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  • Paradigmenwechsel in der Kunst: In wiefern hat sich die Wahrnehmung von Kunst in den letzten 100 Jahren veraendert?

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  • Pfaurania Evolutionsfalter Paradigmenwechsel in der Kunst: In wiefern hat sich die Wahrnehmung von Kunst in den letzten 100 Jahren veraendert?
    Wer kann mir aus seiner Sicht etwas dazu sagen?
  • otto_incognito
    otto_incognito Ist der Zeitraum von 1914 bis 2014 gemeint?

    Der entscheidende Unterschied ist der, daß die meisten Wahrnehmenden
    vom Beginn dieses Zeitabschnittes nicht mehr da sind, wohingegen die von
    2014 durchaus der Wahrnehmung fähig sind. Inwieweit sie imstande sind,
    diese zu kommunizieren, ist mir aber unbekannt.
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  • Roderich
    Roderich
    ist heute eben viel einfacher und schneller zugänglich wie vor hundert jahren - da musste man noch zur kunst gehen, heute kommt sie zu einem, wenn man es denn zuläßt, man wird ja quasi schon damit berieselt (was aber auch zu einer raschen sättigung führen mag, bei manch einem).
    wie kunst individuell wahrgenommen wird läßt sich aber wohl nicht so leicht beurteilen, es fehlt schlich das gültige maß das einen gemeinsamen nenner zulassen würde.
    ich für mich persönlich kann aber sagen, 1914 habe ich die kunst nicht wahrgenommen wie ich es heute tue. :)
    Rodi ist der Schlauste!
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  • heinrich
    Was macht man bei der Flut?

    Man baut einen Damm,
    man spaziert entlang,
    und kuckt so, was an der Oberfläche treibt...

    Diese Sachen schaut man genauer an,
    die Sachen die untergegangen sind
    sind irrelevant....

    Klar, es gibt immer jemanden,
    der sich auf "Perlensuche" begibt...

    Für mich ist das Wasser zu trüb und stickig...
    Da gibt es keine Perlen!

    Wenn du mir nicht glaubst,
    du kannst natürlich weiter probieren...

    Und diese "Paradigma" ist nicht neu...

    :-}
  • samatkit
    samatkit
    Heinrich ich würde sagen das wasser ist für gute taucher nicht zu trüb, meine Meinung ist der Taucher der nichts mehr taucht aus welchem Grund auch immer, ich tippe wohl wegen Faulheit, Hoffnungslößigkeit oder auch aus Blindheit die entsteht weil von lauter Bäume man sieht irgdwann der Wald nicht mehr ..Vielleicht manche wissen einfach zuviel und keine Ahnung was sie suchen... ich sehe mittlerweile 2 Volker von Pinguine...die einen leben in der Tiefe und die andere an die Oberfläche....früher war sicherlich einfacher als die Menschen nicht überbevolkert waren...deshalb kann ich mich schlecht an deine Meinung schließen da ich mir sicher bin das unter über acht Milliarden Menchen mehr als ein Duzend davon Perlen sind.....ich z.b bin eins davon etwas roh und verschmutzt uneben und nicht geschlieffen. dennoch bin ich eins....ich schwimme nicht mal mehr weil dort in der Tiefe zu sein kann auch gemütlich sein
  • samatkit
    samatkit
    ja da ist noch eine Beobachtung von mir...Früher gabs auch kein Internet, nicht zuviele Besserwissen, es gab vom vieles einfach nichts deshalb einfacher....Heute ist die Welt Materialisiert, von allem einfach zuviel davon...wir ersticken regelrecht in allem was vom Menschen hand produziert wird und das leider passiert auch mit Bilder.....Kunstnet ist selbst ein Art Mülleimer es schlückt einfach alles hinunter es wird nicht mal verdaut so schnell geht es mit herüber schieben...alles ist auch hier untergeordnet...als Massenproduzion deklariert.....man kann Blitzschnell blättern und aussortieren...wie in einem Fabrik eben.... das ist eher eine Kunstfabrik als ein Kunstnet ....und gottseidank bin ich frei mich äussern zu dürfen... wenigstens ad und zu das!...und wenn einer hier glaubt das es ist der Traum vom Ruhm der einer wie mir treibt Bilder malen zu wollen dann irrt er sich hier gewaltig.....PS: an die blinden Fachleute...macht mal eine Reise in den Süden und wenn ihr bis Afrika geschafft habt ( schwimmend aber auch zu Fuß) dann ändert es sich sicherlich euere Betrachtungsweise...ihr schult euere Auge in die Schule des lebens nicht sitzend hinter dem Schreibtisch.... vergesst nicht das hinter jedem Bild der auf diese Erde zurstanden gekommen ist steht ein Mensch... EIN MENSCH...(habt ihr richtig gelesen ?) und das ist was Fachleute leider nicht mehr sehen können und deshalb dieser "Mensch" verschwindet immer mehr, selbst in einem Portrait ist es nicht mehr zu sehen....alles scheint tot zu sein geworden, ..ich glaub die Kunst würde wieder erwachen wenn Fachleute es nicht mehr gäbe ....das scheint für manche traurig sehr traurig zu sein oder sogar unmöglich aber für den am ende gelieben Mensch wäre sicherlich das beste....es könnte so ungestört Bilder malen bis am ende aller Zeit
  • xylo
    xylo @ Samakit
    Du hast eine gute Beobachtungsgabe, was die Massenproduktion anbelangt.
    Es geht aber hier im KN nicht mal 10 % um Kunst. Ein geschultes Auge sieht den Unterschied.
    Natürlich hat das Internet auch die Kunst zu einer Fabrikhalle gemacht.
    Aber jedem Künstler steht es frei, sich in der realen Welt auszuprobieren und seine Bilder real einem Publikum zu präsentieren. Er kann an Ausschreibungen teilnehmen, sich bei Galerien bewerben oder sogar, mit viel Eigeninitiative, eine Gruppenausstellung in der Zwischenraumnutzung organisieren. Machen viele Wünstler aber nicht.
    Schau Dir die Afrikabildchen an...... wieviele Maler waren wirklich vorort.....
    Sie träumen einen Kitschtraum, den sie sich nicht leisten können und malen aus Katalogen ab.
    Ich persönlich finde es ja gut, wenn jemand träumt, allerdings diese abgemalte Flachheit und die Kopie der Kopie der Kopie zu veröffentlichen, hat eine andere Qualität....
    Bei allem Gejammer, es gibt hier auch wirklich gute Künstler und um die 10 % bin ich froh, die schaue ich mir gerne und auch öfters an.
    Das Kunstnet ist eine Seite von Fachleuten für Fachleute ;-)
  • otto_incognito
    otto_incognito
    "Schau Dir die Afrikabildchen an...... wieviele Maler waren wirklich vorort....."(xylo)

    Schlimmer noch sind die, die sich solche Reisen nach Afrika oder z,B. zu den malenden Aborigines in Australien tatsächlich leisten können und totzdem nicht mehr bei rumkommt als sentimental-koloniale Kalenderbildchen.
    Diesen sinnsuchenden, überheblichen, gutbetuchten, meist weiblichen Vertreter ab einer gewissen nicht mehr ganz jugendlichen Altersklasse, gibt es derzeit in sehr großer Zahl, im Internet und anderswo.
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  • xylo
    xylo
    Na ja... ich könnte Dir hier Afrikabildchen hochladen... die sind schon toll. Wer aber meint, eine nackte braune Brust mit einem Topf aufm Kopf würde Afrika widerspiegeln, der hat nicht nur das Klischee im Kopf, der ist auch dahin gefahren um sich mit diesen Klischees bedienen zu lassen.
    Ist ja auch die Frage, ob ich eine Pauschalreise mit Neckermann mache, oder eine Fotosafari selbst zusammenstelle und auch mal eine Stunde an einem Ort verbleibe, bis sich die Tiere zur Tränke bewegen...
    Aber es kann auch nicht jeder ein Sielmann sein, dazwischen gibts eben auch noch Lücken.
    (PS: Der Wahrheit halber muss ich sagen, dass meine bessere Hälfte diese Bilder gemacht hat und nicht ich)
    Ich dürfte sie aber nutzen, wenn ich Büsis, Giraffen, Nashörner (weit weg), und riesige Herden malen wollte.
    Interessant sind Bilder, wo ein Löwe frisst... übrigens haben Elefanten keine Klumpfüsse und man kann auch nicht sagen: Lieber Elefant, bleib mal stehen.... die Dynamik solcher Fotos ist eigenständig. Sie halten einfach nicht still.
    Da ich aber kein Maler bin sondern Holzschneider und mich mit den Ansichten beschäftige, welche mich umgeben,
    greife ich auf diese Bilder nicht zurück.....

