KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Streifenbildung beim Trocknen auf hellen Farbflächen

  • Chris24 Streifenbildung beim Trocknen auf hellen Farbflächen
    hallo, bin am Verzweifeln... auf der Leinwand Henry von Boesner bilden sich dunkle Streifen wenn die Farbe
    trocknet und zwar überall dort wo man die Leinwand auf der Rückseite etwas stärker berührt hat, z.B.
    wenn man die Keile reinschlägt und mit dem Hammer ein wenig an die Leinwand kommt, auch an den
    Rändern der Leisten usw.
    Kennt jemand das? Liegt es speziell an der Leinwand? Wie kann man das dann beheben, einfach drübermalen geht nicht, der Streifen wird wieder sichtbar, man muss ihn vorher mit Grundierfarbe behandeln usw....
    Chris
  • eirelagkrap
    Man schlägt die Keile nicht rein.
    Vieleicht handelt es sich einfach um den Abdruck des Keilrahmens?
  • oeli
    oeli
    An der Leinwand liegt es auf keinen Fall. Aber mit den Informationen kann niemand eine Ferndiagnose erstellen. Zudem wiedersprüchlich in sich. Du musst doch wisssen wann die Streifen sich bilden. Entweder wenn die Farbe trocknet oder weil der Keilrahmen durchschimmert oder weil du mit dem Hammer draufhaust oder Pinselspuren oder was weis ich?
    Welche Farbe hast du benutzt?
    Wie sehen deine Streifen aus?
    Schatten?
    Pinselstreifen?
    Nicht deckende Farbe?

  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • Chris24
    also, ich nehme die fertig grundierte leicht saugfähige Leinwand Henry von Boesner, bespanne damit Keilrahmen 2x2m mit Kreuz, bemale dann mit Lukas Studio Ölfarbe
    plus Mohnöl zu einem einfarbig hellen Hintergrund. Es ist dann eine schöne gleichmässige und glänzende Fläche. Aber nach ein paar Stunden werden an verschiedenen Stellen Streifen, Flecke und Linien sichtbar, die Farbe ist dort dunkler und auch matt. Diese Dinger sind über all da, wo auf die Leinwand mit ihrer Rückseite irgendetwas berührt hat, z.B. auch
    entlang dem Keilrahmenkreuz, oder wo man mit dem Hammer beim Reinschlagen der Keile die Leinwand kurz gestreift hat usw.
    Wenn man mit der Farbe nochmal über diese Stellen geht, sind sie weg, erscheinen aber nach ein paar Stunden wieder in genau der alten Form. Man kann zehnmal drüber, es nützt nichts. Das einzige was hilft ist Haftgrund-Grundierweiss von Lukas, damit dünn drüber und darauf wieder die Ölfarbe, dann kommt nichts mehr durch.
    Aber das ist letztlich Pfusch.
    Habe das Problem jetzt Boesner geschildert, mit Bildmaterial.
    Sie sagen, sowas hatten sie noch nie!
    Ist das möglich ??? ... kann ich nicht glauben...
    So ist das also.
    Evtl. hängt das mit der Baumwolle von Henry zusammen, wäre bei reinem Leinen vielleicht nicht?
    Es gab in den Kunsthochschulen immer einen Beauftragten für Werkmaterial, den konnte man sowas fragen, aber
    die gibts anscheinend nicht mehr.... dafür jetzt wohl die foren... also mal sehn wie weit ich hier komme ;)
    tschüss Chris
  • orez du musst...
    ...bei der Grösse einen Doppelkeilrahmen bauen- / benutzen und-/ oder die "Problem"stellen mit Pappe oder whatever auf der Rückseite präparieren damit da nichts durchschlagen kann...simple...
  • Doktor Unbequem
    vll. nicht ausreichend gleichmässig aufgezogen?
  • oeli
    oeli
    Ich habe früher immer Henry benutzt und nie Probleme gehabt. Gleichmäßig trocknet Ölfarbe aber nie auf bei nur einem Anstrich und unterschiedlicher Pigmentvolumenkonzentration. Passiert das auch beim zweiten Auftrag, nachdem der erste aber mindestens 2-3 Wochen durchgetrocknet ist? Und sind die matten Stellen wirklich dunkler die müssten eigentlich durch die Lichtstreuung heller werden.
    Ich glaube dein Problem ensteht dadurch das deine Farbe unterschiedlich durch den Untergrund aufgesaugt wird. Und weil du deine Ölfarbe mit Mohnöl verdünnst. Du hast die Leinwand mit deinem Hammer vielleicht verdichtet. Dein Untergrund entzieht deiner Farbe das dünnere Bindemittel, Mohnöl und Leinöl unterschiedlich, dadurch wird deine Farbe matt oder glänzend.
  • GeorgJiri
    GeorgJiri
    Das Problem scheint mir die Mischung deiner Grundierung zu sein. Speziell das Mohnöl. Wieso verwendest du das?
    Ich gehe davon aus das deine Farbmischung mit Mohnöl generell zu fett ist, und an den Stellen wo Kontakt zu den Rahmenhölzern besteht entzieht das Holz der Leinwand das Öl. Dadurch ist eine Ungleichmäßige Trocknung vorprogrammiert. Ich würde zunächst generell nicht mit Ölfarbe grundieren. Nimm lieber Acrylbinder oder von mir aus auch Farbe auf Acrylbasis. dies braucht mind. 24 Std. zum Durchtrocknen (Im Gegensatz zur Ölfarbe ist das eine Physikalische Trocknung bei dem sich das Bindemittel verzahnt, dadurch lässt es sich auch nach der Trocknung nicht mehr mit Wasser lösen). Danach kannst du mit Ölfarbe weitermalen.
    Öle zum verdünnen würde ich nur benutzen wenn die Farbe fast angetrocknet ist oder du mit eigenen Pigmenten Farbe mischst. Benutze Balamterpentinöl und Terpin zum verdünnen. Lasierend evtl etwas Liquin Der Bienenwachsanteil sorgt für mehr Glanz und schnellere Trocknung. Mohnöl hat die unangenehme Eigenschaft mit der Zeit die Farben zu verändern, schlecht und ungleichmäßig abzutrocknen, und zu Rissbildungen zu neigen. genauso wie auch viele andere Ölsorten nicht empfehlenswert sind. Als Anfänger solltest du auf diese Experimente zunächst verzichten.
    Signatur
  • Chris24
    danke für die aufschlussreichen Antworten, ihr habe alle recht, irgendwo .. es liegt an zu fettem Gemisch das sich
    mit der Grundierung von Henry nicht so gut verträgt.
    habe auch von Boesner ausführliche Erklärung bekommen, auch telefonisch. Es scheint so zu sein, dass sich zu viel
    Öl mit Henry nicht so gut verträgt, mir wurde zu einer anderen Leinwand geraten, stärker und Leinen, nicht Baumwolle.
    "Henry" benutze ich eigentlich nur aus Gewohnheit seit Ende der Akademiezeit, aber es ist eben eine nicht für alles
    geeignete Leinwand eher für Studienzwecke. Für den Galeriebetrieb ist sie zu unsicher, man muss sich dann eben
    auf einen höheren Preis einstellen.
    Mohnöl muss ich verwenden weil Leinöl bei einfarbigen Flächen gilbend auftrocknet, es sich nach ein paar Jahren
    richtige tiefgelbe Schlieren auf der Fläche bilden die man praktisch nicht mehr entfernen kann. Eine Horrorvorstellung
    wenn solche Bilder verkauft worden sind.
    Mohnöl gilbt nicht, aber es trocknet wesentlich langsamer, gut die Bemerkung dass sich Risse bilden können, aber
    die wird man in der Malerei eher tolieren als gelbe Streifen.

