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  • Buchtipp zur Farbtheorie mit Praxisbezug

  • Paco
    Paco Buchtipp zur Farbtheorie mit Praxisbezug
    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach einem guten Buch zur Farbtheorie - allerdings mit kunsthistorischem Bezug, also möglichst eine detaillierte Erläuterung der Wirkung von Farben (komplementäre, sekundäre, tertiäre etc.) anhand von aussagekräftigen Beispielen der besten Künstler, also z.B. die Farbwahl von Monet, der Fauvisten, Kandinsky, Op-Art usw. sowie die von der Farbzusammenstellung / den Farbpaletten beim Betrachter hervorgerufenen Emotionen (= farbpsychologische Aspekte).

    Publikationen zur Farbtheorie gibt es ja wahrlich nicht wenige, aber die meisten sind nach Schema F aufgebaut (viele Seiten lang Abbildungen von Farbmischungen Farbe A mit B, C mit A und Z mit E...), so wie z.B. auch das "Handbuch der Farbe" von Hans Gekeler, das ich mir letztens gekauft hatte und mich kaum weitergebracht hat - eine immens hohe Redundanz.

    Da wäre für mich ein Praxisbezug zu den Meisterwerken der Farbgebung mit Sicherheit viel aufschlussreicher.
    Ich hab schon ausgiebig im Internet recherchiert, aber leider nichts derartiges gefunden - vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen, ob es sowas überhaupt gibt...

    Gruß
    Paco
  • Rudolf Rox
    Rudolf Rox
    @Paco, Übung macht den Meister, das wird dir kein Buch abnehmen.
  • siku
    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach einem guten Buch zur Farbtheorie - allerdings mit kunsthistorischem Bezug, also möglichst eine detaillierte Erläuterung der Wirkung von Farben (komplementäre,

    sekundäre, tertiäre etc.) anhand von aussagekräftigen Beispielen der besten Künstler, also z.B. die Farbwahl von Monet, der Fauvisten, Kandinsky, Op-Art usw. sowie die von der Farbzusammenstellung / den Farbpaletten beim Betrachter hervorgerufenen Emotionen (= farbpsychologische Aspekte).



    ein Buch, im dem alles zusammengefassst sein könnte: Ekzyklopädien




  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    ein Buch, im dem alles zusammengefassst sein könnte: Ekzyklopädien
    ... dazu ein Büchlein: Klaus Stromer (Hg.): Runges Farben Heute, dann gibt es in der Kamburger Kunsthalle (meine ich zumindest), noch so ein didaktisches Bastelset zur Farbenkugel,
    Johannes Itten: Kunst der Farbe. (Subjektives Erleben und objektives Erkennen als Wege zur Kunst).

    evtl. Josef Albers: Interaction of Color. Grundlegung einer Didaktik des Sehens"
    Goethes Farbentheorie: " Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden"
    Farbtheorie von Adolf Hölzel
    Paul Klee
    oder schau mal unter dem Autor: Ernst Strauss (koloritgeschichtliche Untersuchungen der Farbe)

    Keine Farbentheorie, aber ein interessantes Buch: Karin v. Maur: Vom Klang der Bilder.
    Wer kennt sie nicht, die Impression III (Konzert) (der gelbe Klang) 1911 inspririert von einem Konzert von Schönberg.

    Objektives Erkennen ... immer wieder nen Brüller wert ... Muhahaha ...

  • Gast, 5
    ... immer wieder nen Brüller wert ... Muhahaha ...
    irgendwelche köche behaupten, wie´s schmecken muss, soll oder kann...
    und alle holen sich schnell deren kochbücher und nicken wichtig, weil´s dann ja ganz klar und sanktioniert schmeckt. sichere seite und so...

