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  • leinwandprobleme

  • schwadro
    schwadro leinwandprobleme
    Ich habe eine Frage bzgl einer selbstgespannten Leinwand, die sich gewellt hat.

    Die Leinwand (140 x 110 cm) wurde zuerst mit Caparol/Wasser 1:1 gestrichen, im nassen Zustand war sie trommelhart, im Trockenen waren Wellen zu sehen, parallel zur Längsseite.
    Daraufhin hab ich die Leinwand vom Keilrahmen gelöst und händisch nachgespannt (alles ohne Zange) und nochmal mit Caparol/Wasser 1:1 gestrichen – wieder mit demselben Ergebnis: im nassen Zustand trommelhart, im Trockenen wieder leichte Wellen, diesmal immerhin etwas weniger als vorher.
    Getrocknet hab ich sie jeweils im Liegen.

    Es ist aber nicht so, dass die Leinwand locker wäre, insgesamt ist sie wirklich gut gespannt – trotz Wellen.

    Ich frage mich nun erstens: woher kommt das? Habe ich die Leinwand vielleicht ÜBERspannt?
    Und zweitens: wie kann ich sie retten?

    Der Plan war, sie danach mit Fertig-Gesso zu grundieren, deswegen auch die Vorgrundierung mit Leim. Caparol ist ja eher dickflüssig, deswegen die Verdünnung.
    Die Leinwand ansich ist eine der günstigen von Boesner, Provencale oder so. Ich hatte sie aber auch schonmal erfolgreich benutzt, ohne Wellen, daran kanns also nicht liegen.

    Die Materialien (Caparol und Gesso) hab ich ausgesucht weil ich sie gerade da habe und würde sie auch gerne benutzen.

    Ich wäre zu dankbar, wenn mir einer von Euch weiterhelfen könnte!
  • eirelagkrap
    Hallo,
    bei minderwertigen Leinwänden können zwar Wellen auftauchen, daran dürfte es aber nicht liegen, die Boesner Provencale ist stabil genug.
    Wahrscheinlich hast du zu Beginn schlichr ungleichmäßig gespannt.
    Ich verstehe auch nicht, warum Du nach dem nachspannen nochmal eine Schicht caparol zur Vorleimung aufgetragen hast.
    Deine Binder Wassermischung halte ich für zu dick. 1Teil Caparol auf 2 oder 3 Teile Wasser dürften vollkomen reichen.
    Caparol reagiert wie eine Plastiktüte. Wenn du eine Delle in die Tüte drückst , geht sie nicht mehr raus. Unter Umständen kann es deshalb schwierig werden, die Wellen deiner Leinwand wieder zu entfernen.
    Du kannst nur abspannen, gleichmäßig von der Mitte her neuaufspannen versuchen, danach keine neue Leimschicht mehr und dann hoffen.

    Klaus
  • schwadro
    schwadro
    Danke Klaus!

    Nach dem Nachspannen hatte ich noch eine Schicht drüber gelegt aus 2 Gründen: einmal weil ich das Gefühl hatte, dass die erste Schicht etwas ungleichmässig war (mit größerer Pinselquaste aufgetragen aber im Trockenen sah es etwas fleckig aus, so als hätten ein paar Stellen nur wenig abbekommen) und der zweite Grund: weil ich gedacht hatte: wenn ich das Ganze nochmal "nass" mache zieht es vielleicht nochmal an.

    Das hört sich jetzt sicher extrem dilettantisch an, ich hab auch lange keine Leinwände selbst aufgezogen – aber früher hat es eigentlich immer problemlos geklappt!

    Was mich jedenfalls wundert ist die Welligkeit nur in eine Richtung. Vielleicht muss ich mir jetzt doch mal so eine Zange besorgen, händisch hat es jedenfalls beim ersten Mal nachspannen nicht wirklich etwas gebracht.

    Und so ungleichmässig hab ich die Leinwand glaubich nicht gespannt. Ich hab da schon ganz okayes Fingerspitzengefühl.
    Eine Sache, die ich mir noch vorstellen kann ist, dass sie nicht ganz gerade, parallel zum Fadenverlauf gespannt wurde.

    Und was vielleicht auch noch interessant ist: es gibt noch eine zweite Leinwand, die genau den selben Fehler aufweist. Die hab ich seit dem ersten mal Grundieren (mit Caparol) allerdings nicht weiter behandelt.
    Was würdest du denn in dem Fall mal machen? Nur Nachspannen und dann Gesso drüber? Ist Trocknen im Liegen bei so einer Größe korrekt?

    Und ich frage mich nach wie vor, ob es nicht vielleicht ne ÜBERspannung sein kann. Weiss allerdings weder, wie sowas aussieht und was das dann bedeutet (ob sie ggf irreparabel ist).
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  • tostnoufk
    Das kenne ich von Baumwollgeweben; bei Leinen tritt das nicht auf. Von daher denke ich, dass das Folge der Faserlänge ist, also Dehnung der Fäden bzw. Auseinanderziehen der Fasern im nassen Zustand unter der hohen Spannung. Normalerweise sollten die Wellen beim Grundieren verschwinden - war zumindest bei mir immer so. Du wirst danach aber kein sehr straff gespanntes Gewebe haben, ist aber vollkommen OK.
  • schwadro
    schwadro
    @kfuontsot ok danke! klingt plausibel.
  • eirelagkrap
    Hallo,
    Spannzangen sind nur sinnvoll, um schon grundierte Leinwand oder fertige bemalte Bilder neu aufzuspannen.
    Für ungrundierte Leinwände ist die Spannung, die du erreichst, viel zu hoch.
    Ich hab schon seit Ewigkeiten keine Leinwand mehr überspannt. Deshalb: keine Ahnung wie man das merkt. Du merkst es spätestens, wenn der Rahmen sich verzieht.

    Klaus
  • efwe
    efwe
    Eine schnelle Not-Lösung gebe es noch, indem du die eckkeilchen vorsichtig ein wenig einschlaegst, normalerweise macht man das aber erst nach Jahren wenn die Leinwand etwas schlaff mit der zeit wird.
    Signatur
  • schwadro
    schwadro
    ok danke für den tipp, probier ich dann auch mal.

    und im liegen trocknen bei soner größe (110 x 140) – ist das richtig?
  • eirelagkrap
    Ja,
    Ecken mit Gewichten beschweren.
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