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  • Eric Massholder: MONTE VERITÀ. Paintings. Galerie Z22

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    Galerie_Z22 Eric Massholder: MONTE VERITÀ. Paintings. Galerie Z22
    Eröffnung: Samstag, 21. März 2015, ab 19 Uhr

    Ausstellung: 22. März – 3. Mai 2015
    MI-SO 15 – 20 Uhr + nach Vereinbarung

    GALERIE Z22
    Zähringer Str. 22, 10707 Berlin

    Als „Monte Verità“ wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Westen von Ascona ein Hügel benannt, der bis heute in seiner klassischen Form als eine der bedeutendsten Wiegen der Alternativbewegungen gilt.

    Die Gründung dieser alternativen Lebensgemeinschaft zielte zum einen auf eine Kooperative ab, die in Form einer wirtschaftlich rentablen Heilanstalt eine Veränderung der Welt durch die Veränderung des eigenen Lebens hervorrufen sollte. Zum anderen sollte sie eine Liebeskommune - Freistatt für Aussteiger – sein. Die Ablehnung der bürgerlichen Welt reichte als Basis für die heterogenen Ideale, Motive und Werte der Gemeinschaft jedoch nicht aus und führte zu Spannungen und Konflikten, an denen sie letztendlich scheiterte.

    Eric Massholder beschäftigt sich in seinem neuen Zyklus „Monte Verità“ sowohl mit dem Motiv des „Wahrheitsberges“, als auch mit der Methodik der Naturheilanstalt. In einem sich selbst auferlegten Rhythmus von kreativer Arbeit und rudimentären menschlichen Bedürfnissen hebelte er Tag und Nacht aus den Angeln. Über einen Zeitraum von sechs Monaten aß er wenig, erholte sich in kurzen Schlafpausen und arbeitete Tag wie Nacht. Als Basis seines kreativen Schaffens dienten ihm naturalistische Bergmotive – der Berg als Reinform. Daraus entwickelten sich bergartige Formen mit skurrilen Gestalten. „Was wird mir mein Monte Verità zeigen?“ fragte sich Eric Massholder und forschte in seinem kreativen Schaffen nach Gefühlen wie Gefahr, Einsamkeit, Glück sowie Verzweiflung.

    Den Einstieg oder Aufstieg in eine Werkphase machen abstrakte Bergformen gepaart mit skurrilen Gestalten in Form von Bergsteigern mit Stab oder Chimären. Die zum Teil fiktiven Mischwesen mit menschlich anmutenden Körpern und tierischen Köpfen erklimmen in leuchtenden Farben den zu bezwingenden Berg. Ein weiteres Motiv ist der überdimensionale Bauch einer Schwangeren in Form eines Berges. Auf abstrakten weiblichen Kurven sitzen Tiere, wie zum Beispiel ein Hase, der im Sinne seiner Fruchtbarkeitssymbolik zu verstehen ist. Sind nicht wir das Kind dieses schwangeren „Berges“ ?

    Die Galerie Z22 konzentriert sich vor allem auf die Präsentation von zeitgenössischer Fotografie und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesem Medium. In ergänzenden Ausstellungen wird ein Bogen zu Video, Malerei, Skulptur und Installation gespannt. Ein Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms liegt auf französisch-deutschen Projekten und einem Austausch zwischen diesen beiden Ländern.
    Weitere Informationen: https://www.galerie-z22.com/
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