    Ich frage mich manchmal:
    WO waren diese Leute?

    Afrika Sonnenuntergang
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  • sthciN
    Ich denke, das Inflationäre in der Kunst begründet sich nicht zuletzt durch ihre unendliche Verfügbarkeit im Internet. Schliesslich brauchts mittlerweile nicht mehr als einen Klick, um ein Bild mit ´like´ oder ´don´t like´ zu bewerten, ohne sich dabei Gedanken über irgendwelche quallitativ entscheidenden Merkmale machen zu müssen. Was zählt, scheint wohl allein die Ästhetik der Abbildung zu sein, unabhängig davon, auf welche Art und Weise bzw. ob diese mit mehr oder wenig Aufwand erzielt worden ist ...
  • xylo
    xylo
    Aber wenn ich auf LIKE bei FB klicke, dann steh ich mit meinem Namen dafür. Man sollte sich also wirklich gut überlegen, was man liked......
    Das Kunstnet ist eine Seite von Fachleuten für Fachleute ;-)
  • samatkit
    samatkit
    Wasserwage.. mittlerweile denke ich das die Hälfte der Bevölkerung (darunter gehören auch die lebenden Künstler) wohl doch ziemlich vom Netz beeiflüsst werden....Ästhetik schön und gut aber dennoch kann das nicht alles sein.....dieser Art und Weise schnell über Bilder zu beurteilen kann auch die eigene Wahrnehmung schaden...es verkummert sozusagen....Muskel werden auch nicht allein durch Augenzwinkern trainiert....ja wenn so wäre dann wäre sicherlich eine super Sache aber es ist nicht so einfach wie man sieht...
  • samatkit
    samatkit
    xylo zu deinem Afrika Bild: wo waren diese Leute?.....hahahah überall aber nicht in Afrika hahahahahahaha....
  • El-Meky
    El-Meky Diese Bilder leuchten immer sooo schön.da sparst du echt Heizkosten!
    🔗
    Signatur
  • sthciN
    Wasserwage.. mittlerweile denke ich das die Hälfte der Bevölkerung (darunter gehören auch die lebenden Künstler) wohl doch ziemlich vom Netz beeiflüsst werden....Ästhetik schön und gut aber dennoch kann das nicht alles sein.....dieser Art und Weise schnell über Bilder zu beurteilen kann auch die eigene Wahrnehmung schaden...es verkummert sozusagen....Muskel werden auch nicht allein durch Augenzwinkern trainiert....ja wenn so wäre dann wäre sicherlich eine super Sache aber es ist nicht so einfach wie man sieht...


    meine Rede ... nur anders formuliert^^
  • siku African Trio
    Ist das hier der Witzethread?

    Wenn ich die hier eingestellten Bilder sehe, kann ich keinen Paradigmenwechsel feststellen: das sind doch pseudo-romantische alte Hüte.
    Wo sind die Performance-Künstler, wo ist die Objektkunst?
    Der Bruch mit herklömmlichen Gestaltungsregeln findet nicht in Afrika-Motiven statt. ;-)
    PS:Ein Paradigmenwechsel benötigt neue Darstellungsformen - mit abgucken im Internet hat das wenig zu tun.

  • sthciN
    Ist das hier der Witzethread?