  • siku

    [...] objektives Erkennen [...]
    ... immer wieder nen Brüller wert ... Muhahaha ...


    so ein Schwachsinn: deinen "Brüller" hat Itten als Buchtitel so gewählt, der Titel ist nicht von mir.
    Wie wichtig sich hier einige Wichte vorkommen - beschäftige ich mal mit was Existentiellerem z.B. mit der "Phänomenologie des Geistes" von Hegel, dann haste für "deine Brüller" keinen Nerv mehr. Manchmal regt selbst mich dieser hier als offenbar schlaue Antwort auf kunstgeschichtliche Zitate verfasste bullshit noch auf. -:(


  • Gast, 5 kamburger ekzyklop namens sick u :-)
    kortikaler drehschwindel oder wie siku´s gehirn aus nem weltbuchleihhafen ins schwarze loch entfloss :-)
    ein Buch, im dem alles zusammengefassst sein könnte: Ekzyklopädien
    ... dazu ein Büchlein: Klaus Stromer (Hg.): Runges Farben Heute, dann gibt es in der Kamburger Kunsthalle (meine ich zumindest), noch so ein didaktisches Bastelset zur Farbenkugel,
    Johannes Itten: Kunst der Farbe. (Subjektives Erleben und objektives Erkennen als Wege zur Kunst).

    evtl. Josef Albers: Interaction of Color. Grundlegung einer Didaktik des Sehens"
    Goethes Farbentheorie: " Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden"
    Farbtheorie von Adolf Hölzel
    Paul Klee
    oder schau mal unter dem Autor: Ernst Strauss (koloritgeschichtliche Untersuchungen der Farbe)

    Keine Farbentheorie, aber ein interessantes Buch: Karin v. Maur: Vom Klang der Bilder.
    Wer kennt sie nicht, die Impression III (Konzert) (der gelbe Klang) 1911 inspririert von einem Konzert von Schönberg.

    so ein Schwachsinn: deinen "Brüller" hat Itten als Buchtitel so gewählt, der Titel ist nicht von mir.
    Wie wichtig sich hier einige Wichte vorkommen - beschäftige ich mal mit was Existentiellerem z.B. mit der "Phänomenologie des Geistes" von Hegel, dann haste für "deine Brüller" keinen Nerv mehr. Manchmal regt selbst mich dieser hier als offenbar schlaue Antwort auf kunstgeschichtliche Zitate verfasste bullshit noch auf. -:(
  • siku
    kortikaler drehschwindel oder wie siku´s gehirn aus nem weltbuchleihhafen ins schwarze loch entfloss :-)


    wenn du schon zitierst, was du nicht verstanden hast, mach's wenigstens richtig: und zitiere auch den Text auf den dein ausgewähltes Zitat von mir antwortet. Ihr regt auch hier nicht über eine Formulierung von mir auf, sondern über einen von Johannes Itten verfassten Buchtitel, denn ihr dämlicherweise weder kanntet, noch seid ihr fähig gewesen, überhaupt zu erkennen, dass es sich hier um ein Zitat aus Ittens Farbenlehre handelt.

    rundesdreieck ach ja, und pass auf! dackel werden schnell überfahren, wenn sie blindlinks hinter ihrem Herrchen über eine viel befahrene Straße laufen - und runde Dreiecke frisst die Katze

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian


    ein Buch, im dem alles zusammengefassst sein könnte: Ekzyklopädien
    ... dazu ein Büchlein: Klaus Stromer (Hg.): Runges Farben Heute, dann gibt es in der Kamburger Kunsthalle (meine ich zumindest), noch so ein didaktisches Bastelset zur Farbenkugel,
    Johannes Itten: Kunst der Farbe. (Subjektives Erleben und objektives Erkennen als Wege zur Kunst).

    evtl. Josef Albers: Interaction of Color. Grundlegung einer Didaktik des Sehens"
    Goethes Farbentheorie: " Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden"
    Farbtheorie von Adolf Hölzel
    Paul Klee
    oder schau mal unter dem Autor: Ernst Strauss (koloritgeschichtliche Untersuchungen der Farbe)

    Keine Farbentheorie, aber ein interessantes Buch: Karin v. Maur: Vom Klang der Bilder.
    Wer kennt sie nicht, die Impression III (Konzert) (der gelbe Klang) 1911 inspririert von einem Konzert von Schönberg.

    Ja ja der Itten, der hatte keine Titten :D.



    so ein Schwachsinn: deinen "Brüller" hat Itten als Buchtitel so gewählt, der Titel ist nicht von mir.
    Wie wichtig sich hier einige Wichte vorkommen - beschäftige ich mal mit was Existentiellerem z.B. mit der "Phänomenologie des Geistes" von Hegel, dann haste für "deine Brüller" keinen Nerv mehr. Manchmal regt selbst mich dieser hier als offenbar schlaue Antwort auf kunstgeschichtliche Zitate verfasste bullshit noch auf. -:(

    Doch der Hegel, der hatte nen Schlegel.


    (äh, nein, xylo)

  • Paco
    Paco
    siku,

    vielen Dank für deine mühevoll erstellte kleine Bibliographie zum Thema und deinen (bislang einzigen) konstruktiven, hilfreichen Beitrag in dieser Sache.
    Bin hier neu in dem Forum, aber es scheint wohl auch hier Usus zu sein, dass sich nach vielleicht 2-3 sachlichen Beiträgen die Mitglieder in bester Youtube-Manier gegenseitig zerfleischen.
    [Obwohl ich glaube, dass sich die Bemerkung "... immer wieder nen Brüller wert ... Muhahaha ..." allein auf den diskutablen Itten-Buchtitel (ob Objektivität in der Kunst überhaupt ein relevanter Parameter ist) bezog und nicht auf dich persönlich.]

    Soweit ich das auf den ersten Blick beurteilen kann, sind deine Buchtipps allerdings auch alles eher konventionelle Bücher über die Farbtheorie und haben nicht den Praxisbezug, den ich suche (wenngleich ich das Buch von Itten auch schon länger im Auge habe, allein der gehobene Preis schreckt mich noch ab).
    Also ich suche eher eine stärker didaktisch (als rein wissenschaftlich/physikalisch) ausgerichtete Aufbereitung der verschiedenen Farbtheorien von Goethe, Runge etc. und der Farbenlehre (Farbkreis/-kugel) mit permanentem Bezug zu ausgewählten Kunstwerken (Rembrandts Chiaroscuro/Hell-Dunkel, die Fauvisten mit ihrer neuartigen Farbgebung, der Pointillismus mit seiner additiven Farbmischung, Yves Klein mit seinen Monochrom-Bildern etc.).
    Vielleicht auch gewisse Gesetzmäßigkeiten der Farben, dass etwa einige vor unserem Auge eher in den Vordergrund treten als andere, einige Farbkombinationen Harmonie, andere Disharmonie im Betrachter erzeugen, wobei diese Gefühle sicherlich auch zeitgebunden sind, so dass das Publikum bei der Farbgebung der Fauvisten vielleicht sogar Ekel empfunden haben, während wir heute diese Gemälde überwiegend für schön und harmonisch ansehen.

    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich schätzen, dass ein solches praxisbezogenes Werk vielleicht bei den Amerikanern am ehesten zu finden sein könnte, wie etwa im Fotografie-Bereich Feiningers wunderbar didaktisch gehaltene Standardwerke [kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, bes. den Kompositionskurs].
    In Deutschland besteht bei solchen Publikationen dagegen oftmals die Tendenz, mit elitärer Sprache und inflationärer Verwendung von Fremdwörtern (und egal zu welchem Thema: Goethe-Zitate nicht vergessen!), den Inhalt bewusst zu vernebeln.
    [Bei Zweitausendeins gab es mal eine DVD-Reihe zur Filmgeschichte. Die DVD zur US-Filmgeschichte, u.a. von Martin Scorsese verantwortet, war eine wunderbare chronologische Einführung mit hohem Erkenntnisgewinn, während die zur deutschen Filmgeschichte dermaßen verquast daherkam, dass man den Eindruck bekam, dass ein kleiner Zirkel von Intellektuellen unter sich bleiben und sein Herrschaftswissen nur mit seinesgleichen teilen wollte].

    Aber vielleicht gibt es ein solches Buch mit starkem Praxisbezug und Erläuterung der Farbsetzung der epochalsten Künstler überhaupt nicht - oder wir müssten es selbst mal schreiben...
    Oder hat vielleicht jemand zufällig genau dieses Buch, das ich suche, in seinem Regal stehen und kann mir weiterhelfen?

    Vielen Dank auf jeden Fall an alle für die vielen Beiträge...

    Paco
    --






    ein Buch, im dem alles zusammengefassst sein könnte: Ekzyklopädien
    Du wirst dir schon verschiedene Farbenlehren anschauen müssen:
    unabdingbar: Philipp Otto Runges Farbenkugel: dazu ein Büchlein: Klaus Stromer (Hg.): Runges Farben Heute, dann gibt es in der Kamburger Kunsthalle (meine ich zumindest), noch so ein didaktisches Bastelset zur Farbenkugel,
    Johannes Itten: Kunst der Farbe. (Subjektives Erleben und objektives Erkennen als Wege zur Kunst).

    evtl. Josef Albers: Interaction of Color. Grundlegung einer Didaktik des Sehens"
    Goethes Farbentheorie: " Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden"
    Farbtheorie von Adolf Hölzel
    Paul Klee
    oder schau mal unter dem Autor: Ernst Strauss (koloritgeschichtliche Untersuchungen der Farbe)

    Keine Farbentheorie, aber ein interessantes Buch: Karin v. Maur: Vom Klang der Bilder.
    Wer kennt sie nicht, die Impression III (Konzert) (der gelbe Klang) 1911 inspririert von einem Konzert von Schönberg.




  • siku


    Hallo Paco, vielleicht hat ja noch jemand eine zündende Buchempfehlung anzubieten, würde mich auch interessieren.
    Ich befürchte allerdings, das dem nicht so sein wird.



  • Paco
    Paco
    Meine Güte, siku,

    du bist ja eine wahre Bibliographier-Maschine - dank dir für die vielen Tipps. Werde mir alles mal im Internet ansehen, auch wenn die Titel wohl eher peripher meinen Themenbereich berühren.

    Kennst du oder jemand anders zufällig dieses Buch:
    Eva Heller: Wie Farben wirken. Farbpsychologie, Farbsymbolik?

    Vermute aber mal, dass das Buch stramm Richtung Esoterik unterwegs ist.
    Wobei mir einfällt: Eva Heller, war das nicht die Autorin dieser Emanzen-Bücher "Beim nächsten Mann wird allens anders" u.ä.?

    Paco




    Ich komme noch mal auf dein Anliegen zurück:
    du hast in deiner Beschreibung verschiednene Bereiche zusammengefasst, ich nenne nochmal Klassiker aus einzelnen wissenschafltichen Disziplinen.





  • Xabu Iborian
  • nighthawk
    nighthawk



    Kennst du oder jemand anders zufällig dieses Buch:
    Eva Heller: Wie Farben wirken. Farbpsychologie, Farbsymbolik?

    Vermute aber mal, dass das Buch stramm Richtung Esoterik unterwegs ist.


    das buch wurde uns im designstudium in dessau als standardwerk zur farbenlehre empfohlen (nebst itten), und unsere profs waren weit von jeglichem esoterikkram entfernt.

  • Paco
    Paco
    Xabu,

    vielen Dank für die beiden Buch-Tipps, die mir sehr vielversprechend erscheinen.
    Das Buch von John Gage (ein Engländer, also ein haber Amerikaner - ich hab´s geahnt!) habe ich mir gerade gekauft (freilich für nur 11,- EUR statt der beim ZVAB-Link aufgerufenen 193,-EUR), auf die Bemerkung von nighthawk hin auch das von Eva Heller, beides bei booklooker zum Spottpreis.

    Der andere Titel Hajo Düchting: Farbrausch: Die Farbe in der Malerei ist mit nur 64 Seiten für das Thema für meine Begriffe wohl etwas zu schmal, weshalb ich es als Suchauftrag dort agespeichert habe, falls der gebundene Preis einmal deutlich unterboten wird...

