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  • Trauerverarbeitung in der Kunst

  • montyyy Trauerverarbeitung in der Kunst
    Sehr geehrte Kollegen,

    ich bin auf der Suche nach Künstlern, die sich - gerade auch durch persönliche Schicksale - mit der Trauerbewältigung in der Kunst beschäftigt haben / beschäftigen. Insbesondere suche ich nach Grafikern und Zeichnern - Bildhauer und Maler habe ich bereits einige gefunden (u.a. Käthe Kollwitz).

    Benötigt wird das ganze für eine Ausarbeitung. Leider finde ich kaum Literatur zu Zeichnern / Grafikern, die sich mit der Trauer auseinander gesetzt haben und tatsäschlich auch selber im Leben mit Tod und Trauer beschäftigen mussten.

    Wäre klasse, wenn mir jemand ein paar Künstler nennen könnte.

    Lieben Gruß
    montyyy
  • efwe
    efwe
    hab kurz gegooolet: 614.000 ergebnisse ...
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  • montyyy
    Hallo,

    um das noch einmal klar zu stellen: Gesucht wird nur im Bereich Graik und Zeichnungen, der Künstler sollte sich in seinen Bildern mit Trauer auseinanergesetzt haben, weil er selber Schicksalsschläge im Leben hatte. Dass Google bei solchen Stichwörtern Ergebnisse ausspuckt, ist mir nicht neu. Verwertbares ist jedoch nichts dabei - Aber danke für deinen konstruktiven Beitrag.

    Ich würde mich hier nicht melden, hätte ich nicht schon ausführlich bei Google und in der Bibliothek recherchiert.
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  • efwe
    efwe
    wie waers mit zb. munch?
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  • montyyy
    Munch habe ich bereits in meiner Ausarbeitung ausführlich behandelt. Gleiches gilt für Kollwitz.
  • heinrich
    Schreibe dann, die Namen der Künstler,
    die du schon behandelt hast.

    Künstler in grau-schwarzer Phase

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  • montyyy
    Wilhelm Lehmbruck
    Käthe Kollwitz
    Horst Janssen
    Edvard Munch
  • nighthawk
    nighthawk
    nimm doch caspar david friedrich dazu, er ist als sechjäriger beim spielen auf dem zugefrorenen fluss im eis eingebrochen und musste mit ansehen, wie sein älterer bruder, nachdem er ihn rausgeholt hat, selbst ertrunken ist. dann kamen im laufe seiner kindheit, wenn ich mich recht erinnere, noch ein paar weitere todesfälle aus dem engeren familienkreis dazu. das hat ihn nie losgelassen. ein zeichner und grafiker war er neben seiner malerei auch.
    über egon schiele schreibt wikipedia folgendes: "Egon Schieles Vater verstarb am Neujahrstag 1905 an Syphilis. Daraufhin wurde Egons Taufpate Leipold Czihaczek (1842–1929) sein Vormund. Dieses Ereignis war prägend für Schieles Kunst." (das sieht man ihr auch an). es lohnt sich also einfach in den biografien berühmter künstler rumzustöbern.
  • montyyy
    Uhhh, super Antwort! Dank dir nighthawk, das hilft mir schon einmal weiter ! :)
  • xylo
    xylo
    Im ersten Moment dachte ich, Du suchst nach lebenden Künstlern die mit Dir eine Gruppe bilden und Trauerarbeit aktuell leisten.


    Ernst Ludwig Krichner! (Holzschnitte Museum in Davos)
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  • Phrae
    Phrae
    Otto Dix zum 1. weltkrieg
    Signatur
  • nighthawk
    nighthawk
    Otto Dix zum 1. weltkrieg

    ja, otto dix hat ein großartiges, vor allem grafisches werk zum 1 wk. abgeliefert. aber da steckt nicht nur trauer dahinter, sondern auch eine gehörige portion faszination für das morbide und den tod. diese ganzen zerfezten leichen und die verstümmelten kriegskrüppel mit entstellten gesichtern haben ja auch seine fantasie beflügelt. dix hatte eine sehr robuste psyche und ist durch diesen krieg gegangen ohne einen größeren schaden zu nehmen. ganz anders max beckmann. er ist daran zerbrochen. war nach nem halben jahr als sanitätssoldat schon ein fall für die psychiatrie und danach war er nicht mehr derselbe. man braucht nur sein werk vor und nach dem krieg zu vergleichen, es ist fast wie von einem anderen menschen gemalt.

  • montyyy
    Hey,

    vielen Dank für die zahlreichen Künstler! Allerdings möchte ich mich in der Ausarbeitung nicht auf den Krieg beziehen. Ich suche jemanden, der eine Bezugsperson verloren hat und durch Trauer das Ganze künstlerisch verarbeiten bzw auch aufgearbeitet hat. Caspar David Friedrich war schonmal ein klasse Vorschlag, in dieser Richtung suche ich! Zum Beispiel hat die Kollwitz ihren Sohn verloren und später auch ihren mann und hat diese Verluste durch die Kunst verarbeitet.

    Trotzdem vielen Dank für die Dix und Beckmann Vorschläge!
  • otto_incognito
    otto_incognito zum Beispiel...
    ...Magritte. Seine Mutter beging Selbstmord durch Ertränken. Man fand sie tot, ihr Nachthemd hatte sich um ihren Kopf gewickelt.. Dies findet sich als Motiv in einigen seiner Bilder wieder.
    Was mir noch einfällt, aber eher als Spezialthema, sind Künstler, die quasi als Stellvertreter eines zuvor gestorbenen Geschwisterkindes zur Welt gekommen sind, van Gogh ist glaube ich, fast auf den Tag genau ein Jahr später nach seinem gestorbenen Bruder geboren worden und nach ihm Vincent genannt worden. Ebenso Dali.
    Signatur
  • doowderflivE
    arti artloch war doch auch son künstler
  • otto_incognito
    otto_incognito
    nur klang es bei ihm nach Legende
  • NanaDinka
    NanaDinka
    Jože Tisnikar
  • El-Meky
    El-Meky
    Zeichner und Maler Rembrandt. dem ist doch ein Kind nachm andern weggestorben und er fühlte sich mitschuldig, da bitterarm, weil Künstler...
  • nighthawk
    nighthawk
    Zeichner und Maler Rembrandt. dem ist doch ein Kind nachm andern weggestorben und er fühlte sich mitschuldig, da bitterarm, weil Künstler...

    rembrandt bitterarm? ganz am ende seines lebens vielleicht, aber auch da hatte er noch einige treue käufer und auftraggeber. nein, rembrandt war die meiste zeit seines lebens sehr, sehr reich. nur pflegte er einen sehr luxuriösen lebensstil und konnte mit geld nicht umgehen. deswegen hatte er desöfteren geldprobleme und ist schließlich pleite gegangen. aber auch da schaffte er es kurz zuvor sein haus und den großteil seines vemögens an seinen sohn titus zu überschreiben. und seine werkstatt betrieb fortan seine haushälterin und lebensgefährtin hendrickje stoffels. er war dann angestellter bei ihr. so konnte er auch weiterhin lukrative aufträge ausführen und die gläubiger kamen nicht an die kohle ran, weil sie ihm ja offiziell gar nicht gehörte. was stimmt, ist, dass er tatsächlich fast alle seine familienangehörigen überlebt hat. seine frau, seine lebensgefährtin, alle seine kinder einschließlich titus, den einzigen sohn, der das erwachsenenalter erreicht hat. zum glück hatte der ein paar jahre zuvor geheiratet, so das rembrandt die letzten jahre bei seiner schwiegertochter verbringen und auf die enkel aufpassen konnte.
    aber das war damals normal. die säuglingssterberate war enorm hoch, und die durchschnittliche lebenserwartung lag bei 35. rembrandt hat mit seinen 63 jahren ein für damalige zeit unverschämt langes leben gehabt. also war es kein wunder, dass alle anderen vor ihm starben. man hatte auch ein ganz anderes verhältnis zum tod als heute. der tod war allgegenwärtig und das damit verbundene leid auch. die medizin konnte nichts ausrichten. selbst die besten ärzte wussten nicht, was sie da eigentlich taten. sie verschrieben irgendwelche mittelchen, und wenn das nicht half, machten sie den aderlass. was die armen patienten noch schneller ins jenseits beförderte. ich wüsste also nicht warum sich rembrandt für den tod seiner kinder mitschuldig fühlen sollte. der tod wurde als schicksal wahrgenommen und als erlösung. als etwas gottgewolltes. anders wäre das gar nicht auszuhalten.
  • El-Meky
    El-Meky danke nighthawk ;-)
    Ich hatte nur seine Biografie im Kopf , die eingangs zu seiner Ausstellung (Nationalgalerie) ausgehängt war . und ich habe noch in Erinnerung, wie furchtbar leid er mir tat , als dort aufgeführt wurde, wie seine Kinder eins nach dem anderen wegstarben und wie schlecht es ihm ging....
    Signatur
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