    Wenn ich die hier eingestellten Bilder sehe, kann ich keinen Paradigmenwechsel feststellen: das sind doch pseudo-romantische alte Hüte.
    Wo sind die Performance-Künstler, wo ist die Objektkunst?
    Der Bruch mit herklömmlichen Gestaltungsregeln findet nicht in Afrika-Motiven statt. ;-)
    PS:Ein Paradigmenwechsel benötigt neue Darstellungsformen - mit abgucken im Internet hat das wenig zu tun.



    Herzlich willkommen im 21sten Jahrhundert, @siku!
    TATATATAAA!!!
  • Günter
    Günter Paradigmenwechsel
    Performance-Künstler oder Objektkunst sind doch auch schon wieder Vergangenheit. Und ob da mehr Qualität geboten wird kann man getrost bezweifeln. Gute Kunst bzw. gute Künstler gibt es in allen Bereichen, Stilen und Techniken. Schrott ebenso! Brüche von Gestaltungsregeln werden erfahrungsgemäß von jenen am meisten kritisiert, die am lautesten danach rufen. Streng genommen sollte sich ein Künstler einen feuchten Staub um Gestaltungsregeln kümmern, dann muss er sie auch nicht brechen. Tja und schon bin ich wieder beim leidigen Thema, wer stellt denn die Gestaltungsregeln auf? Und wer hat diesen Jemand dazu berechtigt? Die Kunst ist frei und Regeln in der Kunst, auch Gestaltungsregeln, sind nun mal das Gegenteil von freier Kunst!
  • siku

    Streng genommen sollte sich ein Künstler einen feuchten Staub um
    Gestaltungsregeln kümmern, dann muss er sie auch nicht brechen. Tja und schon bin ich wieder beim leidigen Thema, wer stellt denn die Gestaltungsregeln auf?


    Gestaltungsregeln? die werden durch einen kulturellen Kontext hergestellt bzw. bestätigt: das heute jeder alles machen zu können meint, muss ja ein ungemein hohes Privileg an Freiheit für den einzelnen "Künstler" sein. :-)

    Wo "kaninchehaft produziert" wird (das sagte schon Oskar Schlemmer) fälll "die Individualität des heutigen Künstlers" kaum noch auf.
    Weil Malerei "absteigendes Kulturgut" ist, guckt ja auch kaum noch einer hin.
    Was wäre denn, wenn die heutigen "freien Künstler" vor 200 Jahren gelebt hätten? Wahrscheinlich wären sie dann nicht Künstler, sondern Feldarbeiter geworden.

  • K_nav_nnamreH

    Performance-Künstler oder Objektkunst sind doch auch schon wieder Vergangenheit. Und ob da mehr Qualität geboten wird kann man getrost bezweifeln. Gute Kunst bzw. gute Künstler gibt es in allen Bereichen, Stilen und Techniken. Schrott ebenso! Brüche von Gestaltungsregeln werden erfahrungsgemäß von jenen am meisten kritisiert, die am lautesten danach rufen. Streng genommen sollte sich ein Künstler einen feuchten Staub um Gestaltungsregeln kümmern, dann muss er sie auch nicht brechen. Tja und schon bin ich wieder beim leidigen Thema,
    wer stellt denn die Gestaltungsregeln auf? Und wer hat diesen Jemand dazu berechtigt? Die Kunst ist frei und Regeln in der Kunst, auch Gestaltungsregeln, sind nun mal das Gegenteil von freier Kunst!


    Ganz erstaunliche Gedanken in Anbetracht deiner Arbeiten, die auf uralten, mittlerweile muffig wirkenden GestaltungsREGELN basieren. Ich glaube, du unterliegst da einem grossen Missverstandnis, was den "Bruch" von Gestaltungsregeln angeht. Ich vermute, du heroisierst deine dir fehlende Anerkennung im Bilde einer "Freiheit" deiner Arbeiten und fantasierst so einen "Bruch" der Gestaltungsregeln bei dir, der höchstens mit unzählig vielen anderen Freizeitmalern darinbestehen könnte, die vielen "Brüche", die nach deiner Art zu malen schon längst stattgefunden hatten, von Dir und den unzählig vielen Anderen nicht bemerkt wurden, weil sie sich nie mit der aktuellen Kunst ernsthaft auseinandergesetzt haben.

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