    Bin schon gespannt auf die Lektüre.
    Ich danke dem Schwarm und seiner Intelligenz...

    Paco





    https://www.zvab.com/Kulturgeschichte-Farbe-Antike-Gegenwart-John-Gage/208745847/buch

    https://www.belser.de/belser/wrs/wrs.nsf?openDatabase&_id=978-3-7630-2651-7&_lang=DE



  • Xabu Iborian
  • siku


    Ach Gottchen, also bei mir musste nix abschreiben, ich lösch das nicht weg nachher ;-)

    ne, da muss man nichts löschen, lohnt nicht :-)

    Auch noch gesehen ... vielleicht nicht ganz das, was Du suchst, las sich aber in dem Auszug interessant an.


    wie wär's, wenn du selbst mal liest, was du da anbietest. ;-)

  • Alle Beiträge anzeigen
  • heinrich


    Ja ja der Itten, der hatte keine Titten :D.
    Doch der Hegel, der hatte nen Schlegel.

    (äh, nein, xylo)




    Blog - Flog...
    Itten -Titten...
    Linken - winken...
    Wiki -Ficki...

    :-}

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian



    so ein Schwachsinn: deinen "Brüller" hat Itten als Buchtitel so gewählt, der Titel ist nicht von mir.
    Wie wichtig sich hier einige Wichte vorkommen - beschäftige ich mal mit was Existentiellerem z.B. mit der "Phänomenologie des Geistes" von Hegel, dann haste für "deine Brüller" keinen Nerv mehr. Manchmal regt selbst mich dieser hier als offenbar schlaue Antwort auf kunstgeschichtliche Zitate verfasste bullshit noch auf. -:(



    So vollkommen grundlos angepisst, wie Du rüber kommst, muss wohl schon wieder ein Monat um sein :).

  • Daniela Neumann
    Daniela Neumann
    "Vielleicht auch gewisse Gesetzmäßigkeiten der Farben, dass etwa einige vor unserem Auge eher in den Vordergrund treten als andere, einige Farbkombinationen Harmonie, andere Disharmonie im Betrachter erzeugen,"

    Sowas steht im Munsell (The New Munsell Student Color Set). Ist z. T. recht wissenschaftlich (wie werden unterschiedliche Farben von der Netzhaut aufgenommen ...) und erklärt die unterschiedlichen Theorien auch mit Beispielen aus der Geschichte/Kunst. Den umgekehrten Weg eher nicht (also Beispiele für die Theorie aber weniger Theorie für Beispiele). Praktischer Teil: enthält so kleine Farbplättchen, die im Rahmen von (vielen) Aufgaben angeordnet werden müssen. Überhaupt gibt es viele Aufgaben, an denen man die vorgestellten Theorien selbst erfahren und die Wirkung ausprobieren kann.... wenn du dir sowas unter Praxisbezug vorgestellt hast.
    Signatur
  • Gast, 9
    Hallo,
    1966 stellt Gerhard Richter fest, dass "jede Farbe sowieso ganz prima zu jeder beliebigen anderen Farbe passt"
    https://fondationbeyeler.tumblr.com/post/87994152593/1024-farben-1024-colors-1973

    (Paul) Klee malte, sensibilisiert durch das Farbverständnis Delaunays für das intensive Licht und die Farben des Südens, mehrere Aquarelle, denen er selbst für sein weiteres Kunstschaffen große Bedeutung zumaß. So schrieb er am 16. April (1914, Tunisreise) in sein Tagebuch:

    „Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“

    Mir selbst hat die Lektüre von Farbtheorien keinerlei Hilfestellung oder Erkenntnissgewinn für das Verständnis von Farbigkeit in der Malerei gebracht.
    Für wesentlich empfehlenswerter halte ich es, nach Selbstaussagen von Künstlern über ihre Verwendung von Farbe zu stöbern und sich Gedanken darüber zu machen.

    Klaus
  • efwe
    efwe
    Interessantes statement von richter...dank fuer den link.
    Signatur
  • Paco
    Paco
    Hat Kandinksy nicht auch mal was Grundlegendes zur Farbtheorie veröffentlicht, bes. auch zur Synästhesie (Farbe/Musik)?
    Ich hatte mir deshalb letztens das kleine Bändchen "Farben und Klänge. Zweite Folge (Ölbilder)" von Kandinsky gekauft, was aber eher einem Schuss in den Ofen gleichkam, da dort von Farbtheorie oder Synästhesie kaum die Rede ist - bei nur 13 Textseiten kein Wunder.
    Na ja, das ist halt der Nachteil am Online-Kauf, dass man öfter mal in den Ofen schießt, bevor man einen Volltreffer landet.
    Ich hoffe da ja jetzt ganz stark auf den Gage...
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Berücksichtige, was Klaus schreibt. Das ist der bisher ergiebigste Beitrag hier.
    Und der Manlio Brusatin, der scheint mir immer noch einen tieferen Blick wert, auch ohne dass ich das vollständige Werk gelesen haben muss.

    :)


    (Die Links zu den Büchern bedeuten nicht, dass du die Teile zwangsläufig online kaufen musst, sie sind in erster Linie ein Hinweis auf das Buch und eine kurze Beschreibung dazu. Eigentlich selbstverständlich, wie so vieles :)


  • otto_incognito
    otto_incognito
    @Paco- gesetzt dem Falle, daß die zufällig ausgewählten Farben a,b+c den geweiligen Ausdrucksqualitäen vont bja, wrx+kau entsprechen, so ergeben sich fogende und in der Konsequenz noch viel mehr Möglichkeiten:

    a+b (Farbanwendung des Malers) = bjawrx( vorhersagbareWirkung auf den Rezipienten)
    a+c (Farbanwendung des Malers) =bjakau ( vorhersagbareWirkung auf den Rezipienten)
    b+c (Farbanwendung des Malers )=wrxkau( vorhersagbareWirkung auf den Rezipienten)

    undsoweiter.

    Erschwerend kommt die Einbindung der gewählten Farbe in ein Formgefüge hinzu.
    Noch erschwerender kommt hinzu, daß ein vom Maler angestrebtes Sinngefüge es
    gelegentlich notwendig macht," unpassende" (im Volksmund "sich beißende Farben"
    genannt) zu verwenden.
    Noch erschwerender dürfte der Umstand sein, daß bei den zum Vorbild genommenen
    Werken der Maler zu seiner in dem Moment einzigen Lösung gefunden hat, was für
    jemanden. der selbst malerisch tätig wird, nur auf schwer beschreibbaren Wegen zu
    einer Hilfe werden kann.
    Eine Codierung dürfte dem sogar im Wege stehen.

    Das Zitat von parkgalerie trifft es auf den Punkt.
    Signatur
  • Frank Enrechen
    Frank Enrechen
    wozu eine lehre über etwas das man schon verstanden hat? nur unterbewusst....mag ja sein, aber hilft mir ein buch über hunger wenn ich Appetit habe? sagt es mir was ich essen soll? und für wen soll es sein, für den Konsumenten oder den macher?
    beim malen merkt man ja was miteinander harmoniert, wenn man etwas naturgetreu wiedergibt stellt sich die frage dann schon gar nicht, und als betrachter merkt man ja auch welche Wirkung die farben aufeinander haben.
    natürlich spricht aber auch nichts gegen eine literaische Umsetzung der subjektiv erlebten Wahrnehmung, ein allgemein gültiges werk oder eine Sammlung aller bekannt relevanten Publikationen zu dem Thema, dürfte es aber vermutlich zu dem Thema nicht geben, sonic igelt ja auch nicht im Mario land rum.
    Signatur
  • Frank Enrechen
    Frank Enrechen
    @Rodi
    damit wäre auch beantwortet für wen, für die Theoretiker nämlich.
    ein maler wird dafür kaum Verwendung haben.
    Signatur
  • nighthawk
    nighthawk
    Hallo,
    1966 stellt Gerhard Richter fest, dass "jede Farbe sowieso ganz prima zu jeder beliebigen anderen Farbe passt"
    https://fondationbeyeler.tumblr.com/post/87994152593/1024-farben-1024-colors-1973

    richter stellte auch einmal fest: "wer leidet oder nicht ganz dicht ist, sollte zum arzt gehen und nicht malen. nur gesunde dürfen malen." man sollte deshalb richterzitate, vor allem die aus den 60er jahren, vielleicht nicht ganz ernst nehmen.
    das was in der malerei möglich ist, weil in der malerei sowieso alles mögliche möglich ist, gilt zb. überhaupt nicht für fassadengestaltung. man sieht so viele mißgestaltete fassaden, wo selbst die 2-3 farben, die dafür gewählt wurden, nicht zusammenpassen oder leute auf der straße, die klamotten in den unmöglichsten, geschmacklosesten farbkombinationen tragen. da tun einem die augen weh. schlecht gemalte bilder kann man in museumsdepots verbannen, aber die ganzen täglichen farbgestalterischen verbrechen, denen man überall auf schritt und tritt begegnet, leider nicht. farbtheorien machen dann doch irgendwie sinn.

  • otto_incognito
    otto_incognito


    ... aber die ganzen täglichen farbgestalterischen verbrechen, denen man überall auf schritt und tritt begegnet, leider nicht. farbtheorien machen dann doch irgendwie sinn.


    Nö.
    Das widerspricht sich nicht. Was du beschreibst, ist ein Mangel an Gefühl.
    Da helfen auch keine Theorien.

    Signatur
  • Gast, 9


    richter stellte auch einmal fest: "wer leidet oder nicht ganz dicht ist, sollte zum arzt gehen und nicht malen. nur gesunde dürfen malen." man sollte deshalb richterzitate, vor allem die aus den 60er jahren, vielleicht nicht ganz ernst nehmen.



    Mir beweist dieses Zitat eher, dass man Richter auch regelmäßig ernst nehmen darf.
  • otto_incognito
    otto_incognito
    @nighthawk
    P.S. die ganzen städtebaulichen Sünden und der ganze amtlich zugelassene Dekokitschberuht ja wohl eher auf schlecht verstandenen Theorien.
    Signatur
  • Alle Beiträge anzeigen
  • Doktor Unbequem

    „Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“

    Liest sich wie der Ausspruch einer/eines euphorisch-verklärten Hobbymalers/-malerin.

    Oder, noch nahe liegender, eines religiösen Eiferers. Er hatte vielleicht ein paar Besuche tunesischer Moscheen hinter sich:

    „Der Herr hat mich. Ich brauche nicht nach ihm zu haschen. Er hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und der Herr sind eins. Ich bin Gläubiger.“

    :))
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    An den Vollidioten:

    Genau das ist es eben nicht, sondern das ganze Gegenteil.

    Signatur
  • Doktor Unbequem
    Zitat Richter: "nur gesunde dürfen malen."

    back to 1933?!!!
  • Doktor Unbequem


    An den Vollidioten: ...

    schon scheisse, wenn das kartenhaus immer wieder wackelt und zusammenbricht, gelle?!
    :))
  • nighthawk
    nighthawk


    Mir beweist dieses Zitat eher, dass man Richter auch regelmäßig ernst nehmen darf.

    ja klar, man muss es dann aber auch konsequenterweise zu ende denken, und in allen künstlerbedarfläden fortan von den farb- und pinselkäufern einen amtlich beglaubigten nachweis ihrer geistigen gesundheit verlangen. so ähnlich wie beim kauf von schusswaffen, oder so.

  • Alle Beiträge anzeigen
  • Doktor Unbequem

    Zitat Richter: "...nur gesunde dürfen malen."
    Mir beweist dieses Zitat eher, dass man Richter auch regelmäßig ernst nehmen darf.

    eijeijeijeijei....
    das ist leider der klaus, den ich kenne.
  • siku
    Paco wollte ja nur einen Buchtitel über die Farbe in der künstlerischen Anwendung kaufen. Mit Hilfestellung dazu wäre die Frage abgeschlossen.

    Hallo,
    (Paul) Klee [...]. So schrieb er am 16. April (1914, Tunisreise) in sein Tagebuch:

    „Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“


    Die Diskussion darüber, was man an Kunsttheorien aufnehmen sollte, oder was sich einer interessierten Person dann erschließt, ist eine andere Sache.

    Künstlerisches (malerisches) Talent beinhaltet genau das, was Paul Klee beschreibt, die intuitive Farbgestaltung bzw. das intuitive mischen der Farben.
    vergleichbar mit dem interessenlosen Geschmacksurteil des Schönen (nach Kant) das gegeben ist, jeder kann es besitzen, d.h. aber nicht, das jedes Individuum, auf das, was "in ihm wohnt" auch jederzeit zurückgreifen kann
    Diejenigen, die es können, wissen damit umzugehen und handeln (lautlos), die anderen, die es aktivieren wollen, aber nicht können, resümieren theoretisch über die "unsinnigen" ästhetischen Theorien - ohne dazu Zugang zu finden.

    @ otto Bausünden entstehen bzw. entstanden ja wohl weniger aus Mangel an farblicher Gestaltung, sie haben viele Ursachen: Sachzwänge, Kostenbegrenzung, ja auch Zeitgeist. Wenn man mal über Friedhöfe geht und schaut, welche Grabsteine Architekten haben, die während des Hochhausbooms in den 60ern, 70ern aktiv und berühmt waren, dann kann man erstaunt feststellen, dass ihre Grabmäler offensichtlich herausgeschnittene Stücke aus den von ihnen gebauten Hochhaus-Betonklötzen sind.

    Theorie ist immer eine Basis, sie ist aber kein Ersatz für künstlerisches Talent. Und wenn jemand mit Kandinskys Aufsätzen zur Form, Farbe und künstlerischer Theorie nichts anfangen kann, dann liest er eben was anderes. d.h. ja nicht, dass die Schriften deshalb "in die Tonne" gekloppt werden müssen".

    Am besten, jeder erkennt seine Grenzen in der künstlerischen Auseinandersetzung selbst.
    Das Herabsetzen anderer Vorschläge und Meinungen zeigt außer Engstirnigkeit gar nichts auf.


    An den Vollidioten:
    Genau das ist es eben nicht, sondern das ganze Gegenteil.


    am Beispiel des hier gesetzten Zitats von Xabu lässt sich Überforderung mit künstlerischer Auseinandersetzung am besten veranschaulichen. - und es verbietet das Wissen darum, xabu für seinen Beitrag einen roten Punkt zu geben, dagegen ist für diesen Beitrag keinen roten Punkt zu setzen ein Zeichen der Nächstenliebe.

  • nighthawk
    nighthawk

    Nö.
    Das widerspricht sich nicht. Was du beschreibst, ist ein Mangel an Gefühl.
    Da helfen auch keine Theorien.

    das gefühl enwickelt sich aber nur beim tun. wenn du jeden tag 8 stunden malst, dann hast du das irgendwann mal beim entsprechenden talent. die meisten leute aber, die heute unsere umwelt entwerfen und gestalten sitzen eher täglich 8 stunden am computer rum. ohne funktionierende theorien wären sie völlig aufgeschmissen. man müsste dann das wieder so wie früher machen, als design- und architekturstudenten ungefähr dasselbe grundstudium hatten, wie maler und bildhauer.

  • Doktor Unbequem

    Paco wollte ja nur einen Buchtitel über die Farbe in der künstlerischen Anwendung kaufen. Mit Hilfestellung dazu wäre die Frage abgeschlossen.

    Da könnte ich "natürlich"
    "Zufallsstrukturen in der zeitgenössischen Malerei ..." von Heike Rohrer empfehlen...
    :))
  • Seite 1 von 2 [ 69 Beiträge ]

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