    habe heute zum ersten mal eine Benachrichtigungs-email von diesem forum erhalten, daher meine späte Antwort.
    Werde hier berichten wenn ich eine neue Leinwand habe und welche und meine Erfahrungen....
    danke und tschüss Chris
    schade dass man hier keine fotos hochladen kann...
  • Roderich
    Roderich
    schade das man hier keine fotos hochladen kann?
    muss man ja auch nicht..............mach es doch wie ich, ich schicke alle meine originale zu Constantin (der betreiber dieser seite), und er fotografiert sie dann kostenfrei, digitalisiert sie und klebt sie per hand hier in diesem forum ein.
    was könnte man sich da noch mehr wünschen?
    ok....manchmal sind die originale leider ein wenig geschrumpft, wenn man sie zurück bekommt, aber mehr als 11% hat das bei mir bisher nie ausgemacht.
  • GeorgJiri
    GeorgJiri
    @roderich , das ist nicht hilfreich.
    Man kann das auch in Konstruktiver Form sagen.
    Signatur
  • Maribu
    Maribu
    Ich würde die Leinwand auf jeden Fall noch zweimal mit gesso grundieren, zumindest habe ich damit gute Erfahrungen.
  • efwe
    efwe
    ja also-henry ist nicht wirklich gut-
    mir macht die staendig probleme beim aufspannen -haengt etwas durch nach einiger zeit- leider hab ich noch viele meter davon ---zum glueck gibt dagegen kleine keilchen obwohl ich die sonst nicht verwende --
    von boesner angepriesen von mir gekauft -mach ich nimma. :/
    Signatur
  • Seite 1 von 1 [ 13 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen