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  • Spekulation, ob und wann die Kunstblase platzt. Bericht in einer Zeitung über die Art - Basel 2014

  • xylo
    xylo Spekulation, ob und wann die Kunstblase platzt. Bericht in einer Zeitung über die Art - Basel 2014
    Ich weiss ja nicht, wie viele Forenschreiber und Leser auch Kunstmessen besuchen. Wenn man auf solch einer Messe war, sei es Cologne, Karlsruhe oder Basel, stellt man sich bei so manchem Kunstwerk die Frage, ob diese Preise für das "Kunstwerk" auch noch in einigen Jahren zu erzielen sind.
    Ich als Kleinsammler, kaufe eh nur das, was in meinem Budget liegt und mir gefällt. Daher ist für mich der Kunstmarkt und der Wiederverkauf nie in Betracht gezogen worden. (für Picasso hat man eh kein Geld)

    Aber vielleicht regt der Bericht , welchen ich unten verlinke, zu einer Diskussion an, wie sich der Markt weiter entwickeln, oder auch zurückbilden wird.

    https://tageswoche.ch/?p=1140063
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  • siku


    Aber vielleicht regt der Bericht , welchen ich unten verlinke, zu einer Diskussion an, wie sich der Markt weiter entwickeln, oder auch zurückbilden wird.


    Den verlinkten Bericht kann ich gerade nicht öffnen, vielleicht wird der Link z.Zt. von zu vielen Kunstspekulanten aufgerufen ;-).

    Es wird schon über Jahre geunkt, dass die Kunstpekulationsblase platzen könnte. Bei Kunst glaube ich das am wenigsten. Kunstspekulanten können sich beim Kauf vergreifen, das ist ja nichts ungewöhnliches. Der Kunstmarkt forsiert ja gerade zu, dass alles was irgenwie nach Kunst aussehen könnte, die Besitzer oder deren Erben in 100 oder 200 Jahren zu reichen Leuten werden lassen könnte. Das "könnte" ist hier entscheidend.

    Arbeiten von Künstlern, die im Museumsbetrieb etabliert sind, werden im Wert auch nicht fallen, daran hat niemand Interesse, die Öffentliche Hand zu allerletzt. Es gibt einige Künstler, die zu Lebzeiten von Fachleuten promotet wurden, die zur Zeit nicht besonders aktuell sind, aber das deren Marktwert dadurch gefallen ist äußerst selten. Außerdem sind sie schon tot und es gibt von ihnen keinen frischen Nachschub an kreativen Output mehr, dadurch erledigt sich das Problem des Preisverfalls automatisch.
    Arbeiten der ersten Maler des Informel sind auch in keine "Spekulationsblase" gefallen, was hier nicht verwunderlich wäre.

    Bilder von unbekannten lebenden Künstlern, die jetzt angemessene Preise erzielen, so dass die Künstler davon auch leben können, fallen nach deren Tod allerdings ins Bodenlose. Häufig werden diese Arbeiten im Auktionshandel zu 10 % des ursprünglichen Marktwertes angesetzt.
    Im Auktionshandel kann man deshalb auch gute künstlerische Arbeiten günstig kaufen - und da Kunst ja zeitlos sein soll, ist es unwichtig, dass das "neue Bild" über der Couch bereits vor 30 Jahren gemalt wurde, "Picassos" sind ja noch älter!


  • xylo
    xylo @ Siku
    Danke für Deinen Beitrag. Grundsätzlich hast Du mit Deinen Aussagen recht.
    Allerdings ging es im Bericht auch darum, ob die Galeristentätigkeit im Falle der geplatzten Blase, auch wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Aber wenn man den Bericht von Deutschland aus nicht öffnen kann, ist hat die Diskussionsgrundlage halt auch weg.
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  • siku
    Aber wenn man den Bericht von Deutschland aus nicht öffnen kann, ist hat die Diskussionsgrundlage halt auch weg.


    Hallo xylo,
    jetzt konnte ich den Artikel öffnen.
    Es geht ja primär um den Absatz
    "Kaum mehr klassische Kunstwerke".
    Dem kann man inhaltich nur zustimmen. Wäre ich Kunstanleger, würde ich auf die Brands vertrauen, evtl. noch auf die Geheimtipps von Kuratoren, die Künstler im Markt dadurch festigen, indem sie ihnen eine kunsthistorische Zukunft vermitteln. Das beste Beispiel dafür war das Museum für moderne Kunst in Frankfurt, mit dem ehemaligendirektor J Am a n, der Sponsoren und Privatsammlungen angeworben hatte. Als die Preise dann in die Höhe schnellten, holten einige Sammler ihre Teile wieder ab. :-( Da gibt es noch mehre Beispiele für erfolgreiches privates Sammeln, nur ist das so wie auf dem Kapitalmarkt: man benötigt genügend Stammkapital und muss dieses auch erstmal vorschießen wollen.
    Für eine Privatperson ist es ein ziemlich unkalkulierbares Anlagerisiko, z.B. ein Kunstwerk für 30.000€ von einem Galeristen auf einer Kunstmesse, mit der Absicht als Geldanlage, zu erwerben.
    Da muss man schon auf "Brands" vertrauen, oder die Preise für Kunst müssen sinken; Kunst unterliegt nicht einem Ware - Wert - Verhältnis, bei dem der Anleger ruhig schlafen könnte.

    Die "Chance für Galeristen"? Hier fungieren die Galeristen ja ähnlich wie die Anlageberater der Banken: Als Anleger braucht man da eine gehörige Portion gottvertrauen, oder man kauft Kunst, wenn das Geld nicht mehr in den Haustresor passt.

    Für die meisten Kunstfreunde dürfte die Maxime gelten: kaufen was gefällt , was man sich locker leisten kann - und an dessen Besitz man sich erfreut - dabei bloß nicht an Kapitalanlage denken. ;-)

  • siku
    gibt es zu dem verlinkten Artikel keinen weiteren Diskussionsbedarf, oder ist den Lesern der Kunstmarkt, Betonung auf "Makt" völlig schnuppe?
    Der Artikel ist vielleicht "nicht mehr" (zeitlich) erhellend, aber diskussionstauglich.
  • xylo
    xylo @ Siku
    Ich glaube man muss vielleicht auch mal eine Erfahrung mit dem Kunstmarkt gemacht haben, sei es als Käufer oder als Verkäufer in Form eines Galeristen oder Künstler, um sich für dieses Thema erwärmen zu können.
    Zum Thema "Welche Bilder findet ihr scheisse" gibt mehr Erfahrungen......

  • siku
    Ich glaube man muss vielleicht auch mal eine Erfahrung mit dem Kunstmarkt gemacht haben, [...]
    Zum Thema "Welche Bilder findet ihr scheisse" gibt mehr Erfahrungen......


    einige müssten doch in das Thema involviert sein, allein schon durch von "Oma oder Opa" geerbte Kunst - Werte werden hier doch immer wieder angefragt.

  • yekalF
    Da mir jedes Verständnis dafür fehlt, warum jemand Millionen für einen Plastikdelfin oder ähnlichem ausgibt, nur weil es als Kunst definiert wird - oder überhaupt für ein Bild, wo man mit dem Geld ganze Länder versorgen könnte, hab ich dazu auch nichts zu sagen. Außer das ich Kunsthandel zum sehr großen Teil dekadent finde.

    Damit meine ich nicht den Verkauf von Bildern in Galerien, die einen gerechtfertigten Preis haben und ich gönne es jedem Künstler, sein Geld mit seiner Kunst verdienen zu können. Aber wo es dann in die Millionen geht und mir irgendein Typ im Fernsehen auch noch sagt, das kann man eben nur verstehen, wenn man die nötige künstlerische "Bildung" hat, da komm ich mir ziemlich verarscht vor.
  • tseib flakey
    das sind welten, die wir nie kennenlernen werden, und wenn dir jemand sagt, daß du solche kunst
    nicht verstehen oder beurteilen kannst, dann mag das vielleicht auch stimmen, und wenn du dir
    verarscht vorkommst, dann liegt das an dem dumpfen gefühl, das irgendwelche experten dinge zur
    kunst erheben, die dir nichtig erscheinen. ein meese war vieleicht zur richtigen zeit am richtigen
    ort, und hat so das glück mit seiner "kunst" berühmt zu werden....umstritten ist das allemal !
  • yekalF
    Ich denke, das ist so. Die Leute haben Glück gehabt zum richtigen Zeitpunkt da zu sein oder auch den richtigen Instinkt. So wie Jeff Coons oder Andy Warhol oder Meese. Man muss ja auch anerkennen, dass Warhol z.B. eine ganz neue Richtung geschaffen hat mit seinen Sachen, es ging ja nicht nur um die einzelnen Sachen, sondern um die Schaffung einer völlig neuen Kultur. Und Jeff Koons mag ich auch, nachdem ich in der Ausstellung war. Vielleicht ist seine Kunst etwas oberflächlich, aber wenn man sich die Idee überlegt, dass alles mit allerkleinsten Pinseln gemacht ist, so dass es wirklich wie eine Fotografie aussieht, wenn man davor steht, schon beeindruckend. Man entdeckt auch ständig was neues in den Bildern. Soweit verstehe ich das schon alles und es stimmt auch, dass man sich Hintergrundwissen beschaffen sollte um etwas richtig zu verstehen. Aber es ist ein Riesenhype. Auf dem Kunstmarkt geht es doch eher um Kunst als Spekulationsobjekt als sonstwas. Und warum sollte ich verstehen, dass für einen Delfin mal eben 5 Mios über den Tisch gehen? Das steht in gar keinem Verhältnis oder hat irgendeinen reellen Wert. Wenn er aus purem Gold wäre, könnte man nochmal darüber nachdenken. Die Preise werden hochgepuscht, weil irgendwelche reichen Deppen es cool finden, so etwas zu Hause zu haben und es ihnen einfach egal ist, was es kostet. Da ist keine Relation mehr. Und wenn ich dann an Kriegs- oder Katastrophengebiete denke, die Mühe haben genug Geld zusammenzubekommen, krieg ich das Kotzen und finde es einfach nur dekadent. Was jetzt aber nicht nur den Kunstmarkt betrifft.
  • doowderflivE
    ein meese ist der spiegel der kunst. meese ist kunst und damit spielt er. das muss man ihn lassen. ah du hast eh kein schimmer
    das sind welten, die wir nie kennenlernen werden, und wenn dir jemand sagt, daß du solche kunst
    nicht verstehen oder beurteilen kannst, dann mag das vielleicht auch stimmen, und wenn du dir
    verarscht vorkommst, dann liegt das an dem dumpfen gefühl, das irgendwelche experten dinge zur
    kunst erheben, die dir nichtig erscheinen. ein meese war vieleicht zur richtigen zeit am richtigen
    ort, und hat so das glück mit seiner "kunst" berühmt zu werden....umstritten ist das allemal !


  • tseib freedy
    konnte ich mir denken, daß dich son spinner beeindruckt.....
    vielleicht weiler immer die mutti dabeihat :-P
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