KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Abstrakte Kunst ( von abstrahierend bis gegenstandslos) - Grenzen? Regeln? Zugang?

  • sternenstaub karsten "kaum einer "
    das sind die vielen user im hintergrund, die nicht immer und immer wieder den
    gleichen sermon durchhecheln wollen............................
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    @xabu: Und wieder Rechthaberei in technischen Details. Ich mache jetzt mal mit:
    Nach wikipedia hast du nicht recht.

    Wikipedia:
    "Abstrakte Kunst
    Abstrakte Kunst (auch gegenstandslose Kunst) ist eine Sammelbezeichnung für die nach 1900 in Erscheinung tretende Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts, die die bildnerischen Gestaltungsmittel völlig losgelöst von Natur und realen Gegenständen verwendet. Unter die Bezeichnung abstrakt fallen sowohl „abstrahierende“ wie „gegenstandslose“ Werke. Erstere abstrahieren vom Gegenstand, letztere bedienen sich autonom der künstlerischen Mittel ohne jeden Gegenstandsbezug.[1] In der Verbreitung der Fotografie mit ihrer neuen Qualität der Naturwiedergabe wird eine der Ursachen für das Entstehen der abstrakten Kunst gesehen."

    Alles wird besser. :D
    PS: Hat zwar wieder nix mit "Grenzen, Regeln, Zugang" zu tun, aber das hat ja schon Tradition.

    Weit entfernt von Rechthaberei.
    Wie kommst Du darauf?
    Ich habe meinen Standpunkt dargelegt, so wie z.B. Du in Bezug auf VBAL Deinen. Und ich schrieb doch ebenso, dass ich auch Deinen Standpunkt nachvollziehen konnte/kann.


    Mich wundert nur, warum der Satz in Wikipedia nicht folgendermaßen geschrieben wurde:

    Unter die Bezeichnung Abstrakte Kunst fallen sowohl „abstrahierende“ wie auch „gegenstandslose“ Werke.

    Und warum steht im ersten Satz:

    Abstrakte Kunst (auch gegenstandslose Kunst)

    und nicht

    Abstrakte Kunst (auch gegenstandslose Kunst, bzw. vom Gegenstand abstrahierende Kunst)


    Auch bleibt die Frage, ob das Abstrahieren vom Gegenstand nicht auch zu etwas vom Gegenstand vollkommen Losgelöstem führt, im Gegensatz zur Abstraktion eines Gegenstandes.

    Sprache ist spannend und schön :D


    Wird fantastisch :)

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    [...]Ansonsten kann ich ja doch einfach ein paar Kleckse Farbe drauftun, mit der Spachtel herumfuchteln und staunen ob des Ergebnisses. Denn Farbe und Form wären losgelöst von allem. :)[...]

    Nein, eben nicht. Lies VBALs Reaktion auf Deinen ersten Kommentar nochmal etwas entspannter :)
    Signatur
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • alive
    alive
    @Xabu-Iborian
    ein glück, dass wikipedia frei zur weiterbearbeitung gegeben wurde! :)
    ..dann leg mal los
  • sthciN
    ... Auch bleibt die Frage, ob das Abstrahieren vom Gegenstand nicht auch zu etwas vom Gegenstand vollkommen Losgelöstem führt, im Gegensatz zur Abstraktion eines Gegenstandes. ...


    bzw. die Frage, ob das Abstrahieren einer Gewürzgurke nicht auch zu etwas von Gurken-Assoziationen vollkommen Losgelöstem führt, im Gegensatz zur Abstraktion einer Gewürzgurke (?)

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    ein glück, dass wikipedia frei zur weiterbearbeitung gegeben wurde! :)
    ..dann leg mal los

    Der Mann mit dem ich das Gespräch im Kaffee hatte, und mit dem ich letztens eine Nacht auf dem Südgelände verbrachte, der verfasst Artikel bei Wiki und kennt sich inzwischen recht gut aus mit den Gepflogenheiten.
    Vertraue mir, das ist nicht so einfach wie Du denkst, das mit dem mal eben weiter bearbeiten :)

    Des weiteren war mein Schluss ja, dass vom Gegenstand abstrahieren nicht das selbe ist wie den Gegenstand abstrahieren.
    Insofern gehe ich d'accord mit dem Wikipedia Eintrag.
    Gestern mal wieder "Catch Me If You Can" gesehen :D
    Signatur
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    bzw. die Frage, ob das Abstrahieren einer Gewürzgurke nicht auch zu etwas von Gurken-Assoziationen vollkommen Losgelöstem führt, im Gegensatz zur Abstraktion einer Gewürzgurke (?)

    Exakt!

    Signatur
  • sthciN



    Exakt!



    Hurra! :)
    Nur: versuch Das einmal ernsthaft um zu setzen ...
    In Gedanken hab ich ja bereits damit begonnen, und bemerke dabei,
    dass mein Kopf bereits jetzt ordentlich zu rattern beginnt, bevor ich mich überhaupt ans Werk gemacht habe! Zudem ist mir soeben aufgefallen, dass ich dafür nicht einmal Gurken im Haus zu haben brauche - das allerdings nur, sofern mir Gurken bereits ein Begriff sind.
    Daraus schliesse (zumindest) ich: selbst ein noch so abstraktes Werk lässt sich nicht im "Konjunktiv" erstellen.

  • siku



    Weit entfernt von Rechthaberei.
    ...na soweit entfernt nun auch wieder nicht ;-)



    Mich wundert nur, warum der Satz in Wikipedia nicht folgendermaßen geschrieben wurde:

    Unter die Bezeichnung Abstrakte Kunst fallen sowohl „abstrahierende“ wie auch „gegenstandslose“ Werke.
    diese Aussage ist eh nicht vollständig ;-)

    ...nicht abstrahierend, sondern abstrahiert, weil hier ein bereits eingetretener Zustand beschrieben wird.
    man kann estwas einen Gedanken abstrahierend darstellen, wenn die Darstellung abgeschlossen ist, ist der Gedanke abstrahiert worden, nicht "abstrahierend worden" ;-)

    Desweiteren fallen unter den Begriff abstrakt auch geometrische Formen, z.B. konstruktivistischen Malerei, Op-art usw.

    Und warum steht im ersten Satz:
    Abstrakte Kunst (auch gegenstandslose Kunst)
    und nicht
    Abstrakte Kunst (auch gegenstandslose Kunst, bzw. vom Gegenstand abstrahierende Kunst)
    was für ein Wortsalat ;-)
    gegenstandslose Kunst fällt auch unter den Oberbegriff abstrakte Kunst. Man beachte "Oberbegriff: Abstrakt"

    Ja, abstrakte Kunst kann auch gegenstandslos sein, aber nicht "abstrahiert", denn abstrahiert ist eben nicht abstrakt, sondern zwischen gegenständlich und gegenstandslos stecken geblieben. Die ursprüngliche gegenständliche Form ist noch assozierbar.



    Auch bleibt die Frage, ob das Abstrahieren vom Gegenstand nicht auch zu etwas vom Gegenstand vollkommen Losgelöstem führt, im Gegensatz zur Abstraktion eines Gegenstandes.

    Sprache ist spannend und schön :D
    Wird fantastisch :)


    das Abstrahieren kann zu einer Form vom Gegenstand losgelöst führen, Ist ein Motiv jedoch abstrahiert, dann ist es nicht vom Gegenstand losgelöst, sondern es wurde in einem Zustand beendet, in dem noch Gegenständliches assozierbar ist.

    Der Unterschied zwischen abstrahiert und gegenstandslos ergibt sich daraus, dass bei einem abstrahierten Motiv die Farbe noch zu einem gewissen Anteil dem Gegenstand "dient", während bei einem gegenstandslosen Motiv, die Farbe autonom vom Gegenstand ist.
    also: gegenständlich: Primat: Linie, Form
    gegenstandslos: Primat: Farbe

    Ich finde diese Wortklaubereien nicht spannend, sondern "bescheuert".
    Den wiki Artikel habe ich nicht gelesen, aber so wie er hier dargestellt wird, ist er unübersichtlich - und er irritiert offensichtlich Leser, die ein eindeutiges Ergebnis erwarten.



  • alive
    alive
    Es lebe die Sprache!
    Es lebt der Leser...
    Lebendelesendeseelensprache ;)
  • siku



    Hurra! :)
    [...]

    dass mein Kopf bereits jetzt ordentlich zu rattern beginnt, bevor ich mich überhaupt ans Werk gemacht habe! Zudem ist mir soeben aufgefallen, dass ich dafür nicht einmal Gurken im Haus zu haben brauche - das allerdings nur, sofern mir Gurken bereits ein Begriff sind.


    genau: das nennt man vorkonditioniert, du brauchst nur an den Pablowschen Hund zu denken.

  • sthciN


    das Abstrahieren kann zu einer Form vom Gegenstand losgelöst führen, Ist ein Motiv jedoch abstrahiert, dann ist es nicht vom Gegenstand losgelöst, sondern es wurde in einem Zustand beendet, in dem noch Gegenständliches assozierbar ist.

    Der Unterschied zwischen abstrahiert und gegenstandslos ergibt sich daraus, dass bei einem abstrahierten Motiv die Farbe noch zu einem gewissen Anteil dem Gegenstand "dient", während bei einem gegenstandslosen Motiv, die Farbe autonom vom Gegenstand ist.
    also: gegenständlich: Primat: Linie, Form
    gegenstandslos: Primat: Farbe ...


    hm ... wenn ich das jetzt richtig verstanden haben sollte, würde ich mich demnach also dem abstrakten Prinzip nähern, sobald ich mich innerhalb meiner Gurken-Abstraktion von der Original-Gurkenfarbe distanziere?
  • siku



    hm ... wenn ich das jetzt richtig verstanden haben sollte, würde ich mich dem abstrakten Prinzip nähern, indem ich mich innerhalb meiner Gurken-Abstraktion von der Original-Gurkenfarbe distanziere?


    du würdest dich dem "abstrakten Prinzip nähern", aber im Gegenständlichen bleiben. Vielleicht reicht das Ändern der Gurkenfarbe ja für den Begriff "expressionistisch" - eben eine Seelenfarbe, die deine monmentane mentale Stimmung zum Ausdruck bringt.
    ________________________________
    wer's bierernst nimmt, hat selber schuld

    so, ich bin für heute weg :-)

  • sthciN



    du würdest dich dem "abstrakten Prinzip nähern", aber im Gegenständlichen bleiben. Vielleicht reicht das Ändern der Gurkenfarbe ja für den Begriff "expressionistisch" - eben eine Seelenfarbe, die deine monmentane mentale Stimmung zum Ausdruck bringt.
    ________________________________
    wer's bierernst nimmt, hat selber schuld

    so, ich bin für heute weg :-)



    siku, fast gewinne ich - an Hand deines Antwort-Beitrages - den Eindruck, du hättest nur ´die Hälfte´ meines theoretischen Gurkenabstraktionsprozesses gelesen - darin habe ich mich doch gedanklich bereits längst von jeglichen Gurkenvorbildern sowohl formal als auch assoziativ entfernt ... :-)
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    [...] ..nicht abstrahierend, sondern abstrahiert, weil hier ein bereits eingetretener Zustand beschrieben wird.
    man kann estwas einen Gedanken abstrahierend darstellen, wenn die Darstellung abgeschlossen ist, ist der Gedanke abstrahiert worden, nicht "abstrahierend worden" ;-)

    Haarspalterin, Wortklauberin :D
    Da steht ja auch nicht, das Motiv wäre abstrahierend worden, sondern das Werk ist abstrahierend. Ein Werk, dass in seiner Darstellung vom Motiv abstrahiert, ein abstrahierendes Werk, eine abstrahierende Darstellung.



    Desweiteren fallen unter den Begriff abstrakt auch geometrische Formen, z.B. konstruktivistischen Malerei, Op-art usw.

    Ja, eben.



    Ja, abstrakte Kunst kann auch gegenstandslos sein, aber nicht "abstrahiert", denn abstrahiert ist eben nicht abstrakt, sondern zwischen gegenständlich und gegenstandslos stecken geblieben. Die ursprüngliche gegenständliche Form ist noch assozierbar.

    Ja, das schrieb ich doch schon, und Wasserwaage ebenso (und auch VBAL). Hast Du mal ein Beispiel für Abstrakte Kunst, die einen Gegenstand darstellt? Weil, Du schreibst, Abstrakte Kunst kann auch gegenstandslos sein.
    Und mit Gegenstand meine ich jetzt nicht den abstrakten Begriff der einen Inhalt ganz allgemein bezeichnet, sondern so etwas wie den Stuhl auf dem ich sitze.


    Es ging nicht um Wortklauberei, sondern um genau die Klarstellung bzw. den Versuch einer Annäherung an diesen Unterschied zwischen abstrahieren und abstrakt, den Du jetzt noch einmal kräftig emotionalisierend wiederholt hast.
    Das wirkt immer ein wenig, wie unter Dampf :).

    Signatur
  • sthciN

    nach einem geeigneten Beispiel für "Abstrakte Kunst, die einen Gegenstand darstellt" (ja, ich weiss: blöd zitiert!), suche ich hier auch schon seit geraumer Zeit ... und dabei fiel mir auf, dass es dafür hier im KN doch relativ wenige zu geben scheint - doch ich lasse mich dabei sehr gern vom Gegenteil überzeugen ;-)
    ... vielleicht ja bei Raini Haupt???
  • simulacra
    simulacra
    @xabu: Rechthabereien war nicht auf dich bezogen, sondern auf den üblichen Ablauf der Gespräche hier (inkl. meiner Wenigkeit), siehe meinen dazu vorher geschalteten Beitrag. Den Unterschied zwischen abstrakt und abstrahierend hier ewig durchzukauen finde ich nur ermüdend. Das Prinzip ist ja nicht so sehr miss zu verstehen, als dass es durch die Fülle der Beiträge nicht längst ausgiebig erläutert wäre. Du erwähnst aber heute so oft etwas von locker werden und unter Dampf, dass es fast scheint als würdest du ein wenig kochen. Mir gehts allerfeinst und ich höre einfach auf zu schreiben, wenn ich nicht mehr mag. :).
    Signatur
  • simulacra
  • VBAL
    VBAL

    VBAL,
    während der Entstehung eines künstlerischen Werkes ist m.E. durchaus auch der Intellekt aktiv. So ist dabei z.B. das Abstraktionsvermögen oder auch Reduktionvermögen gefragt - ebenso, die Fähigkeit, der räumlichen Vorstellung usw ... voraus gesetzt, ich formuliere mein Werk mittels eigener Bildsprache und beschränke mich dabei nicht auf das Reproduzieren einer Vorlage


    Huch, da hab ich doch glatt den Smiley hinter meinem vorhergehenden Beitrag vergessen

    (Wenn ich jetzt frage inwiefern man räumliches Vorstellungsvermögen bedarf um abstrakt zu malen, errege ich wieder Unmut?)
  • simulacra
    simulacra
    "Wenn ich jetzt frage inwiefern man räumliches Vorstellungsvermögen bedarf um abstrakt zu malen, errege ich wieder Unmut?"
    Nicht, wenn du immer schön das Frieden-auf-Erden-Smiley setzt.
    :)
    Signatur
  • Seite 11 von 14 [ 262 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen