zu weichen begriffe, denn siehe, sie sind da über flüssig


    Ja, ich hab auch gleich an dich gedacht ;) mag es auch über flüssig sein, mich würde das Gefühl dazu interessieren.



  • ualbsnnamreH
    Das Spiel, die Poesie.

    Authentizität ist für den Arsch.

    LG, Hermann
  • Roderich
    Roderich

    Hi,
    ich stehe völlig hilflos vor dem Begriff "Authentizität".
    Als Gegensatz zum Plagiat mag er ja seinen Sinn haben, Ich erwarte selbstverständlich, dass man mir Orginale, keine Kopien oder Fälschungen zeigt.
    Aber sonst kann ich in diesem begriff keine tiefere bedeutung oder gar Wert finden.
    Künstler, die uns etwas "vorflunkern" möchten, sind meist amüsanter als jene, die sich durch ihre Kunst offenbaren möchten.
    Klaus


    also ich finde authentizität ist ziemlich wichtig, für mich bedeutet der begriff ganz simpel folgendes:
    der künstler setzt seine idee in seiner art und weise um, ohne rücksicht auf potentielle käufer oder dem markt zu nehmen,
    wenn nämlich ein künstler ein orginal macht, welches es so noch nie gab, muss das noch lange nicht authentisch sein....
    Rodi ist der Schlauste!
  • Daniel Cool
    der künstler setzt seine idee in seiner art und weise um, ohne rücksicht auf potentielle käufer oder dem markt zu nehmen

    Das finde ich gut. Dann sind alle meine Werke authentisch. (Rodis sowieso)

    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Ob du authentisch bist, lieber Daniel, vermag ich nicht zu sagen. Aber
    manchmal bist du recht witzig,meist dann, wenn man es nicht erwartet
    Signatur
  • xiflamsungam
    @Roderich
    Hm, dann würde er ja malen wie und was ihm gefällt. Und was ist dann mit dem Anspruch auf x
    Also ich könnte mit deiner Meinung gut leben :)
  • anolsas
    irgendwer sagte in einem interwiew einmal:
    "...meine arbeiten sind immer persönlich, aber niemals privat..."
    ich weiß den genauen wortlaut nicht mehr, und den verfasser auch nicht.
    aber der gehalt dieser "aussage" will mir ein kriterium für kunst sein.
    guido
  • siku

    also ich finde authentizität ist ziemlich wichtig, für mich bedeutet der begriff ganz simpel
    folgendes:
    der künstler setzt seine idee in seiner art und weise um, ohne rücksicht auf potentielle käufer oder dem markt zu nehmen,
    wenn nämlich ein künstler ein orginal macht, welches es so noch nie gab, muss das noch lange nicht authentisch sein....


    ein "guter Mensch" ist immer authentisch, auch ein Künstler. Dieser setzt "seine Idee" oder einen Auftrag so um, wie es ihm aus dem großen Weiten unseres Planeten gegeben ist. Daraus wird aber nicht zwangsläufig "große Kunst", daraus kann ebenso gut ein "Kunstwerk" für die KN-Tonne werden.
    Das "Kreuz im Gebirge" (Tetschener Altar) von C.D. Friedrich war ursprünglich eine Auftragsarbeit für eine private Kapelle, dass es dann angeblich beim Auftraggeber im Schlafgemach gelandete, war nicht Friedrichs Intention. Auch Auftragsbilder können künstlerische Intentionen haben. (Nur zur Info: es war das erste Landschaftsbild, dass über einem Altar hängen sollte, wenn auch nur über einem Hausaltar.) In der Renaissance gab es eigentlich fast nur Auftragsarbeiten, daraus ist Kunst geworden, die heute noch schwer zu toppen ist
    Ich behaupte mal, alle künstlerischen Arbeiten beruhen auf der Autentizität des Kunstproduktiven, ein Sofabild ist auch authentisch - und auch die dekorative informelle Malerei von "KN-Künstlern" , auch "Hermanns" Ives Klein Abklatsch ist authentisch und damit im Einklang mit Hermann - und Ives Kleins signierter Himmel war identisch mit Ives Klein, aber deshalb kann sich "unser" Hermann nicht der gleichen künstlerischen Anerkennung wie Ives Klein erfreuen. Selbst wenn Hermanns Avatar etwas noch nie dagewesenes Authentisches darstellen würde, wäre es fraglich, ob Hermannsblau ein großer Künstler werden könnte. Deshalb stimmt Hermanns Statement für ihn und sein Blau:

    Das Spiel, die Poesie.

    Authentizität ist für den Arsch.

    LG, Hermann


    Ich frage mich immer wieder, warum Kunstschaffende so viel Wert darauf legen, "ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" Arbeiten zu schaffen. Im KN werden nach Aussagen der Mitglieder fast nur Arbeiten "ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" geschaffen. Was ich hier sehe war alles schon mal so ähnlich in der Kunstgeschichte da, vielleicht noch leicht frisiert mit einem Paintprogramm, etwas miuss dem Zeitgeist ja auch geschuldet sein.

  • eirelagkrap
    Ja, woher kommt dieser Quark [ "ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" Arbeiten zu schaffen]
    Natürlich: Weil es der Mythos der Moderne des 20 Jhdts war, in dem sie alle noch verhaftet sind.
    Der Mythos van Goghs.
    Ein Versager sein, der in keinem seiner Berufe zurechtkam, deshalb aussteigen und Kunst machen,
    egal was die Leute davon halten, auch wenn das Publikum die eigenen Bildchen als sattsam bekannte simple und ungelenke Plakatmalerei betrachtet. Nichts verkaufen, immer mehr durchdrehen, sich ein Ohr abschneiden FÜR DIE KUNST!, sich irgendwann die Kugel geben und damit ganz bestimmt im nächsten Leben berühmt werden.
    Was für en Künstlerleben. Das ist tatsächlich nur für die geeignet, die sowieso keine andere Wahl haben.
    Da kann man heutzutage eigentlich nur noch darüber staunen. Das Künstlergenieklischee kann noch so absurd sein, es finden sich trotzdem, auch nach 100 Jahren noch haufenweise Gläubige die ihm nachzueifern versuchen.
    klaus
  • El-Meky
    El-Meky ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" Arbeiten zu schaffen
    .

    Was will denn so ein potentieller Käufer?

    Etwas Schönes soll es sein.
    Etwas was ihn 'anspricht'
    am liebsten in so einem herrlich wilden Blau und tiefen leuchtend Rot oder fröhlichen Gelb.
    Etwas zeitloses.
    Etwas Bekanntes (Kopie)
    Etwas was zu seinem Wohnstil passt.
    Etwas zum hinhängen
    Etwas Bezahlbares
    Etwas zum angeben..

    ...
    Wenn ich zB. gerne Gefühle / Gesichter male,
    lieber male , was mir in den Sinn kommt,
    male, was mich bewegt, ohne mit AAAHH's und OHH's von anderen zu rechnen und es mir auch noch Spass macht , dann ist mir natürlich auch klar , dass sich niemand ein zB.traurig dreinblickendes Portrait hinhängt.
    * das zieht nur runter und eschreckt die Kinder, die vielleicht Fragen stellen könnten...

    Klar tut es der Erfolgsskala gut, wenn man was verkauft. ich schließe mich da nicht aus.
    aber ich will mich nicht wertiger fühlen, weil ich mehr verkaufe oder ausstelle.
    Mir reicht ein kleiner Kreis Leutz, (danke dir Internet) der mitverfolgen kann , was ich male
    und interessiert ist.
    diejenigen , die mit meinen Bildern nixxx anfangen können, da beruht es sowieso oft auf Gegenseitigkeit.

    und @ Klaus, ich hatte sehr wohl Erfolg in meinem Beruf und gut verdient, aber das 'war nicht ich'.
    Das habe ich nur solange gemacht , wie mein Sohn diese 'Absicherung' brauchte.
    kaum war er flügge, habe ich mich zum Schrecken aller 'frei' gemacht . und das war gut so ;-)!









    Signatur
  • eirelagkrap
    Liebe Ella,
    es geht nicht darum, den Betrachter für blöde zu halten und deshalb dann die eigenen Ansprüche soweit runter zu schrauben, bis man in jedem Kaufhaus jegliche Sentimentalität bedienen kann.
    Im Gegenteil, was fehlt ist der Anspruch, dem Betrachter etwas Wichtiges, Bedeutendes, Neues zeigen zu wollen.
    Was will der potentielle Betrachter?
    Etwas, über das es sich lohnt, nachzudenken, etwas, das neue Erkenntnisse und Erlebnisse schafft.
    Klaus
  • El-Meky
    El-Meky nö! nö! nö!
    natoll. dass bedeutet, nur weil ich n zurückgebliebenes Kind geblieben bin und schon allein deshalb nix Neues Weltbewegendes Kluges Intelecktuälles Wichtiges malen könnte,
    1.
    lieber nicht mehr malen sollte
    2.
    mit meinen Bildern die Menschheiten nicht langweilen soll,
    3.
    und mich nichtmehr Kleine Künstlerin nennen lassen darf ?!

    nö! nö ! nö ! nö!


    Gruß
    Signatur
  • xiflamsungam

    Danke Siku und den Anderen für die Beiträge.


    Zit. Siku
    "... ein "guter Mensch" ist immer authentisch, auch ein Künstler. Dieser setzt "seine Idee" oder einen Auftrag so um, wie es ihm aus dem großen Weiten unseres Planeten gegeben ist. ..."

    Es trifft nmE auch das, was Klaus schon angesprochen hat, nämlich das Fehlen von Plagiatsmerkmalen, eben nicht zu malen, wie es einem Anderen gegeben war. Das wird nicht einfach sein..

    Zit. Siku "...Ich frage mich immer wieder, warum Kunstschaffende so viel Wert darauf legen, "ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" Arbeiten zu schaffen. Im KN werden nach Aussagen der Mitglieder fast nur Arbeiten "ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" geschaffen."

    Dazu denke ich, dass der Malende intuitiv seine Authentizität schützen möchte, sich zu verbiegen birgt doch die Gefahr, diese aufs Spiel zu setzen.

    Aber was potenzielle Käufer anbelangt... Das ein ernsthaft Kunstschaffender oder auch ein Hobbymaler nicht verkaufen möchte, halte ich für ein Gerücht.

    Die heftigste Form der Anerkennung ist der Neid, die schönste Form ist der Verkauf eines Werkes ;)

    Kein Mensch kann ohne Anerkennung leben, ohne seinen gesunden Geist aufs Spiel zu setzen...

    Aber, wenn man die Ebene der Malenden berücksichtigt, auf der sie sich mit ihrem Tun befinden, kann es tatsächlich sein, dass man es nur für sich macht.

    Nicht jede Studie eines Anerkannten wird ein Kunstwerk, diese macht er aus meiner Sicht auch in erster Linie "nur für sich"...

    Ob der Hobbyist, der die Brötchen anders verdient soviel Lebenszeit zur Verfügung hat, um aus dem Stadium der "Studien" je herauszukommen....? Siku hatte das ganz weit vorne treffend bemerkt.

    Weiter...

    Zit. Siku
    "Was ich hier sehe war alles schon mal so ähnlich in der Kunstgeschichte da... "

    Das ist allerdings fürchterlich, hier auszubrechen, wäre aus meiner Sicht ausschließlich Hochschulabsolventen vorbehalten, die die gesamte Malerei, um mal bei dieser zu bleiben, "innehaben" und aus der Synthese mit Neuerungen in Gesellschaft und Kultur kreativ voranschreiten. Es scheint eine sehr große Herausforderung zu sein...., die ein Hobbyist schon gar nicht leisten kann.

    Daraus entsteht der, wie ich finde auf den Punkt gebrachte Anspruch von:

    Zit. Klaus

    "... was fehlt ist der Anspruch, dem Betrachter etwas Wichtiges, Bedeutendes, Neues zeigen zu wollen.
    Was will der potentielle Betrachter?
    Etwas, über das es sich lohnt, nachzudenken, etwas, das neue Erkenntnisse und Erlebnisse schafft...."

    Das sollte der Anspruch für die Profis sein, in Teilen erwarte ich es aber auch von den anderen, wenn ich mir eine Ausstellung ansehe.


    Also, Was will der potentielle Betrachter? Bestens umrissen von:

    Zit. Otto

    "...gibt es ein Publikum, daß in erster Linie ein Werk goutieren will, in dem Sinne,daß´es ästhetische Merkmale, die es in anderen Zusammenhang schätzen gelernt hat, in diesem "neuen" Werk und in neuer überraschenderund gleichzeitig altvertrauter Weise Zusammensetzung wieder entdecken will.
    Dann gibt es ein Publikum,daß den "Schock" (wenn auch nur einen kleinen bis mittleren) sucht. Das kann dann auch die (erwünschte) Erfahrung von etwas Unangenehmen oder Triebhaftem im Werk sein, jedenfalls solange, bis auch das wieder kanonisiert ist...."

    So, da steht der "Künstler" nun, auf allen Ebenen der Qualität der Künste, und muss sich fragen, was bietet er an.

    Bei den regionalen Hobbykunstausstellungen weiß ich es schon: - ein gutes Buffet ;)

    Schönes WE
  • Roderich
    Roderich



    Ich frage mich immer wieder, warum Kunstschaffende so viel Wert darauf legen, "ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" Arbeiten zu schaffen. Im KN werden nach Aussagen der Mitglieder fast nur Arbeiten "ohne Rücksicht auf potentielle Käufer" geschaffen. Was ich hier sehe war alles schon mal so ähnlich in der Kunstgeschichte da, vielleicht noch leicht frisiert mit einem Paintprogramm, etwas miuss dem Zeitgeist ja auch geschuldet sein.



    menschen sind so viele, menschen sind sich ähnlich, haben ähnliche bedürfnisse und vorlieben, da wundert es nicht weiter wenn wiederholungen auftreten.
    was wollen denn potentielle käufer überhaupt, und was will ich? ohne eine antwort auf zumindest ersteres wird es eh schwer sich dem markt anzubiedern.
    ich bin ja in meinem beruf erfolgreich (wenn auch nicht groß verdienend) und für mich ist malen sowas wie viedeo-games zocken - ein zeitvertreib der mir freude bereitet, natürlich freue ich mich wenn ich positive resonanz bekomme und ich würde mich noch mehr freuen über ein ernst gemeintes kaufinteresse für eines meiner werke, aber das steht nicht an erster stelle. der eine oder andere mag jetzt ja den einwand erheben - du machst ja auch keine kunst, du bist ja auch kein künstler! (nachträgliche anmerkung: die irren sich aber natürlich und haben keine ahnung von was sie da reden!)
    motiv und art der umsetzung unterliegen alleine meinen vorstellungen - wäre dies nicht gegeben gibt es auch kein bild....und damit wäre die diskussion für mich auch nicht mehr von belang, und mal ganz ehrlich, wenn ich mir so die sachen ansehe die hier im kn hochgeladen werden sehe ich kaum sachen bei denen ich mir vorstellen könnte das man durch deren erlös seinen alltag finanzieren könnte.
    Signatur
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